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Nutztierwissenschaften II (Fach) / Nutztierwissenschaften II (Lektion)

Nutztierwissenschaften II

Diese Lektion wurde von Pinsel erstellt.

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  • Geflügel-Haltung: Produktion von: typische Produktionsabläufe der Geflügelmast in der BRD Fleisch → Mast Eier → Legehennen   wenige Basiszucht-Betriebe mit Elterntierlinien Mastbetriebe kaufen Lieferverträge bei den Schlachtereien Brütereien liefern Küken direkt an Mastbetrieb Mast erfolgt nach fest vereinbarten Regeln (Impfungen, Futter,...) Vermarktung komplett über Schlachtereien Handelsnormen mit Gewichtsklassen Geflügelfleisch hat hohen Anteil an convinience-Produkten keine staatlichen Eingriffe in den Markt! 
  • Arbeiten in der Hähnchenmast - Bodenhaltung Gesamtbetrieb (mit 15.000 Mastplätzen) tägliche Arbeiten (32%): Tier-Kontrolle Technik-Kontrolle op. Anpassung einmalig termingebunden (58%): Stallvorbereitung Einstallen Ausstallen Entmisten ... ein- oder mehrmalig, nicht termingebunden (10%):  Reparaturen Wartung Behandlung ...
  • Hähnchenmast: Luftfeuchte zwischen 55 und 70% relative Luftfeuchte zu trockene Luft: Schleimhautreizungen zu feuchte Luft: verhindert das Abtrocknen der Einstreu
  • Typische Produktionsabläufe bei den Legehennen in der BRD wenige Basiszucht-Betriebe mit Elternlinien (Hybridzucht mit hohen Hygieneauflagen) Brütereien liefern Küken an Aufzuchtbetriebe oder direkt an Legehennenhalter Eiererzeugung im Legehennenbetrieb mit einer (max. 2) Legeperioden Eiervermarktung mit festen vertraglichen Absprachen zw. Erzeuger und Handel Handelsnormen mit Gewichtsklassen und Haltungskennzeichnung keine staatlichen Eingriffe in den Markt !
  • Eier: Kennzeichnung der Herkunft Seit wann ist die Haltung in Kleinkäfigen in der BRD nicht mehr erlaubt? Bsp: 1 - DE - 1234567 Bedeutung der ersten Zahl: Haltungsform: 0 = Bio-Ei 1 = Freilandhaltung 2 = Bodenhaltung 3 = Käfighaltung Buchstaben: EU-Land Zahlenfolge: erste zwei Zahlen: Bundesland 2-6 Betriebsnummer 7 Stallnummer     seit 2009
  • Probleme bei Haltungsverfahren von Hühnern Aggressionen Emissionen Stallklima
  • Hühnerzucht: Bodenhaltung Platzierung der Legenester Mechanisierbarkeit des Eier-Sammelns Attraktivität der Nester - verlegte Eier Anordnung des Scharrraum Auslauf/Veranda Versorgungsachsen für Wasser und Futter
  • Tierhygiene: wozu? Zoonosen um das Entstehen von Krankheiten zu Verhindern → Vorsorge   Krankheiten und Infektionen, die natürlicherweise zwischen Menschen und Wirbeltieren übertragen werden Anthropozoonosen: von Mensch auf Tier Zooanthroponosen: von Tier auf Mensch
  • Zielvorgaben der (Tier-)hygiene Aufrechterhaltung gesunder menschlicher Ernährung Produktqualität und Abwehr von Produktionsausfällen Erbhygiene und Tierzucht Tierernährung Zoonosenabwehr: Seuchenlehre Veterinärpolizei Abwehr von Gefahren durch tierische Produkte Milchhygiene Schlachthofhygiene Lebensmittelhygiene
  • statische Definition: Gesundheit dynamische Gesundheitsdefinition WHO: Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens (und nicht nur Abwesenheit von Krankheit)   Gesundheit ist die Fähigkeit, sich an eine gegeben - belebte und unbelebte - Umwelt ständig neu und jeweils optimal anzupassen Gesundheit ist ein Zustand, der aufgrund der Fähigkeit zur aktiven Anpassung an potentielle Belastungen (Stressoren) als dynamisches Gleichgewicht (Homöostase) zwischen Organismus und Umwelt charakterisiert ist
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  • Einflüsse der Tierhaltung auf Tiergesundheit (Bsp. Mastitis) (Euterentzündung) genetische Veranlagung (Zitzenform) Mastitiserreger Melkanlage (Vakuum, Pulstakt) Melktechnik Stand- und Laufflächen, Liegeboxen Stress (z.B. Transport, Hitze) Stoffwechselerkrankungen Fütterung
  • Folgelasten von Tierkrankheten, Bsp. Mastitis wirtschaftliche Schäden: Milch erkrankter Kühe darf nicht verkauft werden & Wartezeit während der Behandlung Kosten (Tierarzt, Medikamente) höherer Arbeitsaufwand erhöhte Remontierungsraten → geschätzte finanzielle Verluste: 300€/Kuh/Jahr Umweltaspekte: vernichtete Milch reduzierte Effizienz (Umweltbelastung pro l Milch steigt) erhöhter Bedarf an Kälbernahrung negative Effekte auf Fleischproduktion
  • auf den Organismus einwirkende Umweltfaktoren (= potentielle Stressoren) unbelebte Umwelt belebte Umwelt unbelebte Umwelt: (abiotisch) Klima und Wetter Raumklima (Temperatur, Luftfeuchte, Strahlung (Licht/radioaktiv), Schadgase) Ernährungsfaktoren: allgemeiner Mangel bzw. Überversorgung Vitaminmangel bzw. Überversorgung Mineralstoffmangel bzw. -überversorgung (Mengen-&Spurenelemente) Futtermittelkontaminationen belebte Umwelt: (biotisch) Bakterien Viren Pilze und Hefen Endoparasiten Enteroparasiten Ektoparasiten   ... Vektoren...!
  • Definition Krankheit (Humanmedizin) Pathologie Ätiologie Pathogenese eine Störung der körperlichen und geistigen oder seelischen Gesundheit   die Lehre von den Funktionsstörungen (Pathophysiologie) und den krankhaften Veränderungen der Organe und Gewebe (pathologische Anatomie) sowie deren Ursachen   die Lehre von den Krankheitsursachen   Enstehung und Verlauf einer Krankheit
  • Tierhygiene: Disposition die angeborene oder erworbene, ständige oder vorübergehende Anfälligkeit in Bezug auf eine bestimmte Krankheit. die Krankheit ensteht erst dann, wenn eine Noxe (=Schaden) hinzukommt Disposition + Noxe = Krankheit Art-, Rassen-, Familien-, Geschlechts-, und Altersdisposition
  • Tiergesundheit: Kondition und Konstitution Kondition: Summe der erworbenen Dispositionen Konstitution: Summe der ererbten und erworbenen Dispositionen
  • Tiergesundheit: Krankheitsverlauf akut: rascher Beginn, kurzer Verlauf chronisch: schleichender Beginn, lagwieriger Verlauf Krankheitsausgang: Heilung Defekt bleibt zurück (Leiden) Rezidiv (erneutes Auftreten einer Krankheit nach vorausgegangener Heilung) letal (Tod)
  • Tierhygiene: Krankheitsursachen endogen exogen endogen: genetisch (Chromosomenaberrationen, Mutationen) exogen: Verletzungen (Traumen) chemische/physikalische Schädigungen (Noxen) z.B. Gifte, Hitze, Kälte, Strahlung alimentäre Faktoren (Mangelkrankheiten) belebte bzw. vermehrungsfähige Krankheitserreger (Pilze, Viren, Bakterien, Protozoen, Würmer..) Störungen der Sauerstoffzufuhr oder -verwertung psychsoziale Schäden
  • pathologische Veränderungen regressive Veränderungen: Atrophie (Gewebsschwund durch Abmagerung etc.) Zellschädigungen/-degeneration, Zelltod und Nekrose  progressive Veränderungen Hypertrophie (Größenzunahme durch Zellvergrößerung) Hyperplasie (Vergrößerung durch vermehrte Zellteilung) Regeneration Heterotrophie (Anabolismus) Entzündungen Tumore Entwicklungsstörungen (Kyematopathien)
  • Entzündung: Definition & Symptome gleichförmige Reaktion des Gefäßbindegewebes auf schädliche Einflüsse (Noxen)   Rötung (Rubor) Schwellung (Tumor) Überwärmung (Calor) Schmerz (Dolor) gestörte Funktion (Funtio laesa)
  • Nicht-infektiöse Krankheiten sind NICHT durch Krankheitskeime verursacht sind NICHT ansteckend machen das Tier anfälliger für infektiöse Krankheiten Bspe.: ernährungsbedingt Krankheiten (Stoffwechsel-/Mangelkrankheiten, Vergiftung, Fremdkörper, Fruchtbarkeitsstörungen..) 
  • belebte Krankheitsursachen: Definiton Infektionskrankheiten (alle Infektionserreger) Infektionserreger sind vermehrungsfähige, pathogene Agenzien, die Pflanzen, Tiere und Menschen befallen und unter ihnen übertragen werden     durch Erreger (biotische Faktoren) hervorgerufene Erkrankung aber: Infektion ≠ Erkrankung
  • Infektionslehre: Infektion Definition Haften, Eindringen (Invasion), Ansiedlung, Wachstum und Vermehrung von Mikroorgansimen oder Viren in einen "Makroorganismus" einschließlich der Überwindung der lokalen Abwehr
  • Übertragungsarten pathogener Mikroorganismen direkte Übertragung: fäkal-oral (Schmierinfektion) aerogen (Tröpfcheninfektion) genital (beim GV) über verletzte (Schleim-)haut diaplzentar (während Gravidität) perinatal (während Geburt) galaktogen (mit der Muttermilch) indirekte Übertragung: durch Futter oder Lebensmittel = alimentär durch Trinkwasser durch unbelebte kontaminierte Vektoren (Gegenstände..) durch belebte Vektoren (Arthropoden..) (transmissiv)
  • Infektionslehre: Kolonisation residente Flora physiologische Besiedlung (Kolonisierung) der äußeren Oberfläche des Organsimus ((Schleim-)haut) mit Mikroorgansimen (sog. Kommensalen) als Normal- oder Standortflora   ständige Keimflora in den einzelnen Körperregionen: Hautflora Mundflora Intestinalflora Vaginalflora  
  • Infektionslehre: Kontamination Besiedlung von Oberflächen (Geräte, Gegenstände, Arbeitsflächen, Fußböden, Wasser, Lebensmittel, Haut, Haar, Atemwege) durch Anflug- bzw. Kontaktkeime Kontaminationsquellen → Erregerreservoir
  • Nenne einige aerogen übertragene Infektionskrankheiten Masern Röteln Windpocken Mumps Pocken Erkältungskrankheiten Herpes (simplex/zoster) Influenza Diphterie Tuberculose (offene Form) Tonsilitis Meningitis (Meningokokken) Legionellose
  • alimentär übertragbare Infektionskrankheiten und Intoxikationen Infektionskrankheiten: Typhus abdominalis Paratyphus A,B,C Brucellose Tuberculose Darmmilzbrand Poliomyelitis Hepatitis A Rota-Virosen Toxi-Infektionskrankheiten: Enteris-Salmonellosen Shigellosen (B.-Ruhr) E.coli-Enteritiden Cholera Yersinia-Enteritiden Intoxikationen Staphylococcen-Entero-toxikose B. cereus Enterotoxikose Cl. perfringens Botulismus parasitäre Erkrankungen: Amöbenruhr Toxoplasmose Helminthosen, Ascaridosen Trichinellose
  • transmissiv übertragene Infektionskrankheiten "Umwelt" ist entscheidend zur Verbreitung bestimmter Infektionskrankheiten Übertragung aktiv, Erreger vermehren sich in Zwischenwirten, dort läuft ein Teil des Entwicklungszyklus des Erregers ab, der nötig für weitere Übertragung ist transmissive Infektionskrankheiten in Mitteleuropa: Zeckenenzephalitis (FMSE) Borreliose transmissive Infektionskrankheiten in den (Sub-)Tropen: Malaria Gelbfieber Schlafkrankheit
  • Richtung der Übertragung von Infektionskrankheiten horizontal ↔ innerhalb einer Gruppe vertikal ↓ von der Mutter an die Nachkommenschaft
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  • Infektion(-sverlauf) (Schleimhaut/Haut) Übertragung Kontamination Haftung (Adhärenz) an Epithelzellen ((un-)spezifisch) Invasion (Exoenzyme): Eintrittspforte (Wunde, Vektoren, Integritätsverlust) lokale Symptomatik Lokalinfektion Allgemeininfektion (Bakteriämie/Septikämie) "Opportunisten" ↔ Immunschwäche    
  • Grundbegriffe der Infektionslehre: Inkubationszeit Infektionsspektrum Infektionsdosis Infektionsmodus Zeit zwischen Infektion und Auftreten von Krankheitssymptomen: Charakteristikum einer Krankheit (Stunden, Tage, Wochen, bis zu Jahren)   Gesamtheit der "empfänglichen Wirtsspezies", die von einem Erreger infiziert werden können   minimale MO-Anzahl, die einen Infekt verursacht     Art des Eindringens in einen Wirt    
  • Grundbegriffe der infektionslehre III: Sepsis transitorische Bakteriämie/Virämie/Parasitämie Superinfektion Systemerkrankung, die durch MOs und/oder deren toxische Produkte verursacht wird; oft von lokalem "Herd" ausgehend     kurze vorübergehende Anwesenheit von MOs in der Blutbahn   Auftreten einer zweiten Infektion bei bestehender erster Infektion
  • primäre infektionsquellen - Erklärung: Kranker Inkubationsausscheider Rekonvaleszenzausscheider Dauerausscheider Keimträger Tiere Umwelt wichtigste Quelle, i.d.R. werden Erreger durch das gleiche System ausgeschieden, durch das sie aufgenommen wurden Ausscheidung während Inkubationszeit, typisch für viele Viruskrankheiten Ausscheiden nach überstandener Krankheit; typisch für enterische Salmonellosen Ausscheidung nach 3 und mehr Monate (evtl. Jahre) nach Überstehen der Krankheit  tragen pathogene Keime auf der Haut oder Schleimhäuten ohne "infiziert" zu sein  kranke oder gesunde Erdboden, Pflanzen, Wasser
  • Infektionskette Voraussetzung für die Ausbreitung jeder Infektionskrankheit (Seuche) ist die komplette Infektionskette, bestehend aus: Infektionsquelle: Mensch Tier (Keimträger, Ausscheider, lebend, tot) Übertragungsweg: aerogen alimentär Kontakt transmissiv empfindliches Individuum: Infektion: endogen exogen
  • Infektion: Bekämpfung Unterbrechung der Infektionskette durch: Infektionsquelle: Meldepflicht Absonderung (Isolation, Quarantäne) Sanierung (BSeuchG, TierseuchG) Übertragungsweg: Sanitation Desinfektion Sterilisation Infektion: Immunprophylaxe Chemoprophylaxe Definition der Risikigruppen und -personen
  • Grundbegriffe der Infektionslehre I: Infektiosität Kontagiosität Pathogenität Virulenz Fähigkeit eines MOs übertragen zu werden, in den "Makroorganismus" einzudringen, sich dort zu halten, zu vermehren und auszubreiten Ansteckungsfähigkeit, Kontagiositätsindex: das Verhältnis der Anzahl der manifest Erkrankten zur Zahl der inapparent Infizierten (Bsp. Masern 95%) Fähigkeit von Erregern eine Erkrankung hervorzurufen (qualitativer Begriff!) Ausmaß der krankheitserzeugenden Eigenschaft eines Stammes einer pathogenen Spezies, "Infektionskraft" (quantitative Eigenschaft!)
  • obligat pathogene MOs fakultativ pathogene MOs → primärinfektiöse Krankheiten lösen Krankheit nur aus, wenn besondere äußere und innere Umstände zusätzlich auf den Organismus einwirken →sekundärinfektiöse Krankheiten = Faktorenkrankheiten
  • subzelluläre Infektionserreger Prion-Theorie Prionen: infektiöse, kleine sehr resistente Proteine; z.B. BSE  Viren: vermehrungsfähige infektiöse Partikel ohne Zellstruktur, kein Stoffwechsel, keine Reizbarkeit   Umformung des zellulären Prion-Proteins PrPc in seine pathologische Form PrPscPr patholgoisches Prion-Protein lager sich an zelluläres Prion-Protein an und bildet mit ihm einen Intermediär-Komplex, aus dem zwei pathologische Prion-Protein-Moleküle hervorgehen 
  • Infektionserreger: Viren Zelltransformation durch Tumorviren außerhalb einer Zelle nicht vermehrungsfähig 2 Bauelemente: DNA + Protein (Funktionen: Schutz der Nukleinsäure, Eindringen des virus in Wirtszelle) DNA-Tumorviren: Papillomviren (Warzen) Herpesviren Adenoviren RNA-Tumorviren (Retroviren): Erreger von Sarkomen (sarko = Fleisch; Geschwülste) und Leukose(Leukämie)
  • Viren als Krankheitsursache pathogene Wirkungvon Viren beruht auf zellschädigender Wirkung bei der Vermehrung in der Wirtszelle: zellzerstörende Prozesse zelltransformierende Prozesse (onkogene Viren) Koexistenz von Virus und Zelle ohne erkennbare Zellschädigung bzw. nur mit partieller Zelldysfunktion
  • Klassifikation und Nomenklatur wichtiger Viren in der Nutztierhaltung: Kriterien der Einteilung Beispiele: physiko-chemische und physikalische Eigenschaften Struktur und Funktion des viralen Genoms als DNA/RNA Proteinstruktur molekulare Masse Morphologie Stabilität gegenüber Strahlung,... ... Beispiele: biologische Eigenschaften natürliches Wirtsspektrum Transmissionswege geographische Verbreitung besondere Übertragungsmodi Pathogenität Pathologie ...    
  • Beispiele: Viruskrankheiten für DNA-/RNA-Viren DNA-Viren: Pockenviren Herpesviren Adenoviren Parvoviren RNA-Viren: Togaviren (Röteln) Paramyxoviren (Rinderpest, Staupe) Rhabdoviren (Tollwut)  
  • Infektionserreger: Bakterien höhere (eukaryote) und niedere (prokaryote) Einzeller kleinste Mikroorganismen mit gesicherter Zellstruktur (Prokaryonten) charakeristische Zelleigenschaften: Vermehrung Stoffwechsel Reizbarkeit wichtig: Bakterien sind nicht überwiegend Krankheitserreger, sondern notwendiges Glied in der Umsetzung der Materie und deshalb für das Leben an sich essentiell
  • Lipopolysaccaride (LPS) (typisches Sauerwein-Thema?) LPS sind Endotoxine von gramnegativen Bakterien wichtig für bakteriologische Diagnose undSeuchenerkennung können toxisch wirken, abhängig vom Fettsäuremuster und den Phosphatgruppen praktisch überall vorhanden (Luft, Wasser, Futter, Boden, MD-Trakt..)
  • Tierhygiene: Pilze: Pilzkrankheiten der Haustiere: Einteilung Dermatomykosen(Hautpilze): Trichophytie, Mikrosporie Systemmykosen(generalisierte Pilzerkrankungen): Aspergillose, Candidose, Cryptococcose Mykotoxikosen(Mykotoxinvergiftungen): Aflatoxidose, Ochratoxikose, Ergotismus, Zearalenon-, Trichothecen-, Fumonisin-Toxikose 
  • Tierhygiene: Protozoa: Eukaryonten, allgemeines einzellige Mikroorganismen, von Zellmembran umschlossen, keine Zellwand  Vermehrung asexuell: Zwei- oder Vielfachteilung (=Merogonie=Schizogonie) einige Arten können sich auch sexuell fortpflanzen
  • Tierhygiene: Protozoa als Infektionserreger -wichtige Parasiten meist sehr schnelle Teilungsrate: → Überschwemmung der Wirte und damit bedeutsame Erkrankungen Entwicklung von verschiedenen Strategien um im Freien zu überleben und/oder auf einen neuen Wirt übertragen zu werden  Amöbiasis (Amöbenruhr) Coccidiose (..Kokzidiostatika!) Malaria Toxoplasmose    
  • Helminthes (Würmer) wichtige Parasitosen, die durch Lebensmittel übertragen werden können:  Trichinose Bandwurmbefall Fuchsbandwurm, Hundebandwurm Spulwurmbefal
  • wichtige (infektiöse) Arthropoden Arachnea(Spinnentiere): Zecken, Milben Insekta: Läuse, Flöhe, Mücken, Fliegen Arthropoden können Krankheiten direkt verursachen, haben aber zugleich eine große Bedeutung als (transmissive) Vektoren