Versicherungsmanagement (Fach) / Risikomanagement (Lektion)

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Grundlagen des Risikomanagement I+II

Diese Lektion wurde von hannemac erstellt.

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  • Welche Risikobegriffe kennen Sie? Erläutern Sie diese Risikobegriffe kurz. Reines Risikonur die Möglichkeit der negativen Zielabweichung wird betrachtet, z.B. Brand Spekulatives Risikozusätzlich wird die Chance der positiven Zielabweichung betrachtet, z.B. Aktienpositionen mi der Chance eine Überrendite zu erzielen Objektives RisikoNachprüfbare und a priori bekannte Risikomerkmale (sachbezogene Risikofaktoren) Subjektives RisikoA priori nicht nachprüfbare/beobachtbare Einflüsse auf das Risikoverhalten, teilweise im Verhalten von Individuen begründet (personenbezogene Risikofaktoren) Moralisches RisikoOpportunistisches Verhaltne der besser informierten Marktseite bei asymmetrischer Informationsverteilung. Die weniger informierte Marktpartei ist einem moralischen Risiko ausgesetzt Finanzwirtschaftliches Risiko(Geldaspekt) Die negative Entwicklung von Finanzpositionen z.B.:Marktrisiko (Kurs-, Zins- und Währungsänderungsrisiko)Kreditrisiko (Ausfall- und Bonitätsrisiko) Realwirtschaftliches Risiko(Güteraspekt)Negative Entwicklung bei Sachgütern, Rechten oder immateriellen Gütern. z.B.:Diebstahl, Verschleiß, Absatzpreisverfall, Betriebsunterbrechnung, Unfall, Produkt- und Umwelthaftung)
  • Welchen Arten von Risiken sind Unternehmen ausgesetzt? Klassifizieren Sie die einzelnen Risiken. Höhere GewaltErdbeben, Überschwemmung, Blitzschlag, Sturm, Feuer, ... UnternehmensrisikenBetriebsrisikenPersonalrisiko, EDV-Risiko, Organisator. Risiko, Rechtsrisiko, Versicherungstechnische Risikenn GeschäftsrisikenProdukte, Absatzmarkt, Innovationen, Investitionen FinanzrisikenMarktrisiken: Zinsrisiko, Kurs- und Preisrisiko, WährungsrisikoKreditrisiken: Ausfall- und Bonitätsrisiko, LänderrisikoLiquiditätsrisiko
  • Definieren Sie finanzwirtschaftliche Risiken Alle Risiken, die sich auf Marktwertansätze sämtlicher Aktiva und Passiva des Unternehmens auswirken können.
  • Nennen Sie die beiden wesentlichen Risikokategorien der finanzwirtschaftlichen Risiken und jeweils drei Beispiele zu diesen beiden Risikokategorien Markt(preis)risiko Zinsänderungsrisiko Aktienkursrisiko Wechselkursrisiko Kreditrisiko Ausfall-/Bonitätsrisiko von Kunden/Lieferanten Länderrisiko bei Kreditwürdigkeitspüfung des Kunden Beteiligungsrisiko
  • Erläutern Sie anhand verschiedener Instrumente bzw. Strategien zur Streuung Finanzwirtschaftlicher Risiken und wie man diese bei der Risikosterung einsetzen kann. HedgingHedgeschäfte sind Finanzgeschäfte zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie bspw. Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in Rohstoffpreisen in Form von Termingeschäften.Bei bedingten Termingeschäften wird dem Käufer das Wahlrecht eingeräumt, erst in der Zukunft zu entscheiden, ob er das Geschäft zu den vereinbarten Konditionen tatsächlich durchführen möchte. Bedingte Termingeschäfte nennt man auch Optionen.Bei unbedingten Termingeschäften muss sowohl seitens des Käufers als auch des Verkäufers auf jeden Fall - also "unbedingt" - erfüllt werden. (Futures, Forwards) (Cash)Pooling= "Liquiditätsschulterung" bezeichnet einen konzerninternen Liquiditätsausgleich durch ein zentrales Finanzmanagement, das den Unternehmensteilen im Konzern günstige Kredite zur Deckung von Liquziditätslücken offeriert. Der Pool, in dem gleichartige Finanzpositionen saldiert werden, wird gespeist durch Liquiditätsüberschüsse aller Unternehmensteilen. NettingGegenläufige Forderungen werden zu einer "Netto-Position" saldiert. Gegenseitige Forderungen und Verpflichtungen werdden gegeneinander verrechnet.Wenn bspw. zwei Kontraktparteien mehrere Verträge mit gegenläufigen Abnahme- und Lieferansprüchen abgeschlossen haben, können sie diese Ansprüche gegeneinander aufrechnen um so das "Nettoexposure" - ein in der Finanzwirtschaft gebräuchlicher Begriff zur Beschreibung eines Risikos - zu errechnen. Vertragsgestaltungz.B. Festlegen der Fakturierungswährung um das Währungsrisiko auszuschließen Diversifikationist der Schlüsselbegriff in der Protfoliotheorie von Harry M. Markowitz.In diesem optimalen Portfolio werden die Präferenzen des Anlegers bzgl. des Risikos und des Ertrags sowie die Liquidität berücksichtig. Dadurch soll das Risiko eines Wertpapierportfolios, ohne eine Verringerung der zu erwartenden Rendite, minimiert werden. Notwendige Vorraussetzung hierbei ist, dass die Wertpapiere nicht vollständige korreliert sind.Das Gesamtrisiko bei Investitionen in mehrere Aktien ist geringer als das Risiko bei einer Investition in Einzelaktien.
  • Wann berechnet man den Value at Risk (VaR) als "Shortfall" und wann als "Excess"? Shortfall:Abweichung nach unten -> wie groß ist die Gefahr,  dass der Gewinn nach unten abweicht. Bei einem Sicherheitsniveau von 99% wäre ein ε von 0,01 zu wählen. Excess:Abweichung nach oben, wie z.B. Schäden. Bei einem Sicherheitsniveau von 99% wäre ein ε von 0,99 zu wählen. Nε = -N1-ε
  • Wie kann der Value at Risk (VaR) interpretiert werden? mit dem VaR wird die Zielerreichung innerhalb einer Wahrscheinlichkeitsverteilung analysiert es wir eine Größe ermittelt mit der eine vorgegebene Wahrscheinlichkeit nicht unterschritten (Shortfall) bzw. nicht überschritten (Excess) wird das Konfidenzniveau beschreibt die Aussagesicherheit des gemessenen Risikos: je höher das festgelegte Konfidenzniveau ist, desto geringer ist die Anzahl der Verlustszenarien der Verteilung, in denen der als VaR quantifizierte Verlust überschritten wird mathematisch kann dsa VaR als Quantil der Verteilung bestimmt werden
  • Grenzen Sie die Risikofinanzierung von anderen Formen der Risikosteuung ab. RisikomeidungAktivität wird ganz eingestellt.Kein Risiko, aber auch keine Chancen mehrNur in Extremfällen anzuratenBsp. Exporte nur auf EU beschränken um dem Länderrisiko zu entgehen RisikominderungUrsachenbezogene Maßnahmen -> Beeinflussung der SchadensverteilungRisikoeintrittswahrscheinlichkeit senken -> Bsp. feuerfeste Materialien verwendenmögliche Schadenshöhe senken -> Bsp. feuerfeste Türen zwischen Betriebsbereichen RisikodiversifikationStreuung der Aktivitäten auf mehrere Bereiche (Markowitz)Bsp. Geschäftsfelder in mehreren Ländern und / oder Bereichen RisikofinanzierungSchadesverteilung wird akzeptiertWirkungsbezogene Maßnahmen -> Finanzierung des Schadensausgleichs