Innere Medizin (Fach) / Pulmologie (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 11 Karteikarten
Fürs Examen
Diese Lektion wurde von Inalafe erstellt.
- Kußmaulatmung Hyperventilation als Folge einer schweren metabolischen Azidose mit tiefen, regelmäßigen Atemzügen und zusätzlich häufig Tachypnoe.
- Cheyne-Stokes Atmung Wellenförmiges An- und Abschwellen des Atemvolumens.Zwischen den Atemsequenzen treten intermittierende Apnoeintervalle auf. Man beobachtet diesen Atmungstyp am häufigsten bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und nach zerebraler Schädigung unterschiedlicher Genese. Bei Gesunden in Höhen über 4000 m ist dieser Atmungstyp im Schlaf fast physiologisch.
- Biot-Atmung Bei Hirnläsionen und frühgeburtliche Atemrhythmusstörungen bei Kleinkindern verwendet. Unregelmäßiges periodisches Auftreten von Tachypnoe und Bradypnoe mit wechselnden Atemzugsvolumina und unterschiedlichen Apnoepausen (,,chaotische Atmung“). Man führt diese Störung auf eine mangelnde Reife des Atemzentrums zurück.
- Seufzer-Atmung Mehr oder weniger unregelmäßige Atmung periodisch von einem tiefen Atemzug durchbrochen. Sie wird vor allem im Schlaf bei herabgesetzter Ansprechbarkeit des Atemzentrums beobachtet.
- Erreger ambulant erworbenen Pneumonien von jungen Erwachsenen ohne Risikofaktoren A-Streptokokken (Streptococcus pneumoniae)KlebsiellenMykoplasmen Chlamydien Haemophilus influenzae
- Pneumocystispneumonie symmetrische interstitielle Infiltration zunächst in beiden Mittelfeldern, Fieber, trockener Husten und Dyspnoe bei unauffälliger Auskulatation. Th.: Cotrimoxazol in hoher Dosis eingesetzt häufigste Erstmanifestation einer AIDS-Erkrankung
- Infarkt-Pneumonie Sekundäre Pneumonie durch bakterielle Superinfektion mit Pneumokokken, Hämophilus influenzae oder Staphylokokken infolge Zirkulationsstörung nach einem Lungeninfarkt auf.dreieckiges peripher liegendes Infiltrat („Hampton hump“) mit Beteiligung des Sinus phrenicocostalis, dessen Spitze im weiteren Verlauf „abschmilzt“ (Eisberg-Zeichen)
- Mediastinaltumor typische Symptomatik entsteht durch Verdrängung oder Infiltration von benachbarten Strukturen. → fortgeschrittenen Stadium: Thoraxschmerzen, Reizhusten, Dyspnoe, Dysphagie, Singultus, obere Einflussstauung, Stauung der Mediastinalvenen, Stridor, Heiserkeit, Phrenikusparese, Horner-Syndrom (Ptosis, Miosis, Enophthalmus) und Arrhythmien.
- Q-Fieber weltweit vorkommende Zoonos, Erreger Coxiella burnetii plötzlich einsetzende starke Kopfschmerzen, Arthralgien, Myalgien, Fieber und Brustschmerzen. Das Fieber kann dabei über 3 Wochen andauern und bis zu 40°C betragen. Während der 2. Krankheitswoche entwickelt sich oft unproduktiver Husten als Folge einer atypischen, interstitiellen Pneumonie. Inkubationszeit im Mittel 19 Tage Bei rund einem Drittel der Patienten mit protrahiert verlaufendem Q-Fieber kommt es zu einer akuten Hepatitis, seltener Endokarditis oder Meningoenzephalitis. Gefährdete Berufsgruppen sind v. a. Schäfer und Tierärtze. Nachweis namentlich meldepflichtig!
- Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome im Vergleich zu den kleinzelligen Karzinomen eine langsame Wachstumstendenz, geringere Metastasierungsrate und werden häufiger lokoregional angetroffen. Das Ansprechen auf Chemo- und/oder Radiotherapie ist begrenzt, daher ist ein operatives Vorgehen indiziert, welches sich nach dem Tumorstadium richtet.
- CRB-65-Score je 1 Punkt für die folgende Parameter: Confusion (Verwirrtheit) Respiratory Rate (Atemfrequenz) ≥ 30/min Blood Pressure (Blutdruck) < 90 mmHg systolisch oder < 60 mmHg diastolisch 65 Jahre alt oder älter Ab 1-2 Punkten in diesem Score ist eine stationäre Therapie indiziert.
