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Anny (Fach) / Heu (Lektion)

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  • Hamilton Depression Scale Diagnosewerkzeug zur Ermittlung der Schwere einer depressiven Störung. klinische Fremdbeurteilungsskala 1960 von Max Hamilton eingeführt. 17 (S3 Leitlinie) bzw. in anderen Versionen aus 21 oder 24 Fragen bei denen der Untersucher (nicht der Patient selbst, daher „Fremdbeurteilung“) jeweils auf einer Punkteskala von 0 bis 4 oder 0 bis 2 beurteilt, wie schwer ein bestimmtes Symptom ausgeprägt ist.  Beispiele sind Schuldgefühle, verschiedene Arten von Schlafstörungen, Hypochondrie oder Suizidgedanken. Als Ergebnis erhält man einen Zahlenwert, maximal 66 Punkte; Ab 10 Punkten leichte Depression ab 20 Punkten mittelschwere Depression Ab 30 Punkten schwere Depression  In klinischen Studien zu Depressionen ist die HAMD die meistgebrauchte solche Skala. Die S3-Leitlinie/NVL "Unipolare Depression"[1] gibt für die Skala mit 17 Items folgende Cut-Off-Werte an: PunkteBewertung 0-8 Keine Depression bzw. klinisch unauffällig oder remittiert. 9-16 Leichte Depression 15 -24 Mittelschwere Depression >24 Punkte Schwere Depression
  • Amotivales/ Amotivationales Syndrom     Kann nach chronischem und exzessiven Cannabisgebrauch auftreten. Symptome: Lethargie Passivität verflachter Affekt Interesse-/Antriebslosigkeit   (Differentialdiagnostische Abklärung: chronische Intoxikationszustände, Defektzustände von Schizophrenien, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen). 
  • Wann sollten Borderline-Patienten stationär aufgenommen werden? Entgegen den häufigen Befürchtungen ist eine stationäre psychiatrische Behandlung nur dann erforderlich, wenn die Absprachefähigkeit nicht mehr gegeben ist. Beispiele hierfür wären z.B.: Selbstmordversuch und weiter bestehende akute Selbstmordabsichten Schwere und wiederkehrende Selbstverletzungen mit Eigengefährdung Schwere anhaltende Intoxikationen mit Drogen oder Medikamenten Andere psychiatrische Begleiterkrankungen (z.B. eine schwere Anorexie) eine akute Eigengefährdung darstellen Im Einzelfall können auch anhaltende schwere Denkstörungen (z.B. präpsychotische Symptome oder schwerde depressive Episoden) die Urteilsfähigkeit soweit einschränken, dass eine vorrübergehende stationäre Behandlung erforderlich wird.
  • Kriterien für ein Abhängigkeitssyndrom nach ICD-10 Starker Wunsch nach stetiger Substanzeinnahme  Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren mit anhaltendem Substanzgebrauch trotz Nachweis schädlicher Folgen Toleranzentwicklung Körperliches Entzugssyndrom
  • Abhängigkeitssyndrom Alkoholiker Craving: Starkes Verlangen/Zwang eine Substanz zu konsumieren Verminderte Kontrollfähigkeit im Umgang mit der Substanz Entzugssymptome bei Reduktion des Konsums Toleranzentwicklung Vernachlässigung der eigenen Lebensstrukturen und -rollen zur Befriedigung des Bedürfnisses Anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen
  • Diagnosekriterien Schizophrenie Nach den ICD-10-Diagnosekriterien muss mindestens eines der Symptome von 1 bis 4 oder mindestens zwei der Symptome von 5 bis 9 für mindestens einen Monat kontinuierlich bestehen. Ich-Störungen:  Gedankeneingebung, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung Wahn: Verfolgungswahn, Kontrollwahn, Vergiftungswahn, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten, Wahnwahrnehmungen Anhaltender, kulturell unangemessener oder völlig unrealistischer (bizarrer) Wahn, z.B. der Wahnübermenschliche Kräfte zu besitzen Wahn-Paramnesien: Der Patient erinnert sich an einen Wahn, der nicht stattgefunden hat. Akustische Halluzinationen: Kommentierende oder dialogische Stimmen, oder Stimmen, die aus einem Teil des Körpers kommen Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität, täglich über Wochen oder Monate auftretend Formale Denkstörungen: Gedankenabreißen und Einschiebungen in den Gedankenfluss,Denkzerfahrenheit, Danebenreden, Neologismus Katatonie: Symptome wie Stupor, Haltungsstereotypien, wächserne Biegsamkeit (Flexibilitas cerea),Negativismus, Mutismus und Erregung Negativsymptome: Auffällige Apathie, Sprachverarmung, inadäquater Affekt und sozialer Rückzug Eindeutige und durchgängige Veränderung bestimmter Aspekte des Verhaltens mit Ziellosigkeit und sozialem Rückzug über mindestens ein Jahr hinweg
  • Demenz - prozentuale Verteilung 60% Alzheimer 15% Vaskuläre und 15% Lewy-Body-Demenz 5% Frontotemporale Demenz 5% andere
  • Alzheimer - Ätiologie Ablagerungen von Amyloid-Plaques aus Aß-Proteinen Bildung intrazellulärer Tangles aus Tauprotein dadurch Degeneration v.a. parietotemporal und im Hippocampus (Ausmessen im MRT!!!!!!) Anfänglich veränderter Ncl. basalis Meynert
  • Alzheimer - Genetik Meistens ist A. sporadisch; selten (5%) besteht aber eine genetische Prädisposition durch Vorhandensein des Presenilin- Gens  Auch der Nachweis von einer Homozygotie im Apolipoprotein E4 Gen ist ein Risikofaktor.
  • Alzheimer - Frühe Symptome Merkfähigkeitsstörungen Sozialer Rückzug Depressive Symptome (eventuell) Defizite werden überspielt oder es wird gereizt auf Konfrontationen reagiert
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  • Alzheimer - Symptome im Verlauf weitere kognitive Einschränkungen Wortfindungsstörungen Orientierungsstörungen Werkzeugstörungen (Apraxie, Aphasie, Alexie) Paranoide Ideen mit Halluzinationen Mutismus Schluckstörungen Blasen/- Mastdarmstörungen
  • Alzheimer - Liquorbefund Tauprotein hoch Aß-Proteine niedrig
  • Alzheimer - Definition - häufigste Form der Demenz - äußert sich durch Gedächtnisstörungen (wobei das Langzeitgedächtnis noch lange erhalten bleibt) plus mindestens ein weiteres neurophsychologisch auffälliges und den Alltag beeinträchtiogendes Symptom Werkzeug- Orientierungs- Wortfindungsstörungen
  • Alzheimer - Kognitive Tests MMST DemTect
  • DemTect einfaches, rasch und objektiv durchzuführendes und auszuwertendes Demenz-Screening-Verfahren, das für den Patienten keine größere Belastung darstellen soll. Es ist komplexer und stellt etwas schwierigere Aufgaben, daher wird es von leichter Betroffenen oft besser akzeptiert. Themen:  10 Wörter hören, so viele wie möglich wiederholen (max. 10 Punkte) Die gleichen 10 Wörter nochmal hören, nochmal so viel wie möglich wiederholen (max. 10 Punkte) Zahlen umwandeln 5-> fünf (2x) und drei ->3 (2x) (schwierigere Zahlen nehmen) (max. 4 Punkte) möglichst viele Dinge nennen die man im Suermarkt kaufen kann in einer Minute (max. 30 Pkt) Zahlenreihenfolge hören und rückwärts wiedergeben: angefangen mit 2-7 bis hin zu einer 6stelligen Reihe (max 6 Pkt) erneute Abfrage der 10 Wörter vom Anfang (max 10 Punkte) Ergebnis: Maximal 70 Punkte die in einer Umrechnungstabelle in max 18 Punkte umgewandelt werden (hier geht das Alter entweder über oder unter 60 ein) 13-18 Pkt: altersgemäß kognitiv 9-12 Pkt: leichte kognitive Beeinträchtigung (in 6 Mo erneut) unter 8: Verdacht auf Demenz
  • Mini Mental State Test   diagnostischen Verifizierung und Abklärung von psychischen Leistungsstörungen Verlaufsbeobachtung Er ermöglicht jedoch keine Diagnosestellung der verschiedenen Demenz-Formen. Durchführung 1. Orientierung (max 10 Pkt.) Datum Monat Jahr Wochentag Jahreszeit Stadt Stadtteil Bundesland Klinik/Praxis Station/Stockwerk 2. Merkfähigkeit (Drei Begriffe nennen und wiederholen lassen; 3 Pkt) Apfel Tonne Brille 3. Jeweils 7 von 100 abziehen (5x = 5 Punkte) 4. Was waren die drei Begriffe, die ich Ihnen genannt hatte? (3 Pkt) 5. Benennen von zwei verschienenen Gegenständen: Stift/ Uhr (2Pkt) 6. Nachsprechen eines Satzen "Kein Wenn und Aber" nur 1 Versuch (1Pkt) 7. Dreiteiliger Befehl "Nehmen sie das Blatt, falten Sie es in der Mitte und lassen Sie es fallen" (max 3 Pkt) 8. Einen geschriebenen Satz lesen und befolgen 9. Einen sinnhaften Satz aufschreiben 10. Abzeichnen von zwei sich überschneidender Fünfecke   Maximal sind 30 Punkte möglich;  unter 28 ist suspekt 23-24 leichte Demenz: Lebensführung ist möglcich aber eingeschränkt unter 20 mittelschwere Demenz: Ist auf Hilfe angewiesen unter 10 schwere Demenz: Selbstständige Lebensfühurung ist aufgehoben
  • Demenz - Labortests und Bildgebung HIV Lues VitB12 und B1 Folsäure MRT/CT (temporoparietale Atrophie und Hippokampusatrophie) Liquorpunktion (Aß niedrig; Tau hoch) EEG und EKG
  • Demenz - Therapie 1. Acetylcholinesterasehemmer   Donepezil 10mg/d  Rivastigmin 16-24mg/d Galantamin 12mg/2x/d Indikation: leichte (MMS 20-25) und mittelschwere (MMS 10-20) Demenz (Rivastigmin auch bei schwerer) UAWs: Gastrointestinal: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Ulzera; Kardiovaskulär: Bradykardie / Brad. HRSt; Bronchiokonstriktion 2. Glutamatmodulator  Memantine 20mg/d Ind. Mittelschwere bis schwere (MMS < 10) Demenz NMDA-Rez. Antagonist - senkt die bei Demenzen erhöhte glutamaterge Wirkung UAWs: Zentralnervös: Kopfschmerz, Schwindel, Halluzinationen, Epilepsien 3. Bei Schlafstörungen Typische Mittel- und niedrigpotente Neuroleptika: Melperon (wenig anticholinerg) - D2 Antagonismus Typische Hochpotente Neuroleptika: Haloperidol (zerebrovaskuläre Ereignisse!!!!) - D2 Antagonismus Atypische Neuroleptika: Risperidon (EPS; Prolaktin steigt) oder Quetiapin (Metabolisches Syndrom) - D4-Antagonismus Alle Neuroleptika können zum malignen neuroleptischen Syndrom führen SSNRI - Mirtazapin 15-45mg/d (Remergil -  nur sehr geringe anticholinerge UAWs und kaum herzspezifische UAWs!  
  • Worin unterscheidet sich die Alzheimer Demenz von der vaskulären Demenz? Langsames kontinuierliches Voranschreiten (vaskulär eher sprunghaft) Eher generalisierter Ausfall der kognitiven Funktionen (nicht auf einen Teilbereich begrenzt) Keine Hinweise auf gravierende vaskuläre Ereignisse (Schlaganfall, Herzinfarkt) Im MRT/CT eher Hinweise auf temporoparietale und hippocampale Atrophie (entgegen multiplen Entmarkungsherden bei der vaskulären Form)
  • M. Pick Demenzform  Frontotemporale Atrophie im CT/MRT Symptomatik entsprechend eher einem Frontalhirnsyndrom  Euphorie Enthemmung Unruhe emotionale Verflachung vergröbertes soziales Verhalten Gedächtnisstörungen treten später hinzu.
  • Demenz mit Parkinsonsyndrom Parkinson - erst die Parkinsonsymptome und später im Verlauf dementielle Symptome  Alzheimer Demenz - Erst dementielle Symptome und nach Jahren hinzutreten eines Parkinsonsyndromes Lewy-Body-Demenz: Parkinson Plus Syndrom. Demenz und Parkinsonsyndrom treten mehr oder minder gleichzeitig auf. 
  • Lewy-Body-Demenz Demenz in Kombination mit Parkinsonsymptomen wechselnde kognitive Leistung visuelle Halluzinationen Lewy-Bodies in Substantia nigra und Ncl. basalis Meynert führen zu starker Neurodegeneration tagesanhängige Symptome aber insgesamt progredient wiederholt Synkopen und Stürze Wahn 
  • Schizophrenie - Positivsymptome Positivsymptome = produktive Symptome  Wahnhaftes paranoides Erleben Akustische Halluzinationen Ich-Störungen Formale Denkstörungen Katatonie Medikamentöse Therapie: Risperidon - 4-6mg in 1-2 ED/d oder Depot alle 2 Wochen i.m. (25mg) Quetiapin - 150-750mg/d (langsam steigern)
  • Schizophrenie - Negativsymptome Als Negativsymptome = nichtproduktive Symptome; Einschränkungen des normalen Erlebens Knick in der Lebenslinien Affektverflachung Emotionaler und sozialer Rückzug Antriebsminderung Therapie: Olanzapin 1x 10mg/d (Diabetes, Gewichtszunahme, Anticholinerg) Aripiprazol 1x 15mg/d (eher EPMS; Prolaktin steigt, Gewicht steigt) Clozapin 200-450 mg/d (langsam steigern) (KEINE EPMS; Agranulozytose, Gewichtszunahme)
  • SORCK Modell Dient dem erstellen einer Verhaltensanalyse S = Stimulus: Äußere oder innere Reizsituation, Bedingung für das ausgelöste Verhalten Leitfrage: In welcher Situation tritt das Verhalten auf? O = Organismus: Individuelle Ausgangsbedingungen, Persönlichkeitsstrukturen und Charakteristika der Person bezüglich der Reaktion auf einen Stimulus Leitfrage: Was ist die Person für ein Persönlichkeitstyp? R = Reaktion: Problemverhalten Leitfrage: Wie ist die Reaktion auf motorischer, emotionaler, kognitiver und physiologischer Ebene? K = Konsequenz: Verstärkung oder Bestrafung als Folge der Reaktion Leitfrage: Was folgt der Reaktion? Dabei sind sowohl die unmittelbaren Konsequenzen im Sinne der operanten Konditionierung, als auch die langfristigen gemeint C = Kontingenz: Regelmäßigkeit des Auftretens der Konsequenz nach der Reaktion Leitfrage: Hat die gleiche Reaktion stets die gleiche Konsequenz zur Folge? Ist der zeitliche Abstand immer gleich?
  • Substanzmißbrauch - Kriterien mindestens drei davon innerhalb eines Jahres Zwanghaftes Bedürfnis die Substanz zu konsumieren Mangelnde Kontrolle pber Beginn, Menge und Beendigung des Konsumes Körperliches Entzugssyndrom, das zur erneuten Konsumierung der Substanz führt Vernachlässigung anderer Interessen und Pflichten Fortführen des Konsumes obwohl nachweislich soziale, körperliche und psychische Schäden aufgetreten sind
  • Substanzmißbrauch - Entstehen der Abhängigkeit Multifaktorielle Genese Multigenetische Komponente v.a. bei der Alkoholabhängigkeit Konditionierungsprozesse (negative Verstärkung durch Wegfallen von z.B. Angst und Sorgen) Persönlichkeitsfaktoren (antisoziale Persönlichkeit) Kindheit mit schlechten Vorbildern und mangelnder Entwicklung einer ausreichenden Frustrationstoleranz
  • Substanzmißbrauch - Verteilung der Substanzen 70% Alkohol 20% Polytoxikomanie 5 % Medikamente 5% Drogen
  • Alkoholabusus - Zahlen/Fakten 1,3 Mio Abhängige in Deutschland 9,5 Mio mit schwerem Mißbrauch von Alkohol Volkswirtschaftlicher Schaden 25-30 Mrd Euro/Jahr 2009 wurden 20.000 zwischen 10-20 mit Alkoholvergiftung eingeliefert Täglich sterben 200 Menschen an den Folgen von Alkohol (15% an Suizid) w:m = 1:3,5 mit steigender Inzidenz bei Frauen
  • Alkoholabusus - Einteilung nach Jellink (5) alpha-Typ: Konflikttrinker; 5%; psychisch abhängig; kein Kontrollverlust beta-Typ: Gelegenheitstrinker; 5%; Alkoholmißbrauch; keine Abhängigkeit; trinkt nicht regelmäßig aber übermäßig gamma-Typ: süchtiger Trinker; 65%; erst psychische dann körperliche Abhängigkeit delta-Typ: Quartalstrinker; 20%; regelmäßiges Trinken ohne Kontrollverlust; kontinuierlicher Pegel epsilon-Typ: Episodischer Trinker; 5%; Alkoholmißbrauch; Trinkexzesse mit Kontrollverlust; Abstinenz zeitweilig möglich
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  • Alkoholabusus - Phasen Präalkoholische Phase: immer mal mäßiger Konsum erhöht die Toleranzschwelle ein wenig Prodromalphase: Konsum und Toleranzentwicklung nehmen zu; der Patient trinkt heimlich; amnestische Lücken treten auf Kritische Phase: starke psychische Abhängigkeit; aggressives leugnen,familiäre Probleme Chronische Phase: starke körperliche Abhängigkeit und körperliche Probleme
  • Alkoholabusus - Labor/ Tests   MCV hoch CDT hoch (letzte 2-3 Wochen Konsum) GOT und GPT hoch gamma-GT hoch Münchener Alkoholismus-Test (MALT) Widmark-Formel zur Alkoholmengenbestimmung via Blutalkoholkonzentration Cage-Test  
  • Alkoholabusus - Widmark-Formel Die Widmark-Formel wird zur Schätzung des Blutalkoholspiegels genutzt. Blutalkohol (Promille, ‰) = Alkoholmenge (Gramm) / (Körpergewicht (kg) x Reduktionsfaktor) Alkoholmenge (Gramm, g) = Getrunkenes Volumen (ml) x Vol.%/ 100 x 0,8g/mL Reduktionsfaktor: ♂ = 0,7    ♀ = 0,6 Beispiel: Ein Mann von 75kg hat 6 Flaschen Bier (500mL, 5% Alkohol) getrunken Alkoholmenge = 6 x 500ml x 5/100 x 0,8 = 120g Blutalkohol = 120g / (75kg x 0,7) = 2,28‰
  • Alkoholabusus - Therapiestadien 1. Kontakt und Motivationsphase: der Abhängige soll zu einem Entzug motiviert werden und ein Problembewusstsein entwickeln 2. Entgiftungsphase: 1-2 Wochen unter stationären Bedingungen; genaue allgemeinmedizinische und neurologische Untersuchung (mit Bildgebung) sollte vorangehen. Patient zu anschließender Entwöhnung motivieren. 3. Entwöhnungsphase: 4 Wochen bis 6 Monate in stationären oder ambulanten Zentren; Verhaltenstherapie und Hilfe bei der Entwicklung alternativer Lebensstrategien 4. Nachsorge: Rückfall vermeiden; Besuch von Selbsthilfegruppen teilweise jahrelang notwendig CAVE: In Dtl wird immer noch die vollständige Abstinenz angestrebt; in anderen Ländern wird z.B. kontrollierter Konsum als Variante betrachtet.
  • Alkoholabusus - Medikamentöse Therapieunterstützung BEi etwa 1/3 aller Patienten notwenig:   Clomethiazol (Distraneurin) 192mg Initial 2x 192mg (maximal alle 2h; CAVE: hohes eigenes Suchtpotential!!!) Sedativ, hypnotisch, antikonvulsiv; UAWs: Atemdepression; Hypotonie; Abhängigkeit; Sodbrennen Carbamazepin (Tegretal) 600mg/d in zwei Einzeldosen - Antikonvulsivum; UAWs: Kopfschmerzen, Schwindel, Ataxie, Hypotonie, HRSt bradykard Clonidin (Paracefan) max 3x 0,3 mg/d; zentraler alpha2-Agonist Merke: ca 50% der Alkoholiker erleiden im Entzug einen Krampfanfall
  • Alkoholabusus - Rückfallprophylaxe Alcamprosat (Campral 3x 666mg/d über 12 Monate) -   Modulation der Glutamatergen Transmission (GABA ähnliche Struktur) Anti-Craving Mittel UAWs: Libidostörungen, Durchfall und andere gastrointestinale Nebenwirkungen; Pruritus Naltrexon (Opioidantagonist) - Als Depotform erhältlich aber seeehr teuer!
  • Alkoholabusus - Rückfallprophylaxe Alcamprosat (Campral 3x 666mg/d über 12 Monate) - Modulation der Glutamatergen Transmission (GABA ähnliche Struktur); Anti-Craving Mittel; UAWs: Libidostörungen, Durchfall und andere gastrointestinale Nebenwirkungen; Pruritus Naltrexon (Opioidantagonist) - Als Depotform erhältlich aber seeehr teuer!
  • Alkoholabusus - Intoxikation Einfache Alkoholintoxikation Euphorie Selbstüberschätzung Enthemmung Tachykardie, Gesichtsrötung, Übelkeit dysarthrische Sprache, Gangataxie Dysphorie und Gereiztheit Schwere Intoxikation Symptome deutlich schwerer ausgeprägt hinzu kommen Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
  • Alkoholabusus - typische Folgeerkrankungen psychiatrisch Wernicke Enzephalopathie - Thiaminmangel führt zur Trias: Augenbewegungsstörungen + Ataxie + Bewusstseinsstörungen; pathol. Korrelat sind Einblutungen in die Corpora mammillaria, den Hypothalamus und das Aquädukt Korsakow-Syndrom: seltener; Folge oder Rest der Wernicke-E.; Desorientiertheit, Merkfähigkeitsstörungen und Konfabulationen; hohe Letalität Alkoholhalluzinose: selten! V.a. Männer; die Patienten haben gehäuft akustische Halluzinationen; v.a. beleidigende Stimmen aus dem Off und diskriminierende Stimmen; Prognose aber relativ gut bei Anstinenz Eifersuchtswahn: "Normale" Umstände und Begebenheiten werden als Betrug(sversuch) des Partners ausgelegt. 
  • Schizophrenie - Definition von Bleuler geprägter Begriff des "Spaltungsirresein"s Patienten haben eine tiefgreifende psychische Störung des Denkens, Handelns und Fühlens. Durch Wahn und Halluzinationen sowie Ich-Störungen und formale Denkstörungen entsteht eine Art zweite Realität von der sich die Patienten nicht abbringen lassen; ein PErspektivwechsel ist Ihnen nicht möglich.
  • Schizophrenie - Einteilung nach Schneider Symptome ersten Ranges   Ich-Störungen (Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung) Gefühl des Gemachten Wahnerleben  Akustische Halluzinationen Symptome zweiten Ranges Halluzinationen Wahneinfall Affektstörungen ...  
  • Schizophrenie - formale Denkstörungen Konzentrationsstörungen Gedankenabbruch Ideenflucht Inkohärentes Denken Kontamination (Vermengen von Bedeutungen) Neologismen
  • Schizophrenie - Ambivalenz Entscheidungsunfähigkeit zwischen mehreren Gedanken oder Handlungen kann dazu führen, dass die Patienten nicht mehr handlungsfähig sind
  • Schizophrenie - Autismus Ich-Versunkenheit, die den Patienten abkapselt von der Umwelt. Die Patienten erleiden einen Realitätsverlust. Abgrenzen vom kindlichen Autismus!
  • Depression - Diagnosekriterien Hauptkriterien depressive Stimmung Interesse-/Freundlosigkeit Antriebsminderung/ schnellere Ermüdbarkeit Nebenkriterien Konzentrations-/ Aufmerksamkeitsstörungen vermindertes Selbstwertgefühl/ Selbstbewusstsein Schuldgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit Schlafstörungen Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust Gedanken über den Tod/ über Suizid Leichte Depression: 2 Haupt und 2 Nebenkr.; Symptome vorhanden aber keines sehr ausgeprägt; Alltagskompetenz erhalten aber beschwerlich Mittelschwere Depression: 2 Haupt und 3-4 Nebenkr.; Symptome alle vorhanden, meistens eines besonders schwer ausgeprägt; Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung Schwere Depression (Major Depression): Alle Haupt und mindestens 4 Nebenkriterien treffen zu; der Patient ist wie gelähmt, kann nicht mehr aus dem Bett aufstehen, kann seinen Alltag nicht mehr gestalten; Suizidalität ist als hoch einzuschätzen und muss ernst genommen werden.
  • Depression - Diagnosekriterien Hauptkriterien   depressive Stimmung Interesse-/Freundlosigkeit Antriebsminderung/ schnellere Ermüdbarkeit Nebenkriterien Konzentrations-/ Aufmerksamkeitsstörungen vermindertes Selbstwertgefühl/ Selbstbewusstsein Schuldgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit Schlafstörungen Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust Gedanken über den Tod/ über Suizid MERKE: Für die Diagnose Depression müssen die Symptome mindestens zwei Wochen bestehen! Leichte Depression: 2 Haupt und 2 Nebenkr.; Symptome vorhanden aber keines sehr ausgeprägt; Alltagskompetenz erhalten aber beschwerlich Mittelschwere Depression: 2 Haupt und 3-4 Nebenkr.; Symptome alle vorhanden, meistens eines besonders schwer ausgeprägt; Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung Schwere Depression (Major Depression): Alle Haupt und mindestens 4 Nebenkriterien treffen zu; der Patient ist wie gelähmt, kann nicht mehr aus dem Bett aufstehen, kann seinen Alltag nicht mehr gestalten; Suizidalität ist als hoch einzuschätzen und muss ernst genommen werden.  
  • Depression - lavierte Depression Form der Depression, bei der nicht die depressive Stimmung sondern die körperliche Beschwerdesymptomatikl im Vordergrund steht.  Antriebsminderung, Ermüdbarkeit und somatische Symptome überwiegen.
  • Depression - reaktive Depression Anpassungsstörung nach akutem Verlusterleben (Arbeitsplatz oder Tod einer nahestehenden Person). besteht in der Regel maximal 6 Monate.
  • Depression - Atypische Depression Die typische depressive Symptomatik ist oft nicht vorhanden; die Patienten sind von wiederkehrender trauriger Stimmung geplagt, bleiben aber modulationsfähig.  Im Ggs zur "typischen" endogenen Depression treten hier vor allem Heißhungerattacken auf KH mit Gewichtsverlust auf und ein Abendtief anstelle eines Morgentiefs.
  • Depression - Atypische Depression Die typische depressive Symptomatik ist oft nicht vorhanden; die Patienten sind von wiederkehrender trauriger Stimmung geplagt, bleiben aber modulationsfähig.  Im Ggs zur "typischen" endogenen Depression treten hier vor allem Heißhungerattacken auf KH mit Gewichtsverlust auf und ein Abendtief anstelle eines Morgentiefs. Therapie: MAO-Hemmer wie Moclobemid 300mg/d