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RFK (Fach) / Redeflussstörungen bei Kindern (Lektion)

Examensvorbereitung

Diese Lektion wurde von leonellaka erstellt.

Lektion lernen

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  • Baustein: "Weiches, leichtes und langsames Sprechen" -WLL Übertrag auf Sprechanlässe Kann meist recht schnell erfolgen, oft verwenden Kinder von sich aus neben bewegungsbegleitenden Lauten schon kurze Wörter Einführung der flüssigen Sprechweise auf passender Sprechleistungsstufe, eingebettet in adäquate Spielhandlung
  • Baustein: "Weiches, leichtes und langsames Sprechen" -WLL Sinvolle Einbeziehung von: Spielen zur gezielter Atemführung unterstützend Bewegungs- und Vorstellungsebene Abgrenzende Erfahrungen anbieten
  • Baustein: "Ausdehnung und Automatisierung der flüssigen Sprechanteile" Möglichkeiten: über WLL aufgebaute flüssige Anteile ausbauen Vorhandene erarbeitete flüssige Sprachanteile systematisch ausbauen
  • Baustein: "Ausdehnung und Automatisierung der flüssigen Sprechanteile" Grundprinzipien: Reduktion sprachlicher Komplexität und Erproben von sicherem, flüssigen Sprechen auf verschiedenen Ebenen Reduktion von Kommunikationsanforderungen: Sprechen über konkrete, anschauliche Dinge, weitgehender Verzicht auf sehr umfassende Fragen Von Ein-Wort-Ebene bis In-vivo-Übungen Anforderungsstufe wird so gewählt, dass Kind im Rahmen der Spielhandlung möglichst häufig flüssig sprechen kann. Th. betont Anwesenheit von Sprechflüssigkeit, nicht Abwesenheit von Unflüssigkeit. Kompetenz-Gefühl des Kindes verstärken
  • Baustein: "Ausdehnung und Automatisierung der flüssigen Sprechanteile" Therapeutisches Feedback: Sprach- und Sprechkompetenz betonen Anwesenheit von Flüssigkeit betonen   Sprechflüssigkeit mit nach Hause nehmen: Spielvorschläge aus Therapie mit nach Hause geben; mit Eltern nach "Inseln der Sprechflüssigkeit" suchen In Therapiesituation dafür sorgen, dass erreichte Sprechflüssigkeit gegen äußeren oder inneren Druck aufrecht erhalten werden kann: vermehrt kommunikative Stressoren in Therapie integrieren → Ziel des Einsatzes vorher mit Kind besprechen
  • Therapie bei kindlichem Poltern: Grundprinzipien für den Aufbau der Therapie Bei Kindern mit SES/AUS liegt Behandlungsschwerpunkt auf Behebung sprachlicher und artikulatorischer Defizite unter Berücksichtigung anderer Defizite Alle Bereiche der Sprachentwicklung zentral-auditive Wahrnehmungsstörung kindliches Stottern Allerdings können erhöhtes Sprechtempo, poltertypische inkonstante/inkonsequente phonetische Auffälligkeiten, Störungen von Kommunikation/Pragmatik, unstrukturiertes Spielen oder Aufmerksamkeitsstörungen Fortschritte in oben genannten Bereichen so stark verzögern, dass gleichzeitg in letztgenannten Bereichen gearbeitet werden muss. → mit ausgewählten Übungen mehrere Bereich ansprechen. Am stärksten gestörte Bereiche zuerst bearbeiten. Innerhalb des jeweiligen Bereichs erfolgt hierarchischer Übungsaufbau Arbeit am Symptom wird immer mit Verbesserung der Eigenwahrnehmung im bearbeiteten Bereich verknüpft.
  • Therapiebereich Prosodie und Sprechtempo Grundannahmen zur Arbeit am Sprechtempo: Isolierte Verlangsamung des Sprechtempos reicht nicht aus, da sie nicht in allen Fällen zur Verbesserung von Artikulation, Sprechflüssigkeit, Verständlichkeit etc. führt Wechselwirkungen zwischen folgenden Bereichen: Verringerung des Sprechtempos Arbeit an Artikulation Sprache Kommunikation/Pragmatik Prosodie Intension Daraus folgt: Sprechtempo kann indirekt über Verbesserung in oben genannten Bereichen reduziert werden Sprechtempo kann parallel zu anderen Bereichen oder nur indirekt bearbeitet werden Für indirekte Bearbeitung spricht häufige Widerstand gegen direkte Bearbeitung (→ negative Erfahrungen mit Zuhörerreaktioen bzw. Aufforderungen zum langsamen Sprechen) Ziel der Arbeit ist Förderung einer situationsangepassten Sprechgeschwindigkeit
  • Therapiebereich Prosodie und Sprechtempo Methoden zur Arbeit am Sprechtempo: Wahrnehmungsübungen im nonverbalen Bereich zur Vorbereitung Variation des Sprechtempos durch Vorstellungshilfen → bei Kindern "Anbieten von Assoziationen" Weich, leicht, langsam sprechen angepasst auf Bedürfnisse eines polternden Kindes Modifikation von Sprechtempo durch Arbeit in anderen Bereichen
  • Therapiebereich Prosodie und Sprechtempo Übungsbeispiele nach SICK: Einschlafübung: Kind soll quirliges Stofftier durch Reden zum Einschlafen bringen. (Gute-Nacht-Geschichte) Darstellen einer Geschichte/eines Gedichts mit Handlung oder Gestik/Mimik Sattes Löwensprechen / Der Löwe passt auf Wort- und Reihensatzübungen nach KATZ-BERNSTEIN
  • Therapiebereich Prosodie und Sprechtempo Arbeit im Bereich Prosodie Eng verbunden mit Bereich Intention Arbeit an Betonung ist nach SICK obligatorisch zur Reduktion des Sprechtempos und zur Verbesserung der Artikulation
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  • Therapiebereich Prosodie und Sprechtempo Methoden: Sprechzeichnen bzw. rhythmisches Sprechen; gemeinsames Erarbeiten von Versen, Gedichten, ... Übung zur Arbeit am Wortakzent Alle Übungen zur Verbesserung intentionalen Verhaltens tragen zur Verbesserung der Betonung bei
  • Therapiebereich Artikulation: Reduzierung phonetische Auffälligkeiten Methoden: OMT Arbeit an Prosodie und Sprechtempo Wort- und Reihensatzübungen nach KATZ-BERNSTEIN
  • Therapiebereich Artikulation: Reduzierung phonetische Auffälligkeiten Bei polternden Kindern muss immer zuerst geklärt werden, ob Auffälligkeiten im Sinne einer AUS vorliegen Wdh.: Die für Poltern typischen phonetischen Auffälligkeiten sind nicht phonemspezifisch. Folgende Symptome können beobachtet werden: Laut- und Silbenauslassungen Ersetzungen von Lauten oder Silben Vertauschungen von Lauten Kontaminationen Reduktion von Konsonantenclustern Lautfehlbildungen, meist inkonstant und ohne SK Insgesamt verwaschene Artikulation Achtung: Schnellsprecher zeigen Ähnliche Auffälligkeiten, jedoch deutlich geringere Anzahl unverständlicher Abschnitte Laut SICK müssen phonetische Auffälligkeiten direkt bearbeitet werden, ggf. begleitet von Arbeit in anderen Therapiebereichen