Immunologie (Fach) / Fragen (Lektion)
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- Welche Eigenschaften besitzt das angeborene Immunsystem, die sich von denen des erworbenen unterscheidet? angeborene Immunsystem: beruht auf angeborenen unveränderlichen rezeptoren → erkennen allgemein vorkommende Merkmale von Krankheitserregern daher: geringe Spezifität von geburt an vorhanden und funktionstüchtig kann kein immunologisches Gedächnis entwickeln schnellere Reaktion auf Angriff durch Pathogene, wird allerdings von vielen Pathogenen überwunden
- Welches sind die wichtigsten Funktionen des angeborenen Immunsystems? Immunantwort in der frühen induzierten Phase Neutralisierung → Eindämmung der Immunreaktion Komplementsystem → Einleitung der adaptiven Immunantwort Opsonierung
- Angeborenes Immunsystem- nennen Sie die wichtigsten zellen des angeborenen Immunsystems und deren Funktionen. Monozyten/ Makrophagen → Einleitung der Entzündungsreaktion Mastzellen → Einleitung der Entzündungsreaktion (Histamin) Neutrophile Granulozyten → bakterizide Wirkung Eosinophile Granulozyten → Parasitenabwehr, Allergien Dendritische Zellen → Aktivierung des antigenetischen IS
- Beschreiben sie die komponenten des Komplementsystems. Wo kommen sie vor und als was können wir eine Komplementreaktion bezeichnen, was verstehen wir darunter? Teil des angeborenen humoralen Immunsystems trägt zur Eliminierung von zellulären AG bei 20 versch. Proteine bilden Komplementsystem → inaktive Vorstufen im Körper bei der Aktivierung kommt es durch kaskadenartige gegenseitige Aktivierung und Bindung der Komplementfaktoren zur Bildung eines lytischen Komplexes weitere Funktionen: Veränderung der Gefäßwandpermeabilität Induktion einer gesteigerten Chemotaxis verbesserte Opsonierung von AG
- Nennen Sie die drei Wirkmechanismen des Komplementsystems. aktivierte Komplementproteine binden an Pathogene und erleichtern die Phagozytose Neutralisierung von AG Abtöten von Pathogenen (Porenbildung in der Bakterienmembran)
- Welche Wege der Komplementaktivierung kennen sie? Klassischen Weg: AG-AK-Komplex → Komplementaktivierung Mannosebindender-Lektin-Weg →Lectin bindet an die Oberfläche des Pathogen → Komplementaktivierung alternativer Weg → Pathogenoberflächen → Komplementaktivierung (ohne AK)
- Welche produkte der Komplementkaskade bezeichnet man als Anaphylatoxine? Anaphylatoxine sind kleine Fragmente von Komplementproteinen, die während der Komplementaktivierung abgespalten werden. Diese werden von spezifischen Rezeptoren erkannt → Flüssigkeitsansammlung und Anlockung von inflammatorischen Zellen Bsp.: C5a, C3a und C4a
- Welche gemeinsamen Zwischenprodukte entstehen bei der Komplementaktivierung und welche Funktion haben sie? das wichtigste gemeinsame Produkt ist die C3-Konvertase: spaltet C3 → C3a und C3b (!!!) C3b bindet sich die C3 Konvertase und stellt so das 2. wichtigste Enzym her: C5 Konvertase
- Welche Eigenschaften hat das adaptive Immunsystem, die sich von denen des angeborenen Immunsystems unterscheiden? erworbene zelluläre (T-Lymphozyten) und humorale (B-Lymphozyten, Plasmazellen, Antikörper) Immunantwort des Körpers, die sich gezielt gegen spezifische Antigene richtet. klonale Selektion des Lymphozyten antigenspez. Rezeptoren → erkennt alle Pathogene spezifisch → stärkerer Schutz vor erneuten Infektionen alle Reaktionen beruhen auf der initialen MHC-abhängigen Präsentationen der AG Aktivierung und Proliferation von T-Helferzellen und B-Lymphozyten in Lymphknoten → Selektion der B-Lymphozyten und deren Aktivierung zu Antikörperbildenden Plasmazellen Bildung eines immunologischen Gedächnisses durch B- und T-lymphozytärer Gedächniszellen
- Welches sind die wichtigsten Funktionen des adaptiven Immunsystems? Ausbildung von Gedächniszellen Spezifische AG-Eliminierung Bekämpfung von virusinfizierten Zellen
- Adaptives IS - Nennen Sie die effektorzellen der adaptiven Immunantwort. B-Lymphozyten → Plasmazellen: sezernieren Antikörper T-Lymphozyten: für zelluläre Immunantwort: CD4-pos. T-Zellen: in Verbindung mit MHC-Klasse 2 - Moleküle (CD4-pos. TH1-Zellen, CD4-pos. TH2-Zellen) CD8-pos. T-Zellen: in Verbindung mit MHC-Klasse 1 -Molekülen
- Welche Zellen des Immunsystems können ein Immunologisches Gedächtnis ausbilden? Nur Zellen des erworbenen IS. B- und T-Lymphozyten die sich zu B- und T- Gedächtniszellen differenzieren.
- Wodurch zeichnet sich das immunologische Gedächtnis aus? Durch einen Kontakt mit einem AG (Infektion, Vakzination) wird die Frequenz der reaktiven Zellen erhöht. bei B-Zellen ist die erhöhte Frequenz von Antigen-spezifischen Zellen mit (IgG oder IgA) einer höheren Affinität der Antikörper verbunden Gedächtnis B-Zellen können membranständige Ig-Moleküle von anderen Isotypen tragen Memory T-Zellen sind durch die Expression von verkürzten Isoformen des CD45- AG charakterisiert
- Welche Funktion hat die Bursa von Vögeln? Bursa: Bildungs- und Differenzierungsort für die B-Lymphozyten
- Wie heißen die spezifischen Rezeptoren von B- und T-Lymphozyten? BcR (B-cell-receptors) und TcR (T-cell-receptor)
- Wie lässt sich die Vielzahl der unterschiedlichen AG-Rezeptoren von B- und T- Lymphozyten erklären? verschiedene Gensegmente kodieren für rezeptoren, die verschieden zusammengesetzt werden können → Vielzahl (V-, J-, D- und C-Gensegmente)
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- Worin liegen die Hauptunterschiede bei der Erkennung von spezifischen Antigenen durch B- und T-Lymphozyten? T-Lymphozyten erkennen nur AG, die über MHC präsentiert werden. B-Zellen erkennen folgenede AG: freie native AG, lineare und Konformationsepitope, Proteine, Lipide, Zucker → keine Restriktion T-Zellen erkennen folgende AG: nur prozessierte AG, nur lineare Peptide, nur Proteinantigene → Restriktion: MHC- präsentierte-AG
- Welche wesentliche Funktion besitzen die von B-Zellen synthetisierten AK? humorale Immunantwort: Antigen-Antikörperbindung Neutralisation, Opsonierung, Aktivierung des Komplements
- Was sind sogennante Plasmazellen und wie unterschieden sie sich von B-Zellen? entstehen durch Aktiverung aus ruhenden B-Zellen neben den Gedächniszellen Funktion: Antikörperproduktion Morphologische Unterschiede: Zytoplasma mit großem Golgi-Apparat und ER weniger Oberflächen-Ig keine MHC II Moleküle kein Wachstum kein Klassenwechsel keine somatische Hypermutation
- Welche Immunoglobinklassen kennen sie und wo kommenndie entsprechenden Klassen vor? IgA → externen Körperflüssigkeiten IgD → Blut, auf B-Lymphozyten IgE → überwiegend Zellgebunden (Mastzelle), Blut IgG → Blut und extrazelluläre Flüssigkeit IgM → Blut
- Welche Signale/ Interaktionen sind für die Aktivierung von T-Zellen und die Entstehung von Effektor-T-Zellen notwendig? Aktivierungssignal über CD3-Komplex im Lymphozyten Überlebenssignal mit Costimulatorischen Molekülen: CD28 + CD80/86 durch Antigen-Präsentierende Zellen: Anlagerung der naiven T-Zelle an MHC I oder MHC II Rezeptor mit Antigenpeptid Freisetzung von Interleukin 2
- In welchen Subpopulationen können naive CD4-pos.-T-Zellen nach Aktivierung differenzieren und welche Zytokine sind dafür verantwortlich? TH1 → IFN-γ TH2 → IL4 TH17 → IL6 Treg → TNF-β
- Was ist das charakteristische Merkmal von T-Zellen? T-Zell-Rezeptor (TCR) mit CD3-Molekülen assoziiert (TCR erkennt Fremd-AG, CD3 leitet Signale ins Zellinnere → Aktivierung)
- Welche Untergruppen von T-Zellen gibt es? CD4-pos. TH1 Zellen → Aktivierung von Makrophagen CD4-pos TH2 Zellen → Aktivierung von B-Zellen CD8-pos T-Zellen (CTL) TH17 Memory T-cells (CD45RO statt CD45RA)
- Wodurch lassen sich die Untergruppen der T-Zellen unterscheiden? nach Funktion: CD4-pos TH1 Zellen → Aktivierung von Makrophagen CD4-pos TH2 Zellen → Aktivierung von B-Zellen CD8-pos T-Zellenkönnen virusinfizierte Zellen abtöten nach MHC's CD4-pos. T-Helferzellen mit MHC-II CD8-pos. T-Killerzellen mit MHC-I
- Was versteht man unter sek. Immunantwort? Die Immunnologische Antwort des Körpers auf erneuten Kontakt mit einem bereits bekannten AG. schneller und spezifischere Antwort Menge der sezernierten AK im Serum ist höher als bei der primären Antwort.
- Wo findet die Differenzierung der T-Lymphozyten statt? im Thymus
- Wo werden naive T-Zellen aktiviert? Lymphknoten
- Welche Zellen des Immunsystems bezeichnet man als NK-Zellen? NK-Zellen sind große, granulierte Lymphozyten mit zytotoxischer Aktivität, die die Fähigkit haben bei bestimmten Zelltypen eine Apoptose auszulösen. Entwicklung aus lymphatischen Stammzellen im Knochenmark, später Zirkulation im Blutkreislauf
- Welche Funktion haben NK-Zellen im Organismus? Zerstörung von: virusinfizierten Zellen Tumorzellen → veränderter oder fehlender MHC-I Rezeptor Aktivierung durch Makrophagen (IL-12) Sezernierung von IFN-γ
- Wie erkennen NK-Zellen im Gegensatz zu T-Lymphozyten ihre Zielzelle und wie sind sie in die Immunantwort eingebunden? keine AG-spezifischen Rezeptoren inhibitorische Signala durch MHC-I-Expression der Zielzelle → ein Verlust oder eine Änderung der MHC-I-Expression führt zur Aktivierung sofortige Reaktion gegen Pathogene Kommunikation mit T-Zellen und Makrophagen rasche Induktion der NK-Aktivität durch: IFN-α IL-12 IL-18
- Welche Oberflächenrezeptoren sind charakteristisch für Mastzellen? IgE Rezeptoren
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- Wie werden Mastzellen aktiviert? IgE und Antigen IgG un Antigen Neuropeptide Adenosine Lipopolysaccharide
- Welche Faktoren produzieren Mastzellen nach Ihrer Aktivierung? vasoaktive Moleküle: Histamin, Serotonin, Prostaglandin chemotaktische Moleküle: C3a, C4a, C5a Zytokine: TNfalpha, IL4, Eikosanoide
- Was versteht man unter Langerhans Zellen? Dendritische Zellen der Haut bewegliche, sternförmig verzweigte Zellen
- Was ist die Aufgabe der Dendritischen Zellen? Phagozytose und AG-Präsentation im Lymphknoten → T-Zell Antworten werden induziert → Vermittlung zwischen angerborenem und erworbenem Immunsystem
- Wie werden sie aktiviert? (Dendritische Zellen) Mikrobielle Produkte Zytokine Histamin Immunkomplex
- Wie verhalten sie sich nach der Aktivierung? (Dendritische Zellen) bringen AG zum regionalen Lymphknoten → entwickeln sich zu Dendritischen Zellen, die B7 expremieren → B7 pos. Zellen stimulieren naive T-Zellen
- Auf welche Art sind Immungloboline an der Immunantwort beteiligt? IG erkennen AG, sie sind entweder membrangebunden Rezeptoren oder sezernieren AK
- Was sind monoklonale AK? AK, die von den Nachkommen einer einzigen immortalisierten B-Zelle gebildet werden. Sie können nur ein einziges Epitop erkennen.
- Was versteht man unter Toll-like-Rezeptoren und wo kommen sie vor? TLR sind membranständige Rezeptoren der Zellen des angeborenen Immunsystems TLR erkennen mikrobielle Moleküle
- Welche TLR kennen sie und was ist deren Aufgabe? TLR1 → erkennt bakterielle Lipoproteine TLR2 → erkennt Peptidoglykane TLR3 → virale ds RNA TLR4 → LPS TLR5 → Flagellin TLR6 → nekrotische Zellen TLR7/8 → kleine antivirale Moleküle TLR 9 → bakterielle DNA mit CpG Motiven
- Welche Fc Rezeptoren kennen sie? Fc-γ CD16/32/64 für IgG Fc-ε für IgE
- Auf welchen Zellen des IS sind Fc Rezeptoren zu finden? Makrophagen DC B-Zellen Mastzellen NK neutro-, baso- und eosinophile Granulozyten
- Welche Moleküle sind bei der erleichterten Phagozytose auf Seiten der Fresszellen beteiligt? FcRezeptoren CD 16/32/64 für opsonierende AK Komplementrezeptoren (CD35)
- Welche löslichen Komponenten spielen bei der erleichterten Phygozytose eine Rolle? AK Komplement-Komponenten
- Welche professionellen Antigenpräsentierenden Zellen kennen sie? APC: Dentritische Zellen (lymphoide und myeloide) B-Zellen Makrophagen
- Welche besondere Rolle spielen die Dendritischen Zellen bei der AG-Präsentation? Nur DC können naive T-Zellen AG präsentieren Sie nehmen das AG auf und wandern zum regionalen Lymphknoten um dort den T-Zellen das AG zu präsentieren. Priming (Schulung) der naiven T-Zellen.
- Worin liegen die Hauptunterschiede zwischen unreifen und reifen Dendritischen Zellen? Unreife: mehr intrazelluläre MHC II mehr FcR wenig CD24, CD 25, CD 80, IL12, CD 83, p55 reife: Expression anderer Oberflächenrezeptoren schwächere Expression von FcR Höhere Expression von MHC II, CD80 und CD 86
- MHC- was ist die Aufgabe von Proteinen, die im Haupthistokompatibilitätskomplex kodieren? Gene der Klasse I → Kodieren Rezeptoren für endogen synthetisiertes AG, MHC-I Gene der Klasse II → kodieren Rezeptoren für exogenes AG MHC-II Molekül Gene der Klasse III → kodieren eine gemischte Gruppe von Plasmaproteinen (Komplementfaktoren C2 und C4, TNf, Rezeptoren der NK-Zellen)
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