Bodenkunde (Fach) / 13 (Lektion)
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Podsolierung - Lessivierung
Diese Lektion wurde von dollinger3000 erstellt.
- 01. Nennen Sie zwei Bodentypen, für deren Entstehung Translokationsprozesse von großer Bedeutung sind. Auf welchem geologischen Ausgangssubstrat findet man diese Bodentypen? Podsol - Translokation von gelösten organischen Komplexen Parabraunerde - Translokation von Tonmineralen und Eisenoxiden geologisches Ausgangssubstrat: quarz-/silikatreiches Gestein wie Granit, Löss, Gneis, fluviale Schotter, Endmoränenmaterial
- 02. Welche Mobilisierungs-, Transport- und Ablagerungsprozesse sind entscheidend für die Entstehung einer Parabraunerde? Mobilisierung: Durch Entkalkung liegt weniger Ca2+ vor, weshalb mehr einwertige K+ Kationen sich mit Ton verbinden wodurch dieser nicht mehr aggregiert, sondern dispergiert vorliegt. Transport: Schnell fließendes Wasser, kolloidale Suspension in Makroporen Ablagerung: Flockung durch ionenstarke Lösung am Ende der Makroporen, in feinkörnigem Material bilden sich Tonhäutchen, in grobkörnigem Material spricht man von Tonbändchen
- 03. Sowohl Parabraunerden als auch Podsole weisen häufig ein zweites Maximum der Durchwurzelungsintensität im Unterboden (Bt bzw. Bs Horizont) auf. Was könnte jeweils der Grund dafür sein? bei Parabraunerden ist der Bt-Horizont sehr Tonreich und dardurch kann hier viel Wasser gespeichert werden, dass durch die darüber liegenden tonverarmten Schichten versickert, weshalb die Pflanze tiefer wurzeln muss um an Wasser zu gelangen. bei einem Podsol haben sich im Bs-Unterbodenhorizont Nährstoffe angereichert. Da die oberen Schichten ausgewaschen wurden herrscht dort Nährstoffmangel und die Wurzeln wachsen in die tieferen Schichten um an Nährstoff zu gelangen.
- 04. Würde eine Parabraunerde oder ein Podsol auf einem als Acker genutzten Standort entstehen? Warum? Parabraunerde und Podsol würden nicht entstehen da der Verlagerungsprozess länger dauert als Einwirkung von Düngung und Pflügen. Braunerde bzw Regosol würden bestehen bleiben.
- 05. Sie befinden sich am Mittelhang eines mäßig geneigten Ackerstandortes. Im Oberboden entdecken Sie Tonkutane. Wie könnte das zu erklären sein? Es handelt sich um eine "geköpfte" Parabraunerde, was darauf beruht, das die tonverarmten Oberböden (Al) bei starker Durchfeuchtung leichter verschlämmen und in Hanglagen verstärkt erodiert werden.
- 06. Warum sind Tonteilchen in Bt Horizonten meist durch höhere Konzentrationen an organischer Substanz gekennzeichnet als in Bv Horizonten? Im Bt-Horizont herrscht eine höhere Konzentration an Tonteilchen die aus Ah Horizont eingewaschen wurden. Dardurch wird im Bt mehr Wasser gespeichert und ist dardurch stärker durchwurzelt, es herrscht eine höhere biologische Aktivität und es fällt mehr organische Substanz an.
- 07. In welchem Bodentyp würden Sie eher nach Stauwasser suchen: Braunerde oder Parabraunerde? Warum? Stauwasser findet man eher in Parabraunerden: durch Tonverlagerung kommt es zu Einlagerungsverdichtungen und dar durch zu einer verminderten Wasserleitfähigkeit, was die Voraussetzung von Stauwasser ist.
- 09. Was sind Toncutane? Toncutan sind Tonbeläge. Sie entstehen durch Verlagerung und anschließende Ausfällung am Ende von Makroporen. In grpbkörnigem Gestein wird von Tonbändchen, in feinkörnigem von Tonhäutchen gesprochen.
- 08. In welchem Horizont von Podsolen hat man am wahrscheinlichsten mit Al-Toxizität für die Wurzeln rechnen: Oh, Ahe, oder Bsh Horizont? Warum? im Oh kaum Al im Ahe, ist Al3+ organisch gebunden und daher nicht toxisch für die Pflanze im Bsh ist der pH Wert hoch wodurch sich Aluminiumhydroxide bilden und wenig freies Al3+ vorherrscht - geringe Toxizität, allerdings fallen hier Al3+ Oxide aus, weshalb Toxizität am wahrscheinlichsten ist
- 10. Welche Humusform findet sich an stark podsolierten Standorten typischerweise? Rohhumus