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BWL & Wirtschaftspsychologie (Fach) / Investition und Finanzierung (Lektion)

Einführung in die Investitionsrechnung Finanzierung I Finanzierung II

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  • Annahmen für Ergänzungsinvestition bei einem Finanzplan Laufzeit: 1 Periode Teilbarkeit: beliebig Maximalbetrag: gibt es nicht Rendite/ Kosten: unabhängiger Habenzinssatz (kann sich aber von Periode zu Periode ändern) Vollzugsmöglichkeit: für jede Überdeckung gibt es eine Anlagemöglichkeit 
  • Annahmen für Ergänzungsfinanzierung bei einem Finanzplan Laufzeit: 1 Periode Teilbarkeit: beliebig Maximalbetrag: gibt es nicht Rendite/ Kosten: unabhängiger Sollzinssatz (kann sich aber von Periode zu Periode ändern) Vollzugsmöglichkeit: für jede Unterdeckung gibt es eineFinanzierungsmöglichkeit
  • WACC WACC = Weighted Average Cost of Capital   WACC sind Kapitalkosten, die sich aus einem gewichteten Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ergeben.   WACC = r (EK) * (EK/GK) + i * (FK/GK)   r(EK) = geforderte Eigenkapitalrendite  i = Zinssatz des Fremdkapitals WACC = Eigenkapitalrendite * (EK/GK) + i * (FK/GK) = 2,86 * (70 Mio. EUR/ 172 Mio. EUR) + 10* (102 Mio. EUR /172 Mio. EUR)   = 7,09%
  • CAPM   CAPM = Capital Asset Pricing Model   Berechnung der geforderten Eigenkapitalrendite. Beschreibt eine funktionale Beziehung zwischen Rendite und Risiko. Je mehr Risiko einer Anlage innewohnt, desto mehr Rendite muss sie auch erzielen. CAPM = r (f) + r(p) * ß r(f) = risikofreie Rendite ß = Risikofaktor r(p) = Risikoprämie    
  • Erläuterung Value at Risk Value at Risk drückt den Werteines Unternehmens bei Eintritt der Risiken zu den angegebenen Wahrscheinlichkeiten aus. Er zeigt damit, ob das Unternehmen auch bei Eintritt aller denkbaren Risiken überlebensfähig ist.
  • Vorteile des Börsenganges - Wettbewerbsfähigkeit durch flexible Kapitalbeschaffungsmöglichkeit - Unternehmenskontinuität durch Drittorganschaft - Attraktivität für Management - Desinvestment und Rückkauf durch Fungibilität der Anteile - Bekanntheit, Image durch Börsennotierung
  • Nachteile des Börsenganges - Mitbestimmung durch „fremde“ Eigentümer - Publizität und Offenlegung - Gründungsaufwand - Übernahmegefahr
  • 5 verschiedene Arten von Rücklagen bei der Auflösung von Rücklagen 1. Kapitalrücklagen 2. gesetzliche Gewinnrücklagen 3. Gewinnrücklagen für eigene Anteile 4. Satzungsmäßige Gewinnrücklagen 5. Andere Gewinnrücklagen
  • Wahl der Rechtsform unter Finanzaspekten - Finanzierungsmöglichkeit - Gewinn- und Verlustverteilung - rechtsformabhängige Kosten - Steuerbelastung - Unternehmensliquidation
  • Besonderheit der Haftung für die Gelb & Blau GmbH gegenüber Gelb & Blau GbR - GmbH hat Haftungskapitalbeschränkung auf 25.000€ - GbR ist eine Personengesellschaft und somit haftet sie gesamtschuldnerisch, persönlich und solidarisch
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  • Berücksichtigung der Interessengruppen - Gewerkschaften (Wegfall von Arbeitsplätzen und Beiträgen) - Öffentlichkeit (Sicherung von Arbeitsplätzen, Erhalt von Lohnsteuern) - Staat/Behörden (Zahlung von Steuern) - Anteilseigner (Sicherung der Gewinne) - Gläubiger (Sicherung der Darlehenstilgung) - Konkurrenten (Reduzierung Marktanteile, Steigerung eigener Gewinne) - Lieferanten (Nachhaltigkeit der Kundenbeziehung, Zahlungen) - Kunden (bessere Preise, aber auch gute Gewinne) - Verbände (Sicherung der Arbeitgeberbeiträge)
  • Möglichkeiten zur Realkreditabsicherung - Eigentumsvorbehalt - Abtretung - Pfandrecht - Grundpfandrechte
  • 4 Möglichkeiten der Kapitalerhöhungen für eine Aktiengesellschaft   1.Bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 129 AktG 2. Genehmigte Kapitalerhöhung gemäß § 202 AktG 3. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln gemäß § 207 AktG 4. Ordentliche Kapitalerhöhung   
  • Elemente des Businessplans inkl. Beispiel 1. Executive Summary - kurze Inhaltsübersicht - Geschätzter Finanzbedarf 2. Das Unternehmen - Gründung, Geschichte, Namensgebung, Ausgangslage - Rechtsform, Organisation, Kapital- und Gesellschafterstruktur 3. Das Produkt - Produktbeschreibung, Eigenschaften, Besonderheiten - Patente, Lizenzen, Entwicklungsstand 4. Der Markt - Marktvolumen, Marktpotenzial, Marktwachstum, Marktattraktivität - geplanter und erwarteter Marktanteil - Kundenstruktur, Kundennutzen, Kundenbedarf - Absatzwege, Werbung, Verkaufsförderung 5. Der Wettbewerb - Aktuelle und potenzielle Konkurrenten mit Stärken und Schwächen - Chancen und Risiken am Markt, Störereignisse 6. Der Zeitplan - Meilensteine und Termine 7. Finanzplan - Plan-Bilanz, Plan-GuV, Plan-CF - Investitionsplan und Kapitalbedarf in einzelnen Phasen 8. Anhang - Adressen und Lebensläufe
  • Festpreisverfahren Der Emissionspreis wird auf Basis fundamentaler Unternehmensdaten, z.B. aus Due-Diligence-Bericht, festgelegt.
  • Auktionsverfahren Der Emissionspreis wird durch ein vorbörsliches Gebotsverfahren ermittelt. Auf Basis der eingereichten Gebote erfolgt dann die Zuteilung der Emission auf die Zeichner mit den höchsten Geboten.
  • Bookbuilding-Verfahren Der Emissionspreis wird durch unmittelbar mit den Interessenten durch Abgabe von Zeichnungswünschen und letztlich aufgrund dieses fiktiven Marktes ermittelt – das international mittlerweile am gebräuchlichste Preisermittlungsverfahren.
  • Mischkurs Kurs (alt) * Anzahl Aktien (alt) + Kurs (Em) * Anzahl Aktien (Em) / Anzahl Aktien (alt) + Anzahl Aktien (Em)
  • Bezugsrecht Kurs (alt) - Mischkurs
  • Bezugsverhältnis Aktien Anzahl (alt) / Aktienanzahl (Em)
  • 1. Executive Summary - Kurze Inhaltsübersicht - Geschätzter Finanzbedarf 
  • 2. Das Unternehmen - Gründung, Geschichte, Namensgebung, Ausgangslage - Rechtform, Organisation, Kapital- und Gesellschafterstruktur
  • 3. Das Produkt -Produktbeschreibung, Eigenschaften, Besonderheiten - Patente, Lizenzen, Entwicklungsstand
  • 4. Der Markt - Kundenstruktur, Kundennutzen, Kundebedarf - Absatzwege, Werbung, Verkaufsförderung
  • 5. Der Wettbewerb - Aktuelle und potenzielle Konkurrenten mit Stärken und Schwächen - Chancen und Risiken am Markt, Störereignisse
  • 6. Der Zeitplan - Meilensteine und Termine
  • 7. Finanzplan - Plan-Bilanz, Plan-GuV, Plan-CF - Investitionsplan und Kapitalbedarf in einzelnen Phasen
  • 8. Anhang - Adressen und Lebensläufe
  • Offene Rücklagen Bei den offenen  Rücklagen wird der ausgewiesene Gewinn nach Steuern ganz oder teilweise im Betrieb einbehalten. Daraus können dann Kapitalrücklagen oder Gewinnrücklagen entstehen. Zu den Gewinnrücklagen gehören gesetzliche Rücklagen, Rücklagen für Anteil an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen, satzungsmäßige Rücklagen und andere Gewinnrücklagen. 
  • Stille Rücklagen Stille Rücklagen sind Eigenkapitalbeträge, die nicht offen auf der Bilanz ersichtlich sind. Sie korrespondieren mit den stillen Reserven. Sie entstehen, wenn aufgrund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften bestimmte Vermögenswerte nicht oder zu niedrig erfasst werden
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  • Lohmann-Ruchti-Effekt Bei einem Lohmann-Ruchti-Effekt handelt es sich um eine Kapazitätserweiterung. Anlagen die bereits im Unternehmen sind, werden durch neue Anlagen ersetzt. Die aus den alten Anlagen genutzten Abschreibungen werden dafür genutzt und führen zu einer Anlageexpansion, ohne dass eine Zuführung neuer Mittel, also Aufnahme von Fremdkapital, bedarf. Die Kapazitätserweiterung erfolgt durch einen Kapazitätsmultiplikator k:  K = 2/ (1+1/n), wobei n die Nutzungsdauer der Maschine darstellt. 
  • Beispiel Lohmann-Ruchti-Effekt Die ELITE GmbH erwirbt in fünf aufeinander folgenden Jahren Maschinen im Wert von je 1 Mio.€. Die Maschinen werden 5 Jahre abgeschrieben. Pro Maschine fallen jährliche Abschreibungen in Höhe von 200.000 € an. Die ersten 5 Jahre werden durch eine externe Finanzierung durchgeführt. Im 6. Jahr werden dann die Ersatzinvestitionen durchgeführt. Diese Ersatzinvestition entspricht der jährlichen Abschreibungssumme. Jahr / Maschine 1 2 3 4 5 6 1 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 2   1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 3     1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 4       1.000.000 1.000.000 1.000.000 5         1.000.000 1.000.000 Jähhrliche Abschreibungen 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.000.000 Liquide Mittel – Investitionen 200.000 600.000 1.200.000 2.000.000 3.000.000 1.000.000 3.000.000 1.000.000 Freigesetzte Mittel 200.000 600.000 1.200.000 2.000.000 2.000.000 2.000.000  Ab Ende des 5. Jahres können kontinuierlich 1.000.000€ freigesetzt werden.  
  • Vorteile Finanzierung mit einem Genussschein   1. Verzinsung: Diese wird bei Vertragsabschluss festgelegt und wird jährlich durchgeführt. Die ELITE GmbH bekommt den durch die Verzinsung gewonnenen Gewinn einmal Jahr direkt ausgezahlt. 2. Die ELITE GmbH hat einen Anspruch auf einen Anteil am Reingewinn des emittierenden Unternehmens. 3. Keine gesetzliche Regelung, das heißt, sie können von jedem Unternehmen gewährt und individuell ausgestaltet werden. 4. Beteiligung am Liquidationserlös. 5. Beteiligung an Nutzungsrechten oder Bezugsrechten für Sach- und Dienstleistungen. 6. Schaffung eines Verlustpuffers. 7. Haftungsbasis des Unternehmens wird verbreitert. 8. Die Kapitalkosten liegen unter den Renditeforderungen der echten Kapitalgeber. 9. Ausschüttungen sind steuerlich absetzbar, da sie steuerlich als Ausschüttungen auf das Fremdkapital und damit als gewinnmindernde Aufwendung gelten.  
  • Optimale Finanzierungsform - laufend höhere Personalkosten Bei laufend höheren Personalkosten empfiehlt sich eine Gewinnthesaurierung. Hierbei werden die Gewinne des Unternehmens einbehalten und nicht ausgeschüttet. Diese Gewinne werden dem Personal dann sozusagen im Laufe des Jahres ausgeschüttet. Eine zweite Möglichkeit, wenn keine Gewinne zum einbehalten da sind, empfiehlt sich auch eine verdeckte Selbstfinanzierung. Hierbei werden stille Reserven aufgelöst. 
  • Optimale Finanzierungsform - einmalige Büroumbaukosten Bei den einmaligen Büroumbaukosten wäre ein langfristiger Bankkredit (Darlehen) optimal. Darlehen haben eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Solange sollte das Bürogebäude auch in seiner neuen Form bestehen bleiben. Die ELITE GmbH kann zwischen verschiedenen Arten der Tilgung wählen. Zur Auswahl stehen Annuitätendarlehen, Abzahlungsdarlehen und Festdarlehen.
  • Optimale Finanzierungsform - Investition in neue Produktionsanlagen Bei der Investition in neue Produktionsanlagen empfiehlt sich ein Leasing. Es handelt sich hierbei um ein indirektes Mietgeschäft, also eine Fremdfinanzierung. Die Kosten sind im Voraus bekannt und somit kalkulierbar. Die Leasingraten sind als Betriebsausgaben absetzbar und man hat die Möglichkeit immer die neusten Produktionsanlagen zu erhalten. 
  • Möglichkeiten der Kreditabsicherung 1. Bürgschaft 2. Garantie 3. Schuldbeitritt 4. Eigentumsvorbehalt 5. Abtretung 6. Hypothek 7. Grundschuld 8. Pfandrecht
  • 4 Methoden der stillen Selbstfinanzierung   1. Unterbewertung von Vermögensgegenständen 2. Unterlassung von Aktivierungen 3. Unterlassung von Wertaufholungen und Zuschreibungen 4. Überbewertung von Passiva  
  • 3 Schritte für den Weg an die Börse 1. Wahl des Emissionsplatzes 2. Durchführung der Emission 3. Marktpflege 
  • 1. Wahl des Emissionsplatzes Beispiel - Regulierter Markt - Freiverkehr - Ausländische Märkte
  • 2. Durchführung der Emission Beispiel - Partnerwahl und Platzierungstechnik -Preisbestimmung - Kommunikationskonzept - Platzierung
  • 3. Marktpflege Beispiel - Publizität - Kurspflege
  • 6 Möglichkeiten der kurzfristigen Fremdfinanzierung   1. Lieferantenkredit 2. Kundenanzahlung 3. Kontokorrentkredit 4. Diskontkredit 5. Lombardkredit 6. Akkreditiv
  • 5 Möglichkeiten der langfristigen Fremdfinanzierung 1. Schuldverschreibung/ Anleihen 2. Obligationen 3. Wandel-/Optionsschuldverschreibungen 4. Zerobonds 5. Floating Rate Notes
  • Annuität berechnen   Annuität = (Kreditsumme * ((q-1) * 1 EXP(n)))/ (q EXP(n)-1) Annuität = (Kreditsumme * ((q *1,q EXP(4))) / (1,q EXP(4)-1)  = (90.000 * ((0,1 *1,1 EXP(4))) / (1,1 EXP(4)-1) = 90.000 * 0,14641 / 0,4641 = 28.392€  
  • Grundtabelle Annuität     1. Restschuld zu Jahresanfang -  2. Zinsen - 3. Tilgung - 4. Annuität - 5. Restwert zum Jahresende Darunter dann die Jahre  
  • Annuitätendarlehen - Berechnung Tilgung Berechnung Tilgung = Annuität - Zinsen
  • Annuitätendarlehen - Berechnung Restwert zum Jahresende Berechnung Restwert zum Jahresende = Restwert zum Jahresanfang - Tilgung
  • Abzahlungsdarlehen wird so gemacht wie bei der Annuität, nur bleibt hier die Tilgung gleich 
  • Grundtabelle Abzahlungsdarlehen     1. Restschuld zu Jahresanfang - 2. Zinsen - 3.Tilgung - 4.Annuität  - 5. Restwert zum Jahresende Darunter dann die Jahre