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MBA (Fach) / Geschäftsprozessmanagement (Lektion)
Geschäftsprozessmanagement
Diese Lektion wurde von Mirko erstellt.
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- Def. GPModellierung GP werden abstrahiert und meist grafisch dargestellt. GPM ist damit ein integriertes Managementkonzept zur zielgerichteten - Planung + Gestaltung - Führung + Steuerung - Optimierung von GP. Grafische Darstellung und verbale Beschreibung, auch rechnerische Darstellung von GP.
- best practice = Erfolgsmethode
- Beispiel für ein branchenbezogenes Referenz- bzw. Standardmodell ARIS Healthcare der IDS-Scheer AG
- ISO = International Organization for Standardization
- Aufgaben und Einsatzbereiche von GP-Modellen - Benchmarking (vergleichende Analyse) - Verbesserung in Form von Prozessoptimierung oder Business Process Reengineering (Neugestaltung, grundlegender als Optimierung) - Auswahl und Customizing von bw Standardsoftware - Qualitätsmanagement
- Ziele der Modellierung? ZWECK Zertifizierung und Standardisierung Wissen-Speicher (Visualisierung, Dokumentation) Einführung neuer Prozesse, Simulation der Controlling (Kosten) Kundenbedürfnisse, Ausrichtung an
- Risiken der Adaption von Standard PM und Vorteile der individuellen Gestaltung - Differenzierung? - Spezifika hinreichend berücksichtigt? - Akzeptanz der MA? - Flexibilität und Entwicklung?
- Bsp für GP - Auftragsabwicklung - Kundendienstabwicklung - Beschaffung - Produktionsplanung - Neuproduktentwicklung - Beschwerde
- Gliederung / Klassifizierung von GP Michael Porter (Wertkette / value chain): Primärprozesse, direkt an der Wertschöpfung beteiligt, z. B. Produktions- oder Vk-Prozesse vs. Sekundärprozesse (infrastrukturelle P) andere: Dreiteilung in Management/Führungs-, Leistungs/Ausführungs- und UnterstützungsP.
- Unterschiede GP vs. Workflow Ziel: Arbeitsabläufe vs. technische Ausführung von Arbeitsabläufen Gestaltungsebene: konzeptionell vs. operativ Detailierung: 1 MA, 1 Arbeitsplatz vs. Arbeitsschritt
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- Hauptziele des PM Zeit (sparen) Kosten (niedrig/senken) Qualität Zufriedenheit (Kunden)
- Def.: GPModell reduzierte, abstrahierte und zweckorientierte Abbildung von GP
- Prozessorganisation: Unterschiede nach dem Integrationsgrad der GP Einfluss-Prozessorga: Funktionsorga wird nicht verändert reine Prozessorga: Funktionsorientierung wird fast völlig aufgegeben, zugunsten von GP (= Idealform, in der Praxis kaum zu finden). Matrix-PO: Mischform
- Was gilt für die Aufbauorga (Organisationsstruktur) in prozessorientierten Organisationen? Struktur folgt den Prozessen, P folgen der Strategie. Strategie --> Prozesse --> Struktur
- Prozessorientierte Orga von der althergebrachten Abteilungs-Optimierung (=vertikal) zur horizontalen Aufgabenverteilung, entlang der übergreifenden Prozesse, mit dem Ziel der Kundenzufriedenheit.
- Wesentliche Elemente von GP KAIZEO - Kunden /-anforderungen - Arbeitsmittel (Ressourcen) - Input / Output - Ziel - Ereignisse - Owner (GP-Verantwortliche)
- Def. Prozess Gaitanides: inhaltlich abgeschlossener Erfüllungsvorgänge, die in einem logischen inneren Zusammenhang stehen. Hammer/Champy: kundenorientierter Ansatz: Bündel von Aktivitäten, Inputs nötig, Ergebnis von Wert für Kunden Große Vielfalt an Def. Gemeinsamkeiten: Dynamik - Entwicklung - Flussprinzip
- Kennzeichen von Prozessen? Lieber in München, Zürich, Wien, Berlin leben, richtig? Logischer Zusammenhang Input Messbarkeit von In- und Outputs Ziele Wiederholbarkeit Bereichsübergreifend Leistung Rewgeln
- Def. Notation spezifisches Begriffsystem einer bestimmten Methode für die Prozessmodellierung
- was wird in GPM regelmäßig abgebildet? POISOA Prozess-Schritte Objekte werden bearbeitet und ausgetauscht (Anträge, Aufträge Angebote, Reklamationen...) Informationsträger, in denen sich die Objekte widerspiegeln (z. B. E-Mails, Dokumente) Steuerfluss (auch Kontrollfluss) = Ablauflogik zwischen den Prozessschritten Objektfluss (auch Informationsfluss, Dokumentenfluss) = Weiterleitung der Objekte Aufgabenträger (Abteilung ,Orga-Einheit, Funktionsträger), z. B. Mitarbeiter, Maschinen, Programme
- welche Ebenen sind für die Prozessmodellierung relevant? (strategische E.) fachlich-konzeptionelle E. (ProzessM) operative E. (Work Flow M)
- Repository = engl. Lager, Depot. Dokumentations- und Auskunftssysteme, das Verzeichnis (im Sinne eines Wörterbuches) der Prozess- und Workflow-Elemente, der Objekte, Daten, Verbindungen und Beziehungen zwischen den Geschäftsprozessen und zwischen Prozessen und Workflows.
- Phasen der Modellierung Zur Strukturierung der Modellierung hilfreich. Meist wird zuerst das GPM entwickelt und daraus das Workflow-Modell abgeleitet (= zweistufige Vorgehensweise). Mögliche Phasen: 1. Modellierung des Ist-Modells2. Analyse der Prozesse3. Beschreibung eines Soll-Modells4. Analyse des Soll-Modells
- GoM (a.: GOM)= Grundsätze ordnungsgemäßer Modellierung (methodischer Ordnungsrahmen für die Erstellung von Modellen) nach Prof. Dr. Jörg Becker (Wirtschaftsinformatik)
- Erläutere die GOM Nach Prof. Dr. Jörg Becker: 6 Grundsätze; 3 davon "notwendige", 3 "ergänzende". Richtigkeit (syntaktisch (= formal) und semantisch (=sachlich)Relevanz Wirtschaftlichkeit KlarheitVergleichbarkeit (gleicher SV, der in unterschiedlichen Modellen abgebildet wird, soll unabhängig von der Methode zum gleichen Ergebnis führenSystematischer Aufbau (Beispiel: ARIS-Haus)
- Welche Sichtenkonzepte der Prozessmodellierung kennst du? Vergleiche zwei. 1. Scheer (ARIS)Orga - Funktion - Daten - Steuer - Leistungssicht 2. Österle (Sankt Galler Modell)Organisation - Funktion - PersonalEbenen: Strategie - Prozess - Informationssystem. Den Ebenen sind ebenenbezogene und ebenenübergreifende Methoden zugeordnet. 3. Gadatschzentrale Prozesssicht - ergänzend 4: Organisationstruktur - Aktivitätsstruktur - Applikationsstruktur - Informationsstruktur 4. Ferstl/SinzLeistungs - Funktions - Datensicht 5. GehringOrganisations - Funktions - Datensicht
- Wie kann man Modellierungsmethoden einteilen? 1. skriptbasierte Methoden (Skriptsprachen)Notation ist an Programmiersprachen angelehnt. Hohe Präzision, aber zu Lasten der Klarheit. 2. grafische Methoden (Diagrammsprachen)kann man weiter unterteilen in datenfluss- (immer seltener verwendet), kontrollfluss- und objektorientierte Ansätze.
- Nenne eine standardisierte und weit verbreitete Beschreibungssprache für den objektorientierten Modellierungsansatz! Nenne 2 Anwendungsbeispiele! Unified Modeling Language (UML)= Zusammenführung für grafische Methoden Activity Diagram (grobe Beschreibung der Prozesse auf hohem Abstraktionsniveau) Use Case Diagram (Zusammenhang zwischen Funktion und Orga-Einheit)
- Nenne zwei kontrollflussorientierte grafische Modellierungsmethoden Business Process Modeling Notation (BPMN) Veröffentlichung 2004 Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)größte Verbreitung in der Praxis, vorgeschlagen 1992 von Arbeitsgruppe unter Leitung von August-Wihelm Scheer. Auf Basis von Petri-Netzen entwickelt. Zentrale Bausteine der SAP Referenzmodelle und des ARIS-Konzeptes.
- Ist- und Soll-Modelle? die Begriffe beziehen sich auf Phasen der Modellierung.
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- Nenne die Grundfragen der EPK Grundlegend: 1. Wodurch wird der Prozess initiiert (Input)? 2. Was wird getan? Von wem und womit? 3. Was kommt heraus (Output)? Im Detail: Wodurch wird die Tätigkeit ausgelöst? Welche Tätigkeit wird ausgeführt?- Welche Informationen werden dazu benötigt / werden dadurch erzeugt?- Wer ist verantwortlich oder beteiligt?- Welche Software wird genutzt? Was wird durch die Tätigkeit bewirkt?
- Grundlegende Elemente einer EPK sind? Funktionen ändern den Zustand von Objekten, sind im Prozess zu leistende Tätigkeiten grafische Darstellung: Rechteck mit abgerundeten Kanten Ereignisse Lösen Zustandsänderungen von Objekten ausgrafische Darstellung: Sechseck Kante Stellen den Kontrollfluss dar, verbinden die Ereignisse mit den Funktionen, zeigen den zeitlich-logischen Prozessablauf grafische Darstellung: Gestrichelte Pfeile -------> Konnektor Logische Verknüpfungen, verbinden Funktionen und Ereignisse zu einem Prozessgrafische Darstellungen: UND-Zeichen, ODER-Zeichen
- Def. bw Vorgang nach Scheer „Ein Vorgang ist ein zeitverbrauchendes Geschehen, das durch ein Startereignis ausgelöst und durch ein Endereignis abgeschlossen wird. Einem Vorgang können in Abhängigkeit von Vorgangsergebnissen unterschiedliche Ablaufverzweigungen, auch Rücksprünge, folgen.“
- Wie bildet man die Bezeichnung einer Funktion innerhalb einer EPK? Substantiv (Informationsobjekt) + Verb (Beschreibung der Verrichtung) z. B. "Immatrikulationsnummer vergeben"
- WIrd der Zeitverbrauch in EPK angegeben? Nein, ledglich (andere) verbrauchte Ressourcen.
- Def. Ereignis (im Rahmen der EPK) Ein Ereignis kann nach Österle definiert werden als Auslöser oder Ergebnis eines Ablaufs bzw. nach Scheer als Auftreten eines Objekts oder Änderung einer bestimmten Attributsausprägung In den Schulungsunterlagen von SAP werden Ereignisse als betriebswirtschaftlich relevante Zustände beschrieben, die zum Zeitpunkt ihres Eingetretenseins eine oder mehrere Funktionen auslösen können
- Wie bildet man die Bezeichnung eines Ereignisses in einer EPK? Bezeichnet werden Ereignisse üblicherweise durch ein Substantiv (Informationsobjekt)u nd ein Verb im Perfekt im Sinne eines eingetretenen Zustandes, z. B.: Angebot ist erstellt. Anfrage ist eingetroffen. Lehrbrief ist verschickt.
- Welches Element steht immer am Anfang, welches am Ende einer EPK? an beiden Stellen: Ereignisse
- Synonym für Konnektoren (in EPK) Operatoren
- Synonym für Operatoren (in EPK) Konnektoren
- Def. Konnektor (Operator) in EPK Strukturmerkmal, das Funktionen und Ereignisse in Beziehung zueinander setzt. Das ist z. B. nötig, wenn: - parallele oder alternative Funktionen ausgeführt werden müssen oder - mehrere Ereignisse zusammen die Bedingung für den Start einer Tätigkeit sind
- Welche Konnektoren kennst du? Und / And Oder / Or Teilweise erfolgt die Darstellung auch im zweigeteilten Kreis. „Adjunktion“, „inklusives oder“, „mindestens eines“ der Ereignisse muss eintreten bzw. mindestens eine Funktion muss getätigt werden, erst dann geht es weiter. (Symbol: Spitze nach unten im Kreis) XOR „exclusives oder“, „entweder oder“, „Disjunktion“, genau eines der Ereignisse muss eintreten bzw. genau eine Funktion muss getätigt werden, erst dann geht es weiter im Kontrollfluss .(Symbol: "XOR" im Kreis)Parallelität, „Konjunktion“, „sowohl als auch“, alle Ereignisse müssen eintreten bzw. alle Funktionen müssen getätigt sein, erst dann geht es im Kontrollfluss weiter. (Symbol: Spitze nach oben im Kreis)
- Was ist ein Verteiler (in der EPK)? Wie heißt der umgekehrte Fall Verteiler = ein Konnektor, in den ein Konnektor hinein und mehrere hinaus gehen. Das Gegenteil heißt Verknüpfer.
- Können Operatoren Ereignisse mit Funktionen verknüpfen? Nein. Nur Ereignisse mit Ereignissen oder Funktionen mit Funktionen.
- Wie bezeichnet man die Verknüpfung einer oder mehrerer Funktionen mit einem Ereignis? Funktionsverknüpfung
- Welche Funktionsverknüpfungen sind unzulässig? Wenn 1 Ereignis mehrere Funktionen auslöst, können diese Funktionen nur mit UND, nicht mit ODER oder XOR verknüpft sein, weil ein Ereignis als passiver Objekttyp keine Entscheidung zwischen relevanten Funktionen treffen kann.
- "EPK sind bipartite Graphen". Was heißt das? Das ist eine Modellierungsregel. Ereignisse und Funktionen wechseln sich ab, d. h. es dürfen nur unterschiedliche Knotentypen verbunden werden.
- Welche(r) Konnektor(en) ist/sind nach einem Ereignis unzulässig? ODER und XOR
- Welche zusätzlichen Elemente enthält die erweiterte EPK (eEPK)gegenüber der einfachen EPK? Organisationseinheiten (z. B. "Vertrieb", "Einkauf", "Kunden"). Die OrgaEinheiten werden über richtungslose Linien Funktionen zugeordnet ("Marketing"-------"Fragebogen erstellen") Informationsobjekte (z. B. Daten, Dokumente). Informationen, die bei der Funktionserfüllung benötigt werden. Verknüpfung der Objekte mit den Funktionen ist gerichtet (Pfeillinie - "Datenfluss"), weil Informationen entweder erzeugt oder benötigt werden. Anwendungssysteme zur Prozessunterstützung (z. B. SAP R/3). Prozesswegweiser dienen der horizontalen Verknüpfung von Teilprozessen bzw. Teilmodellen. Sie setzen zwei EPKs in Beziehung, die aufrufende EPK und die aufgerufene EPK, und zeigen hierdurch die Zusammenhänge. Durch Wegweiser und die Darstellung in Teilprozessen kann die Unübersichtlichkeit großer EPKs reduziert werden.
- Erläutere die grafische Darstellung der erweiterten Notation der eEPK 1. Organisationseinheit: liegendes Oval mit seitlich sekrechtem Strich darin. 2. Informationsobjekt: liegendes Rechteck. 3. Anwendungssystem: liegendes Rechteck mit je einem senkrechten Strich an den Seitenrändern. 4. Datenfluss(kante): Pfeil 5. Zuordnung(skante): Linie 6. Prozesswegweiser