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Innere Medizin (Fach) / Immunologie - Immundefekte und Allergische Erkrankungen und Transplantationsmedi (Lektion)

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  • Worin unterscheiden sich die Antikörper des AB0-Systems und des Rhesus-Systems? AB0-System: AK der Klasse IgM sind komplette AK Rhesus-System: Anti-D-AK der Klasse IgG, inkomplette AK
  • Wie viel Prozent der Menschen sind Rhesus-positiv? 85%
  • Was bezeichnet die diagnostische Lücke bei Bluttransfusionen? den Zeitpunkt nach frischer Infektion, wenn es noch nicht zur AK-Bildung gekommen ist, die man daher auch nicht nachweisen kann
  • Wie hoch ist das Infektionsrisiko bei Transfusion für HIV, Hep B, Hep C, HTLV? Hep B: 1/50 000HIV/Hep C: 1/1 000 000HTLV: 1/5 500 000
  • Worauf werden Blutspender getestet? obligat: HIV, Hepatitis B und C, Syphilisfakultativ: CMV
  • Wie werden Erythrozyten- und Thromboytenkonzentrate gelagert? Erythrozytenkonzentrate: 4°C Thrombozytenkonzentrate: Raumtemperatur -> höheres Risiko einer bakteriellen Kontamination
  • Wodurch entstehen tödliche Transfusionzwischenfälle in erster Linie? Organisationsfehler = Konservenverwechslung
  • Was ist die Gefahr bei Zufuhr vitaler Fremdlymphozyten und wie kann sie minimiert werden? Sensibilisierung  des Empfängers gegenüber den Spender-HLA-Antigenen durch leukozytendepletierte Präparate
  • Was ist eine Graft-versus-Host-Reaktion, wann tritt sie v.a. auf und wie kann sie vermindert werden? Spenderlymphozyten wachsen im Empfänger an und greifen sein Gewebe an bei extrem immunsupprimierten Patienten Bestrahlung der Konserven -> Tötung der Leukozyten
  • Was sind nichtimmunologische Risiken bei Transfusionen und wann treten sie bevorzugt auf? v.a. bei >100 Transfusionen -Hämosiderose = Eisenüberladung: zuerst im RES, dann in allen Organen -> Diabetes mellitus Leberzirrhose, Kardiomyopathie-Hypervolämie: Cave bei Herz- und Niereninsuffizienz-Zitratintoxikation: Zitrat bindet Calcium und Magnesium ->Hypokalzämie, Hypomagnesiämie-Luft- und Mikroaggregatembolien
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  • Worauf ist bei Thromozytentransfusionen und Gabe von gefrorenem Frischplasma im Hinblick auf Kompatibilität zu achten? auf AB0-Kompatibilität
  • Welche Blutgruppen können Empfängern der 4 verschiedenen Blutgruppen transfundiert werden? Empfänger A (hat Anti-B-AK): Spender A, 0Empfänger B (hat Anti-A-AK): Spender B, 0Empfänger AB (hat keine Anti-A oder -B-AK: Spender A, B, AB, 0Empfänger 0 (hat Anti-B- und Anti-A-AK): nur 0
  • Welche Plasmaprodukte sind mit jeweiliger Empfängergruppe kompatibel? Empfänger A: Spender A, ABEmpfänger B: Spender B, ABEmpfänger AB: Spender ABEmpfänger 0: Spender A, B, AB, 0  
  • Wer ist ein Universalempfänger, das heißt, er kann alle Blutgruppen transfundiert bekommen und wer ist ein Universalspender, das heißt, er kann allen Blutgruppen transfundieren? Universalempfänger: AB Rhesus+Universalspender: 0 Rhesus-
  • Was ist der direkte und indirekte Coombs-Test? -Tests auf der Basis von Kaninchen-Antihumanglobulin (Antikörper gegen Immunglobulin), mit ihnen werden sogenannte inkomplette (d.i. nicht-verklumpende) Antikörper (IgG) gegen Erythrozyten nachgewiesen -Diagnostik von hämolytischen Anämien angewendet, Transfusionsmediziner nutzen sie bei der Kreuzprobe von Blutkonserven -der direkte Coombs-Test dient dabei dem Nachweis von Erythrozyten, die mit den inkompletten Antikörpern beladen sind -der indirekte Coombs-Test weist nicht-gebundene, im Serum zirkulierende Antikörper nach  
  • direkter und indirekter Coombs-Test direkter: Nachweis antikörperbeladener Erythrozyten->bei V.a. auf autoimmuhämolytische Anämienindirekt: Nachweis nichtgebundener erythrozytärer AK im Serum->Verträglichkeitsprobe, AK-Suchtest vor Transfusionen
  • Was ist die Kreuzprobe und wann wird sie durchgeführt? vor Bluttransfusionen in vitro 1. Reaktion von Spendererythrozyten mit Empfängerplasma (Major-Reaktion) 2. Reaktion von Empfängererythrozyten mit Spenderplasma (Minor-Reaktion)
  • Was ist der Bedside-Test und von wem wird er wann durchgeführt? -unmittelbar vor der Transfusion vom transfundierenden Arzt -erneute Blutgruppenüberprüfung des Empfängers mittels Antisera gegen A und B
  • Was sind Indikationen für die Gabe von Vollblut? wenige! 1. nach fulminanter Hämolyse bei Fehltransfusionen 2. perakute Blutungen (Trauma)
  • Es werden verschiedene Erythrozytenkonzentrate unterschieden, welche? Welchem Zweck dienen sie? Wann sind sie indiziert? 1. leukozytenarme Erykonzentrate: Verhinderung einer Sensibilisierung bei chronisch Transfusionspflichtigen oder Transplantationskandidaten 2. gewaschene Erykonzentrate: verringerte Menge an transfudiertem Fremdplasma und den darin enthaltenen AK, wenige Indikationen, z.B. bei IgA-Mangel 3. bestrahltes Erykonzentrat: Leukozyten sind zerstört, Reduktion einer Graft-versus-Host-Reaktion, für Empfänger von Stammzelltransplantationen, angeborene Immundefekte, M. Hodgkin, intrauterine Transfusionen
  • Was beinhaltet gefrorenes Frischplasma und wie lange ist es haltbar? -physiologische Konzentration an Gerinnungsfaktoren und Plasmaproteinen -bis 3 Jahre haltbar
  • Wodurch unterscheidet sich Gerinnungsfaktorenkonzentrat von gefrorenem Frischplase und welche Gerinnungsfaktoren umfasst es? = angereicherte Gerinnungsfaktoren: II, VII, IX, X (2, 7, 9, 10) = Prothrombinkomplex -im Gegensatz zu gefrorenem Frischplasma ist keine Blutgruppenübereinstimmung nötig
  • Was fehlt bei Hämophilie A bzw. B und wird dann substituiert? Hämophilie A: Faktor VIII (8) Hämophilie B: Faktor IX (9)
  • Was ist eine Posttransfusionspurpura? 1 Woche nach Transfusion kommt es zur Bildung von Antikörpern gegen die Thrombozyten -> Thrombozytensturz -> hämorrhagische Diathese
  • Wofür steht die Abkürzung TRALI und was versteht man darunter? transfusion-related acute lung injury -innerhalb von 6 h nach Infusion mit Thrombozytenkonzentrat und FFP -AK gegen HLA und v.a. HNA (human neutrophil antigens) führen zur Aktivierung und Agglutination von Granulozyten -> Verstopfung der Lungenkapillaren -> Permeabilitätssteigerung der Lungenkapillaren -Lungenödem, Hypotonie, Fieber -Letalität 10%
  • Was sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transplantationß AB0-Kompatibilität weitgehende Übereinstimmung der HLA-Antigene
  • Warum lassen sich parenchymatöse Organe wie Niere und Leber schwieriger transplantieren als Kornea? wesentlich höhere HLA-Antigen-Dichte, daher ist bessere Übereinstimmung zwischen Spender und Empfänger nötig
  • Die Abstoßungsreaktion kann zeitlich in 3 Formen unterteilt werden. Was ist Ursache für die hyperakute Abstoßung, wie und wann läuft sie ab? -Ursache: schon vorhandene AK bei Blutgruppeninkompatibilität oder im Rahmen einer stattgehabten Sensibilisierung gegen MHC-Klasse-I-Antigene des Spenders -Bildung von Ag-AK-Komplexen -> Aktivierung des Komplementsystems -> massive Einwanderung von Neutrophilen in der Trasplantat -> Koagelbildung -> Transplantat wird nicht mehr durchblutet -Typ-II-Reaktion
  • Im Rahmen der Abstoßungsreaktion werden zeitlich 3 Formen unterschieden. Wie stellt sich die akute Abstoßung dar? -Typ-IV-Reaktion, zellvermittelte Überempfindlichkeitsreaktion -zytotoxische T-Zellen vernichten die Transplantatzellen -> Transplantatvaskulopahtie
  • Wie stellt sich die chronische Abstoßungsreaktion dar? -schleichend-für die meisten Organverluste verantwortlich-Typ-III-Reaktion, immunkomplexvermittelt-persistierende perivaskuläre Entzündung und Arteriosklerose im Organ-"chronische Transplantvaskulopathie durch myotintimale Zellproliferate"
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  • Wie erklärt sich der Pathomechanismus einer Graft-versus-Host-disease? Transplantationsreaktion des gespendeten Organs gegen den Empfängerorganismus oft bei stark immunsupprimierten v.a. T-Zellen infiltrieren lymphatisches Gewebe des Empfängers, können prinzipiell alle Organe und Zellen angreifen akute GvHD tritt 1-4 Wochen nach Transplantation auf
  • Welche Organe betrifft die akute GvHD? -v.a. Haut, Leber, Lunge, Herz, ZNS
  • Bei einem Patienten fehlt sekretorisches IgA. Die Serumkonzentration von IgA ist normal und J-Ketten werden korrekt synthetisiert. Welches Protein ist bei diesem Patienten am wahrscheinlichsten defekt oder fehlend? Poly-Ig-Rezeptor (Rezeptor für polymeres Immunglobulin)