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Psychologie (Fach) / Instruktionspsychologie (Lektion)
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- Was versteht man unter Instruktionspsychologie? Lehre und Forschung auf dem Gebiet des Unterrichtes. Enger: Unterrichts- und Bildungsforschung.
- Definiere den Begriff Lernen! überdauernde Änderung von Verhalten, psychischen Dispositionen und Fähigkeiten aufgrund von Erfahrung, Übung und Beobachtung zentraler Entwicklungsmechanismus beim Menschen
- Was sind kognitive Lerntheorien? Lernen durch Verstehen, Lernen durch Einsicht Kognitive Lerntheorien beschäftigen sich nicht nur mit Verhalten, sondern mit kognitiven Prozessen, dh. Informationsverarbeitungsmodelle, aktives, konstruierendes Denken und Verhalten werden betont
- Was versteht man unter Erziehung? intentionale Beeinflussung von Personen durch andere (unidirektional, normativ)
- Was versteht man unter Bildung? schließt neben Wissens- und Kompetenzvermittlung auch Persönlichkeitsformung und ethische Orientierungen ein
- Nenne und beschreibe die verschiedenen Bildungsinhalte! Wissen (Kenntnis relevanter Wissensinhalte) Kompetenzen (Fähigkeit, relevante Wissensinhalte zu erwerben, zu verstehen, in ein sinnvolles Ganzes zu bringen, zu bewerten, anzuwenden und innovativ zu verändern) Präferenzen und Geschmack (Schönes, Ästhetisches und Wichtiges von Nichtschönem, Unästhetischem und Unwichtigem unterscheiden können) Interessen und Handlungsbereitschaften (Interesse für Bildungsinhalte und Kultur. Interesse an Erkenntnis) Moral (Ethische Grundhaltung gegenüber anderen, anderem und sich) Geistig-seelische Haltung (Nachdenklicher Umgang mit den Prinzipien und Phänomenen der eigenen Kultur, des eigenen Lebens, fremder Kulturen und des Lebens anderer. Reflexion und Selbstreflexion)
- An welchen Aspekten wird die Qualität von Unterricht gemessen? Zeit und Zeitnutzung (je weniger Zeit für Instruktionen genutzt werden müssen, desto mehr Zeit steht zur Verfügung um Kompetenzen zu fördern) Lern. und leistungsorientierte Strukturierung (Unterrichtsgestaltung, Verhaltenssteuerung, Leistungskontrolle, Schulorganisation) Zusätzliche Faktoren (Lehrerpersönlichkeit, Anregung, Interessantheit, didaktische Methoden, Lehrerkompetenz, Klassenfähigkeit)
- Definiere Instruktion! Unterricht/Lehre; intendiert durch Unterweisung und/oder durchHerstellung von Lerngelegenheiten Wissen und Kompetenzen vermittelnsowie Einstellungen und Präferenzen verändern.
- Definiere Kompetenzen wissensbezogene Fähigkeit, relevante Wissensinhalte zu erwerben, zu verstehen, in ein sinnvolles Ganzes zu bringen, zu bewerten, anzuwenden und innovativ zu verändern
- Definiere Klassenfähigkeit! Mittelwert der Klasse in kognitiven Kompetenzen ( gemessen über Schulleistungs- und Intelligenztests)
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- Wie wirken sich Eltern- und Schülermerkmale aus? Elternmerkmale (Alter, Schulbildung, Bildungswertschätzung undbildungsbürgerliche Zeitung) wirken sich fördernd auf günstigeSchülermerkmale und reduzierend auf ungünstige Schülermerkmale aus Schülermerkmale:Freizeitverhalten: günstig: Lernen und Fleiß, denkendes Arbeiten und Lernen, naturwissenschaftliches Interesseungünstig: Lernen mit Musik, UnterhaltungsfernsehenPersönlichkeit: günstig: Leistungsselbstvertrauen
- Was sind Merkmale guter Lehrkräfte und guter Veranstaltungen? Merkmale guter Lehrkräfte:•Didaktische Fertigkeiten (Strukturierung, Themenauswahl)•Persönlichkeitsmerkmale (Freundlichkeit)•Soziale Verhaltensweisen (Kooperation, Motivation) Merkmale guter Veranstaltungen:- gutes Handeln der Lehrenden (Themenauswahl, Anforderungsniveau, Interaktion)- hohe Übereinstimmung zwischen Studenten und Dozenten (Studenten betonen die Vermittlung von Inhalten, Lehrende die fachlich-inhaltlichen Aspekte)
- Wie wirken sich die Rahmenbedingungen auf die Qualität der Hochschulbildung aus? 1.) Kompetenz der Studierenden (+) (Allgemeinbildung, Fachwissen, Denkfähigkeit) bessere Lehre in der Veranstaltung und des Dozenten und dadurch mehr Lernen 2.) Veranstaltungsgröße, Teilnehmerzahlen in Seminaren (–) bei großen Besuchszahlen schlechtere Lehre in der Veranstaltung und des Dozenten und dadurch weniger Lernen kleine Veranstaltungsgrößen erhöhen die Betreeungsintensität 3.) Lehrdeputat (–) reduziert Zeit in Veranstaltung/ Studierend Schlechtere Lehre in der Veranstaltung und des Dozenten und dadurch weniger Lernen 4.) Gehalt (+) •Einführung variabler Gehälter vielfältige Differenzierungsprozesse zwischen Fächern, Geschlechtern und Kollegen
- Wozu dient Beratung? Beratung dient als:- Information- Anregung von Reflexion und Motivation- Intervention- Normfokussierung
- Wie können Lehrer auf Störungen reagieren? Ignorieren spart Zeit für Unterricht, kann aber in Anomie münden Strafen setzt Standards für einzelne Schüler und die ganze Klasse, kann aber Störer belohnen und lenkt von Inhalten ab. Hohe Unterrichtsgeschwindigkeit lässt Langeweile und Störungen nicht zu, kann aber einzelne Überfordern und so wieder Störungen bewirken.
- Was können laut Kounin konkrete Verhaltensweisen sein, um die Klassenführung zu beherrschen? Allgegenwärtigkeit (Kenntnis vom aktuellen Verhalten der Schüler) Reibungslosigkeit und Schwung (Unterricht ohne Brüche und Verzögerungen, keine thematischen oder verhaltensbezogene Sprunghaftigkeit) Gruppenmobilisierung (Alle Schüler müssen etwas zu tun haben, aktiv dabei sein) Rechenschaftsprinzip (Leistungskontrolle) Intellektuelle Herausforderung und Valenz (Anspruchsvolle Aufgaben, Denk- und Abstraktionsvermögen nötig) Abwechslung und Herausforderung Überdrussvermeidung
- Was ist der Welleneffekt? Klare Zurechtweisung haben nicht nur positive Effekte auf angesprochenen Schüler sonder auch auf Mitschüler
- Beschreibe die sozialen Anforderungen des Unterrichts nach Weinstein und Mignano. Unterricht = komplexe Aufgabe: vieles ist zur gleichen Zeit unter Beobachtung zu tun Unterricht hat eine Vorgeschichte: Schüler merken sich, wie mit ähnlichen Situationen zuvor durch den Lehrer umgegangen wurde heute höhere Anforderungen an Lehrer ( --> alleinerziehenden Müttern/ weniger Zeit zur Betreeung der Kinder/ Mehrsprachigkeit, Verhaltensstörungen / Hyperaktivität/ bildungsfernere Elternhäuser/ Schülergewalt) hohe und widersprüchliche Anforderungen an Schüler: Schüler sollte in der Klasse still und konzentriert bleiben. Schüler sollen kooperieren, obwohl sie untereinander sehr verschieden sind
- Was ist ein Burnout? tiefgreifender psychophysischer Erschöpfungszustand Gefühl reduzierter Leistungsfähigkeit Gefühl des "Ausgebranntseins" vermehrt in sozialen und helfenden Berufen
- Wieso kommt es vermehrt im Lehrerberuf zu Burnout? Erwartungsdruck Verantwortung für Kinder und Jugendliche und deren Entwicklung Nicht selbst gewählte soziale Zusammenarbeit (als Person) Geringe Erfolgskontrolle der Arbeit Image „Halbtagsjob“ Unvollendete Lehraufgabe
- Was sind die wesentlichen Merkmale guter Klassenführung nach Weinstein und Migano? Formulierung weniger und klarer Verhaltenserwartungen am Anfang klare und verständliche Formulierung Verhaltensregeln sind entwicklungsangemessen Verhalten der Schüler konstant überwachen relativ hohe Unterrichtsgeschwindigkeit Elternarbeit Zeit wird effektiv genutzt Schüler versuchen zu motivieren
- Welche Funktionen haben Notengebung und Berichtszeugnisse? objektive Leistungsrückmeldung Demonstration von Leistung und Fähigkeit pädagogische Funktion (Motivierung) notwendige Nebenfunktionen: Platzierung und Selektion Demonstration institutioneller Macht
- Welche Bezugsnormen unterscheidet man nach Rheinberg? formale Bezugsnorm (vom Schulamt oder anderen vorgegebenen Notenrahmenrichtlinien) inhaltliche oder kriteriumsbezogene Bezugsnorm (wenn bestimmte Kompetenzen erreicht werden gibt es bestimmte Noten) soziale Bezugsnorm (Orientierung an anderen Schülern der Klasse) individuelle oder ipsative Bezugsnorm (Vergleich mit der früheren Schulleistung eines Schülers)
- Welche Urteilsfehler stehen der Notengebung entgegen? Halo-Effekt (Vorinformationen, besondere Merkmale) Kontrasteffekt (Reihenfolge von Prüflingen und Arbeiten) Persönlichkeitstheorien (implizite, unterschwellige, etwa: wenn schnell reden dann gut) Auftreten in mündlichen Prüfungen unklare Bewertungsrichtlinien (Fachgegeben) Bezugssysteme (je nach Funktion kein Fehler) Schulform (in Gyms strenger als in Hauptschulen) in Hauptfächern strenger als in Nebenfächern Betrugsversuche seitens der Schüler ( Abschreiben, Spickzettel, Bücher etc.)
- Was spricht für und gegen Zentralprüfungen (nach Baumert und Watermann)? Vorteile sichere einen Mindeststandard schulischer Fähigkeiten der Schüler reduziere die Leistungsstreuung führe zu einem höheren mittleren Leistungsniveau in Mathematik verringere Angst sichere die thematische Breite der Prüfungen justiere die eher strengeren Bewertungsmaßstäbe der Lehrer und Schulen entlaste die Arbeit der Schullehrer einen Motivationsschub für Lehrer und Schüler zur Verbesserung und Intensivierung von Unterricht und Lernverhalten hilft, negative Ausreißer in Art der Prüfungsgestaltung zu vermeiden Nachteile Leistung wird nur punktuell gemessen (d.h. die ganze Breite des Stoffs kann in einer Prüfung nicht abgedeckt werden) Schüler könnte zum Termin krank sein --> Nachschreibetermine erforderlich Angst könnte erhöht werden (nicht empirisch bestätigt) ermöglichen einen Vergleich zwischen Lehrern, Schulen und Ländern (gewollt?) individuelle Freiheit von Lehrern und Schülern eingeschrenkt Legitimationsdruck für Lehrer Arbeit für Schulämter oder Organisationsschulen steigt (entlastet aber Lehrer) nicht alle Unterrichtsinhalte sind geeignet
- Wie gibt man optimal Feedback? Beginn mit den Stärken Fortsetzung mit den Schwächen Note/Leistungsurteil Hinweise zur Erklärung schwacher Leistungen durch mangelnde Anstrengung Hinweise zur Erklärung starker Leistungen durch hohe Anstrengung und durch hohe Fähigkeiten konkrete Hinweise zur Verbesserung der eigenen Leistungen in der Zukunft
- Was sind die alltäglichen Aufgaben und Anforderungen im Lehrberuf? 1) Inhalte des Fachgebietes aktiv beherrschen2) Didaktik (Unterricht gestalten und Wissen vermitteln)3) mit Menschen umgehen3) sich selbst steuern können (Ärger, Vorbild sein)
- Was ist der CFT und der KFT? Cattell Cultural Fair Intelligenz Test (Grundintelligenztest) allgemeine Intelligenz möglichst kulturunabhängig wird gemessen Kognitiver Fähigkeitstest verbale Denkfähigkeit, quantitative Denkfähigkeit, figurale Denkfähigkeit, sehr schulnaher Test
- Nach welchen Definitionen gelten Lehrevaluationen als valide? weite Definition: spiegeln das Meinungsbild der Studenten unverzerrt wieder engere Definition: beschreiben das Geschehen in einer Lehrveranstaltung adäquat strikte Definition: Lernerfolg
- Nenne diagnostische Aufgaben des Lehrberufs! Bestimmung des Vorwissens- und Fähigkeitsstandes des Schülers Bestimmung der Interessen des Schülers Meschnenkenntnis Stimmung der Gesamtgruppe individuelle Leistungen Kopfnoten Notengebung und Berichtszeugnisse kollegiumsgebundene Entscheidungen
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- Was sind die allgemeinen Kompetenzen eines Lehrerberufes? 1) Fachliche Kompetenz 2) Didaktische Kompetenzen 3) Soziale Kompetenzen (motivieren) 4) Emotionale Kompetenz (Vorbeugung und Bewältigung sozialer Probleme)
- Welche Kompetenzen für Hochschullehrer gibt es? Selbstkompetenz (Selbstorganisation, Fähigkeit Positives zu sehen, zu ermutigen) Sozialkompetenz (Kommunikationsfähigkeit, Einstellung auf unterschiedliche Adressatengruppen, Fähigkeit sich auf schwierige Einzelpersonen einzustellen) Didaktische Kompetenz (Medien, Beratung und Bereitschaft als personales Modell für Studierende zu dienen) Fähigkeit zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Förderung in Wissenschaft, Lehre und Wissenschaftsorganisation, soziale Einführung in Expertenkultur)
- Was ist Mastery Learning? Beschreibe die Vorgehensweisen und Annahmen dieser Methode! Annahme: bei normalverteilter Fähigkeit, Instruktionsqualität und Lernzeit optimal an jeden Lernenden angepasst --> Mehrheit meistert Unterrichtsfach und Zusammenhang zwischen Fähigkeit und Leistung geht gegen Null! Vorgehensweise: Formulierung eines Lernziels Diagnostische Tests für jede Lerneinheit korrektives Lernmaterial Abschlusstest
- Was sind die vier Variablen auf denen Lernerfolg basiert? Nach Mastery Learning. Fähigkeit Unterrichtsqualität Motivation Verfügbare Lernzeit
- Was sind die Annahmen der Lehrtaxonomie nach Bloom? Kognitive Lehrziele: Wissen, Kenntnis Verständnis Anwendung Analyse Synthese Bewertung
- Erläutere das ARCS-Modell! Zur Motivierung des Lernenden gibt es vier Strategiekomponente: Attention strategies (Aufmerksamkeit) Neugier und Frageverhalten anregen Abwechslung durch Variation in der Instruktionslehre Relevance strategies (Bedeutsamkeit) Vermittlung durch Betonung der Nützlichkeit der Instruktion zum Erreichen des Ziels Confidence strategies (Erfolgszuversicht) Gelegenheiten für Erfolgserlebnisse bieten Selbstkontrolle und positive Kausalattribution Satisfaction strategies (Zufriedenheit) Belohnungsstrategien (extrinsische/ intrinsische Motivation) Freude am Lernen unterstützen
- Beschreibe die Methode der direkten Instruktion? Was ist die Kritik? Lehrziel: Jedem Kind so viel beibringen wie möglich kleine Schritte, flottes Tempo alle Schüler üben aktiv viel Rückmeldung, viel Korrektur und Antwort kurze Stillarbeitsphase, Überwachen der Schülerarbeit Kritik: übermäßige Lenkung durch Lehrer Denken zu testbezogen zu wenig Förderung der Denkfähigkeit
- Was ist die Cognitive Apprenticeship Methode? kognitive Prozesse sollen für Lernenden sichtbar gemacht werden Der Auszubildende sieht jeden einzelnen Arbeitsschritt auf dem Weg zum Endprodukt und erkennt dessen Bedeutung für die Fertigstellung 2. Methoden Modelling (Experte demonstriert Aufgabenlösung)- Coaching (Unterstützung allgemein) - Scaffolding (Unterstützung bei einzelnen Aufgaben) - Fading (Ausblenden instruktionaler Unterstützung) Schüler diskutieren ihr Wissen Reflexion (kritisch gegenüber eigenem Denken) Exploration (Schwachpunkte herausgeben) 4. Anwendungsbeispiele: Lehrer und Schüler lesen Text zunächst leise Schüler übernimmt Lehrerrolle Lehrer moderiert Prozess Unterstützung seitens der Lehrer nimmt nach und nach ab
- Was ist die Aptitude-Treatment-Interaktion? Was ist demzusammenhängend adaptive Instruktion? Wechselwirkung zwischen Schülereigenschaft und Merkmale der Instruktion Optimale Lernmethode abhängig vom Merkmal des Einzelnen (notwendig zur Adaption) Adaptive Instruktion: Adaptiv ist ein Unterricht, wenn die Interventionen an die individuellen Eigenschaften des Lernenden so angepasst werden, dass jeden gute Lernbedinungen entstehen.
- Wie lauten die verschiedenen Transferarten! 1) Inhalt: (Was wird transferiert?) Gelernte Fertigkeit Leistungsveränderung Gedächtnisanforderung 2) Kontext: (Von wo nach wo wird transferiert?) Wissensdomäne zeitlicher Kontext sozialer Kontext physikalischer Kontext funktionaler Kontext Modalität der Informationsverarbeitung
- Was ist Anchored Instruction? Anker setzen, die Problemlösesituationen veranschaulichen Beispiel: Jasper-Project
- Wie lauten die sieben Designerprinzipien des Jasper-Projekt? Videobasiertes Format (motivierend, soll Informationssuche erleichtern, komplexes Verstehen unterstützen) Abenteuergeschichte mit realistischer Problemstellung (anstatt Vortrag auf Video; einprägsam) Generatives Lernen (Geschichte endet, Lernende müssen Lösung selbst finden) Eingebettete Daten (alle Daten im Video enthalten, vermitteln vergleichbares Vorwissenniveau) Problemkomplexität (jedes Abenteuer enthält mind. 14 Problemschritte; überwindet Tendenz zum frühen Aufgeben, fördert Vertrauen in eigene Fähigketien) Paare aufeinander bezogener Abenteuer (illustrieren analoges Denken) Verknüpfungen über das Curriculum hinaus (helfen, mathematisches Denken auf andere Bereiche zu übertragen)
- Welche 5 Ansätze sprechen für kooperatives Lernen? Erläutere ihre Aussagen. Motivationale Perspektive: Individuelle Verantwortlichkeitund gegenseitige Abhängigkeit Neopiagetsche Perspektive: Multiple Perspektiven bei Peer-Interaktion lösen Konflikte aus --> Umstrukturierung Neovygotskische Perspektive: Peers unterstützen Lernende dabei, die Zone der nächsthöheren Entwicklung zu erreichen, Peer-Erklärungen verständlicher als Expertenerklärung Perspektive der kognitiven Elaboration und Metakognition: Gemeinsame Wissenskonstruktion erfordert Lernstrategien (mit Vorwissen verknüpfen, interpretieren, organisieren, überwachen, Wissenslücken indentifiezieren, eigene Sichtweisen rechtfertigen)
- Nenne und erkläre die Ansätze zur Strukturierung von Kooperation bei Gruppenarbeit! Motivationale Perspektive Bewertung der Gruppenleistung Neo-piagetsche Perspektive (1) Organisieren von Informationen (2) Präsentation & Verteidigen der eigenen Position, (3) Herausgefordert werden durch abweichende Meinungen, (4) Auslösung von konzeptuellem Konflikt (5) Rekonzeptualisierung / Synthese / Integration Neo-vygotskische Perspektive: - Gegenseitiges Lehre > Lernender wird von Gruppe unabhängig Perspektive der kognitiven Elaboration und Metakognition: - Lernaktivitäten & Rollenverteilung (Zusammenfasser, Zuhörer)
- Erläutere die Annahmen zur Informationsverarbeitung beim multimedialen Lernen. Es gibt getrennte Kanäle für verbales und visuelles Lehrmaterial verknüpft man verbales und visuelles Lehrmaterial lernt man am besten Problem: Begrenzte Verabreitungskapazität
- Erläutere die Anforderungen an die kognitive Verarbeitung beim multimedialen Lernen. Essential processing: Selektion, Organisation und Integration jeweils von Worten und Bildern, um den Sinn des Dargebotenen zu verstehen Incidental processing: nicht erforderlich zum Verstehen, aber durch Gestaltung der Lernaufgabe getriggert (z.B. Hintergrundmusik) Representational holding: mentale Repräsentation im Arbeitsgedächtnis aufrecht erhalten (wenn z.B. Bild und text an 2 getrennten Stellen)
- Was könnten Gestaltungsempfehlungen für multimediales Lernmaterial sein? Off-loading: Worte auditiv Segmenting: eigene Lerngeschwindigkeit Aligning: gedruckte Worte direkt an korresp. Bildabschnitt (nicht umblättern, um Wort zu finden) Eliminating redundancy:nicht das gleiche darbieten, sondern sich ergänzende Dinge
- Welche verschiedenen Ansätze zu einer verbesserten Instruktion gibt es? Mastery Learning Lehrzieltaxonomie nach Bloom ARCS-Modell Direkte Instruktion Cognitive Apprenticeship Transfer Anchored Instruction Lernen in Gruppen und Kooperation Computerbasierter Unterricht Cognitive Load Theory Kognitive Theorien des multimedialen Lernens (Neue Medien)
- Welche versch. Kompetenztests gibt es und wie sind diese aufgebaut? Figurale Matrizenaufgabe nach Raven misst schlussfolgerndes Denken, Verstehen und Abstraktion schulfern, aber nicht schul- und unterrichtsabhängig KFT (Kognitiver Fähigkeitstest) misst kognitive Fähigkeiten auf den Ebenen verbale, quantitative und figurale (nonverbale) Denkfähigkeit eher schulnaher Test (bei verbal und quantitativ), figural nicht PISA-Lesekompetenz Tschadsee Aufgabe (Verlaufsgraphik mit Wasserständen und Tieren, Fragen zum Zusammenhang) kaum Vorwissen nötig, Verbindungen, schlussfolgerndes Denken, Passung/Konsistenz/Kohärenz PISA-Mathematik Aufgabe "Geschwindigkeit eines Rennwagens" Geschwindigkeit, Länge der Strecke und Kilometer herausfinden und in Verhältnis setzen PISA-Naturwissenschaft Aufgabe "Semmelweis" Wie stehen Nicht-einhalten der Hygienevorschriften beim Sezierenund Tod andere Patienten im Zusammenhang Aufgaben sind meist schulfern, nicht auf Curriculum bezogen
- Worum handelt das Perry-Preschool Program und das Abecederian Projekt und was waren seine Ergebnisse? US-experimentelle Studien in bin bildungsfernen Familien, Vorschulförderprogramm Ergebnisse: Intelligenz erhöht, bessere Schulleistungen und besseres schuliches Verhalten, weniger Kriminalität, weniger Sozialhilfebezüge