69

Steuerassistenz (Fach) / Einkommensteuer (Lektion)

Fragen rund um die Einkommensteuer

Diese Lektion wurde von TaxesAndMore erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Hr. Kramer bezahlt Beiträge für die private Krankenversicherung seines Kindes. Wie hoch ist die maximale steuerliche Auswirkung bei einem Einkommen von € 80.000,-? 30 € (50% von 60€ Sonderausgabenpauschale)
  • Welche Eigenschaften weisen alle betrieblichen Einkunftsarten gemeinsam auf? Die Ermittlung der Einkünfte erfolgt durch die Berechnung des Gewinnes.
  • Welche Einkünfte sind keiner Einkunftsart im Sinne des EStG zuzuordnen und somit nicht steuerbar?   Einkünfte, die nicht unter die sieben Einkunftsarten eingereiht werden können unterliegen nicht der Einkommensteuer z.B.: Lotto- und Losegewinne, Schenkungen Private Erbschaften Finderlohn Schmerzensgeld                                                                                                                                                                                                                                                                              
  • Sind Zuwendungen aus Erbschaften und Schenkungen steuerpflichtig? Nicht steuerbar.
  • Unter welche Einkünfte fallen Ihre Einkünfte? Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Welche Einkünfte erzielt ein Gesellschafter Geschäftsführer einer GesmbH, der zu 30% an dieser GmbH beteiligt ist, aus dieser Beteiligung? Einkünfte aus selbständiger Arbeit (Bis 25% Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit).
  • Welche Voraussetzungen müssen für die steuerlich wirksame Anerkennung von Verträgen zwischen Familienangehörigen vorliegen? a.  nach außen ausreichend zum Ausdruck kommen, b.  einen eindeutigen, klaren und jeden Zweifel ausschließenden Inhalt haben und c.   auch zwischen Familienfremden unter denselben Bedingungen abgeschlossen worden wären (Fremdvergleich)
  • Unter welchen Voraussetzungen steht für einen Veräußerungsgewinn gemäß § 37 Abs. 5 EStG der Hälftesteuersatz zu? a.    Außerordentliche Einkünfte sind Veräußerungs- und Übergangsgewinne, wenn die Betriebsveräußerung oder – aufgaben aus folgenden Gründen erfolgt:                                           i.    Der Steuerpflichtige ist verstorbenà Betriebsveräußerung oder Betriebsaufgaben wird veranlasst.                                          ii.    Erwerbunfähigkeit des Steuerpflichtigen (z.B. körperliche oder geistige Behinderung) oder                                         iii.    Der Steuerpflichtige hat das 60. Lebensjahr vollendet und stellt seine Erwerbstätigkeit ein. b.    Für Veräußerungs- und Übergangsgewinne steht der ermäßigte Steuersatz nur über Antrag und nur dann zu, wenn seit der Eröffnung oder dem letzten entgeltlichen Erwerbsvorgang sieben Jahre verstrichen sind.
  • In welchen Fällen besteht für lohnsteuerpflichtige Einkünfte die Pflichtveranlagung? a.    Wenn andere Einkünfte bezogen wurden, deren Gesamtbetrag € 730 überstiegen haben. b.    Wenn im Kalenderjahr zumindest zeitweise gleichzeitig zwei oder mehrere Lohnsteuerpflichtige Einkünfte, die beim Lohnsteuerabzug gesondert versteuert wurden, bezogen wurden c.    Wenn ihm im Kalenderjahr Bezüge aus einer gesetzlichen Kranken- oder Unfallversorgung, gemäß dem Heeresgebührengesetz, gemäß dem Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungsgesetz oder aus dem Insolvenz-Ausallgeld- Fonds zugeflossen sind oder er Rückzahlungen von Pflichtbeiträgen z.B. Rückzahlungen von Beiträgen für freiwillige Weiterversicherungen einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung erhalten hat. d.    Wenn ihm in einem Freibetragsbescheid für das Kalenderjahr berücksichtigte besondere Verhältnisse nicht in der ausgewiesenen Höhe zugestanden sind. e.    Wenn der Alleinverdienerabsetzbetrag oder der Alleinerzieherabsetzbetrag berücksichtigt wurde, aber die Voraussetzungen nicht vorliegen. f.     Wenn der Arbeitnehmer eine unrichtige Erklärung abgegeben hat oder seiner Meldepflicht im Zusammenhang mit der Änderung der Verhältnisse für die Berücksichtigung des Pendlerpauschales nicht nachgekommen ist. g.    Wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine unrichtige Erklärung im Zusammenhang mit der Geltendmachung von Zuschüssen des Arbeitgebers zur Kinderbetreuung abgegeben wurde. h.    Wenn er Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt hat, die keinem Kapitalertragssteuerabzug unterliegen.
  • Welche Kosten stellen Betriebsausgaben gemäß § 4 Abs. 3 EStG dar? Betriebsausgaben stellen Aufwendung oder Ausgaben, die durch den Betrieb veranlasst sind. Eine betriebliche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendung oder Ausgaben:                                           i.    Objektiv im Zusammenhang mit einer betrieblichen Tätigkeit stehen und                                          ii.    Subjektiv dem Betrieb zu dienen bestimmt sind oder den Steuerpflichtigen unfreiwillig treffen und                                         iii.    Nicht unter ein steuerliches Abzugsverbot fallen.
  • Anzeige
  • Zu den Einkünften aus selbstständiger Arbeit gemäß § 22 EStG zählen? a.    Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit. (z.B. Ärzte, Rechtsanwälte) b.    Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit. (z.B. Hausverwalter, Aufsichtsmitglied) c.    Gewinnanteile der Gesellschafter von Gesellschaften, bei denen die Gesellschafter als Mitunternehmer anzusehen sind, sowie die Vergütungen, die die Gesellschafter von der Gesellschaft für ihre Tätigkeit im Dienste der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern bezogen haben. d.    Bezüge und Vorteile aus Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen, soweit sie nicht unter § 25 fallen. e.    Veräußerungsgewinne im Sinne des § 24.
  • Die Notarin Milli hat sich am 30.11. des laufenden Jahres einen PKW (Anschaffungskosten netto € 80.000,-) gekauft und am selben Tag in Betrieb genommen (Erstzulassung 30.11. des laufenden Jahres). Sie nutzt den PKW ausschließlich betrieblich. Wie hoc a.    8 Jahre Abschreibung, Kauf am 30.11. = Halbjahres-AfA b.    Abschreibung für das laufende Jahr  = € 2.500 c.    Alle die mit dem Auto verbunden Kosten sind ebenfalls nur zur Hälfte zu berücksichtigen z.B. Versicherung (Luxustangente = 40.000 €)
  • Die X-GmbH hat sich am 01.09. des laufenden Jahres eine neue Produktionshalle (Anschaffungskosten ohne Grund- und Bodenanteil netto € 100.000,-) gekauft und am selben Tag in Betrieb genommen. Sie nutzt die Halle ausschließlich betrieblich. Wie hoch i 3% jährlich € 3.000 = 1.500 € im laufendem Jahr (Halbjahres- AfA)
  • Herr Groß ermittelt seinen Gewinn aufgrund eines abweichenden Wirtschaftsjahres vom 01.06. des Jahres 01 bis zum 31.05. des Jahres 02. In welchem Jahr hat Herr Groß den Gewinn/ Verlust dieses Wirtschaftsjahres in seiner Einkommensteuererklärung zu er Im Jahr 2002. (Immer am Bilanzstichtag)
  • Herr Müller vermietet ein Einfamilienhaus. Er bezieht Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Weil er im Winter immer im Ausland ist, ersucht er das Finanzamt den Bilanzstichtag auf den 01. Juni zu verlegen. Wie entscheidet das Finanzamt? Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung können keinen Bilanzstichtag haben. Ermittlung durch die Überschussrechnung.
  • Für welche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist eine Angemessenheitsprüfung im Sinne des EStG durchzuführen? Die Angemessenheitsprüfung beschränkt sich auf Aufwendungen im Zusammenhang mit:                                           i.    Personen- und Kombinationskraftwagen                                          ii.    Personenluftfahrzeugen                                         iii.    Sport- und Luxusbooten                                        iv.    Jagden                                         v.    Geknüpften Teppichen                                        vi.    Tapisserien                                       vii.    Antiquitäten
  • Wann erfolgt eine Arbeitnehmerveranlagung auf Antrag? Wenn kein Pflichtveranlagungstatbestand besteht und trotzdem eine Erklärung eingereicht wird.
  • Wann erfolgt eine Arbeitnehmerveranlagung von Amts wegen? Wenn ein Pflichtveranlagungstatbestand vorliegt.
  • Wann ist spätestens ein Antrag auf Durchführung einer Arbeitnehmerveranlagung zu stellen? Bis zum Eintritt der Verjährung. ( 5 Jahre)