Evaluation (Fach) / Qualitative Evaluation (Lektion)
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Kap. 8
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- Evaluation Def. Sowohl Vorgang als auch Ergebnis einer Bewertung.
- Folgen von Evaluation z. B. Verbesserung des Produkts Stornierung des Programms Höher- oder Niedrigerstufung der involvierten Personen
- Motive für Evaluationsbedarf Kulturell: Fortschrittsglaube (bessere Zukunft kann durch technisch-rationale Mittel hergestellt werden) Ökonomisch: Bestmöglicher Einsatz der Ressourcen Psychologisch: Reaktion auf Unübersichtlichkeit und Flüchtigkeit der globalisierten Moderne Soziologisch: Legitimation der Leistungen von Staat, Wirtschaft, Wohlfahrt durch Dokumentation, Standardisierung, Überwachung Kommunikation Bedarf nach wissenschaftlicher Expertise
- Grundidee von Evaluation Überprüfung von Qualität von Einrichtungen, Maßnahmen und Programmen auf Wirksamkeit, Effizienz, Akzeptanz usw.
- Ziele von Evaluation Entscheidungshilfen liefern, Entscheidungsrationalität verbessern Qualität zu verbessern, Verfahren optimieren gesellschaftliche Entwicklungsn steuern (Mittel der gesellschaftlichen Selbstbeobachtung)
- 2 Ansätze in der Evaluation 1. Ansatz: - Eindeutiger Nachweis von Effekten der Programme etc. - Standardisierung und Setzen von Benchmarks quantitative Methodologie (sozialtechnische, kostensparende, effiziezorientierte Steuerung sozialer Prozesse) 2. Ansatz- Selbstdeutung und Selbstbestimmung des Subjekts- Prozess- und Aushandlungscharakter von Veränderungen- Einbeziehung aller Beteiligtenqualitative Methodologie(Selbstdeutung und Sicht der Individuen im Vordergrund, Partizipation als Konzept)
- Wichtige Konzepte qualitativer Forschung Subjektive Sinnstiftungsprozesse Handeln statt Verhalten Kontextsensibilität Historizität
- Qualitative psychologische Evaluationsforschung operiert unter der Ebene globaler Besertungen steigert Komplexität entfaltet Kontexte und Rahmenbedingungen interessiert sich für Gründe, auch subjektive, von Handeln und Selbstdeutungen
- Rolle des Forschers in der QE Forscher ist mit seiner eigenen Subjektivität Teil des Forschungsprozesses (steht dem Objekt nicht in objektiver Haltung gegenüber) Kommunikation zw. Forscher und Beforschtem wird reflektiert und mit einbezogen Forschungsprozess wirkt sich auf soziale Wirklichkeit aus.
- Wie können qualitative Ansätze genutzt werden? im Rahmen von Feldforschung (bislang wenig erforschte Forschungsfelder) Ergänzung für quantitative Erhebungen beteiligungsorientierte Verwendungsformen (z. B. Partizipation, kreative Verfahren) illustrativ
- Varianten qualitativer Evaluationsforschung Einsatz qualitativer Methoden (z. B. Interview) Einbeziehung qualititativer Methodologie (z. B. Kontextsensibilität, Interaktivität der Forschung) Einbeziehung erkenntnistheoretischer Prämissen (z. B. Konstruktivismus) Einbeziehung ethischer Grundsätze (z. B. Parizipation, Interessen und Gerechtigkeit) >>> mit steigender Involviertheit des Forschers
- Pragmatisch zu lösende dilemmata Wissenschaftliche Strenge vs. Praxis Reflexivität vs. politische Entscheidungszwänge Kontextsensibilität vs. generalisierbare Elemente wissenschaftliche Deutungen vs. alltagsweltliche Sichtweisen
- Besonderheiten qualitativer Evaluation Wirklichkeitsverständnis Menschenbild Art der Theoriebildung Art des Praxisbezugs Rolle der Forschenden Kontextsensibilität Art der Gütekriterien >> damit auch Methoden anders
- Probleme qualitativer Forschung Hoher Aufwand (z. B. an Zeit, Personal) Ziel- und Erfolgskriterien nicht quanifizierbar Ergebnisse komplex, nicht immer eindeutig >> Aussagen über Wirksamkeit von Programmen schwierig Vermittlung von Ergebnissen an Zielgruppen, die leicht lesbaren Output gewohnt sind.
- Fazit qualitative Evaluation für viele Fragestellungen wertvolle Ergebnisse besonders für Prozessevaluation, komplexe Settings! Kombination mit quantitativen Fragestellungen, Ergänzung dazu.
- KOmbination aus quantitativ und qualitativ Triangulierung (wechselseitige Überprüfung der Ergebnisse) Facilitation (unterstützende Funktion des einen Ansatzes für den anderen) Komplementäre Strategien (Ergänzung zum anderen Ansatz) Beziehung zwischen Mikro- und Makroebene
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