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Einführung in die Nutztierwissenschaften 1 (Fach) / Zusammenfassung Tierernährung (Lektion)
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- Mangelerscheinungen Phosphor Leistungsrückgang verminderte Pansenfunktion Stoffwechselstörungen Knochenweiche, Knochenbrüchigkeit Fruchtbarkeitsstörungen
- Bedeutung von Magnesium Aufgaben im Tierkörper:Baustoff für Knochen, Knorpel, Zähne,Muskeln, Körperflüssigkeit Beteiligung am Ca-P-Stoffwechsel Nerven- und Muskelfunktion Fermentbestandteil Wechselwirkung mit Calcium
- Mangelerscheinigungen Magnesium Appetitlosigkeit Nervosität Tetanie Brunstlosigkeit
- Bedeutung von Natrium Aufgaben im Tierkörper:Regulierung des osmotischen Druckes Funktion von Muskeln, Nerven Speichelsekretion, Regulierung desWasserhaushaltes Wechselwirkung mit Kalium
- Mangelerscheinungen von NAtrium Leistungsminderungen Stoffwechselstörungen Muskelkrämpfe Lecksucht Appetitmangel, Abmagerung Erhöhte Krankheitsanfälligkeit Störungen im Nervensystem
- Einige Funktionen essentieller Spurenelemente im tierischen Organismus Eisen Hämoglobin, Myoglobin, Cytochrome(Atmungskette)Kupfer Cytochromoxidase (Atmungskette)Zink Carboanhydrase, Carboxypeptidase, alkalischePhosphatase, DehydrogenaseMangan Leber-ArginaseKobalt Cyanocobalamin (Vitamin B12)Molybdän XanthinoxidaseSelen Glutathionperoxidase (ergänzt Vitamin E)Jod Thyroxin (Schilddrüsenhormon)
- Wasserlösliche Vitamine und deren Beteiligung an Stoffwechsel-Funktionen Thiamin Oxidative DecarboxylierungRiboflavin H-Übertragung (FAD, FMN)Niacin H-Übertragung (NAD, NADP)Pantothensäure Bestandteil von Coenzym APyridoxin TransaminierungCyanocobalamin Übertragung von MethylgruppenBiotin Übertragung von CarboxylgruppenFolsäure (z. T. p-Aminobenzoesäure) C1-StoffwechselCholin lipotrope Substanz (kann aus Methioninsynthetisiert werden)
- Definition von „Nährstoffen alle Verbindungen und Elemente, aufderen regelmäßige Zufuhr mit demFutter (der Nahrung) der Organismus zurAufrechterhaltung seinerLeistungsbereitschaft angewiesen ist
- Der tierische Organismus benötigt regelmäßig: WasserUmsetzbare Energie8 - 10 essentielle Aminosäurena-Amino-N7 Mengenelementemin. 10 Spurenelemente9 - 10 wasserlösliche Vitamine4 fettlösliche Vitamine2 essentielle Fettsäuren
- Einteilung der Nährstoffe Gruppe Nährstoff FunktionBetriebsstoffe verdauliche organische Lieferung von ~SubstanzBaustoffe essentielle Aminosäuren Bestandteilea-Amino-N verschiedensterMineralstoffe GewebeWirkstoffe Spurenelemente Bestandteile vonVitamine Biokatalysatoren
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- Einteilung der Nährstoffe Gruppe Nährstoff FunktionBetriebsstoffe verdauliche organische Lieferung von ~P SubstanzBaustoffe essentielle Aminosäuren Bestandteile a-Amino-N verschiedenster Mineralstoffe GewebeWirkstoffe Spurenelemente Bestandteile von Vitamine Biokatalysatoren
- EU-weit durften Leistungsförderer nur - von anerkannten Betrieben hergestellt- an anerkannte Vormischbetriebe geliefert- von anerkannten Mischfutterherstellernverarbeitet werden
- Wichtige Kohlenhydrate im Futter Stoffgruppe Abbaubarkeit tiereigene Enzyme Stärke mittel bis hoch +Zellulose niedrig -b-Glucane hoch -Pentosane hoch -Pektine hoch -
- Voraussetzungen für die Wirksamkeit zugesetzter Enzyme • Lücke in der tiereigenen Enzymausstattung• Stabilität im Verdauungstrakt• günstiger pH-Bereich• ausreichende Verweildauer
- Voraussetzungen für die Wirksamkeit zugesetzter Enzyme • Lücke in der tiereigenen Enzymausstattung• Stabilität im Verdauungstrakt• günstiger pH-Bereich• ausreichende Verweildauer
- Verdaulichkeit des Phosphors wird durch was erhöt? Phytase-Zusatz im Futtermittel
- Zusatz von Phytase zu Futtermischungen auf Basis pflanzlicher Komponenten: • Verminderung der P-Ausscheidungen um bis zu 30 %,sofern Einsatz mineralischer P-Quellen entsprechendreduziert wird.• Wirksamkeit abhängig von Futterkomponenten.• Verfügbarkeit anderer Elemente kann verbessert,• Verdaulichkeit von Aminosäuren kann erhöht sein.
- Unerwünschte Inhaltsstoffe von Futtermitteln mit negativer physiologischer Wirkung AlkaloideGlykosidePigmenteEnzym-InhibitorenAntivitamineStoffe mit Hormonwirkungz. B: PhytoöstrogeneThyreostatica
- Futtermittel als Vektoren unerwünschter Stoffe und Organismen • Biotische Faktoren: Viren, Einzeller,Mehrzeller• Substanzen aus dem Einsatzlandwirtschaftlicher Produktionsmittel• Umweltsubstanzen
- Mögliche Einteilung der Futtermittel Nach Transport- und Handelswürdigkeit:(Unterscheidung nach pragmatischen Aspekten) Wirtschaftseigene Futtermittel- auf dem Hof erzeugt, oft geringe Energiedichte Zukauf-Futtermittel- wegen hoher Energiedichte transportwürdig Futtergetreide kann selbst erzeugt oder ausdem Handel bezogen sein
- Formen der Verabreichung von wirtschaftseigenem Futter Frisch : z. B. durch Beweidung oderfrisch gemähtes Gras („cut and carry“) Nach Lagerung: hier ist meist eine Form derKonservierung nötig, dafeuchtes Erntegut nichthaltbar ist
- Möglichkeiten der Futterkonservierung WasserentzugBodentrocknungBelüftungstrocknungWarmlufttrocknungHeißlufttrocknungpH-VeränderungVergärung eines Teils der vorhandenenKohlenhydrateVergärung zugesetzter KohlenhydrateZusatz von Säuren
- Koppelprodukte aus der Lebensmittelindustrie Industriezweig Koppelprodukt-Müllerei Schälkleien Futtermehle Nachmehle-Stärkegewinnung Pülpen Kleber Kleberfutter-Zuckerfabrikation Diffusionsschnitzel (nass, gepresst oder getrocknet) MelasseGärungsgewerbeA. Brauerei Malzkeime Biertreber BierhefeB. Brennerei SchlempenC. Obstsaftherstellung Trester-Ölgewinnung Kuchen Expeller Extraktionsschrote
- Weitere Koppelprodukte aus der Lebensmittelindustrie Industriezweig KoppelproduktMolkerei Magermilch ButtermilchKäserei MolkeSchlachthof Blutmehl KnochenmehlFischerei Fischmehl
- Inhaltsstoffe von Futtermitteln mit antinutriver Wirkung Stoffgruppe StoffePhenolderivate TannineProteine Protease-InhibitorenGlucoside PyrimidinglucosideSaponine, CyanogeneGlucoside, a- Galaktoside Alkaloide Spartein, Lupinn Lupanin, AugustifolinChelatbildner Phytinsäure
- Potenielle Schadorganismen und - Stoffe in Futtermitteln Viren und PrionenBakterienPilzeParasitenVorratsschädlinge
- Stufen beim Pelletieren von Futtermitteln 1. Konditionieren2. Verdichten3. Kühlen
- Mögliche negative Wirkung der Pelletierung • Inaktivierung von Vitaminen undEnzymen• Zerstörung von Aminosäuren• Maillard-Reaktion und ähnliche Abläufe
- Zielsetzungen für das Pelletieren • Bessere Verdaulichkeit (z. B. Stärke)• Zerstörung antinutriver Substanzen• Inaktivierung toxischer Begleitstoffe• Abtötung von Mikroorganismen• Vermeidung der Entmischung• Steigerung der Aufnahme• Minderung des Volumens beiTransport und Lagerung
- Verfütterungsverbotsgesetz §1 Verfütterungsverbotsgesetz§1 Das Verfüttern proteinhaltiger Erzeugnisseund von Fetten aus Gewebe warmblütigerLandtiere sowie von Mischfuttermitteln,die diese Einzelfuttermittel enthalten, anNutztiere...,ausgenommen solche, dienicht zur Gewinnung von Lebensmittelnbestimmt sind, ist verboten. Das Verbotgilt nicht für ...1. Milch und Milcherzeugnisse,2. Proteinhaltige Erzeugnisse und Fetteaus Gewebe von Fischen, die zurVerfütterung an Fische bestimmt sind,3. (Futtermittel von vor 1.12.2000
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- 1. Kategorie „Technologische Zusatzstoffe“ a) Konservierungsmittelb) Antioxidationsmittelc) Emulgatorend) Stabilisatorene) Verdickungsmittelf) Geliermittelg) Bindemittelh) Stoffe zur Beherrschung einer Kontaminationmit Radionuklideni) Trennmittelj) Säureregulatorenk) Silierzusatzstoffel) Vergällungsmittel
- Mögliche Ursachen für das Auftreten unerwünschter Stoffe in Futtermitteln 1. Natürliches Vorkommen in bestimmtenPflanzen2. Entstehen durch Verderb bei Transport/Lagerung3. „Fall out“ durch ungünstige Umweltbedingungen4. Rückstände aus Produktionsmitteln
- Wovon hängt die Versorgung monogastrischer Tiere mit einzelnen essentiellen Aminosäuren ab? • von deren Gehalt im Futter• von deren praecaecaler Verdaulichkeit
- Wovon hängt die Versorgung ruminierender Tiere mit einzelnen Aminosäuren ab? • vom Ausmaß mikrobiellen Wachstums imPansen (das primär von der Höhe derEnergieversorgung abhängt)• von deren Anteil im mikrobiellen Protein• von der Verdaulichkeit des mikrobiellenProteins