Pädagogik (Fach) / Kommunikationsmodelle und gelingende Kommunikation in der Kita Modul 3 (Lektion)

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Watzlawick, Schulz von Thun, Carl Rogers, Thomas Gordon, Kommunikationssperren, Ich-Botschaften, Aktives Zuhören, Rosenberg, Durchführung einer Konfliktlösung

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  • Nenne die grundlegende Theorie von Schulz von Thun! Schulz von Thun Wenn ich als Mensch etwas von mir gebe, bin ich auf vierfache Weise wirksam. Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, 4 Botschaften gleichzeitig. -          eine Sachinformation (worüber ich informiere) – blau -          Eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe) – grün -          Einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe) – gelb   -          Einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte) – rot 
  • Nenne die grundlegenden Komponenten der Gewaltfreien Kommunikaion! Die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg enthält vier Schritte oder Komponenten, die die gewaltfreie Lösung eines Konflikts wahrscheinlich machen. Nach dem Beobachten des Verhaltens des Konfliktpartners und der wertfreien Beschreibung, dem Wahrnehmen und Erkennen der eigenen Gefühle, gilt das Wahrnehmen und Ausdrücken der eigenen Bedürfnisse als dritter Schritt der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg.           -> Bitte Grundlegendes Ziel in der GFK ist es:   •             Verstehen und verstanden werden - die »gute« Absicht hinter vermeintlich »negativen« Handlungen/Worten herausschälen •             Respektvoller, partnerschaftlicher Umgang •             Aus einer inneren Kraft, aus der Verbindung mit den eigenen Werten leben   •             Gemeinsam Wege finden, die die Bedürfnisse aller berücksichtigen (Konsens-/Win-win-Lösungen)
  • Nenne die 3 Faktoren der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers! Carl Rogers Die partnerzentrierte Gesprächsführung basiert auf 3 Faktoren: 1.            Bedingungslose Wertschätzung Um den Gesprächspartner bedingungslose Wertschätzung entgegenbringen zu können, muss ich diesen in seiner Andersartigkeit und Individualität achten und vorurteilsfrei ohne Bewertung akzeptieren, was der Ratsuchende empfindet, denkt und fühlt – ohne sein Verhalten unbedingt gut zu finden. 2.            Einfühlendes Verstehen (Empathie) Damit ich mich in die subjektive Welt und die Wahrnehmungsweise des Gesprächspartners einfühlen kann, ist es notwendig, meine eigene Sichtweise zurückzustellen. Durch Rückmeldungen und Aktives Zuhören kann somit der andere in seiner eigenen Problemlösung unterstützt werden. 3.            Echtheit Die partnerzentrierte Gesprächsführung ist in erste Linie eine Haltung und keine Gesprächstechnik. Eine authentische Begegnung zum Gesprächspartner ist wichtig, um bedingungslose Wertschätzung und einfühlendes Verstehen verwirklichen zu können.
  • Grundlagen des "aktiven Zuhörens" Elemente des Aktiven Zuhörens Thomas Gordon Eingehen auf den Selbstoffenbarungsaspekt „Zuhören“: Ganz auf den Gesprächspartner und seine Sichtweisen konzentrieren und die eigene Meinung, Wertung und Emotion in diesem Moment zurückstellen. „aktiv“: Rückmeldung über das Wahrgenommene geben und damit Verstehen und Einfühlen zum Ausdruck bringen Kommunikationsquadrat: Rückmeldung des Empfängers an den Sender über die Botschaft, die er empfangen hat . unter besonderer Berücksichtigung des Selbstoffenbarungsaspektes (gefühlsmäßige Komponente). Akzeptieren der Sichtweisen und Gefühle des anderen, nicht unbedingt Zustimmung – also weder Zustimmung noch Widerspruch.  
  • Nenne die 12 Kommunikationssperren! Die 12 Kommunikationssperren 1.       Befehlen, anordnen, kommandieren („Sie müssen sich Ihrer Tochter gegenüber unbedingt konsequent verhalten!“ 2.       Warnen, ermahnen, drohen („Wenn Jan sich nicht in die Gruppe einfügt, kann er nicht hier bleiben!“ 3.       Zureden, moralisieren, predigen („Sie sollten sich intensiver um Ihr Kind kümmern!“ 4.       Beraten, Lösungen geben, Vorschläge machen („Warum hören Sie nicht auf zu arbeiten?“ 5.       Belehren, logische Argumente anführen, Vorträge halten („Das ist psychologisch bewiesen, dass Einzelkinder oft überbehütet sind!“) 6.       Urteilen, kritisieren, Vorwürfe machen, beschuldigen („Das ist sehr verantwortungslos!“) 7.       Logen, zustimmen, schmeicheln („Sie sind eine sehr vernünftige Mutter!“) 8.       Beschimpfen, lächerlich machen, beschämen („Stellen Sie sich doch nicht so an!“) 9.       Interpretieren („Sie verwöhnen Ihr Kind, weil Sie vermutlich Schuldgefühle haben!“) 10.   Beruhigen, trösten, bemitleiden („Das ist doch kein Grund sich aufzuregen!“) 11.   Fragen, forschen, verhören („Warum haben Sie so schnell wieder das Arbeiten angefangen?“)   12.   Ablenken, aufheitern, zerstreuen („Dafür ist sie sehr musikalisch!“) 
  • Wie kann man eine Konfliktlösung (systematisch) durchführen? Leitfaden zur Durchführung einer Konfliktlösung 1.       Bedürfnisse – das Problem definieren 2.       Lösungen suchen (Ideenbörse) 3.       Lösungen auswerten 4.       Lösungen auswählen 5.       Durchführung planen   6.       Durchführung überprüfen 
  • Was sind Ich-Botschaften? Welche Auswirkungen haben Du-Botschaften? Welche Auswirkungen haben Ich-Botschaften? Nenne die 3 Komponenten der Ich-Botschaft! Eine Ich-Botschaft ist eine Selbstoffenbarung mit dem Ziel, dem Gesprächspartner etwas über sich selbst mitzuteilen. In Situationen, wo sich der Gesprächspartner schnell angegriffen fühlt, kann eine Ich-Botschaft zur Entspannung beitragen. Eine Du-Botschaft teilt dem Gesprächspartner mit, wie er von seinem Gegenüber gesehen wird, wie er wirkt. Du-Botschaften können kontaktfördernd, aber auch verletzend sein bzw. Schuldzuweisungen treffen, z.B. „Du bist immer so unflexibel!“ Auswirkungen von DU-Botschaften -          Erzeugen ein ungünstiges Gesprächsklima und belasten die Beziehung -          Anschuldigungen führen eher zu Widerständen als zu einem Überdenken des Verhaltens! -          Sie enthalten Geringschätzung und ein hohes Maß an Lenkung Ich-Botschaften Sie geben die Möglichkeit, dem Gegenüber die eigenen Gefühle und Bedürfnisse offen und klar mitzuteilen. Ich spreche davon, wie ich die Situation erlebe und mache Aussagen über das eigene Verhalten. Der Interaktionspartner wird nicht als Person bewertet, verurteilt oder angegriffen – es fördert die Vertrautheit und die gute zwischenmenschliche Beziehung. Ich-Botschaften beinhalten keine Forderung nach Veränderung, sondern die Bitte um Hilfe. Die meisten Menschen sind bei der Kollision von Bedürfnissen zum Einlenken bereit, wenn sie über die Verhaltensänderungen selbst entscheiden können. Auswirkungen von Ich-Botschaften: Drücken wertschätzende Haltung aus: Respekt und Achtung Lassen Freiraum für selbstgesteuerte Verhaltensänderung  - minimale Lenkung Sind klar in ihrem Selbstoffenbarungsaspekt Ausdrückliche Aussage über die Gefühle des Sprechers Definiert die Beziehung zum Gesprächspartner positiv Auch wenn mich gewisse Verhaltensweisen am anderen stören! Drei Komponenten von Ich-Botschaften 1.       Verhalten des anderen vorwurfslos beschreiben 2.       Gefühl, das ich dabei empfinde erkennen und beschreiben 3.       Folge, die spürbar für mich entsteht konkret beschreiben Schlagwörter, wie: immer, nie, schon wieder, überall, nichts… möglichst vermeiden! Klare Aussagen formulieren, damit der andere versteht, was ich meine, denke, fühle oder brauche
  • Nenne 5 Axiome von Watzlawick! Die 5 Axiome von Watzlawick 1.            Man kann nicht nicht kommunizieren. 2.            Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. 3.            Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung. 4.    Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten. 5.            Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär. Anmerkungen: Zu 4: •             Digital: Inhaltsaspekt einer Nachricht, es wird komplexes Wissen übermittelt. Logische Verknüpfungen und Negationen lassen sich ausdrücken.   •             Analog: Beziehungsaspekt einer Nachricht, wesentlich älter 
  • Nenne die 4 Schritte der Problemlösung nach Watzlawick! Die 4 Schritte zur Problemlösung nach Watzlawick 1.            Problem definieren (Unterscheidung von echten und Pseudoproblemen) 2.            Lösungsversuche untersuchen 3.            Formulierung von Zielen und Lösungen   4.            Planung 
  • Was sind Paradoxien (Watzlawick)? Paradoxien   Bei Paradoxien handelt es sich um Botschaften, die widersprüchlich sind und den Kommunikationspartner in eine Situation bringt, die für ihn nicht lösbar sind. 
  • Nenne 6 wichtige Grundlage für das Aktive Zuhören! Wichtige Grundlagen -          genau definnierte Situationen  -          keine monotonen, sterotypen Äußerungen  -        Hilfe zur Selbsthilfe: Unterstützung für Problemlösefähigkeiten    -          Zeitpunkt, Art und Weise und Gesprächsklima beachten (bei Anregungen)    -     bei Nebensächlichkeiten, anderem Thema, Sprengung des Gesprächsrahmens: andere Gesprächsform wählen         
  • Elemente des Aktiven Zuhörens nonverbale und verbale 
  • Was sind Ich-Botschaften? Eine Ich-Botschaft ist eine Selbstoffenbarung mit dem Ziel, dem Gesprächspartner etwas über sich selbst mitzuteilen. 
  • Was ist eine Du-Botschaft? Eine Du-Botschaft teilt dem Gesprächspartner mit, wie er von seinem Gegenüber gesehen wird, wie er wirkt. Du-Botschaften können kontaktfördernd, aber auch verletzend sein bzw. Schuldzuweisungen treffen, z.B. „Du bist immer so unflexibel!“
  • Auswirkungen von Du-Botschaften (5) Auswirkungen von DU-Botschaften -          ungünstiges Gesprächsklima -     belasten die Beziehung -          führen eher zu Widerständen    -          Sie enthalten Geringschätzung -     hohes Maß an Lenkung
  • Auswirkungen von Ich-Botschaften Auswirkungen von Ich-Botschaften  - Wertschätzung, Respekt, Achtung  - minimale Lenkung  - klar im Selbstoffenbarungsaspekt  - ausdrückliche Aussagen über Gefühle  - definiert die Beziehung positiv 
  • 3 Komponenten von Ich-Botschaften Drei Komponenten von Ich-Botschaften 1.      1.  Verhalten des anderen vorwurfslos beschreiben 2.      2.  Gefühl, das ich dabei empfinde erkennen und beschreiben   3.    3,    Folge, die spürbar für mich entsteht konkret beschreiben