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Zahnmedizin (Fach) / Phantom II (Lektion)

Klausurfragen

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  • Welche Qualitätsanforderungen sind an einen Brücke hinsichtilich der Brückenanker zu stellen? - exakter Randschluss der Kronenanker - stabile Verankerung - Druchgängigkeit, Pflegbarkeit der Interdentalräume, physiologisch gestalteter Approximalkontakt (kleinflächiger Approximalkontakt im oberen Kronendrittel, konvexe untere Approximalflächen, rinnenförmiger oberer Approximalraum) - stabiler Brückenkörper, herzförmiger Querschnitt, Schleimhaut druchlos anliegend, gut pflegbar - störungsfreie Okklusion mit genügender Interkuspidationstiefe - mängelfreie technische Ausführung - natürliche Zahnform und ggf. -farbe/Ästhetik
  • Falls die Lötung einer VMK-Brücke notwendig wird, sollte dies vor oder nach dem Aufbrennen der Keramik geschehen (a)? Warum (b)? (a) vor dem Aufbrennen (b) - auf diese Weise ist die Trennung an einer Stelle mit großem Querschnitt möglich. Ein Versetzen der Schnittflächen führt somit nur zu einer geringen Reduzierung des Querschnittes - die Lötung kann bei einer Temperatur erfolgen, die weniger als 100°C unter der Solidustemperatur der Aufbrennlegierung liegt  
  • Warum muß die Höhe des Metallgerüstes bei einer kurzen keramisch verblendeten Brücke mitunter größer sein als bei einem langen Brückenglied? Zugspannung, die zum Bruch der Keramik führt, ist nicht abhängig vom Maß der Durchbiegung, sondern von der Krümmung (bei gleicher Durchbiegungn aber halber Länge des Brückenkörpers ist die Krümmung vierfach)
  • Welche Qualitätsanforderungen sind an eine Brücke hinsichtlich des Brückenkörpers zu stellen? - konvexe Außenkontur mit herzförmigen Querschnitt - drucklose Berührung des Alveolarfortsatzes - stabil (genügende Höhe und stabile Verbindung zu Brückenankern) - gut pflegbar
  • Beschreiben Sie diese Brücke K B B B K B Zweispannige, viergliedrige Anhängerbrücke
  • Nach der Art bzw. Befestigung des Brückenankers lassen sich verschiedene Brückenformen unterscheiden. Nennen Sie diese! - Vollkronenbrücke                 - Klebebrücke - Teilkronenbrücke                 - Inlaybrücke - Implantatbrücke                   - Teleskopkronenbrücke
  • Um welchen Faktor vervielfacht sich der Biegewiderstand eines Brückengliedes gegen Druchbiegung, wenn bei gleichbleibender Breite die Höhe verdoppelt wird? Verachtfacht sich, da Höhe in der 3. Potenz eingeht (hier: 2³ = 8)
  • Nach der From des Brückengliedes lassen sich verschiedene Brückenarten unterscheiden. Welche sind dies? - Schwebebrücke - Basisbrücke - Spaltbrücke
  • Nennen Sie das chemische Grundprinzip bei der Abbindereaktion konventioneller Zemente! Pulver (Metalloxide / basische Füllstoffe) und Flüssigkeit (wässrige Säure) werden gemischt. Durch Säure-Basen-Reaktion im wässrigen Millieu Bildung von Salzen, die in amorpher Matrix erstarren und zur Verfestigung (Aushärtung) des Zementes führen
  • Nennen Sie das chemische Grundprinzip bei der Abbindereaktion adhäsiver Befestigungsmaterialien! Ploymerisationsreaktion mt chemischer und photochemischer Initiatoraktivierung (Dualhärtung)
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  • Auf welchem Retentionsprinzip beruht der Haftmechanismus herkömmlicher Befestigungszemente? Keine Klebewirkung, sondern Verhinderung der Parallelverschiebung durch Verkeilung
  • Auf welchem Retentionsprinzip beruht der Haftmechanismus adhäsiver Befestigungsmaterialien? Adhäsive Verbindung sowohl zur Zahnoberfläche (durch SÄT, Primer, Bond), als auch zur Restaurationsoberfläche (Anrauhen, Silanisieren)
  • Welche Anforderungen sollte ein definitives Befestigungsmaterial erfüllen? - beständiger Verbund zwischen ungleichen Werkstoffen / Materialien    - angemessene Druck- und Biegefestigkeit - ausreichende Bruchfestigkeit, um eine Lockerung der Restauration druch Frakturen an Grenzflächen oder durch kohäsive Brüche zu vermeiden - gutes Anfließverhalten sowohl an die Zahnhartsubstanz als auch an die Restauration - niedrige Filmstärke und ausreichende Viskosität, um das vollständige Aufsetzen der prothetischen Arbeiten auf den Zahnstumpf zu gewährleisten - Stabilität gegenüber dem Mundmillieu - Biokompatibilität - ausreichende Verarbeitungs- und Abbindezeiten - leichte Entfernbarkeit von Überschüssen
  • Nennen Sie die Vorteile, Nachteile und Indikationsbereich von Zinkoxidphosphatzement! Vorteile:                                                                                                                    - über 100 Jahre klinische Erfahrung                                                                    - guter Standardzement                                                                                         - geringe Pulpairritation Nachteile:                                                                                                               - relativ hohe Löslichkeit im Mundmillieu                                                             - relativ geringe Härte Indikationsbereich:                                                                                                 - Guß-Inlays/ -Onlays                                                                                              - Vollguß-/ VMK- Kronen bzw. -Brücken
  • Welche Besonderheiten sind beim Anmischen / Einsetzen bei Verwendung von Zinkoxidphosphatzement zu beachten? - Anmischen auf gekühlter fettfreier Glasplatte - langsames fraktioniertes Einrühren des Pulvers in die Flüssigkeit - Überschussentfernung erst nach vollständiger Aushärtung
  • Was erreichen Sie durch fraktioniertes Anrühren von Zinkoxidphosphatzement? Fetigkeitssteigerung, da druch fraktioniertes Anrühren mehr Pulver beigemischt werden kann
  • Nennen Sie die Vorteile, Nachteile und Indikationsbereich von Glasionomerzement! Vorteile:                                                                                                                    - hohe Mundbeständigkeit                                                                                  - Fluoridabgabe                                                                                                  - molekulare Haftung am Dentin                                                                       - bessere Retention / physik. Werte als Zinkoxidphosphatzement Nachteile:                                                                                                                - Empfindlichkeit gegen Wasser und mechanische Belastung in initialer Aushärtungsphase Indikationsbereich:                                                                                                 - Guß-Inlays/ -Onlays                                                                                           - Vollguß-/ VMK-Kronen bzw. -Brücken                                                             - metallische Wurzelstifte                                                                                    - Vollkeramikkronen aus hochfester Oxidkeramik
  • Welche Besonderheiten sind beim Anmischen / Einsetzen bei Verwendung von Glasionomerzement zu beachten? - exakte Dosierung mit Meßlöffel beim manuellen Anmischen - kein fraktioniertes Einrühren des Pulvers in die Flüssigkeit, sondern zügiges Vermengen - Überschussentfernung in schwer zugänglichen Bereichen (interdental) nach initialer Härtung, noch vor vollständiger Aushärtung
  • Nennen Sie die Vorteile, Nachreile und Indikationsbereich von Befestigungsmaterialien auf Kompositbasis! Vorteile:                                                                                                                   - adhäsiver Verbund                                                                                            - sehr geringe Löslichkeit                                                                                  - große Härte Nachteile:                                                                                                                - schwierige Handhabung                                                                                 - fehlende klinische Langzeitergebnisse zu Toxizität und Allergenität Indikationsbereich:                                                                                                 - indirekte Kompositrestaurationen                                                                  - Vollkeramikkronen                                                                           - ( Guß-Inlays/ -Onlays)                                                                                       - ( Vollguß-/ VMK-Kronen bzw. -Brücken)                                                        - (metallische Wurzelstifte)
  • Wodurch wird die Fleßfähigkeit des Befestigungszementes bestimmt? - Anmischverhältnis Pulver/Flüssigkeit - Korngröße des Pulverpartikel
  • Bis zu welchem Festigkeitswert müssen Vollkeramikkronen zwingend adhäsiv befestigt werden? Sofern die Festigkeit der verwendeten Keramik < 200 MPa beträgt, ist die adhäsive Befestigung von Vollkeramikkronen zwingend erforderlich!
  • Wovon ist die Zementschichtdicke abhängig? - Fließfähigkeit des Zementes                                                                           ---> Pulver-/Flüssigkeitsverhältnis beim Anmischen                                       ---> Korngröße der Zementpulverpartikel - einwirkender Kraft beim Einsetzen - Abflussbedingungen                                                                                       ---> Präparationswinkel                                                                                    ---> Zementspaltbreite                                                                                       ---> Stufenform
  • Was ist das Ziel der totalprothetischen Rahabilitation? Durch Ersatz der verlorengegangenen Gewebe - Verbesserung der Kaufunktion - Wiederherstelltung ungestörter Sprechfunktion - Ausgleich gestörter Physiognomie
  • Welche grundsätzlichen Faktoren haben Einfluss auf den Erfolg einer totalprothetischen Versorgung? - Funktionszustand der Prothesen - Adaptierfähigkeit des Patienten - anatomische Voraussetzungen - psychische Faktoren
  • Aus welchen Schritten besteht die Befunderhebung vor totalprothetischer Neuversorgung? - Inspektion des Prothesenlagers - Beurteilung des vorhandenen Zahnersatzes - Röntgenübersichtsaufnahme des zahnlosen Kiefers
  • Was ist die mukogingivale Grenze? Übergang der Gingiva propria (d.h. der am Alveolarfortsatz fest anhaftenden Schleimhaut) in die bewegliche Schleimhaut des Vestibulum oris bzw. des Mundbodens
  • Was ist die A-Zone Resiliente Schleimhautzone am Übergang vom harten zum weichen Gaumen
  • Was ist die A-Linie? Dorsale Begrenzung der A-Zone
  • Welche Hinweise auf die Lage der A-Linie gibt es? - Position der Foveolae palatinae - Anlauten des Vokales A (Gaumensegel hebt sich) - Nasenblasversuch (Gaumensegel senkt sich) - Abtasten mit Kugelinstrument
  • Welche Strukturen müssen bei der Situationsabformung des zahnlosen Kieferst dargestellt werden? OK und UK: - Kieferkamm, Vestibulum OK: - komplette Gaumenwölbung, Tubera maxillae, A-Linie UK: - Christa mylohyoidea, Trigona retromolaria
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  • Welche Löffel stehen für die Einzel-Situationsabformung des zahnlosen Kiefers zur Verfügung? - konfektionierte Abformlöffel - halbindiviuelle Abformlöffel
  • Nennen Sie die Nachteile der Einzel-Situationsabformung des zahnlosen OK und UK im Vergleich zur bimaxillären Abformung! Bei Einzelabformung kein Anhalt für die Kieferrelation, d.h. keine Zuordnung der OK- und UK-Modelle in vertikaler und horizontaler Richtung möglich. Deshalb später erhöhter Aufwand am Patienten,um die auf den Situationsmodellen hergestellten Funktionslöffel mit Wachswällen passend zu machen
  • Wieviel mm sollte der Abstand des oberen Wachswalls vom tiefsten Punkt der Umschlagfalte bei einer Vestibulumdistanz von 42 mm betragen? 22 mm halbe Vestibulumdistanz + 1 mm
  • Wie wird der untere Wachswall in der Höhe dimensioniert? - ventral: halbe Vestibulumdistanz minus 1 mm - dorsal: läuft auf der Oberkante des Trigonum retromolare aus
  • Welche Anforderungen müssen individuelle Löffel für die Funktionsabformung hinsichtlich ihrer Ausdehnung erfüllen? - der Löffelrand endet an der mukogingivalen Grenze und spart        einstrahlende Bändchen und Muskelzüge aus - der obere Löffel muss beide Tuber maxillae umfassen und endet an der A- Linie - der untere Löffel muss die Christa mylohyoidea um 1-2 mm überragen und die Trigona retromolaria umfassen
  • Welche Technik der Funktionsabformung wenden Sie am Patienten an, um später eine möglichst funktionelle Gestaltung der Prothesenränder zu erhalten? aktive mundgeschlossene Funktionsabformung
  • Welche Möglichkeiten zur Überprüfung der Bißhöhe gibt es? - Differenzmessung: Abstand zwischen Ruheschwebelage und Schlussbiß soll 2-3 mm betragen - Sprechprobe: kein Anstoßen oberer und unterer Zähne bzw. Wachswälle bei S-Lauten und Rückwärtszählen - Ästhetik: harmonische Ausformung der Gesichtsdrittel, Lippenregion - Vestibulumdistanz: mit Durchschnittswerten vergleichen 34 +- 2 mm
  • Was überprüfuen Sie bei der Anprobe der individuellen Löffel? - Sitz - korekte Ausdehnung - Wachswalldimensionierung - Bißhöhe
  • Was verstehen Sie unter "dorsaler Randerhöhung"? Aufbau des dorsalen Prothesenrandes im Bereich der resilienten A-Zone zur Erzielung einer Ventilfunktion
  • Wozu dient die "Sealabformung" bei der Funktionsabformung? - Herstellung der Kongruenz zwischen Löffelbasis und Schleimhaut - Ausgleich von Ungenauigkeiten der Randvorformung
  • Welches Abformmaterial eignet sich am besten für ndie "Sealabformung" bei der Funktionsabformung? Tixotropes, dünnfließendes Silikon
  • Welches Abformmaterial eigent sich am besten für die "Randvorforumng" bei der Funktionsabformung? Mittelvisköses, knetbares Silikon mit langer Verarbeitungszeit
  • Welche grundsätzlichen Möglichkeiten der horizontalen Kieferrelationbestimmung im Rahmen der Funktionsabformung gibt es? - Checkbiß-Registrat - Intraorales Stützstiftregistrat
  • Nennen Sie die Vor- und Nachteile des Checkbißregistrates im Vergleich zum Stützstiftregistrat! + relativ einfaches, zeitsparendes Vorgehen - größere Gefahr die Kieferrelation falsch einzustellen, hierdurch ergibt sich u.U. die Notwendigkeit einer Neuaufstellung nach Fertigstellung
  • Nennen Sie die Vor- und Nachteile eines Stützstiftregistrates im Vergleich zum Checkbiß-Registrat + deutlich geringere Gefahr, Kieferraltion falsch einzustellen, demnach ergibt sich in keinem Fall die Notwendigkeit einer Neuaufstellung nach Fertigstellung der Prothese - intrumentell und zeitlich aufwendiger (ausserdem entfällt durch Stützstiftregistrat im Zusammenhang mit Funktionsabformung nicht die Notwendigkeit eines erneuten Registrates nach Fertigstellung, um die herstellungsbedingten Okklusionsstörungen zu beseitigen)  
  • Nennen Sie die jeweiligen Bezugspunkte durch welche die unten genannten Schädelbezugsebenen difiniert werden (a) Frankfurter Horizontale - FH (b) Achs-Orbital-Ebene - AOE (c) Camper'sche Ebene - CE (d) Okklusalebene (a) Oberrand Porus accusticus externus und Infraorbitalpunkt (b) Scharnierachspunkt und Infraorbitalpunkt (c) Unterrand Porus accusticus externus und Spina nasalis anterior (d) Inzisalpunkt und distobukkale Höckerspitzen der 2. UK Molaren
  • Nenne Sie die beim mittelwertigen Einartikulieren mittels Fundamentwaage berücksichtigten Ebenen bzw. Winkel! - Bonwill-Dreieck (durchschnittliche Kantenlänge von 10cm) - Kauebene - Balkwill-Winkel (Winkel zwischen Bonwill-Dreieck und Kauebene, durchschnittlich 15°)
  • Definieren Sie das Bonwill-Dreieck! Gleichseitiges Dreieck, das durch die Verbindung von Kondylenmittelpunkten und Inzisalpunkt gebildet wird. Druchschnittliche Kantenlänge: 10 cm
  • Definieren Sie den Begriff der Kauebene! Ebene durch Inzisalpunkt und die distobukkalen Höcker der 2. UK-Molaren
  • Definieren Sie den Balkwill-Winkel! Winkel, den das Bonwill-Dreieck mit der Kauebene bildet Durchschnittswert: 15°