Allgemeine Psychologie (Fach) / Gedächtnis (Lektion)

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Gedächtnis

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  • Gdächtnisprozess 1) Enkodierung= führt zu einer mentalen Repräsentation; Je tiefer die Verarbeitung in dieser Phase, umso eher gelangen die Infos ins Gedächtnis (Theorie der Verarbeitungstiefe) 2) Speicherung= erhält die Informationen über einen gewissen Zeitraum hinweg--> Veränderungen der Gehirnstruktur - Speicherung effektiver, wenn mit vorhandenem Wissen verknüpft wird 3) Abruf = Wiedergewinnung gespeicherter Informationen zu späterem Zeitpunkt - leichter wenn Kontext der Enkodierung mit Arufskontext übereinstimmt - leichter bei häufigem Abruf
  • sensorisches Gedächtnis 1) echoisch =speichert visuelle Informationen für einen kurzen Moment ("Nachbild" vor geistigem Auge) 2) ikonische= Speicher für akkustische Inhalte (auch kurz) - beide nur für einen kurzen Moment verfügbar
  • Kurzzeitgedächtnis = speichert neue Infos - entweder direkt nutzten, oder vergessen - Infos gelangen von hier ins Langzeitgedächtnis (Konsolidierung) - Rehearsal =Wiederholung erhalten  und bewusste Enkodierung - Chunking= mehrere Einheiten zusammenfassen -speichert ca. 7 Einheiten für sec. bis Minuten
  • Arbeitsgedächtnis - stellt Infos zur weiteren Verarbeitung bereit (die Infos stammen va. aus dem Langzeitgedächtnis) - 3 Komponenten (Modularmodell Baddley&Hitch) 1) Phonologische Schleife =speichert und manipuliert sprachliche Informationen; Speicherung in Lautform (haben den Eindruck Inhalt zu hören); auch Schriftsprache 2) visuell-räumlicher Notizblock=speichert und manipuliert visuelle Informationen; (mentales Bild eines Raumes); begrenzt (Veränderungsblindheit) [(?)episodischer Puffer=multimodales Speichersystem] 3) zentrale Exekutive= kontrolliert gerichtete Aufmerksamkeit, Koordiniert Infos aus 1) und 2) --> teilt Ressourcen auf Teilaufgaben auf
  • Langzeitgedächtnis -speichert Inhalte des sensorischen und Kurzzeitgedächtnis - unterteilbar in assoziativ  u. nicht assoziativ a) assoziativ--> deklarativ [semantisch/episodisch]                       --> nicht-dek-.[prozedural] b) nicht- assoziativ --> [Habituation/ Sensibilisierung]    
  • deklaratives Gedächtnis -ist explizit= bewusst zugänglich, bereits nach einmaliger Erfahrung mögliche; kommunzierbar = Wissensgedächtnis (speichert Fakten und Ereignisse) 2 Komponenten: 1) semantische Gedächtnis= speichert Ereignisse uns Fakten; meist nicht wichtig, wann erlernt (Kontext) [räumlich und zeitlich nicht charakterisiert] 2) episodisches Gedächtnis= speichert persönliche Ereignisse; Abruf benötigt Hinweisreize (charakterisiert)
  • Modell des deklarativen Ged. - ähnliche Erfahrungen werden zu einem Muster zusammengefasst - Kategorien= Einzelerfahrungen werden Kategorien zugeordnet - Konzept= mentale Repräsentationen von Kategorien; beinhalten alle mit Konzept verbundene Erfahrungen --> hierarchisch abgestufte Unterkategorien Prototyp = typischer Angehöriger eines Konzeptes/ Kategorie wird mit Reiz abgeglichen--> Übereinstimmung fürht zur Kategorisierung des Objektes Exemplare= alle möglichen Exemplare eine Konzeptes werden gespeichert--> Abgleich mit all denen --> Kategorisierung - Schemata= konzeptuelle Rahmen bzw. Bündelungen von Wissen bzgl. Mensch, Raum, etc. bestehen aus Konzepten verallgemeinernd    
  • nicht- deklaratives Gedächtnis  ist implizit= ohne bewusste Aufmerksamkeit erworben (auch Abruf); schwer kommunizierbar; baut auf Wiederholungen auf = Verhaltensgedächtnis -1) prozedurales Gedächtnis :speichert Handlungsabläufe, Aneignung kognitiver, perzeptueller und motorische Fähigkeiten sensomotorische Fertigkeiten konitive Fertigkeiten - kognitiv- assoziativ- automatisch --> automatische Handlungssequenzen (motorische Programme)
  • nicht- assoziatives Gedächtnis - lernen durch sich wiederholende Ereignisse (ohne Verknüpfung!) 1) Habituation= Gewöhnung mittels Anpassung an einen Reiz ( nachhaltig aber nicht andauernd Verhaltenswirksam; Reizspezifisch) 2) Sensibilisierung = Reaktionsstärke nimmt zu (andauernder; unspezifischer)
  • Enkodierungsspezifität = Erinnerung am einfachsten, wenn Kontext des Abrufs mit Enkodierung übererinstimmt
  • Transferadäquate Verarbeitung und Priming = Leistung am besten, wenn Art deer Verarbeitung beim Enkodieren mit Art des Abrufes übereinstimmt = implizite Reize beeinflussen unbewusst die kognitive Verarbeitung nachfolgender Reize
  • Interferenzen 1) Proaktive Interferenz=vorherige Inhalte erschweren das Lernen neuer 2) Retroaktive "= neue Informationen erschwert den Erhalt älterer
  • Metagedächtnis 1) Hypothese der Vertrautheit = Vertrautheit des Hinweisreizes verursacht Gefühl, etwas zu wissen 2) Zugänglichkeitshypothese= ruft eine Frage Informationen hervor, so glauben wir auch die richtige Antwort irgendwo zu finden
  • erinnern = rekonstruktiver Prozess, der nicht immer wahrheitsgetreu ist - manchmal Verzerrungen = Nivilierung( Vereinfachung, Akzenturieung (Überbetonung) und Assimilation (abändern--> eigne Vorstellunegn , Werte, etc.) - Vorwissen und später erworbenes Wissen beeinfluss Erinnerung
  • Engramm = physikalische Gedächtnisrepräsentation einer Information
  • Gedächtnisstrukturen (4) bzgl. der genannten 1) Cerebellum =prozedurales Gedächtnis, Wiederholungserlernte Inhalte und Klassische Konditionierung 2) Striatum= Gewohnheitsbildung und Reiz- Reaktion- Verknüpfung 3) cerebraler Kortex = sensorisches Gedächtnis, Assoziationen von Sinneseindrücken 4) Amygdala und Hippocampus =deklaratives Gedächtnis u. Inhalte mit emotionaler Bedeutung