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Anny (Fach) / Psychiatrie Mündliche (Lektion)
Psychiatrie
Diese Lektion wurde von Annabella erstellt.
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- Wahnformen bei Schizophrenie Beziehungswahn Beeinträchtigungswahn Verfolgungswahn Vergiftungswahn Kontrollwahn Gefühl des Gemachten
- Bewusstseinsstörungen qualitativ oder quantitativ Quantitativ = Bewusstseinsverminderung Benommenheit Somnolenz Sopor Koma Qualitativ Bewusstseinseinengung (z.B. nach einem Unfall; der Patient hat ein auf bestimmte Bereiche eingeengtes Bewusstsein) Bewusstseinstrübung (eingeschränkte sinnvolle Verarbeitung von Erlebtem; z.B. beim Delir) Bewusstseinsverschiebung (Umwelt verändert wahrgenommen, z.B. intensiver; Drogenrausch etc.)
- Orientierungsstörung mit Fragen räumlich - Wo befinden wir uns? zeitlich - Welches Datum/Jahr/Wochentag haben wir? situativ - Was passiert hier grade? Wer bin ich(Arzt)? zur Person - Wie ist ihr Name, Wann haben Sie Geburtstag?
- Übersicht Aufmerksamkeitsstörungen (6) Merkfähigkeitsstörungen Gedächtnisstörungen Konzentrationsstörungen Auffassungsstörungen Konfabulationen Paramnesien
- Konfabulationen der Patient erzählt auf die gleiche Frage immer neue Sachverhalte bzw. deckt Gedächtnislücken mit erfundenen Geschichten Keine bewusste Handlung
- Paramnesien Falsche Erinnerungen Deja vu Jamai vu Deja-vecu
- Auffassungsstörung Sagen und Sprichwörter können nicht mehr richtig erklärt oder nacherzählt werden. Mangelnder Konkretismus "können Sie mir den Unterschied zwischen einem Kind und einem Zwerg erklären?"
- Konzentrationsstörung Teil der Gedächtnisstörung Das was ich inzwischen habe ;) Patient hat Schwierigkeiten z.B. immer von 100 konzentriert 7 abzuziehen
- Merkfähigkeitsstörungen Wörter sagen und merken lassen; der Patient hat sie nach 10 Min bereits wieder vergessen. Auch andere Inhalte des Kurzzeitgedächtnisses gehen verloren.
- Formale Denkstörungen (11) Ideenflucht Neologismen Gedankenstopp/-abbruch Gedankendrängen Gedankenverlangsamung Gedankenhemmung Eingeengtes Denken Weitschweifiges Denken Perseveration Grübeln Inkohärentes Denken
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- Formale Denkstörungen (11) Ideenflucht Neologismen Gedankenstopp/-abbruch Gedankendrängen Gedankenverlangsamung Gedankenhemmung Eingeengtes Denken Weitschweifiges Denken Perseveration Grübeln Inkohärentes Denken
- Wahn - Definition Subjektive, lebensverändernde Überzeugtheit des Patienten von einem Sachverhalt, der von der Überzeugung der Umwelt abweicht und von dem der Patient sich nicht abbringen lässt. "Apriorische Evidenz" = Der Patient ist unabhängig von seinen Erfahrungen von dem Erlebten überzeugt.
- Wahnstimmung Das Gefühl, dass etwas passieren wird; dass sich etwas "zusammenbraut"; kann nicht konkretisiert werden.
- Wahnarbeit Ausgestalten des Wahns mit Begründungen und Beweisen
- Systematisierter Wahn Erstellen eines Wahnsystemes durch Herstellen von Verknüpfungen und starke Wahnarbeit.
- Wahnwahrnehmung Fehlinterpretation realer Begebenheiten. Der Patient denkt, die Ampel würde nur auf rot springen, um ihn zu warnen umzukehren; das sei ein Trick der Mafia.
- Wahneinfall Plötzliche Wahnwahrnehmung; plötzlich wahnhafte Gedanken
- Wahndynamik Ausmaß der emotionalen Beteiligung am Wahn
- Halluzinationen - Übersicht (10) Optische (z.B. Delir) Akustische (z.B. Schizophrenie) Akoasmen (Zischen, Schnauben etc.) Gustatorisch Geruchshalluzinationen Körperhalluzinationen Zönästhesien Hypnagoge Halluzinationen (beim Einschlafen und Aufwachen; auch beim Gesunden möglich) Pseudohalluzinationen (werden als solche erkannt) Illusionäre Verkennung (KEINE Halluzination! Schatten werden als Einbrecher erkannt; Muster an der Tapete als Tiere)
- Ich-Störungen - Übersicht (6) Derealisation (Umwelt wird als frend empfunden, sehr quälend) Depersonalisation (Teile des Körpers sind fremd oder man existiert als Geist neben dem Körper) Gedankeneingebung Gedankenausbreitung (-lautwerden) Gedankenlesen Gedankenentzug 3-6 v.a. bei paranoider Schizophrenie
- Affektstörungen - Übersicht (7) Gefühl der Gefühllosigkeit (keine Gefühle mehr vorhanden) Affektlabilität (Gefühle wechseln schnell) Affektarm (nach außen nur geringes Gefühlsspektrum) Affektstarr (aufgehobene Schwingungsfähigkeit) Ambivalenz (Gleichzeitiges Nebeneinander von verschiedenen Gefühlen) Parathym (schreckliche Ereignisse werden lachend erzählt o.ä.) Affektinkontinenz (Gefühle brechen aus dem Patienten heraus)
- Psychomotorikstörungen - Übersicht (5) Parakinesen (abnorme komplexe Bewegungen) Manieriert (Alltägliche Gesten sind übertrieben stark; geschnörkelt) Theatralisch (Patient ist wie ein Schauspieler der sich selbst spielt) Mutistisch (Betroffene reden nicht/ kaum; kann selektiv auftreten) Logorrhoisch (Redefluss)
- Präsuizidales Syndrom nach Ringel Drei Faktoren führen demnach Richtung Suizid: Soziale und psychische Lebensbereiche erfahren Einengung Aggressionshemmung nach außen führt zu mehr Selbstaggression Rückgang der allgemeinen Appetenz und Todesphanatasien
- Werther Effekt Berichterstattung über Selbstmorde in den Medien führt zu vermehrter Suizidalität durch Nacharmereffekte.
- Bilanzsuizid Rational geplant aus einer auswegslosen Situation heraus. Z.B. Krebserkrankung oder hohe Schulden
- Schizophrenie - Halluzinationen Typisch sind akustische Halluzinationen (v.a. imperative Stimmen) Akoasmen seltener optische Halluzinationen (v.a. im Rahmen des Verfolgungswahnes) ebenfalls seltener Geruchshalluzinationen (meist durch Vergiftungswahn) Leibhalluzinationen (fühlt sich bestrahlt o.ä.)
- Schizophrenie - Prävalenz 1% Lebenszeitprävalenz Männer und Frauen sind etwa gleichhäufig betroffen Männer erkranken im Schnitt früher (etwa um 21.LJ herum) Erkrankung manifestiert sich meist vorm 30.LJ zweiter Gipfel bei Frauen nach dem 40.LJ Geschwister mit Schiozophrenie: 10% Elternteil mit Schizophrenie 15% Beide Eltern Schizophren: 45% Zwillinge dizygot: 15% Zwillinge homozygot: 50%
- Schizophrenie - perniziöse Katatonie Die perniziöse Katatonie stellt eine Sonderform der katatonen Schizophrenie dar. Zu den oben genannten Symptomen kommen zusätzlich hohes Fieber, Exsikkose und vegetative Entgleisungen. Die perniziöse Katatonie ist potentiell lebensbedrohlich und stellt einen psychiatrischen Notfall dar.
- Schizophrenie - Verlauf Meistens zuerst eine Prodromalphase; eher unspezifisch und meist nicht erkannt die über ein Jahr andauern kann (meist erst rückblickend erkannt) Dann akuter Krankheitsschub je nach Schizophrenieform 10-20 % erleiden nur einen einzigen Schub Mehrzahl erkrankt episodisch ca 30% zeigen einen chronisch progredienten Verlauf oft nach akuter Krankheitsphase Schizophrenes Residuum oder postschizophrene Depression
- Schizophrenie - Schizophrenes Residuum Der Patient erreicht nach einer akuten Erkankungsphase nicht seinben ursprünglichen Gesundheitszustand sondern es bleiben Residuen v.a. in Form von Negativsymptomatik wie Antriebsminderung, sozialer Rückzug, Affektverflachung. DD zur postschizophrenen Depression v.a. Dauer (hier meist über Monate bis Jahre anhaltend)
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- Schizophrenie - Postschizophrene Depression Depressiver Zustand der die Kriterien für eine echte Depression erfüllt aber meist nach einigen wenigen Wochen abklingt. CAVE: Suizidalität im Auge behalten
- Schizophrenie - Günstige Prognosefaktoren Akuter Beginn Kurze Dauer Vorwiegend affektive Symptome keine psychiatrische Vorerkrankung keine positive Familienanamnese für Schizophrenie
- Schizophrenie - MRT/CT Befunde V.a. Ausschlussdiagnostik - erweiterte innere Liquorräume - erweiterte Hirnfurchen - Linksbetonung
- Schizophrenie - DD affektive Störung mit schizophrenen Symptomen wahnhafte Störung schizoaffektive Störung
- Schizophrenie - DD affektive Störung mit schizophrenen Symptomen wahnhafte Störung schizoaffektive Störung paranoide Persönlichkeitsstörung schizotype Störung