87
HdM WI7 2. Semester (Fach) / E-Business (Lektion)
E-Business HdM-Stuttgart
Diese Lektion wurde von thomasb erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Wie ist der Ablauf bei Postclick-Conversion? Werbemittel-Einblendung > Click + Cookie => Landingpage des Kunden> Ausfüllen & Abschicken => Bestätigungsseite des Kunden> Conversion wird gezählt
- Wie ist der Ablauf bei Postview-Conversion? 1. User sieht Werbung auf Webseite (z.B. Avis)> klein Klick aber Cookie wird gesetzt 2. User vergleicht Angebote (z.B. Mietwagen) 3. User erinnert sich an Werbung (z.B. Avis) 4. User sucht Seite von Werbetreibendem (google nach Avis) 5. User ruft Bestellseite von Werbetreibendem auf (Bestellseite von Avis) 6. User bestellt bei Werbetreibendem (Bestellbestätigung bei Avis) > User wird durch Cookie wieder erkannt.
- Welche Möglichkeiten gibt es User lokal zu tracken/wieder zu erkennen? Benutzer-Login Log-Analyse (Provider, IP-Adresse, ...) Session-IDs Cookies
- Welche Möglichkeiten gibt es User global zu tracken/wieder zu erkennen? Web-Bugs / Tracking Pixel Cookies Flash-"Cookies" (Local Shared Objects)
- Wie arbeiten Ad-Networks? Teilnehmer-Webseiten von Ad-Networks binden auf ihren Seiten z.B. einen Pixel oder JavaScript Code des Ad-Network Betreibers ein. Somit kann das Ad-Network das Surfverhalten des Users über alle teilnehmenden Webseiten hinweg feststellen. > Der User wird markiert (Cookie wird gesetzt)
- Welche Vorteile bieten Ad-Networks für Seitenbetreiber? Aufbau einer Nutzerhistorie über verschiedene Seiten hinweg Erstellung eines anonymisierten Benutzerprofils Tracking von Verhalten bis hin zu Mausbewegungen über eingebundene JavaScript Codes (Snippets) Einspielung personalisierter Werbung (Surfverhalten, Tageszeit, Location, ...) Austausch von Benutzerprofilen zwischen Ad-Networks
- Wie kann der "Überwachung" durch Ad-Networks entgegen gewirkt werden? Cookies löschen Flash-Cookies löschen (Temporäre Internet Dateien löschen) JavaScript deaktivieren Ad-Blocker installieren
- Was ist E-Commerce? E-Commerce ist "jede Art wirtschaftlicher Tätigkeit auf der Basis elektronischer Verbindungen". "Electronic Commerce bezeichnet [...] die über Telekommunikationsnetze elektronisch realisierte Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Geschäftstransaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten."
- Was ist E-Business? „Unter dem Begriff Electronic Business wird die Anbahnung sowie die teilweise respektive vollständige Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels elektronischer Netze verstanden.“
- Versuch einer Abgrenzung von E-Business, E-Commerce, E-Procurement, B2B, B2C, ...
- Anzeige
- E-Commerce-Typen nach Marktbeziehung Busniess-to-Consumer (B2C) Business-to-Business (B2B) Consumer-to-Consumer (C2C)
- E-Commerce-Typen nach Technologie Peer-to-Peer (P2P) Mobile commerce (M-commerce)
- Warum sollten wir E-Commerce betrachten? Traditionelle Betrachtung ändert sich fundamental: Passiver Konsument Getrieben durch den Vertrieb Feste Preise Informationsasymmetrie
- Eigenschaften moderner E-Commerce-Technologien Ubiquity (Allgegenwart, Erreichbarkeit) Globale Reichweite Universale Standards Interaktivität Personalisierung/Anpassung Soziale Technologien "Information Richness" "Information Density"
- Typen von Geschäftsmodellen Herstellermodell Händlermodell Vermittlermodell Werbungsmodell Subskriptions-/Nutzungsmodell Sonstige Modelle
- Was ist ein Geschäftsmodell (Business Model)? Im einfachsten Sinne:Art und Weise, Geschäfte zu betreiben, die es Unternehmen erlaubt, Gewinne zu erzielen (Schwerpunkt der unternehmerischen Aktivitäten und der Erlöserzielung) Weiter gefasstes Verständnis:"A business model is defined as the organization (or 'architecture') of product, service and information flows, and the sources of revenues and benefits for suppliers and customers."
- Zweck eines Geschäftsmodells Die explizite Erstellung von Geschäftsmodellen ist insbesondere bei Start-Ups, Spin-offs oder Markteintritten hilfreich, da sie der Ideen- und Konzeptfindung dient, eine Kontrolle der bisherigen Strategieumsetzung ermöglicht, potenziellen Geldgebern (z.B. VCs) das Geschäftskonzept transparent machen soll.
- Elemente eines Geschäftsmodells Marktmodell Leistungsangebotsmodell Beschaffungsmodell Leistungserstellungsmodell Marketing- und Vertriebsmodell Kapitalmodell (Finanzierungs- und Erlösmpdell)
- Erlösmodellsystematik im E-Commerce direkte Erlösgenerierung transaktionsabhängig Transaktionserlöse i.e.S. Verbindungsgebühren Nutzungsgebühren transaktionsunabhängig Einrichtungsgebühren Grundgebühren indirekte Erlösgenerierung transaktionsabhängig Provisionen transaktionsunabhängig Bannerwerbung Data-Mining-Erlöse Sponsorship => In der Praxis meist kombinierter Einsatz mehrerer Erlösmodelle
- Typen von Geschäftsmodellen im E-Commerce (4C-Net-Business-Model) Content Kompilierung (Packaging), Darstellung und Bereitstellung von Inhalten auf einer eigenen Plattform Context Klassifizierung und Systematisierung von im Internet verfügbaren Informationen Commerce Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Geschäftstransaktionen Connection Herstellung der Möglichkeit eines Informationsaustausches in Netzwerken
- Was ist das Herstellermodell? Online Shop für den Direktvertrieb Hersteller spricht Endkunden direkt über das Web an und umgeht damit den klassichen Handelsweg (Disintermediation) Produkte können günstiger kalkuliert werden, da nicht noch Margen des Handels einbezogen werden müssen Modell kann auf Effizienz, verbessertem Kundenservice oder besserem Verständnis der Kundenwünsche basieren Vertrieb erfolgt über Mail-Order oder online per Web-Formular
- Was sind Choice Boards? Choice Boards = „...interactive, on-line systems that allow individual customers to design their own products by choosing from a menu of attributes, components, prices, and delivery operations. The customers’ selections send signals to the supplier’s manufacturing system that set in motion the wheels of procurement, assembly, and delivery.”Quelle: Slywotzky 2000 => Choice Boards als Resultat von Mass Customization
- Was ist das Händlermodell? Interaktion erfolgt zwischen Großhändler bzw. Händlern und Endkunden Ausprägungen: Online-Shop als erweiterter Absatzkanal Online-Shop des klassischen Versandhandels Online-Shop "virtueller" Handelsunternehmen "Bit-Vendors"
- Nenne Erfolgsfaktoren (Fragen) für Online-Shops Will ich die "richtigen" Produkte verkaufen? Wie kann ich den Online-Shop umsetzen? Wie zukunftssicher ist der Anbieter der Shop-Lösung? Was kostet das Ganze/Refinanzierung? Nutzerfreundlichkeit (wenig Klicks bis zum Abschluss, Erklärungen) Wie kommt das Geld in die Kasse? Logistikkompetenz unbedingt erforderlich
- Was ist das Vermittlermodell? (+ Ausprägungen) Vermittler bringen Verkäufer und Käufer zusammen und unterstützen die Transaktion. Ausprägungen: Elektronische Marktplätze Virtuelle Mails Auktionen Demand Collection Systeme Intelligente Agenten (Shopbots, virtuelle Doppelgänger, Context Builder) Vermittlung von Online-Werbetreibenden (z.B. Affilinet, Doubleclick etc.)
- Was sind elektronische Marktplätze? Definition: Eine elektronische Plattform, die von einem Intermediär betrieben wird. Dieser bündelt Informationen bzw. Produkte und stellt sie auf seiner Plattform bereit. Aufgaben: Bündelung mehrerer Einzelaktivitäten Strukturierte Informationsbereitstellung Vermittlung und Koordination Unterstützung von Transaktionen Bereitstellung zentrale Dienste Angebot ergänzender Serviceleistungen
- Was ist ein Vertikaler Marktplatz? klarer Branchenbezug für fast alle Branchen gibt es auf nahezu allen Stufen der Lieferkette mehrere Marktplätze häufig branchenbezogene Zusatzdienstleistungen Beispiele: e-chemicals (Chemie), covisint (bei Gründung ausschließlich auf Automotiv-Bereich ausgerichtet; aufgebaut von Daimler Chrysler, Ford und General Motors; mittlerweile gescheitert und wird als On-Demand-Collaboration-Plattform weitergeführt)
- Was ist ein Horizontaler Marktplatz? branchenübergreifendes Publikum wird angesprochen Orientierung an Funktionen bzw. branchenunabhängigen Bedarf (z.B. IT-Ausstattung, Büromaterial, Zeitarbeitskräfte) i.d.R. einfache, standardisierte Produkte Sortiment groß und Preisniveau niedrig Transaktionsvolumnen muss ziemlich groß sein
- Was sind Werbungsmodelle? Werbungsmodelle beinhalten als Haupteinnahmequelle Werbung.Das Modell funktioniert nur, wenn die Seiten häufig frequentiert werden. Klassische Anwender: Portale Freemium-Anbieter
- Was ist das Subskriptionsmodell? periodische Gebühr wird für den Zugang zu einer Seite mit hochwertigen Inhalten oder Diensten erhoben, unabhängig von der Nutzung
- Anzeige
- Was ist das Nutzungsmodell? nur der konsumierte Inhalt wird in Rechnung gestellt
- Nenne sonstige Modelle. Partnermodell (Affiliate-Programm z.B. Amazon PartnerNet) (Social-)Community-Modelle Information Brokerage Trust Center
- Nenne die Phasen einer wirtschaftlichen Transaktion Unternehmen => Anbahnung => Vereinbarung => Abwicklung => AfterSales => Kunde Transaktionsphasen => Anbahnung=> Vereinbarung=> Abwicklung Koordinationsprozesse Informationssuche Klärung vorvertraglicher Fragen Leistungsspezifikation Preisverhandlung Vertragsabschluss Überwachung des Leistungsaustausches Tracking und Tracing Auswahl des Zahlungsmittels Leistungsaustauschprozesse=> Übergabe des Gutes=> Bezahlung
- Teilaufgaben und Unterstützung in den Transaktionsphasen: Anbahnung Teilaufgabe : Unterstützung Public Relations : WebsiteWerbung : Newsletter, BannerInformation und Beratung : Präsentations-, Auskunfts-, Beratungs-, Empfehlungssysteme; Audio-/Videokonferenz; Communitites; FAQs
- Teilaufgaben und Unterstützung in den Transaktionsphasen: Vereinbarung Teilaufgabe : Unterstützung Produktkonfiguration : Online-KonfigurationssystemPreisverhandlung : z.B. Online-AuktionenBestellung : Online-Formulare EDI
- Teilaufgaben und Unterstützung in den Transaktionsphasen: Abwicklung Teilaufgabe : Unterstützung Lieferung : Download digitaler Produkte; Tracking und TracingBezahlung : Digitales Geld; Smart CardsCustomer Support : Handbücher; FAQs; Communities; E-Learning
- The purchasing funnel Awareness => Familiarity => Consideration => Purchase => Loyalty
- Unterstützung in der Anbahnungsphase Präsentationssysteme Auskunftssysteme Beratungssysteme/Empfehlungssysteme
- Wozu dienen Beratungssysteme? bieten eine weitergehende Unterstützung des Kunden, bewerten Angebote in Bezug auf Kundenwünsche, schlagen geeignete Produkte vor, simulieren Lösungen, benötigen Informationen über Präferenzen, genauen Bedarf und die spezielle Situation des Kunden
- Was ist eRecommendation? Empfehlung von Inhalten gegenüber anderen Mitgliedern Push-Personalisierung
- Zwei grundlegende Konzepte von eRecommendation Social Navigation:Basiert auf der Auswahl von Objekten basierend auf Informationen, die andere Benutzer zu Objekten hinterlassen haben Social Filtering:Automatisches Verfahren der Ähnlichkeitsbestimmungen zwischen den Interessenprofilen einzelner Nutzer.
- Was ist Content-based Recommendation? Erfasst bestimmte Kombinationen an Eigenschaftsausprägungen bisher betrachteter und ausgelassener Inhalte Personalisierung bezieht sich auf die Vergangenheit und empfielt Inhalte, die der Benutzer als nächstes wählen würde, wenn er komplette Übersicht hätte
- Was ist Collaborative Recommendation? Versucht den Nutzen von Produkten auf Basis von Bewertungen anderer Nutzer vorauszusagen, die ähnliche Präferenzen haben Neue Inhalte schwierig, da nicht genügend Bewertungen
- Empfehlungssysteme: benötigte Daten; Verfahren; Art der Empfehlung benötigte Daten: ausgewähltes Produkt Produktmerkmale bewertete Produkte gekaufte Produkte Käufermerkmale Verfahren: Aggregated Rating Feature Based Filtering Content Based Filtering Item-to-Item Filtering Group Filtering Collaborativ Filtering Art der Empfehlung: E-Mail Textkommentare Durchschnittsrating ähnliches Produkt Top-N-Liste
- Wie funktioniert Feature Based Filtering? Feature Based Filtering: Kunden definieren ProduktmerkmaleKunden wählen Produkte mit bestimmten Merkmalen => Produkte sind mit ihren Merkmalen indiziertähnliche Produkte über gleiche Merkmaleunscharfe Methoden, z.B. Case Based Reasoning
- Wie funktioniert Content Based Filtering? Content Based Filtering: Produkte mit digital zu extrahierenden Merkmalen (z.B. Texte) Kunden haben Produkte gekauft oder bewertet; automatisierte Extraktion der Produktmerkmale => Vergleich der Produktmerkmale mit anderen ProduktenMethoden des Textminings
- Wie funktioniert Social Filtering? Social Filtering: Erkennung ähnlicher Produkte ohne explizierte Produktmerkmale Kunden haben Produkte gekauft oder bewertet; insb. bei Collaborative Filtering hängt die Qualität der Empfehlung von der Anzahl an Bewertungen und Kunden ab => Empfehlungen über Ähnlichkeits- und Distanzmaße der Produktbewertungen anderer Kunden
- Neben der Erfüllung der Grundfunktionen von Empfehlungs- und Beratungssystemen können die gewonnenen Daten genutzt werden zur... ... Anpassung der Webseite allgemein z.B. Ausbau derjenigen Seiten, auf welche Besucher über Suchmaschinen gelangen (häufige Einstiegsseiten) Überarbeitung problematischer Seiten (erkennbar an z.B. kurzer durchschnittlicher Verweildauer der Besucher oder häufigem endgültigen Verlassen der Site) ... kundenindividuellen Gestaltung der Website, z.B. Präsentation einer individuellen Einstiegsseite Speicherung der zuletzt besuchten Seite und Wiedereinstieg an der gleichen Stelle bei einem erneuten Besuch der Site Angebot spezieller Dienstleistungen, die zum Profil des Kunden passen ... Anpassung des Dienstleistungsangebots, z.B. häufige Kundenanfragen im Auskunfts- und Beratungssystem: Angebotslücken? Herkunft der Besucher der Site (Länderdomains) und Herkunft der tatsächlichen Kunden: belieferte Länder erweitertn? Übereinstimmung des Kundenprofils mit der Zielgruppe: Anpassungsbedarf?
- Nenne verschiedene Preisfindungsmechanismen Festpreis Anbieter setzt Preis fest Käufer kann nur akzeptieren oder auf Kauf verzichten Freie Verhandlung Produkt und Preis des Anbieters werden vorgestellt Anbieter und Käufer vereinbaren Preis in wechselseitiger Verhandlung Strukturierte Verhandlung - Auktion Anbieter oder Nachfrager geben Einstiegspreis an Interessenten über- oder unterbieten sich Strukturierte Verhandlung - Börse Preisbildung erfolgt durch n:m-matching evtl. sind Intermediäre (Makler) eingeschaltet
- Nenne verschiedene Preisauktionen (wichtige Ausprägungen) Auktionator: Anbieter, Preisänderung: sinkend => Holländische Auktion Auktionator: Anbieter, Preisänderung: steigend => Englische Auktion Auktionator: Nachfrager, Preisänderung: sinkend => umgekehrte Englische Auktion ("reverse auction") Auktionator: Nachfrager, Preisänderung: steigend => umgekehrte Holländische Auktion ("reverse auction")