Modul 1 - 03402 Wissenschaftliches Arbeiten (Fach) / Kapitel 9 - Lernstrategien (Lektion)

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Klassifikation von Lernstrategien, Motivierungsstrategien, Strategien des Informationserwerbs / der Informationsverarbeitung

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Lektion lernen

  • Lernstrategien Pläne für Handlungssequenzen, die auf Lernen abzielen (Klauer & Leutner) Unterscheidung in metakognitive und kognitive Lernstrategien
  • Metakognitive Lernstrategien Strategien zur Steuerung und Kontrolle des Informationsprozesses sowie des Motivierungsniveaus = übergeordnete Strategien
  • Kognitive Lernstrategien Movitivierungsstrategien Strategien des Informationserwerbs Strategien der Informationsverarbeitung Strategien des Speicherns und Abrufs Transferstrategien
  • Selbstwirksamkeitserwartung Erwartung, die notwendigen Handlungen, die zu einem Ziel führen, erfolgreich ausführen zu können = subjektive Kompetenzerwartung Zentrales Konstrukt: self-efficacy (Albert Bandura 1997) Zentrale Bedingung für SWE: Erfolgserlebnisse (master experiences) in den relevanten Situationen
  • Prinzip der extrinsischen Motivation lernen für Belohnung
  • Prinzip der intrinsischen Motivation Lernen um der inneren Befriedigung willen, Lernen um des Wissens willen
  • Verarbeitungstiefe hohe Verarbeitungstiefe: Bearbeitung des Stoffes mit verschiedenen mentalen Operationen wird erreicht durch reduktive und elaborative Verarbeitungsprozesse
  • Reduktive Prozesse wichtige Textteile unterstreichen und exzerpieren Lernstoff gliedern und strukturieren Zusammenfassen, umschreiben, verständlich machen
  • Elaborative Prozesse = gehen über den Lernstoff hinaus und reichern ihn an = multiple Enkodierung Kritik an den Inhalten des Lernstoffes üben Anwendungen (für das eigene Leben) suchen Sich Bilder zum Text machen (Vorstellungsbilder oder reale) Lernstoff mit vorhandenem Wissen vergleichen, kontrastieren bzw. in vorhandenes Wissen eingliedern
  • Netzplantechnik = Mind-Mapping Sinngewebe (nach Schuster und Dumpert 2007) wichtige Inhalte eines Textes werden identifiziert und dann in ein Netzgefüge graphisch zueinander in Verbindung gebracht Beziehungen zwischen den einzelnen Begriffen können durch versch. Pfeilarten dargestellt werden, z.B. unterschiedliche Pfeilge für "Definition", "folgt aus", oder "Beispiel"
  • Basaler Dreischritt des Lernens Dumper und Schuster 2007 Lesen einer kleinen, überschaubaren Menge an Lernstoff und unmittelbare Wiedergabe (führt zu Vertiefung der Gedächtnisspur) Nach mind. 3 Minuten erneute Wiederholung des bislang Gelesenen, mündlich oder schriftlich Überprüfung des Wiedergegebenen (falls nicht gelungene Wiedergabe, erneute Durchführung des basalen Dreischritts)
  • Gedächtnistechniken = Mnemotechniken Akronyme und Reime: Setzen die Anfangsbuchstaben einer zu lernenden Liste zu bedeutungsvollem oder zumindest verständlichem Wort zusammen (z.B. NOIVA, Eselsbrücken) Loci-Technik: Auf einem Weg, den man selbst sehr gut kennt, werden versch. Orte mit den zu lernenden Begriffen visuell besetzt Geschichten-Technik: Begriffe werden mit einer zusammenhängenden Geschichte kombiniert
  • Bedingungen für langfristig erfolgreiches Lernen Schlaf: Fördert die Konsolodierung von Gedächtnisinhalten Bewegung: Fördert die Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit Ernährung