Ernährung (Fach) / Ernährungstrainer B-Lizenz (Lektion)

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Anatomische und physiologische Grundlagen

Diese Lektion wurde von Tine8 erstellt.

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  • 1) Auf welche Art der Nahrungsmittelauswahl kann man anhand der Gebissanatomie des Menschen schließen? Aufgrund der Gebissanatomie wird der Mensch den sog. „Omnivoren“ (= Allesfresser) zugeordnet, d.h. sowohl Fleisch als auch pflanzliche Nahrung.
  • Was ist der Intrinsic Factor und welche Bedeutung kommt diesem zu? Der Intrinsic Factor (IF) ist ein Transporteiweiß, das von der Magenschleimhaut gebildet wird. An dieses Glykoprotein bindet sich das mit der Nahrung aufgenommene B12 Vitamin, das ohne den IF nicht vom Körper aufgenommen werden könnte. Da dieses essentielle (lebensnotwendige), für die Zellteilung benötigte Vitamin B12 vom Körper nicht selbst synthetisiert werden kann, kommt dem IF somit eine überaus wichtige Bedeutung zu!
  • Wo befindet sich der Magenpförtner und welche Bedeutung hat dieser? Der Magenpförtner (Pylorus) ist ein Muskelgebilde am Magenausgang, der die Weitergabe des Speisebreis an den Zwölffingerdarm (Duodenum) reguliert. 
  • Was versteht man unter der sogenannten Darmflora? Als Darmflora wird die Gesamtheit der Mikroorganismen bezeichnet, die den Darm besiedeln und eine entscheidende Bedeutung für den menschlichen Organismus haben. Die Zusammensetzung der Darmbakterien und -pilze hängt auch von den unverdaulichen Bestandteilen der Nahrung ab, da nicht absorbierbare Substanzen den Mikroorganismen teilweise als Nährstoffe dienen. 
  • Welche Hormone senken und welche erhöhen den Blutglukosespiegel? a) Erhöhende Hormone: Glukokortikoide (z.B. Cortisol) aus der Nebennierenrinde Glukagon (aus dem Pankreas stammend) Adrenalin und Noradrenalin (aus dem Nebennierenmark) Wachstumshormon (STH) aus der Hirnanhangsdrüse Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyroxin (T3) b) Senkend wirkt lediglich das Insulin (aus dem Pankreas stammend)    
  • Welche Hormone senken und welche erhöhen den Blutglukosespiegel? a) Erhöhende Hormone: Glukokortikoide (z.B. Cortisol) aus der Nebennierenrinde Glukagon (aus dem Pankreas stammend) Adrenalin und Noradrenalin (aus dem Nebennierenmark) Wachstumshormon (STH) aus der Hirnanhangsdrüse Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyroxin (T3) b) Senkend wirkt lediglich das Insulin (aus dem Pankreas stammend)    
  • Welche Energieträger nutzt die Zelle zur Energiebereitstellung bei körperlicher Belastung innerhalb der ersten 20 – 30 Sekunden? Für die Sofortenergie nutzt die Zelle zwei Energieträger: ATP (Adenosintriphosphat) als direkter Lieferant (ATP + Wasser => ADP + Phosphat + Energie)  KP (Kreatinphosphat) als etwas langsamerer, aber immernoch schneller Energielieferant für den Wiederaufbau von verbrauchtem ATP aus ADP (KP + ADP => Kreatin + ATP)    
  • Warum kann die Zelle nicht den vollständigen Energiegehalt der Nährstoffe nutzen? Allein schon der Umwandlungsprozess für die Energiebereitstellung benötigt Energie, sodass niemals 100% Effizienz erreicht werden kann. Des weiteren benötigt der Organismus Energie zur Thermogenese, für Wachstum, Reproduktion, Muskelarbeit, etc. Ein Teil der Nahrungsenergie wird zudem mit dem Stuhl und dem Harn wieder ausgeschieden.    
  • Warum unterscheiden sich bei den Proteinen der physiologische und der physikalische Brennwert? Der physiologische Brennwert eines Nährstoffes ist der Energiebetrag, der aus der Verbrennung im menschlichen Körper resultiert. Der Abbau von Proteinen (im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten, die wie im Laborversuch vollständig zu den Endprodukten Kohlendioxid und Wasser abgebaut werden,) erfolgt nur unvollständig. Der in Proteinen vorhandene Stickstoff wird zu Harnstoff umgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Er besitzt aber noch einen Brennwert, der berücksichtigt werden muss – somit liegt der physikalische Brennwert von 1g Protein bei 5,6 kcal und der physiologische bei nur 4,1 kcal.    
  • Was sagt der PAL-Wert aus? (PAL steht für „physical activity level“) Der Grundumsatz einer Person wird nach Geschlechtern getrennt und mit verschiedenen Faustformeln errechnet. Mit dem PAL-Wert wird ein Faktor für die körperliche Aktivität (Leistungsumsatz) in die Formel zur Errechnung des Gesamtenergiebedarfs mit einbezogen => Grundumsatz x PAL-Wert = Gesamtenergiebedarf. Bestimmte Richtwerte (PAL-Werte) für verschiedene körperliche Aktivitäten dienen zur Einteilung der 24 Stunden, d.h. der Tag wird in Arbeits-, Freizeit- und Schlafzeiten aufgeteilt und dementsprechend in der Formel berücksichtigt. PAL(gesamt) = (PAL Arbeitstag + PAL Freizeit + PAL Schlaf) : 3   Energiebedarf (kcal) = PAL (gesamt) x Grundumsatz pro Tag