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Intelligenz und Begabung (Fach) / Allgemein (Lektion)

Grundkenntnisse

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  • Prototyp eine idealisierte Merkmalskombination Der Vertreter einer Personengruppe/ eines Stereotyps Je mehr Eigenschaften auf eine kategorisierte Person zutreffen, desto naeher kommt diese Person dem Prototyp
  • Pygmalion-Effekt Erwartungen, Einstellungen, wirken sich nach der Art der "selbsterfuellenden Prophezeiung" aus, das heisst das Verhalten einer kategorisierten Person entwickelt sich in erwarteter Form (kategorienkonform)
  • Schulische Leistung ist abhaengig von... Kulturelle Faktoren Sozialen Faktoren individuellen Faktoren Unterrichtsfaktoren Reziprozitaet der Determinanten
  • Kulturelle Faktoren der Schulischen Leistung Bildungssystem/ Ausstattung Lernkultur (im internationalen Vergleich)
  • Soziale Faktoren der schulischen Leistung Schichtzugehoerigkeit Materielle, bildungsrelevante Ressourcen Einstellungen, Unterstuetzung der Eltern Peers Medien Schulklima
  • individuelle Faktoren der schulischen |Leistung Intelligenz Vorwissen Metakognition Motivation Aufmerksamkeit Volition
  • Unterrichtsfaktoren der schulischen Leistung Quantitaet des Unterrichts (Curriculare Vorgaben/ Bildungsziele) Qualitaet des Unterrichts
  • Reziprozitaet der Determinanten? Kompensatorisch vs. Additiv (Kopplungsmodelle) Aktuell: Angebots-Nutzen-Modell
  • Motivationspsychologie beschaeftigt sich mit den Bedingungen/ Beweggruenden menschlichen Handelns
  • Motivation "movere" = bewegen durch ein Motivin einer bestimmten Situation initiierter Prozess der Handlung aufgrund eines erlebten Ungleichgewichts
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  • Motivationsquellen Motive (eine Disposition nach einem bestimmten wertgeladenen Zustand zu streben - individuell)
  • Was koennen Motive sein? Triebe - Psychoanalyse Anreize - Behaviourismus Erwartungen & Emotionen (auch aufgrund Attributionen) - Kognitivismus Beduerfnisse - Humanismus
  • Kennzeichen motivierten Handelns 1. zielgerichtet 2. Auswahl von Handlungsalternativen 3. Intensitaet 4. Dauer
  • Erwartungs-Wert-Modelle subjektive Wahrnehmung und Interpretation von Wettbewerbs- und Leistungssituationen bedingen Motivation
  • Guetemassstaebe des Gelingens und Misslingens Sachlich Individuell Sozial   Vorlaeufer: Neugier, Freude am Effekt, Freude am Selbermachen Erkenntnis: Zusammenhang zwischen eigener Handlung und Realitaet
  • Kennzeichen einer leistungsorientierten Grundsituation Die Handlung muss zu einem Resultat gefuehrt haben Vor der Ausfuehrung der Handlung darf das Ergebnis nicht sicher vorhersehbar sein Es muss ein Guetemassstab vorliegen, mit dessen Hilfe sich das Handlungsresultat bewerten laesst Der Handelnde muss sich fuer das vorgelegte Handlungsresultat verantwortlich fuehlen koennen >>> Also: nicht jede Taetigkeit, die Sie ausueben, ist eine entsprechende Leistungssituation
  • Situationsvariablen 1. Erwartungen von Erfolg 2. Erwartungen von Misserfolg > durch subjektive wahrgenommene Erfolgswahrscheinlichkeit in Abhaengigkeit von der Aufgabenschwierigkeit (We vs. Wm) >> Erfolgswahrscheinlichkeit einer mittelschweren Aufgabe = 50% (We+m=1 bzw. 100%) 3. Anreize von Erfolg 4. Anreize von Misserfolg > Antizipierte Freude bei Erfolg bzw. antizipierter Aerger von Misserfolg (Ae vs. Am)
  • Personenvariablen (Dispositionen) 1. Erfolgsmotiv (Me) > das Aussuchen von Erfolg in Leistungssituationen um positive Affekte zu vergroessern 2. Misserfolgsmotiv (Mm) > Misserfolge in Leistungssituationen zu vermeiden um negative Affekte zu verringern   Beide sind in ihrer emotionalen Gewichtung individuell verschieden & bereichsspezifisch
  • Leistungsmotiviertes Handeln Basis: Lewin (V=f(P,U)) Atkinson: Risikowahlmodell 4 Situationsvariablen + 2 Personenvariablen
  • Interaktion von Person- und Situationsvariablen das Verhalten in Leistungssituationen wird beeinflusst durch: motivationale Tendenz Erfolg aufzusuchen (Hoffnung auf Erfolg) motivat. Tendenz Misserfolg zu vermeiden (Furcht vor Misserfolg) Es werden immer beide Tendenzen angeregt die resultierende Tendenz ergibt sich aus der Hoffnung auf Erfolg in Bezug yu dere Furcht vor MIsserfolg {T(r)=T(e)-T(m)}  
  • Tendenz erfolgreich zu sein {T(e)}: T(e) = M(e) x W(e) x A(e) M(e) = Leistungsmotiv    W(e) = Subj. Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein     A(e) = Anreiz oder Wert des Erfolgs  
  • Tendenz Misserfolg zu vermeiden: {T(m)} T(m) = M(m)xW(m)xA(m)  M(m) = Misserfolgsvermeidungtendenz    W(m) = Subjektive Wahrscheinlichkeit Misserfolg zu haben   A(m) = "Wert" oder Bedeutung des Misserfolgs
  • Ausfuehrliche Formel Leistungsmotiviertes Handeln T(r) = (M(e) x W(e) x A(e)) - (M(m) x W(m) x A(m))
  • 3 Kausaldimensiionen nach Weiner Lokatitaet (intern oder extern) Stabilitaet (Stabil oder variabel) Kontrollierbarkeit Koennen ist eine interne ursache, die stabil und kontrollierbar ist Begabung hingegen ist zwar intern und stabil, jedoch nicht kontrollierbar Anstrengung (kontrollierbar) & Energie (n. k.) sind hingegen instabil Externe Ursachen: dauerhafte situative und soziale Ressourcen (zb. soziale Kontakte, Vermoegen) (k.) Leichtigkeit bzw Schwierigkeit der Aufgabe (n.k.) beides stabil Externe Ursachen: temporaer verfuegbare situative und soziale Ressourcen (zB. Rat und Unterstuetzung) (k.) und Glueck bzw. Zufall (n.k.) beides instabil
  • Welche Aufgaben waehlen erfolgsmotivierte Personen? Aufgaben in mittlerer Schwierigkeitsstaerke {W(m) /W(e) = 50%} strengen sich dabei extrem an und zeigen in diesem Zusammenhang optimale Ausdauer  
  • Welche Aufgaben waehlen erfolgsvermeidende Personen? erfolgsvermeidende Personen meiden generell leistungsbezogene Aufgaben, vor allem mittlerer Schwierigkeitsstaerke. {M(m) > M(e)} Ausdauer und Anstrengung sind minimiert. Sie waehlen bei Moeglichkeit Aufgaben sehr hoher {W(e) = 1%} oder sehr niedriger {W(m) = 1%} Schwierigkeitsstaerke
  • Erfolgsmotiviert odeer misserfolgsvermeidend? Ein Schwimmer bringt seine persoenlichen Bestleistungen in einem gleichwertigen Starterfeld. Erfolgsmotiviert, da Aufgabe mittleren Schwierigkeitsgrad > gleichwertiges Starterfeld
  • Erfolgsmotiviert oder MIsserfolgsvermeidend? Ein Turner bringt seine Topleistungen nur gegen Gegner, die in der Weltrangliste weit ueber oder unter ihm stehen Misserfolgsvermeident, da Aufgabe entweder mit sehr hoher Schwierigkeisstaerke (Gegner die in der Weltrangliste weit ueber ihm stehen) oder mit sehr geringer (Gegner die in der Weltrangliste weit unter ihm stehen)
  • Attributionstheorien beschaeftigen sich mit Ursachenzuschreibungen Der Mensch ist bestrebt, sich relevantes Verhalten der eigenen Person, aber auch anderer Personen zu erklaeren Erfolg oder Misserfolg in Leistungssituationen sind relevante und damit erklaerungsbeduerftige Verhaltensbereiche Attributionen haben Auswirkungen auf das menschl. Erleben und Verhalten (Selbstkonzept) sowie speziell auf Motivation und Emotionen (Leistungsmotivation)  
  • Hochbegabung keine einheitliche Definition Psychometrische Def.: IQ ab 130 (ca 3% der Bevoelkerung) Performanzdef.: nur wer hohe Leistungen erbringt ist hochbegabt Etikettierungsdef.: HB ist eine soziale Zuschreibung durch Experten Spez. Talentdef.: eine best. Staerke (zB. im Sport) ist ausreichend, damit eine HB vorliegt  
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  • Heller: Hochbegabung setzt sich aus 5 Komponenten zusammen Welche? Intelligenz Kreativitaet Soziale Kompetenz Musikalitaet Psychomotorik grundsaetzlich Streitpunkt > je nach Auspraegungsgrad dominieren Leistungen in Naturwissenschaften, Kunst, Fuehrung > IQ Test alleine reicht nicht aus!!!
  • Diagnostik von HOCHBEGABUNG Sensitive Instrumente wichtig > faelschlicherweise als HB eingestuftes Kind  -  Entwicklungsrisiken (Leistungsdruck, Ueberforderung, emotionale Probleme Intelligenztest spez. fuer HB, die dementsprechend geeicht/normiert sind Problem: diese speziellen Tests oft erst ab 12 Jahren einsetzbar Normale Intelligenztests zur HB Diagnostik: Gefahr von "Deckeneffekten" - es sind keine Unterschiede zwischen den HB Auspraegungen erkennbar!
  • Indizien fuer Hochbegabung Fruehe Sprachentwicklung Fruehes Lesen Grosser Wortschatz Buecher fuer hoehere Altersklassen Wissbegierig, neugierig viel Fantasie Neigung zur Selbstkritik Neigung zur Perfektion  
  • Hochleistende Personen, die schon ein festgesetztes Kriterium erfuellt haben (yB. Jahrgangsbester)
  • Hochbegabte Underachiever Minderleistungen im Vergleich zu dem, was man aufgrund des kognitiven Niveaus erwarten wuerde
  • Overachiever kurz normaler IQ + hohe Leistiungsbereitschaft
  • Drei Ringe Konzept nach Renzulli (Hochbegabtenmodelle) Hohe intellektuelle Faehigkeiten Motivation Kreativitaet -----> Hochleistung   3 Faktoren in Ringe dagestellt die ueberlappen, mit Pfeil auf Hochleistung
  • Probleme in Schule und Kindergarten bei hochbegabten Kindern Ausgrenzung Mobbing, Bullying Unterforderung Clownerei
  • Ursachen fuer hochbegabte Underachiever schulische Seite: schlechter Unterricht, fehlende Transparenz auf Seiten der Lehrer auf Seite der Familie: problematischer Erziehungsstil, keine Unterstuetzung auf Seite des Schuelers: Persoenlichkeitsmerkmale wie Angst, fehlende Leistungsmotivation, neg. Selbstkonzept Peer-Group: Konformitaetsdruck Probleme: Psychosomatische Beschwerden, Ueberforderte Lehrer und Eltern, Schulabsentismus, Schulabbruch
  • Warum brauchen Eltern hochbegabter Kinder Unterstuetzung? weil viele denken, die Eltern wuerden sich nur einbilden, ihr Kind sei besonders begabt weil viele argwoehnen, dass die Eltern ihre Kinder "dressiert" haben weil viele meinen, dass es Hochbegabte sowieso leichter haben und deshalb keiner besonderen Beachtung beduerfen weil viele nicht wissen, dass der Umgang mit einem hochbegabten Kind fuer die anderen Familienmitglieder sehr anstrengend sein kann
  • MHP Ergebnisse (global) HB waren keine Aussenseiter HB hatten keine Aggressionen Nur 17% waren Underachiever
  • Unterschiede Hochbegabte und Durchschnittsbegabte Kinder keine gravierenden Unterschiede kaum Persoenlichkeitsunterschiede HB: geringere Kontaktbereitschaft, hoeherer Ehrgeiz DB: hoeherer Gehorsam gegenueber Erwachsenen, Pruefungsangst
  • Angst unangenehmes Gefuel, das in Situationen Auftritt, die als bedrohlich und unsicher eingeschaetzt werden - Stress  
  • Angstsymptome auf 3 Ebenen Physiologisch Kognitiv-emotional behavioral
  • Funktion von Angst Aktivierung des symphatischen Nervensystems Vorbereitung von Angriff oder Flucht (fight-fight-Reaktion) Ziel: Ueberleben
  • Lerntheoretische Ansaetze fur Stress-(Angst)-Reaktion 2-Prozess-Theorie Klassisches Konditioneren (konditionierter Reiz als Ausloeser der Angst) Operantes Konditionieren (Verstaerkung angstvermeidender Verhaltensweisen - den konditionierten Reiz meiden Modelllernen auch Beobachtungslernen (Lernvorgänge , die auf der Beobachtung des Verhaltens von menschlichen Vorbildern beruhen)
  • kognitive Modelle der Stress-(Angst)-Reaktion Schon die (kognitive) Erwartung an das Auftreten eines aversiven Ereignisses in einer Situation beeinflusst (Vermeidungs-) Verhalten Attributionsmechanismen Aengstliche Menschen erleben haeufiger und intensiver Angst -           Angst vor Angst fuehrt zu Vermeidungsverhalten, dadurch sind keine positiven Erfahrungen moeglich die Angst stabilisiert sich dadurch stabilisiert sich die Aengstlichkeit
  • Unterschied zwichen Angst und Aengstlichkeit "Angst" bezieht sich auf eine emotionale Reaktion in einer kognitiven Situation "Aengstlichkeit" ist die Disposition einer Person bezeichnet, ueber einen laengeren Zeitraum in verschiedenen Situationen eher und schneller mit Angst zu reagieren
  • Was ist Schulangst und warum spielt sie eine so grosse Rolle? Angst vor Situationen in der Schule Angst vor einem bestimmten Fach Angst vor einer Lehrkraft oder vor Mitschuelern Angst vor einer bestimmten Leistung Alle diese Formen fuehren zu "Underachievement" und Unzufriedenheit bzw. fehlendem psychischen Wohlbefinden un beeintraechtigen die Persoenlichkeits- und Leistungsentwicklung!
  • Woran erkennt man Aengstliche Schueler? (Symptome) keine aktive Teilnahme am Unterricht kein Blickkontakt Leise Stimme Motorische Unruhe Erroetungen in Leistungssituationen Traenen Schweissausbrueche Harndrang Uebelkeit Konzentrationsprobleme Denkblokaden Negativer Selbstwert, hohe Selbstkritik Viele Fehltage schlechtere Noten Zuspaetkommen Somatische Beschwerden