312

Pädiatrie (Fach) / Neonatologie (Lektion)

Neonatologie

Diese Lektion wurde von Sydney88 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Konjunktivitis des NG-Therapie Erythromycin p.o. und als Augensalbe
  • Konjunktivitis des NG- Prophylaxe Silbernitratprophylaxe (Credé-Prophylaxe) nicht mehr allgemein im Kreißsaal häufig Prophylaxe mit Erythromycin
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Definitionen (ALTE) SIDS: plötzlicher, unvorhersehbarer Tod eines über 1 Monat alten Säuglings, ohne adäquate Erklärung durch eine gründliche postmortale Untersuchung ALTE (apparent-life-threatening-episode): Episode mit Apnoe, Zyanose, Blässe, Muskeltonus veränderungen und Erstickungsanfällen, die den Beobachter sehr erschreckt und in der Regel bei Eintreffen medizinischer Hilfe beendet ist
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Epidemiologie - 2:1.000 (40-50% postnataler Todesfälle) - häufigest Todesursache bei normalgewichtigen Säuglingen jenseits der Neonatalperiode - selten vor Ende des 1. LM und nach Abschluss des 1.LJ; Gipfel zwischen 3.und 6.LM (95% im 1. Lebenshalbjahr) - jungen in 65% der Fälle -Häufung in Wintermonaten und an Wochenenden - 5x höheres Wdh.risiko nach Tod eines kindes durch SIDS
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Risikofaktoren -männliches Geschlecht - niedriges Geburtsgewicht - Frühchen, bronchopulmonale Dysplasie, Intensivstation -peri-/postnatale Komplikationen, perinatale Asphyxie - Z.n. ALTE, Geschwister mit SIDS -Bauchlage, Überwärmung, niedriges mütterliches Alter, weniger konsequnte SS-Überwachung - Nikotin/Drogen der Mutter, niedriger sozioökonomischer Status - häufige SS der Mutter
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Ätiologie multifaktorielle Genese Hypothese: primäre Störung der ZNS-Funktion --> Atemregulationsstörungen und ungünstige Begleitumstände evt. angeborene Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Störungen der Fettsäurenoxidation und mitochondriale Stoffwechselerkrankungen
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Situation am Auffindeort fehlende sichere Todeszeichen (Leichenstarre, Totenflecke, Hypothermie) --> Reanimation und Einlieferung vorhandene sichere Todeszeichen --> Tod muss vor Ort festgestellt werden (Anamnese, Untersuchung mit Temperaturmessung und Dokumentation der Auffindesituation)
  • SIDS (sudden infant death syndrome)-DDs -Misshandlung -Reflux mit/ohne Aspiration - Kardiomyopathie, Arrhythmie, Herzvitium - Meningitis, RSV-Infektion, Sepsis -Elektrolytentgleisung, Hypoglykämie, Hirntumor, epileptischer Anfall, ang. Stoffwechselerkrankung
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Diagnostik bei V.a. ALTE - Anamnese (Schwitzen, Fieber, Erbrechen, Diarrhö, Stridor, Zyanose beim Essen, abnorme Bewegungen) -Untersuchung -Labor: BB, Glucose, Elektrolyte, Leberenzyme, Nierenwerte, Ammoniak und Laktat i.S., BGA, Urinstatus, Urinkultur, AS und organische Säuren im Urin, Lumbalpunktion fakultativ -apparativ: Rö-Tx, Polysomnographie (EEG, Atmung, EKG, Augenbewegungen, EMG), Sono (Reflux-Ausschluss), Schädel-MRT
  • SIDS (sudden infant death syndrome)-weiteres Vorgehen im Todefall Obduktion! (ungeklärte Todesursache), evt. Asservierung von Gewebe, DNA ,etc. (Ausschluss zugrunde liegender Erkrankung) Eltern auf Besuch der Kripo (zur Entlastung) vorbereiten Gesprch mit Eltern udn Verweis an Selbsthilfegruppen
  • Anzeige
  • SIDS (sudden infant death syndrome)- Vorgehen bei Geschwisterkindern gründliche Untersuchung, evt. Heimmonitor fürs 1. LJ Reanimationsschulung der Eltern
  • SIDS (sudden infant death syndrome)-Prävention -Rückenlage (ohne Kissen) - Schlafsack -Elternschlafzimmer im eigenen Bett -Schutz vor Überwärmung: 18 Grad - rauchfreie Umgebung -6 Monate stillen -Verwendung von Schnuller (bis zum Ende des ersten LJ)