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RFK (Fach) / Redeflussstörungen bei Kindern (Lektion)

Examensvorbereitung

Diese Lektion wurde von leonellaka erstellt.

Lektion lernen

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  • Art und Weise des PS ist abhängig vom Ziel Veränderung der Symptomatik durch Lernen am Modell Art der Symptomatik wird in etwas leichterer Weise imitiert Sprechverhalten: Weniger Anstrengung, mehr Zeit, BK, keine Mitbewegungen Aufzeigen leichterer Kernsymptome: Th. zeigt keine schwierigere Kernsymptome als das Kind; darf leichtere Kernsymptome zeigen, auch wenn sie im Sprechen des Kindes nicht vorkommen SANDRIESER/SCHNEIDER gehen davon aus, dass Wdh. leichter zu steuern sind als Dehnungen, Dehnungen leicher als Blockaden W → D → B
  • Art und Weise des PS ist abhängig vom Ziel Desensibilisierung Th. orientiert sich am Modell des Kindes und zeigt überwiegend gleich schwere Symptome Ps kann von der Th. in Spontansprache oder in strukturierten Übungen angeboten werden Häufigkeit des PS in der Spontansprache ist Einzelfallabhängig Orientierungshilfe: Th. zeigt in jeder 2. oder 3. Äußerung Symptom. Äußerungen sind kurz und einfach. Dauer der PSereignisse ist abhängig von Alter und aud. Fähigkeiten des Kindes
  • PS in Übungen: Mit gezieltem Erlernen des PS erwirbt Kind Fähigkeiten zur Veränderung von sprechmotorischen Abläufen und zur aud. Analyse von Stotterereignissen Übungshierarchie: Modell der Th. Kind übernimmt Modell der Th. Modell der Th. - Kind imitiert Modell des Kindes - Th. imitiert Th. bestimmt über das Stottern des Kindes
  • Übung zum PS bei jüngeren Kindern (2-4 Jahre) Je jünger das Kind, desto deutlicher muss das PS realisiert werden, d.h. in langsamen Wdh. mit vielen Iterationen in einem kurzen Satz in einem bedeutungsvollen Wort. Damit wird Kind die Chance gegeben, das PSE zu erfassen Geeignete Spielsituation überlegen Welche Formulierungen passen dazu Teilwortwdh. oder Dehnungen in bedeutungstragende Wörter einfliesen lassen
  • Desensibilisierung - Ziele: Stottern enttabuisieren Abbau von negativen psychischen Reaktionen bei Kind und Eltern Abbau von Anstrengungs- und/oder Vermeidungsverhalten unempfindlich gegen Stottern werden unempfindlich gegen negatives Zuhörerverhalten werden
  • Desensibilisierung - Mittel Kind und Eltern Informationen über Stottern vermitteln Ansprechen des Stotterns PS Anwesenheit Bezugsperson(en) während Therapie
  • Desensibilisierung - Mögliche Schwierigkeiten auf der Verhaltensebene: Albernheit passives Verhalten Verweigerung von Übungen Lustlosigkeit Kind empfindet Arbeit auf Symptomebene als bedrohlich Mögl. Gründe: bestehende negative Gefühle Erinnerungen an negative Erlebnisse noch bestehende Tabuisierung innerhalb der Familie
  • Desensibilisierung - Weiteres Vorgehen: Kind ernst nehmen in seiner Angst vor Symptomarbeit: Positive Beziehung herstellen: PS verunsichert → kann auf der Basis einer guten Beziehung ausgehalten werden Eltern mit einbeziehen: Umgang mit Stottern in der Familie ansprechen, Möglichkeiten zum Umgang mit negativen Zuhörerreaktionen ansprechen. Emotionalen Ausdruck negativer Gefühle fördern Hilfsmittel wie Bücher oder andere Medien einsetzen Für Arbeit an Symptom Vorgehensweise suchen, die vom Kind nicht als bedrohlich erlebt wird.
  • Desensibilisierung - Positive Gefühle statt Angst Entspannte spielerische oder forscherische Atmosphäre schaffen. Vermittlung von Spaß an der eigenen Stärke, den eigenen Fähigkeiten, ... Spaß am Stottern vermitteln: Wer kann längste Wdh produzieren? Gefüjl von Sicherheit Körperliche Entspannung Sachimmanente Erfolge ermöglichen: Im Spiel/in Übung verdiente Bausteine/Spielkarten können für sinnvolle Aktivitäten verwendet werden Sich etwas Besonderes trauen Ablehnende Reaktionen des Kindes kann AUssage darüber sein, wie stark Kind noch tabuisiert. Th. gelassen reagieren - Verständnis zeigen, behutsam, kleinschrittig weiter an Enttabuisierung arbeiten.
  • Desensibilisierung bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren: Erlernen des PS durch Kind: PS einführen/Wahrnehmung für Ps fördern Th. kündigt PS an und setzt es durchgehend ein. Abhängig vom Alter des Kindes kann zeitliche eingegrenzt werden. In Orientierung an Symptomen des Kindes werden PSE in Reihenfolge W-D-B eingeführt Kind soll zunächst PS der Th. tolerieren
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  • Desensibilisierung bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren Erlernen des PS durch Kind: Begriffe für die unterschiedlichen Stotterarten gemeinsam mit Kind finden oder einführen: Wdh: Symbole: hüpfen, hopsen, springen, Ball, Frosch, Hase, Känguru. Nomen: Froschwörter... Dehnungen: Symbole: langziehen, draufbleiben, Gummiband, Schlange. Nomen: Schlangenwörter... Blockaden: Symbole: hängen bleiben, feststecken, festklemmen, stocken, Stift, Stein, schwergehende Tür, Puuh der Bär. Nomen: Puuhwörter, Stopwörter, Steinwörter, Mauerwörter.
  • Desensibilisierung bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren Erlernen des PS durch Kind: Erarbeitung des PS mit dem Kind: Übungshierarchie zu PS in Übungen Steigerung der sprachlichen Komplexität (Sprechleistungsstufen) PS wahrnehmen und produzieren Wortebene Th. spricht Begriffe auf Wortkarte vor - Kind soll entscheiden, ob Froschwort vorliegt Kind entscheidet, ob Th. den Begriff auf Bildkarte als Froschwort oder ohne PS spricht. Th. spricht Begriff auf Bildkarte als Froschwort - Kind soll nachsprechen Kind spricht Begriff auf Bildkarte als Froschwort - Th. ahmt nach Th. und Kind würfeln abwechselnd mit 3er Würfel. Je nach gewürfelter Zahl wird unterschiedlich langes Froschwort produziert Ergänzungssatzebene: Ich sehe was, was du nicht siehst mit PSE Satzebene: Beschreibung eines einfachen Situationbildes mit PSE. Th. und Kind legen fest welches Wort wie gestottert wird. Gelenkte Rede: Bildergeschichte erzählen. Kind bekommt Muggelstein für jedes PSE, das es bei Th. entdeckt. Danach kann es selbst die gleiche oder eine andere Bildergeschichte erzählen und bekommt für jedes PSE, das es realisiert Muggelsteine
  • Erlernen des PS durch die Eltern: Ps einführen Ps trainieren Steigerung der Schwierigkeit nach sprachlicher Komplexität Situation
  • Identifikation - Ziele: Abhängig vom metasprachlichen Entwicklungsstand sollen Kinder Stotterereignisse im Sprechablauf bemerken, lokalisieren und auf kindgerechte Art differenzieren können: Unterscheidung von Symptomarten auf unterschiedlichen Sprechleistungsstufen Berurteilung der Qualität deines Symptoms (Anzahl Wdh, Dauer der Dehnungen) Lokalisation: Welches Wort und wo im Wort wurde gestottert? Situationenmit erhöhtem Ablenkungscharakter, Situationen, die geteilte Aufmerksamkeit fordern Weitere Desensibilisierung gegen Kernsymptome Verbesserung aud., motorischer und kognitiver Fähigkeiten zur Vorbereitung auf die Modifikation von echten Stotterereignissen
  • Voraussetzung für die Modifikation: Fähigkeit eigene echte Symptome zu identifizieren
  • Problem: Einge echte Symptome können trotz guter Leistungen bei PSE nicht identifiziert werden: Mögliche Ursachen: Unzureichende Desensibilisierung Aufmerksamkeit kann noch nicht geteilt werden
  • Problem: Einge echte Symptome können trotz guter Leistungen bei PSE nicht identifiziert werden Reaktionsmöglichkeiten: Übungen zur verzögerten Eigenwahrnehmung intensivieren Situation so gestalten, dass Kind möglichst wenig von Konzentration auf eigenes Sprechen abgelenkt wird Th. gibt in vereinbarter Weise Zeichen bei echten Stotterereignissen Fähigkeiten zur geteilten Aufmerksamkeit gezielt trainieren: Kind soll in weniger ruhigen Spielsituation PSE produzieren und identifizieren
  • Identifikation bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren Fremdwahrnehmung Hören der Stottersymptomatik bei Th. Alle Symptomarten nacheinander auditiv heraushören lassen (W-D-B) Beim Bennen von Bildkarten Beim Beschreiben von Situationsbildern Beim Erzählen einer (inhaltlich einfachen) Bildergeschichte Spontansprache Beurteilung der Qualität eines Symptoms (Erkennen von Begleitverhalten: angestrengtes bzw. unangestrengtes Stottern)
  • Identifikation bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren Verzögerte Eigenwahrnehmung: Hören der Stottersymptomatik des Kindes von Kassettenrekorder: Auf Wortebene gelenkte Rede Spontansprache
  • Identifikation bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren Eigenwahrnehmung: Auf eigenes PS reagieren: PSE bei Spielen auf Wortebene mitzählen Satzebene: Nach dem Satz sagen, welches Wort pseudogestottert war Kind gibt während des Sprechens ein vereinbartes Zeichen, dass es pseudogestottert hat Auf welcher Sprechleistungsstufe zeigt das Kind echte Stottersymptomatik und kann darauf reagieren? Th. macht das Kind in vereinbarter Weise auf echte Symptome aufmerksam Kind gibt kurz vereinbartes Zeichen kurz nach Symptom Während Symptom
  • Modifikation - Ziele: Vermittlung von funktionellen Copingstrategien geeigneten Symptomlösetechniken geeigneten Sprechhilfen Stotterereignis auf "Nettostottern" reduzieren, also Stottern ohne Vermeidungs- oder Ankämpfverhalten. 2 Möglichkeiten: mit Hilfe von PS weiter desensibilisieren um Fluchtverhalten zu verringern Veränderte Form des Symptoms einführen, die weniger anstrengend ist
  • Modifikation - Voraussetzungen beim Kind ausreichende Desensibilisierung Kind kann Symptome aud. (und motorisch) erkennen Kind kann PSE qualitativ beurteilen nach: Anzahl der Wdh. Länge der Dehnungen Dauer der Blockaden Symptom mit oder ohne Anstrengung Kind kann nötige sprechmotorische Abläufe steuern (→ motorische Umsetzung → zeitliche Koordination) Kind ist kognitiv in der Lage, eine Symptomlösetechnik zu erlernen und in unterschiedlichen Sprechsituationen anzuwenden
  • Wichtige Fragen zur Planung der Modifikationsphase: Welche Pseudosymptome kann Kind sicher identifizieren? Welche Pseudosymptome kann Kind motorisch gut umsetzen? Gegen welche PSE ist Kind gut desensibilisiert? Welche Symptome sind bei Kind im Alltag häufig? Wie wirkt sich erlerntes PS auf spontanes Sprechen des Kindes, insbesondere auf Stotterhäufigkeit aus?
  • Locker herausstottern als Symptomlösetechnik: Vereinfachte SLT aus 3 Schritten: Symptom erkennen Sprechversuch aufgeben und Anspannung verringern Pseudosymptom produzieren Blockierungen = durch absichtliche, kurze Dehnungen oder 1 Wdh. lösen Dehnungen = durch 1 Wdh. oder weiche Dehnung lösen angestrengte, lange Wdh. = durch kurze Wdh. lösen Unangestrengte, lange Wdh. = Stoppen und durch kurze Wdh. beenden
  • Modifikation bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren - Erklärung zum strukturierten Aufbau SLT werden von Th. vorgegeben Meist längere Übungsphase notwendig um motorische und zeitliche Abläufe bewältigen zu können Evtl. Erhöhung der Therapiefrequenz, da nochmals intensiv sprechmotorisch gelernt werden muss SLT schon ab Wortebene "in-vivo" üben (SANDRIESER/SCHNEIDER) Mögliche Hilfen: verbale Anweisung visuelle Hilfen lautunterstützende Bewegungen Elemente aus Entspannungstechniken zur Verdeutlichung des Unterschieds zwischen"angespannt" und "locker"
  • Modifikation - Strukturierter Aufbau: Vom Modell der Th. zur Modifikation durch das Kind: Vorstufe: Pseudosymptome auf Aufforderung produzieren und verändern können. Einführen des SLT durch Th. anhand einer Geschichte Üben des Ablaufs - Reihenfolge der einzelnen Schritte - Teilschritte üben PSE mit Hilfe der SLT modifizieren. PSE sollte echten Stottersymptomen ähneln. Modifikation von PSE in der Hierarchie von Wortebene bis Spontansprache üben Modifikation eigener echter Symptome
  • Hilfen für den Transfer einer SLT von PSE auf echte Symptome: Kleinschrittiges und intensives Üben im Vorfeld Slt auf die individuellen Fähigkeiten und Schwierigkeiten ds Kindes abstimmen Training von individuellen Hilfen bei Bedarf: angspannte, echte Symptome rechtzeitig bemerken Kontrolle über das Symptom bekommen - Stoppen Motorischen Ablauf einhalten - Einsatz von Bewegungs- oder Vorstellungshilfen - Erinnerungshilfen Emotionale Schwierigkeiten überwinden: Panik verringern Akzeptanz für SLT verbessern Teilerfolge verdeutlichen
  • Generalisierung/Stabilisierung/Transfer Der Transfer wird von Anfang an vorbereitet durch: Vermittlung der Therapieinhalte an de Eltern und das weitere Umfeld Enttabuisierung im Umfeld Desensibilisierung Förderung von Selbstvertrauen und Problemlösefähigkeiten  
  • Generalisierung/Stabilisierung/Transfer Bei Kindern von 4-6 Jahren: Eltern werden bei der Generalisierung stark mit einbezogen Besprechen, auf welche Situationen gelernte Fähigkeiten ausgeweitet werden sollen Zielsituationen werden hierarchisch geordnert, ggf. Verstärkerpläne einsetzen WICHTIG: Eltern verdeutlichen, dass Kind damit überfordert ist, im Alltag stehts an SLT zu denken und dass es weiterhin "einfach stottern" darf!! Zudem Eltern bewusst machen, welche hohen Anforderungen der Einsatz von SLT an Kind stellt.
  • Welche Sprechtechniken gibt es? Langames Sprechen Prolongiertes Sprechen Betontes Sprechen Weiche Stimmeinsätze LDD = Langsam, laut und deutlich sprechen WLL = Weich, leicht und langsam sprechen
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  • Sprechtechnik: Langsames Sprechen Beschreibung und Wirkungsweise: Beschreibung:Deutliche Reduzierung des Sprechtempos Wirkungsweise:längere Planungsphase und bessere motorisch Kontrolle durch Verlangsamung des Sprechprozesses
  • Sprechtechnik: Prolongiertes Sprechen Beschreibung und Wirkungsweise: Beschreibung:Einzelne Wörter werden nicht getrennt voneinander gesprochen, sondern durch die Stimme miteinander verbunden Wirkungsweise:Weitgehende Reduzierung neuerlicher Stimmeinsätze, damit sinkt Wahrscheinlichkeit zu stottern erheblich
  • Sprechtechnik: Betontes Sprechen Beschreibung und Wirkungsweise: Beschreibung:Akzentuiertes Sprechen Wirkungsweise: Beim Stottern gehen Rhythmus und Meldoe des Wortes verloren. Anwendung einer mit dem Stottern nicht vereinbaren Sprechweise
  • Sprechtechnik: Weiche Stimmeinsätze Beschreibung und Wirkungsweise: Beschreibung:Nur bei Vokalen möglich, die Stimmlippen schließen locker und kontrolliert Wirkungsweise:Kontrollierte Annäherung der beiden StiLi, daurch Reduzierung der überhöhten Spannung auf der Glottisebene
  • Sprechtechnik: LDD und WLL Beschreibung und Wirkungsweise: Beschreibung:Kombination aus verschiedenen Techniken WirkungsweisenDurch Kombinationen mehrerer Techniken werden viele mit dem Stottern inkompatible Sprechweisen angenommen; die Wahrscheinlichkeit zu stottern sinkt
  • Wie kann man Kindern eine Sprechtechnik vermitteln? Wie lernen Kinder? lernen am Modell lernen aus Erfahrung d.h. lernen am Effekt lernen im Spiel Sprache lernen in Kommunikation und Interaktion
  • Konstruktivistisches Menschenbild Bildung von subj. Theorien Mensch/Kind als autonome, selbstverantwortliche Person → Wege zur Lösung können nicht verordnet werden: "Zu allem was wir tun brauchen wir Zustimmung des Kindes. Wenn sich Kind nicht freiwillig und motiviert am Kommunikations- und Therapieprozess beteiligt, können sich keine stabile, überdauernde Veränderungen ergeben, höchstens "Pseudo-Fortschritte" ohne Transferwirkung." Ressourcenorientierung: Erleben von Kompetenz in Therapie Pat. kann Veränderungsvorschläge oder Hilfen annehmen oder ablehnen Erweiterung von sprachlich-kommunikativen Handlungsmögl. Echtheit, Wärme und einfühlendes Verhalten als personale Kompetenz der Th.
  • Idiographische Sichtweise: Erklärungsmodell über Ursachen des Stotterns Individuelles, einzigartiges Stottern → individuelle Theorie/Therapie
  • Kommunikations- und Interaktionsorientierung der Therapie: Gemeinsames Handeln, Verständigen und Problemlösen stehen im Vordergrund: "Kinder lernen Kommunikation, bevor sie Sprache erwerben, und sie entwickeln kommunikative Kompetenz und Sprache durch das Dasein und Zusammensein mit anderen in kommunikativen Bezügen und im gemeinsamen Handeln, Verständigen und Problemlösen der Interaktionspartner Eigenaktives Lernen des Kindes, Freude am Lernen, am Entdecken von Sachverhalten Lernen aus Neugier, Lernen am Modell, durch Versuch und Irrtum... "Vertrauens- und verständnisvolle, angstfreie, akzeptierende und nicht-wertende Beziehung" als Basis der Therapie
  • Spiel als kindgemäße Form des Handelns: Immer mehr/komplexere Handlungen können im Spiel sprachlich bewältigt werden Spiel als Möglichkeit zur Erfahrung sprachlicher Alternativen: "Während Spiel fühl sich Kind selbstsicher, frei, das beeinflusst Art zu sprechen. Welt des Spiels ist seine Welt. Es wird mit sich selbst und anderen in zusammenhängenden Sätzen reden, statt üblichen Ein-Wort-Antworten auf unsere Fragen. Alles, was viele unflüssige Kinder brauchen um sich zu heilen, ist Bad in kommunikativer Freiheit Spiel als Erlebnisraum, in den (sprach-)therapeutische Erfahrungen integriert werden können
  • Berücksichtigung von Grundgedanken der entwicklungsproximalen Therapie: Vorstrukturierung kindgemäßer sprachlicher Lehr- und Lernsituationen Therapie soll Erfahrungen anbieten, "die für das Kind subj. bedeutsam, sinnvoll, motivierend und erfreulich sind" "Gemeinsame Aktivitäten sind vorstrukturiert, regen zu gleichberechtigter Kommunikation und Interaktion an, bieten Möglichkeit für sprachliches Modellverhalten und beinhalten sachliche Notwendigkeit zur Erprobung sprachlicher Elemente. Kind wird nicht direkt zu Verbalisierungen aufgefordert, sondern als aktiv lernendes Wesen gesehen, das sich selbst korrigieren, nachfragen und wiederholen, wenn Handlungsweisen situativ angemessen sind und es das wünscht, ohne durch Druck dazu veranlasst worden zu sein Bei unflüssig sprechenden Kindern bedeutet dies, dass Handlungsangebote so strukturiert werden, dass Kind möglichst häufig flüssig sprechen kann, mehr Sicherheit gewinnt und dadurch noch flüssiger sprechen kann
  • Arbeit über spachliches Modellverhalten: Flüssigkeitsförderndes Verhalten des Th. ist durch folgende Sprach-, Sprech- und Kommunikationsmerkmale gekennzeichnet: zugewndte, freundliche, ruhige, nichtstrafende Aufnahme der kindl. Sprachprodukte aktives, konzentriertes und interessiertes Zuhören, das Kind glaubwürdig und beständig Eindruck vermittelt, für die planenden, ausführenden und kontrollierenden Sprachprozesse ausreichend Zeit zu haben häufiges Signalisieren, den Inhalt verstanden zu haben Konzentration auf Sprachinhalte und -formen, die Sprachkompetenz des Kindes nicht überschreiten. Verwendung angemessener syntaktischer Strukturen, Äußerungslänge und Wortwahl Sprechen mit langsamer, aber noch natürlich klingender Sprechgeschwindigkeit. Diese Sprechhilfe ist einfach aber wirkungsvollste Suchen nach einem, dem individuellen Sprecherleben gemäßen, weichen, lockeren Sprechen, das uns selbst deutlich als entspannt beeindruckt (manchmal hilft Absenken der Stimme und leiseres Sprechen). Bemühen um besonders angenehmen, sanften Stimmeinsatz am Satzanfang, dem Ort an dem am häufigsten gestotter wird. Leichtes Dehnen des ersten Vokals des ersten Wortes von Zeit zu Zeit, das erleichtert den Übergang zum ersten Konsonanten Beachten der natürlichen Sprechpausen; wir nutzen sie als Momente, in denen auch wir spüren, wie eigener Atem angenehm fließt Wichtig: Beim Modellieren geht es darum, Kind Möglichkeit für eigene Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Entscheidung darüber, dieses Angebot anzunehmen, liegt bei Kind. Als Sprech- und Kommunikationsvorbild die Prinzipien möglichst konsequent einhalten, aber Kind die Wahl lassen wann und wie es sich drauf einlässt. Allein die Verlangsamung der Sprechgeschwindigkeit der Bezugspersonen und die Einführung von Sprechpausen bewirken, dass Stotterrate sich erheblich verringert, ohne das Kind selbst langsamer spricht.
  • Grundsätzliche Zielrichtung HANSEN/IVEN: Einerseits im Spiel Erfahrungen mit flüssigem Sprechen zu ermöglichen, andererseits dafür Sorge tragen, dass möglichst ost sprechflüssigkeitsfördernde Bedingungen herrschen
  • Baustein "Begriffe begreifen können" Ziel Aufbau der Diskriminationsfähigkeit zwischen den Eigenschaften weich / hart leich / schwer lang / kurz langsam / schnell als gesamtkörperlich erfahrbare Qualitäten
  • Baustein "Begriffe begreifen können" Stufen: handelndes Erfahren durch das Kind: Funktion ausprobieren, in Bewegung versetzen, tasten ... Gemeinsamer Umgang mit dem Material, z.B. Kugelbahn aus verschieden langen Papprohren bauen. Einbetten in Spielhandlung: "Brücken bauen": 2 Brückenbauer wollen Brücke über Fluss bauen. Dafür steht verschieden langes Material (Seile, Stäbe...) zur Verfügung. Weich/hart: Harte Dinge werden vom Spielzeuglaster als Sperrmüll abgeholt; weiche werden Kuscheltier zugeordnet Mitmach-Geschichten zum gesamtkörperlichen Erleben der Begriffe z.B. Pferderennen Nebenbei und immer wieder: "Langsamkeit entdecken": positiv besetzen, zum Erfolgskriterium machen, Ruhe- und Stilleübungen anbieten.
  • Baustein: Weiches, leichtes und langsames Sprechen -WLL Ziele: Kinder sollen umfangreiche Erfahrungen mit flüssiger Sprechweise machen Hierarchischer Aufbau: Fortschreiten von (sehr) kleinen sprechflüssigen Einheiten bis zum flüssigen Sprechen in (sprachlich und kommunikativ) komplexen Situationen Verringerung der vorhandenen Anstrengungsbereitschaft
  • Was bedeutet "weich" in WLL? Weicher Stimmeinsatz weiche Stimmführung druckfreier Sprechbeginn fließende Phonation ohne Stopps
  • Was bedeutet "leicht" in WLL? anstrengungsfreies Sprechen ohne Zeit- und Kommunikationsdruck wenig Krafteinsatz leicht gebundenes Sprechen
  • Was bedeutet "langsam" in WLL? Verlangsamung des Sprechtempos durch Dehnung der (betonten) Vokale
  • Baustein: "Weiches, leichtes und langsames Sprechen" -WLL Übertragung der vorher erarbeiteten Begriffe aufs Sprechen: Experimentieren und Ausprobieren: Bewegungen mit Lauten Begleiten Bewusstes Variieren von Stimme und Lauten Wichtig: Lernen am Kontrast!