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Steuerassistenz (Fach) / Einkommensteuer (Lektion)

Fragen rund um die Einkommensteuer

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  • Welcher Personenkreis unterliegt der Einkommenssteuer? Der Einkommensteuer unterliegt das Einkommen natürlicher Personen, das sie innerhalb eines Kalenderjahres bezogen haben.
  • Wann ist eine Person unbeschränkt steuerpflichtig? Natürliche Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt (mehr als 6 Monate) im Inland.
  • Wann ist eine Person beschränkt steuerpflichtig? Natürliche Personen ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland und mit Inlandseinkünften.
  • Welche Gewinnermittlungsarten sind im Sinne des EStG zulässig? Gewinnermittlung gemäß § 5 EStG Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 3 EStG  Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 1 EStG Pauschalierung gemäß § 17
  • Welche Voraussetzung (Einkunftsart) muss vorliegen, um die Basispauschalierung nach § 17EStG in Anspruch nehmen zu können? Es werden Einkünfte aus selbständiger Arbeit § 22 (freiberufliche Einkünfte, Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit) Einkünfte aus Gewerbebetrieb § 23 Es besteht keine Buchführungspflicht und es werden auch nicht freiwillig Bücher geführt, die eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG 1988 ermöglichen. Aus der Steuererklärung geht hervor, dass der Steuerpflichtige von der Pauschalierung Gebrauch macht . Bei § 22 - 6%, höchstens 13.200 € Sonst 12%, höchstens 26.400 €               Bei § 22 - 6%, höchstens 13.200 € Sonst 12%, höchstens 26.400 €                                                                                                                                                                                                                                                                                               Bei § 22 - 6%, höchstens 13.200 € Sonst 12%, höchstens 26.400 €            
  • Welcher Teil des Einkommens wird bei der Basispauschalierung nach § 17 EStG pauschaliert ermittelt?   Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Bei welchen Wirtschaftsgütern kann eine Absetzung für Abnutzung angesetzt werden?   Anlagevermögen das durch die betriebliche Nutzung an Wert verliert. (z.B. Maschinen, LKW, usw.)
  • Welche Ausgaben können im Rahmen der Veranlagung als Sonderausgaben geltend gemacht werden?   Personenversicherungen Wohnraumschaffung-/Sanierung              „Topf Sonderausgaben“ Pensionskassenbeiträge               Freiwillige Weiterversicherungen, Nachkauf von Versicherungszeiten Junge Aktien, Wohnsparaktien, Genussscheine (nur vor 01.01.2011 getätigte Ausgaben) Renten, dauernde Lasten Kirchenbeiträge Steuerberatungskosten Spenden Verlustvortrag (Verlustabzug)
  • Welche Ausgaben können im Rahmen der Veranlagung als Werbungskosten geltend gemacht werden? Pendlerpauschale Arbeitsmittel Aus- und Fortbildung, Umschulung Doppelte Haushaltsführung und Familienheimfahrten Fachliteratur Reisekosten Betriebsratsumlage Gewerkschaftsbeiträge
  • Nach welcher Gewinnermittlungsart kann ein Land- und Forstwirt, der Einkünfte aus Land und Forstwirtschaft erzielt, seinen Gewinn nie ermitteln?   Gewinnermittlung gemäß § 5 („Gewinn der rechnungslegungspflichtigen Gewerbetreibenden“)
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  • Frau Schmidt bezahlt Beiträge für die private Unfallversicherung ihres Mannes und ihrer 2 Kinder. Kann sie diese Sonderausgaben in ihrer Steuererklärung steuermindernd berücksichtigen?   Ja, da diese Sonderausgaben  auch wenn sie für den (Ehe-)Partner und Kinder geleistet werden absetzbar sind.  („erweiterter Personenkreis“)
  • Hr. Huber bezahlt Beiträge für die private Krankenversicherung seines Kindes. Wie hoch ist die maximale steuerliche Auswirkung bei einem Einkommen unter € 36.400,-?   730 € (Sonderausgabenhöchstbetrag € 2.920)
  • Hr. Müller hat im Vorjahr durch seinen Arbeitgeber seinen Freibetragsbescheid berücksichtigen lassen. Ist er verpflichtet, für dieses Vorjahr eine Veranlagung durchführen zu lassen? Ja, da die Einreichung des Freibetrages beim Arbeitgeber zu einer „Pflichtveranlagung“ führt.
  • Welche Einkünfte sind keiner Einkunftsart zuzuordnen und somit nicht steuerbar? Nicht steuerbare Einkünfte (z.B. Lotto- und Losegewinne, Schenkungen, private Erbschaften, Finderlohn, Schmerzensgeld usw.)
  • Eine gemäß § 4 Abs. 3 EStG gewinnermittelnde Steuerberaterin erstellt im laufenden Jahr eine Bilanz für die Gruber GmbH. Ihre Honorarnote versendet sie im laufenden Jahr. Die Gruber GmbH überweist den Rechnungsbetrag am 10. Mai des folgenden Jahres. Am 10. Mai des folgenden Jahres. (Da Sie Ihre Einkünfte nach der Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 3 EStG ermittelt, ist die Honorarnote dem zufließendem Jahr zuzuschreiben)
  • Was versteht man unter dem horizontalen Verlustausgleich im Sinne des EStG? Beim Verlustausgleich werden innerhalb einer Einkunftsart von den positiven Einkünften die negativen Einkünfte desselben Veranlagungszeitraumes abgezogen. Hierbei erfolgt der Ausgleich mit positiven Einkünften derselben Einkunftsart.
  • Was versteht man unter dem vertikalen Verlustausgleich im Sinne des EStG? Beim Verlustausgleich werden innerhalb einer Einkunftsart von den positiven Einkünften die negativen Einkünfte desselben Veranlagungszeitraumes abgezogen. Hierbei erfolgt der Ausgleich mit positiven Einkünften anderer Einkunftsarten.
  • Was versteht man unter einem Verlustvortrag im Sinne des EStG? Man versteht darunter die Möglichkeit, den Verlust eines Jahres unter bestimmten Voraussetzungen mit den Gewinnen späterer Jahre auszugleichen. Verluste können jedoch nur im Ausmaß von 75% des Gesamtbetrages der Einkünfte vorgetragen werden.
  • Welche privat veranlassten Ausgaben können in der Steuererklärung nur berücksichtigt werden, weil es im EStG ausdrücklich vorgesehen ist?   Die Sonderausgaben gemäß § 18 EStG, da diese Ausgaben der privaten Lebensführung des Steuerpflichtigen zuzurechnen sind. Außergewöhnliche Belastungen gemäß § 34 EStG. (Krankheitskosten, Begräbniskosten, Katastrophenschäden)
  • Der Rechtsanwalt Huber bezahlt im laufenden Jahr die Monatsmiete für seine Kanzlei jeweils am 21. des Monats. Die Miete für Dezember bezahlt er ausnahmsweise verspätet am 20. Jänner des Folgejahres. In welchem Jahr ist diese Ausgabe ertragssteuerrech   Freiberufliche Tätigkeit Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 3 EStG. Im Jänner (da die Zahlung auch nicht innerhalb der Tagesfrist von 15 Tagen erfolgt ist, ansonsten würde es den Dezember betreffen) à § 19 EStG
  • Welche Einkünfte erzielt ein Gesellschafter Geschäftsführer einer GesmbH, der zu 15% an dieser GmbH beteiligt ist, aus dieser Beteiligung? Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.
  • Was versteht das Einkommensteuergesetz unter dem Begriff "innerbetrieblicher Verlustausgleich"? Ausgleich der verschiedenen Gewinn- & Verlustarten (laufender Gewinnverlust, Übergangsgewinnverlust, Veräußerungsgewinnverlust) innerhalb EINES BETRIEBES
  • Welche Eigenschaften weisen alle betrieblichen Einkunftsarten gemeinsam auf? Die Ermittlung der Einkünfte erfolgt durch die Berechnung des Gewinnes.
  • Der Steuerberater Müller bezahlt im laufenden Jahr die Monatsmiete für seine Kanzlei jeweils am 21. des Monats. Die Miete für Dezember bezahlt er ausnahmsweise verspätet am 5. Jänner des Folgejahres. In welchem Jahr ist diese Ausgabe ertragssteuerrec Im Dezember da die Miete innerhalb der 15 Tagefrist erfolgt ist. (siehe Frage 20)
  • Womit setzt das Finanzamt die Einkommensteuer fest? Einkommensteuerbescheid
  • Warum wird die Einkommensteuer als direkte Steuer bezeichnet?   Weil die Einkommensteuer nicht auf Dritte überwälzbar ist. Steuerschuldner und Steuerträger sind ident.
  • Warum wird die Einkommensteuer als Personensteuer bezeichnet? Da in der Einkommensteuer auch die persönlichen Verhältnisse berücksichtigt werden. (z.B. Kinder, Familienstand, usw.)
  • Welche Arten von Steuerpflicht im Bereich des EStG gibt es? unbeschränkte Steuerpflicht, beschränkte Steuerpflicht;
  • Die unbeschränkte Steuerpflicht gemäß Einkommensteuergesetz erstreckt sich auf? Die unbeschränkte Steuerpflicht erstreckt sich auf alle in- und ausländischen Einkünfte.
  • Welche Zeiträume kommen als Veranlagungszeitraum in Betracht?   Kalenderjahr Teil eines Kalenderjahres =Wirtschaftsjahr (Bei Wechsel der Steuerpflicht)
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  • Den Betrag, der nach Anwendung der Tarifsteuersätze vom Ergebnis abgezogen wird und daher die Steuer brutto für netto vermindert, nennt man? Absetzbeträge gemäß § 33 EStG
  • Zwangsläufig, außergewöhnliche Privatausgaben, die von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden dürfen, nennt man? Außergewöhnliche Belastungen
  • Wann endet die Einkommensteuerpflicht einer natürlichen Person? Die Steuerpflicht endet mit dem Tod oder mit der Aufgabe der Ansässigkeit. (z.B. Auswanderung)
  • Welche Einkünfte werden als außerbetriebliche bzw. Überschusseinkünfte bezeichnet? Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit Einkünfte aus Kapitalvermögen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung Sonstige Einkünfte
  • Welche Einkünfte werden als betriebliche Gewinneinkünfte bezeichnet? Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft Einkünfte aus selbständiger Arbeit Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Bei welchen Einkunftsarten spricht man von einer Gewinnermittlung bzw. einer Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten? Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
  • Was versteht das Einkommenssteuergesetz unter “Gewinn“? Der Begriff Gewinn umfasst sowohl ein positives als auch ein negatives Jahresergebnis. Alle Bestimmungen, die sich auf die Gewinnermittlung beziehen, gelten grundsätzlich auf für die Ermittlung von Verlusten.
  • Erläutern Sie den „eingeschränkten“ und „vollen“ Betriebsvermögensvergleich.   „Eingeschränkter“: Der Gewinn wird durch doppelte Buchführung ermittelt, wobei nur die allgemeinen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung gelten. Die handelsrechtlichen Vorschriften sind dagegen nicht zwingend anzuwenden. Diese Gewinnermittlung ist auch anzuwenden, wenn ohne Verpflichtung freiwillig Bücher geführt werden. „Voller“: Für die Gewinnermittlung jener Steuerpflichtigen die im Firmenbuch eingetragen sind und die Einkünfte aus Gewerbebetrieb beziehen, sind die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (RLG) maßgebend, außer zwingende Vorschriften des EStG treffen abweichende Regelungen. Verpflichtung zur Bildung von Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungen und Teilwertabschreibungen.
  • Die A GmbH mit Sitz in Wien vermietet einen Teil ihres im Betriebsvermögen gehaltenen Wiener Büros. Unter welche Einkunftsart fallen diese Einkünfte? Gewerbliche Einkünfte
  • Die B GmbH mit Sitz in Wels vermietet einen Teil ihres im Betriebsvermögens gehaltenen Welser Lagers. Unter welche Einkunftsart fallen diese Einkünfte? Gewerbliche Einkünfte
  • Der ungarische Staatsbürger Laslo wohnt seit fünf Jahren mit seiner Lebensgefährtin in deren Wohnung in Wien. Eine eigene Wohnung hat er nicht. Er erzielt Einkünfte als Schriftsteller in Höhe von € 99.000,-. Ist Herr Laslo in Österreich steuerpflicht Ja, da er seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich hat und somit in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig ist.
  • Was versteht das Einkommensteuergesetz unter dem Begriff Einkünfte? Unter den Einkünften sind die Reineinkünfte zu verstehen. Die Reineinkünfte der Einkunftsarten 1 bis 3 werden als Gewinn bezeichnet, bei den anderen vier Einkunftsarten als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten.
  • Wer ist Steuersubjekt bei der Einkommensteuer? Natürliche Person
  • Was versteht das Einkommensteuergesetz unter dem Begriff "Freibetrag"? Freibeträge vermindern die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer.  
  • Was versteht das Einkommensteuergesetz unter dem Begriff "Liebhaberei"? Werden nachhaltig Verluste erwirtschaftet, kann diese Tätigkeit vom Finanzamt als sogenannte „Liebhaberei“ beurteilt werden, vor allem, wenn eine Nähe zur Privatsphäre besteht (z.B. Verluste aus Rennpferdhaltung, „Freizeitlandwirtschaft“, Reiseschriftstellerei). Nach Ablauf eines Anlaufzeitraums von drei Jahren können aber auch „normale“ Tätigkeiten darunter fallen, dies hat zur Folge, dass die Verluste nicht mit anderen positiven Einkünften ausgeglichen werden können und damit das Einkommen nicht mindern. (z.B. bei einer kleinen Vermietung 20 Jahre)
  • Was versteht das Einkommensteuergesetz unter dem Begriff "Negativsteuer"?   Ein Recht auf die Negativsteuer haben natürliche (aktiv beschäftigte) Personen die: Sozialversicherungsbeiträge zahlen deren Einkommen die Grenze von 11.000 € - 12.000 € nicht überschreitet. Bei der Negativsteuer bekommt der Pflichtige 10% seiner geleisteten Sozialversicherungsbeiträge, jedoch höchstens 110 €, zurück. Dieser Betrag erhöht sich auf € 400 (erhöhte Negativsteuer 17%), wenn dem Pflichtigen das Pendlerpauschale zusteht.
  • Welcher Absetzbetrag kann zu einer Negativsteuer führen? Alleinverdiener- Alleinerzieherabsetzbetrag Arbeitnehmerabsetzbetrag Grenzgängerabsetzbetrag
  • Welche Ausgaben/Aufwendungen können im Rahmen der Veranlagung als außergewöhnliche Belastung mit Selbstbehalt geltend gemacht werden?   Krankheitskosten Kurkosten Kosten für Alters- oder Pflegeheim Begräbniskosten Außergewöhnliche Belastung für Heilbehelfe (Brille)
  • Welche Ausgaben/Aufwendungen können im Rahmen der Veranlagung als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt geltend gemacht werden?   Außergewöhnliche Belastungen für Behinderung mind. 25% Katastrophenschäden Auswärtige Ausbildung der Kinder Kinderbetreuungskosten KFZ- Behindertenpauschale Hilfsmittel und Heilbehandlung wegen Behinderung Außergewöhnliche Belastungen für ein Kind mit Behinderung
  • Welche Arten von Wirtschaftsgütern kann ausschließlich dem Betriebsvermögen eines § 5 Gewinnermittlers zugeordnet werden? Gewillkürte Wirtschaftsgüter (Wirtschaftsgüter die weder notwendiges Betriebsvermögen noch Privatvermögen darstellen, z.B. ein Grundstück das weder im Nutzen des Privaten ist noch dem Nutzen des Betriebsvermögens)