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Pathophysiologie (Fach) / Vorlesung (Lektion)

Fragen zur Vorlesung

Diese Lektion wurde von S7stkoch erstellt.

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  • Symptome einer akuten Gastritis Aufstoßen Erbrechen Völlegefühl Mundgeruch   kann in eine chronische Gastritis übergehen --> Vit.B12 und Eisenmangel
  • Ernährungsmaßnahmen bei akuter Gastritis 2-3 Tage Nahrungskarenz
  • Def. chronische Gastritis Chronische Entzündung der Magenschleimhaut HCl- und Pepsinogenproduktion ↓ (pH-Wert im Magen ↑) Sekretion des Intrinsic Factors ↓ ---> Vit.B12-Mangel und verminderte Eisenaufnahme
  • Nachweis einer chronischen Gastritis H2-Atemtest Bakterielle Fehlbesiedlung im Darm
  • Def. gastroduodenale Ulkuskrankheit Schleimhautdefekt des Magens/Zwölffingerdarms aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen protektiven und agressiven Faktoren Protektiv: alk. Schleim PUFAs  Nahrungsfasern Agressiv: H. pylori Psych. Stress NaCl, raffinierte KH, Alkohol, Coffein
  • Protektive und agressive Faktoren für die Magenschleimhaut Protektiv alk. Schleim PUFAs Nahrungsfasern Agressiv: H. pylori Psych. Stress NaCl raffinierte KH Alhohol und Coffein
  • Def. Dumping Syndrom Gestörte Reservefunktion des Magens u./o. Verlust der Pylorusfunktion ---> Komplex von kardiovaskulären-vasomotorischen und gastrointestinalen Symptomen   Früh-Dumping 15-30 min nach dem Essen und Spät-Dumping90-120 min nach dem Essen
  • Symptome des Früh-Dumpings und des Spät-Dumpings Früh-Dumping Übelkeit, Erbrechen Bauchkrämpfe Völlegefühl vasomotorische Symptome Spät-Dumping Hypoglykämie nach KH-reicher Kost fehlen gastroint. Symptome
  • Ernährunsmaßnahmen beim Dumping-Syndrom Nicht trinken während der Mahlzeiten Mehrere kleine, feste Mahlzeiten mit niedrigem Gehalt an freien Zuckern und hohem Gehalt an komplexen KH, Nahrungsfasern und Eiweiß Langsam essen und sich evtl. danach hinlegen Vorsicht bei Milchprodukten (evtl. Laktoseintoleranz) Hypotone, zuckerfreie Getränke Beachtung der Eisen-, Folsäure- und Vit.B12-Zufuhr
  • Def. Reizdarmsyndrom (RDS) RDS liegt vor, wenn 3 Punkte erfüllt sind Länger als 3 Monate anhaltende chronische Beschwerden des Darms mit Stuhlgangveränderungen So starke Beschwerden, dass die Lebensqualität beeinträchtigt wird und der Patient Hilfe sucht Keine für andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen, welche für die Symptome verantwortlich sein könnten
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  • Def- CED Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen Sammelbegriff für nicht infektiöse, chron. Entzündungen von Teilen des (Magen-) Darmtraktes Culitis Ulcerosa Morbus Crohn ... Häufig kombiniert mit Ernährungsstörungen wie PEM und Vitamin- und Mineralstoffdefizit
  • Leitsymptome beim Malassimilationssyndrom Diarrhoe und Steatorrhoe   Maldigestion (= unzur. Aufspaltung) + Malabsorption (= unzur. Aufnahme)
  • Def. laktosearme und laktosefreie Kost Laktosearme Kost: 8-10 g Laktose/d Laktosefreie Kost: < 1 g Laktose/d
  • Def. Zöliakie Glutenunverträglichkeit
  • Symptome von Zöliakie Durchfall und Fettstuhl Gedeihstörungen Vorgewölbter Bauch Appetitlosigkeit Erbrechen Blässe Muskelschwäche Müdigkeit, Misslaunigkeit, Wesensveränderungen Eisen- u./o. Folatdefizit Vit.B12-Defizit   Begleiterscheinungen: Anämie (Eisen, Folat, Vit.B12), sekundäre Laktoseintoleranz    
  • Ernährung bei Zöliakie Glutenfreie Kost!!  Anpassung der Fettzufuhr Mikronährstoffsupplementation (Eisen, Folat, Vit.B12) verringerte Laktosezufuhr
  • Def. Kurzdarmsyndrom Zustand nach Dünndarmresektion Ungenügende Resorption von Makro- und Mikronährstoffen, Elektrolyten  ---> parenterale Ernährung!
  • Wofür stehen die Abkürzungen ALD, NASH, NAFLD? ALD: Alcoholic Liver Disease NASH: Non Alcoholic Steatosis Hepatitis NAFLD: Non Alcoholic Fatty Liver Disease
  • Was ist eine Steatosis Hepatitis Fettleber > 50 % der Leberzellen verfettet Hepatitische Manifestation des MetS
  • Def. NASH Non Alcoholic Steatosis Hepatitis Nicht alkoholische Fettleberentzündung Fettleber mit Leberzellschädigungen und Entzündungen ohne erhöhten Alkoholkonsum   Evtl. Folgen: Leberzirrhose, Leberkarzinom
  • Risikofaktoren für NASH viszerale Adipositas --> MetS weibliches Geschlecht   Pathogenetische Faktoren: Oxidativer Stress und Lipidperoxidation Insulinresistenz FS und Ketone ↑
  • Pathogenese NAFLD/NASH "Double Hit" First Hit: Insulinresistenz Fettakkumulation ----> NAFLD Second Hit: ROS (ox. Stress) Endotoxine im Darm ---> NASH
  • Therapie bei NASH Lebensstiländerung (MetS) zur bekämpfung der Insulinresistenz Eisenüberschuss durch Aderlässe verringern Antioxidantien gegen ox. Stress (Vit.E, Betaine, N-Acetylcystein) Zytokinproduktion durch Gabe von Ursodexycholsäure vermindern
  • Def. Leberzirrhose Faservermehrung und knotige Regeneration in der Leber --> Funktionsverlust Folgen: Portale Hypertonie Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle (Aszitis) Bauchfellentzündung Leberkarzinom Hepatitische Enzephalopahtie! (= Funktionsstörung ZNS)
  • Auslöser für eine hepatische Enzephalopathie infolge einer Leberzirrhose Zu hohe Eiweißzufuhr --> NH4-Bildung im Darmtrakt durch Unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber Elektrolyt- und Kreislauf-Störungen Hemmung der HS-Synthese
  • Ernährungsmaßnahmen bei hepatischer Enzephalopathie Gabe von verzweigtkettigen AS erhöhte Ballaststoffzufuhr Proteinzufuhr aus pflanzl. LM (besser als Milchprodukte)
  • Def. hepatische Enzephalopathie Funktionsstörungen im ZNS, durch mangelhafte Elimination von Zellgift (v.a. Ammoniak) aus dem Blut   aufgrund eines Funktionsverlustes der Leber (Leberzirrhose)
  • Was bewirkt die Gabe von verzweigtkettigen AS bei h. Enzephalopathie? Senkt die Proteinkatabolie der Muskeln und der Leber Steigert Proteinsynthese in Muskulatur und die Gesamtkörperproteinsynthese Verbessert die HS-Synthese in der Leber und die N-Bilanz
  • Ernährungstherapie bei CED Keine besondere "CED-Diät" Leichte Vollkost unter besonderer Beachtung einer PEM und spezifischer Nährstoffdefizite Supplementation von Eisen, Folsäure, Vit.B12 & fettlösl. Vitamine Zufuhr von Antioxidantien (Vit.E,C, Zink, ß-Carotin) Gelbildende Ballaststoffe (Pektin, resist. Stärke) Probiotika zur Einleitung oder Erhaltung der Remission Rauchverzicht Oxalatarme LM zur Prävention einer Urolithiasis* Beachtung von Malabsorptionsdefiziten (Eisen!) Kurkettige FS und n-3-FS (MCT-Fette) *begünstigt durch nicht resorbierte Gallensäure  
  • Was fällt alles unter den Begriff LM-Unverträglichkeiten? Toxische Reaktionen Hypersensitivität (nicht toxische Reaktion) Psychosomatische Reaktion Malabsorption Enzymdefekt
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  • Def. Allergie Überempfindlichkeitsreaktion auf harmlose Substanzen der Umwelt
  • Def. Allergie und LM-Allergie Überempfindlichkeitsreaktion auf harmlose Substanzen der Umwelt   Allergische Reaktion auf natürliche Inhaltsstoffe von LM (Proteine)
  • Möglichkeiten eine LM-Allergie nachzuweisen Hauttest Pricktest Prick-zu-Prick-Test Reibtest Bluttest (Serum IgE) = Rast-Test
  • Wie läuft die Diagnostik und Therapie einer Allergie ab? Anamnese (Ernährungs-Symptom-Protokoll) Eliminationsdiät Provokation (in Zusammenarbeit mit Klinik) Karenzkost Kostaufbau
  • Phasen/Ablauf einer allergischen Reaktion auf ein LM 2 Phasen 1. Sensibilisierungsphase --> Erster Kontakt mit dem Allergen ---> IgE-Antikörperproduktion   2. Zweitkontakt --> Antigen-Antikörper-Reaktion --> Histaminausschüttung  
  • 3 Nahrungsmittelallergien die mit a) Birkenpollen b) Beifußpollen c) Gräsern assoziert sind a) Kern- und Steinobst, Haselnuss, Karotte (roh) b) Sellerie, Karotte (roh), Kartoffel (roh) c) Tomate, Erdnuß, Soja, heimische Getreide
  • Tipps zum allergenarmen Kochen Schälen kein Alkhohl oder Coffein (verstärken Reaktionen) Einfache Grundrezepte Typische Gewürze Erhitzen (außer bei: Erdnuss, Soja, Tomate, Haselnuss, Schalentiere, Senf, Casein ---> hier steigt die Allergenität mit Erhitzung)
  • Was versteht man unter einer Pseudoallergie? Allergie, die nicht auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion beruht Histaminfreisetzung bereits bei Erstkontakt Mengenabhängig hohe Spontanheilungsrate Kofaktoren: Infekte, körp. Anstrengung, psych. Stress, Alkohol
  • Was versteht man unter einer Pseudoallergie? Allergie, die nicht auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion beruht   Histaminfreisetzung bereits bei Erstkontakt Mengenabhängig hohe Spontanheilungsrate Auslöser: natürlich vorkommende LM-Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe Kofaktoren: Infekte, körp. Anstrengung, psych. Stress, Alkohol  
  • Auslöser für Pseudoallergien Zusatzstoffe Farbstoffe (Azofarbstoffe) Konservierungsstoffe (Nitrat, Sulfit) Antioxidantien (Gallate) Glutamat Süßstoffe Natürliche Inhaltsstoffe Salicylate Benzoate nat. Aromastoffe biog. Amine
  • Diät bei einer Pseudoallergie Meidung von LM-Zusatzstoffen (Fertiggerichte,...) Stark aromatische LM Fisch, Eier, Süßigkeiten LM mit hohem Gehalt an biog. Aminen Alkohol
  • Def. Zölliakie Lebenslange chronische-entzündlichw Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, ausgelöst durch Gluten
  • Def. Fructosemalabsorption Fructosetransportstörung im Dünndarm Diagnose: H2-Atemtest
  • LM mit hohem Histamingehalt Rotwein gereifter Käse Wurst Sauerkraut Schokolade eingelegtes Gemüse
  • Histamin-Intoleranz Missverhältnis zwischen Histaminauffnahme und -abbau evtl. durch Enzymmangel
  • Maßnahmen zur Allergieprävention Stillen  Ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung Vermeidung von Übergewicht Fisch in Schwangerschaft und Stillzeit Kein Rauchen Keine Schadstoffaussetzung Häufige Erkältungen
  • Ernährung bei Leberzirrhose Energiebedarf: 35-40 kcal/kgKG/d Proteinbedarf: 1,2-1,5 g/kgKG/d Osteoporoseprophylaxe: Ca- und Vit.D-Substitution bei Hepatischer Enzephalopathie: verzweigtkettige AS
  • Zusammenhang zwischen Alkhohlkonsum und Hypertonie Alkohol = gesicherte Ursache für arterielle Hypertonie Vermutlich durch: Veränderung der Blutdruckregulation Stimulation der Nebennierenrinde --> erhöhte Exkretion von Katecholamin, Cortisol und Renin Störungen des Elektrolythaushaltes mit einem Ungleichgewicht v.a. von Ca, Na und Mg
  • Wie hängt der Alkoholkonsum mit der HS-Ausscheidung zusammen? Alkohol senkt die HS-Ausscheidung  durch eine Verschiebung der Redoxpaare NADH+H/NAD+ ---> metabolische Azidose ---> HS wird nicht mehr ausgeschieden
  • Welchen Einfluss (erhöhen o. senken) haben die folgenden Nährstoffe jeweils auf das Gesamtcholesterol, TAG, LDL und HDL a) SAFA b) Trans FS c) Alkohol a) SAFA Chol ↑↑↑, LDL ↑↑↑, HDL ↑   b) Trans FS Chol ↑↑, TAG ↑, LDL ↑↑, HDL ↓   c) Alkohol TAG ↑↑, HDL ↑