Endokrinologie - Innere Medizin (Fach) / SW - Hypoglykämie (Lektion)
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1 Skript, Heiko Nathues
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- vers. Stoffwechselstörungen der Saugferkel (4) Futterintoxikationen vers. Stoffwechselerkrankungen der Saugferkel: 1. Hypoglykämie2. Futterintoxikationen3. erblich bedingte Rachitis4. seltene Mangelerkrankungen Futterintoxikationen: Mykotoxine → Ergotalkaloide, DON, Zearalenon (hat östrogene Wirkung, ist hydrophob → Ende Trächtigkeit Fettmobilisation → gelant in Milch → geschwollene Vulva bei Ferkel) wenig spezifische Symptome
- Hypoglykämie Ursachen/richtiges Management Ursachen/richtiges Management: ungenüngendes Mikroklima → zugfreies, gut isoliertes, trockenes und warmes Ferkelnest Energieverlust wegen Aufregung, Kampf um Zitzen und Zittern (für Wärme) untergewichtige Ferkel → < 1000g, statt 1500-1700g cave! schwere Ferkel haben teils verzögerte Geburt → Lebensschwäche bestimmte Haltungsformen begünstigen Hypoglykämie → v.a. Freilandhaltung (weil Sau Nest selber bauen muss ohne Kontrolle des Bauern)
- Hypoglykämie + Hypothermie Risikofaktoren Klinik treten als Störungen des Energiehaushaltes gemeinsam auf Risikofaktoren: Stoffwechsel und Thermoregulationsvermögen sind nicht voll ausgebildet, dünnes Haarkleid, subkutanes Fettgewebe gering, Regulation der Hautdurchblutung ist unzureichend, Glukoneogenese nicht voll funktionstüchtig Klinik: Seitenlage + Zittern, Problem der ersten Lebenstage (-72h) Abfall der Körpertemperatur, Muskelzittern, Unruhe, Energieversorgung im ZNS ungenügend, Somnolenz, Koma, Tod Schürfverletzungen an Vordergliedmassen (vom saugen), Bissverletzungen im Bereich des Masseters (Kämpfe um Zitzten), Bissverletzungen am Gesäuge der Sau
- Hypoglykämie + Hypothermie Ddx für Zittern Risikofaktoren Ddx für Zittern: kongenitaler Tremor Typ A → Ursache bekannt, typische Pathologien → umbedingt Schweinepest testen kongenitaler Tremor Typ B → Ursache meist unbekannt, untypische Veränderung im Kleinhirn Risikofaktoren: Agalaktie oder Hypogalaktie aufgrund → PPDS (post partales Dysgalaktie Syndrom), Pilztoxine (Ergotismus), Fütterungsfehler bei Muttersau, ungenügende Anzal funktionsfähiger Zitzen (Wirfgrösse, erbliche Defekte, Verletzungen) Zahnverletzungen (z.B. beim Zähnekürzen → Fx, gesetzlich verboten)
- Hypoglykämie + Hypothermie Therapie Wärme/Ferkelnest (ca. 35°C) Sicherstellung der Milchversorgung (Sau braucht Energie und Wasser) ggf. Elektrolyt-Glukose-Lsg per os/intraperitoneal (aufgewärmt) Prävention
