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Medizin (Fach) / HNO (Lektion)

HNO

Diese Lektion wurde von lalast67 erstellt.

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  • Presbyakusis altersbedingte Schwerhörigkeit durch Degeneration des Corti-Organs progrediente beidseitige Schwerhörigkeit, v.a. der hohen Töne -> langsam und tief sprechen
  • Welches sind die häufigsten Erreger eine Pharyngitis? Viren Und bei bakteriellen Pharnygitiden (seltener als virale): häufigster Erreger ß-hämolysierende Streptos Gruppe A
  • In welchem Frequenzbereich liegt der Hörverlust bei M. Menière, chronischer Lärmeinwirkung, Cisplatin-Ototxoizität? Knochen- und Luftleitung bei allen genannten gleich betroffen M. Menière: Tiefton, ca. 500 Hz Chronische Lärmexposition: Hochton, ca. 4000 Hz, C5-Senke Cisplatin: 1000-4000 Hz
  • Glomustumor Glomus=Knötchen -> Paraganglien (endokrin aktives Zellknäuel) oder Gefäßknäuel Am häufigsten Glmous tympanicus und Glomus jugulare aus den Paraganglien des Mittelohrs -> kann gut- oder bösartig sein Symptome: Leitsymptom=pulssynchrones Ohrgeräusch, keine Schmerzen, Hörminderung, spät Blutung aus betroffenem Ohr Diagnostik: rötliches, pulsieredes Trommelfell, Tumor ist durch TF sichtba und bewegt sich pulssynchron Schallleitungsschwerhörigkeit gute Abgrenzbarkeit im MRT CT zur Beurteilung der knöchernen Beteiligung (wächst destruierend) Subtraktionsangiographie: präop zur Bestätigung derDiagnose und zur Dokumentation der arteriellen Versorgung Somatostatin-Szinti: Abgrenzung zu anderen Gefäßprozessen ev. PET: Nachweis von multilokulären Wachstum Therapie: RAUSSCHNEIDEN Komplikation: Infiltration des Foramen jugulare (Hirnnerven IX-XI) mit Formane-jugulare-Syndrom (Accessorius -> erschwerte Kopfdrehung und Schulterhebung, N. vagus -> Kulissenphänomen durch schlaffes Gaumensegel und Deviation zur gesunden Seite, Heiserkeit und Paramedianstellung der kranken Stimmlippe, Glossopharyngeus -> Kulissenphänomen)    
  • Nebenhöhlenbelüftung im Verlauf des Kinderlebens Siebbeinhöhle (S. ethmoidalis): bei Geburt Stirnhöhle (S. frontalis): ab 2. LJ Keilbeinhöhle (S. sphenoidalis): ab. 3.-6. LJ Kieferhöhle (S. maxilaris): erst mit Durchbruch der bleibenden Zähne  
  • NNH-Papillom Gutartiger, epitelialer, destruierend wachsende Tumor mit häufigen Rezidiven, maligne Entartung möglich v.a. Männer ums 50. LJ Anamnese: wiederholtes früheres Entfernen von Polypen aus betroffener Nasenhälfte, einseitig behinderte Nasenatmung, ev Epistaxis oder blutig tingiertes Sekret, ev. Sinusitisschmerz mit Druckgefühl Diagnostik: Endo mit Biopsie, CT/MRT Therapie: radikale Entfernung  
  • NNH-Karzinom Leitsymptom: einseitig behinderte Nasenatmung Symptome: Epistaxis, HN-Ausfälle (Sensibilitätsausfälle oder Neuralgien), Visusminderung, Zahnschmerzen, Hypsomie/Anosmie Diagnostik: Rhinoskopie/Endo, CT+MRT, Diagnosesicherung nach Ausschluss von gefäßreichen Tumoren durch Biospie Therapie: Tumorresektion (ggf. neo- & adjuvante Cx)
  • Mediane Halszyste Überreste des Ductus thyreoglossus aus der Embryonalentwicklung Klinik: schluckverschiebliche, prallelastische Schwellung ab Geburt an, symptomatisch meist bis 5.LJ, meist um das Zungenbein herum -> kann sekundär fisteln mit Hautoberfläche Therapie: komplette Exstirpation mit mittlerem Teil des Zungenbeins, bei Fistel zusätzl. Fistelmund umschneiden und Fistelgang vollsätindig exstirpieren 3-5% Rezidive
  • Laterale Halsfistel Überrest des Sinus cervicalis Klinik: von Geburt an bestehende äußerliche Hautöffnung am seitlichen Hals durch Fistel Lokalisation: äußere Hautöffnung am Vorderrand des M. sternocleidomastoideus, enge Lagebeziehung zur Karotisgabel, innere Öffnung in Fossa tonsillaris möglich Komplikationen: rez. Entzündungen am Fistelmund Therapie: kompette Exstirpation
  • Laterale Halszyste Halszysten durch Epitheleinschlüsse der zervikalen LN v.a. 2.+3. Lebensjahrzehnt Klinik: Schwellung am seitlichen Hals, welche wärhend INfektion der oberen Atemwege zunimmt Therapie: komplette Exstripation HABEN NICHTS MIT ANGEBORENEN HALSFISTELN GEMEINSAM!!!
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  • Neuritis vestibularis Symptome kommen akut aus völliger Gesundheit und bleiben tagelang: starker Drehschwindel, Ü&E, Fallneigung (kann nicht gehen oder stehen) Häufig viraler grippaler Infekt der OAW in Anamnese -> KEINE Hörminderung, KEIN Tinnitus Diagnostik: Nystagmus und Drehschwindel zur gesunden Seite (krankes Vestibularorgan ist ausgefallen), Fallneigung zur kranken Seite, Kalorische Testung zeigt Unterregbarkeit, Audiometrie opB Therapie: Bettruhe, Dimenhydrinat o.ä., Diazepam o.ä., GKK (Prednisolon) -> zentral wirkende Medis so schnell wie möglich absetzen und Physiotherapie mit vestibulärem Training beginnen um zentrale Kompensation zu fördern -> heilt meist spontan in 2-3 Wochen aus
  • DD Akuter Schwindel M. Menière: kochleäre Symptome wie Tinnitus, Hörminderung sowie minuten- bis stundenlang anhaltender Drehschwindel Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel: Drehschwindelattakcne lagerungsabhängig und kürzer als eine Minute, Schwindel und Nystagmus zur kranken Seite (übererregt) Phobischer Schwankschwindel: psychogen, in bestimmten Sitautionen (Massen, enge Räume), mit Herzrasen, Schwitzen Neuritis vestibularis: akut, aus völliger Gesundheit für Tage starker Drehschwindel, Ü&E, Fallneigung, Nystagmus und Drehschwindel zur gesundenen Seite (kranke Seite ausgefallen)
  • Hörsturz Klinik: Warnsignal: Watte im Ohr oder Druckgefühl plötzlich einsetzende schmerzlose Innenohrschwerhörigkeit ohen erkennbare Ursache, oft mit Tinnitus prognostisch ungünstig: Schwindel Diagnostik: Tonschwellenaudiometrie zur Bestimmung der Hörschwelle, Ausschussdiagnose Therapie: Bettruhe HAES-Infusionen hohe GKK-Gaben für wenige Tage (Prednisolin)
  • Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel Kleinste Konkremente (Kanalolithiasis) im Endolymphraum führen zur Irritiation und unter einer Minute langen Schwindelanfällen mit Ü&E-> bei bestimmten bewegungen wie Kopfdrehen oder Umdrehen im Bett Klinik: plötzl., rez., lagerungsabhängige Attacken für wenige Sekunden mit Drehscwindel, Ü&E Auslöser: nächtliches Drehen, schnelles Hinlegen, rasche Kopfdrehung, Kopfreklination -> Latenz von einigen Sekunden bis Schwindeleintritt KEINE Hörminderung, KEIN Tinnitus Nystagmus und Dreschwindel zur kranken Seite, Fallneigung zur gesunden Siete Diagnostik: Hallpike-Manöver (Patient in Kopfhängleage birngen und Kopf drehen) Therapie: Befreiungsmanöver nach Epley -> Patient in Rückenlage, wird zur gesunden Seite gedreht und wieder aufgesetzt, Otholithen lösen sich und fließen ab -> danach im Sitzen schlafen drei Tage zur Schonung der Bogengänge -> Dimenhydrinat etc. wirkt nicht!
  • Othämatom seröser und blutiger Erguss zwischen Knorpel und Knropelhaut durch Gewalteinwirkung Klinik: prall-elastische Schwellung mit Fluktuation, Schmerzen möglich Therapie: IMMER Drainage durch Inzision, bei Rezidiven ggf. veränderten Knorpel resezieren, ggf. Druckverband anlegen Kompliktaion: Perichondritis
  • Komplikationen der Otitis media Mastoiditis: v.a. Kleinkinder, erneute Schmerzen+Fieber und druckdolente teigige Schwellung hinter dem Ohr Senkung der oberen hinteren Gehörgangswand CT: Einschmelzung von Knochenstrukturen Mastoidektomie, AB Labyrinthitis: Folge einer aktuen Otitis media oder chron. OM mit Entzündung des vestibulären und cochleären Lanyrinthanteils serös durch Viren und Noxen oder eitrig durch Bakterien Drehschwindel, Erbrechen, v.a. bei eitrigen Formen Hörmidnerung mit bleibenden Hörschände Wechsel der Lateralisation im Vlerauf der OM: Weber erst ins kranke Ohr, dann ins Gesunde (erst Schallleitungsstörung, dann Schallempfindungsstörung) Ausfallnystagmus zum gesunden Ohr für Wochen bis Monate Sanierung der Mittelohrräume, AB mit breitem Spektrum (Ceftriaxon), GKK
  • Typische Befunde der Tonschwellenaudiometrie Hochtonsenke in der KL+LL bei 4000Hz: C5-Senke, akustisches Trauma Reduzierte Schwelle in KL+LL mit Senke bei 2000Hz: Carhart-Senke, Otosklerose Tieftonsenke in KL+LL: M. Menière Explosionstrauma???
  • Lingua geographica einzelne rötliche und weiße Areale, erinnern an Bild einer Landkarte Zungenbrennen möglich Ursache unbekannt
  • Glossitis rhombica mediana ovale schmerzlose Rötung im mittleren Drittel der Zunge ventral des Foramen caecum Unbekannte Ursache
  • Lingua plicata Faltenzunge ohne Symptome (ca. 5% der Menschen) Teilsymptom beim Melkersson-Rosenthal-Syndrom (+geschwollene Oberlippe)
  • Schwarze Haarzunge oft spontan wieder verschwindende schwarze Zunge ohne bekannte Ursache oder Krankheitswert
  • Periphere Fazialisparese meist idiopathisch, Sonderfall Melkersson-Rosenthal-Syndrom, Guillain-Barré, Frakturen, Geburtstraumen, tumorös, nach Parotisresektion bei Läsion des Ramus marginalis nervi facialis Unterschied zentral/peripher: Stirnrunzeln und Lidschluss ist bei peripherer Läsion nicht mehr möglich, bei zentraler Läsion durch Versorgung durch beide Hemisphären aber doch Symptome: N. petrosus major: parasympatische Fasern für Tränen- & Nasendrüse-> verminderte Sekretion N. stapedius: Hyperakusis durch Ausfall Chorda tympnai:Geschmacksstörung der vorderen 2/3 der Zunge und Verminderung der Speichelproduktion ipsilateraler Ausfall der kompletten mimischen Muskulatur: hängender Mundwinkel, fehlender Lidschluss, Stirunrunzeln nicht möglich M orbicularis occuli: Austrocknung des Auges durch unvollständigen Lidschluss Diagnostik: Pfeifen, Augenschluss, Strinrunzeln, Nacken aufblasen Bell-Phänomen: sichtbares Weiß des Auges bei unvollständigem Lidschluss Signe de cils: Weiter sichtbare Wimpern beim Augenzukneifen als auf Gegenseite Schirmer-Test zur Tränensekretion Gustometrie Entzündungsparameter Liquor: PCR auf Variezlla-Zoster, Herpes-simplex MRT zum Tumorausschluss Therapie: Augenschutz mit Tränenersatzmittel, Uhrglasverband Therapie der Ursache wenn mgl. falls idiopathisch: GKK für 5-0 Tage, ggf. Virustatikum (Valaciclovir)
  • Peritonsillarabszess v.a. Jugendliche und junge Erwachsene v.a. durch Gruppe-A-Streptos, Viridans-Streptos, Staphylos, Anaerobier - oft mehrere, nach rez. Tonsillitiden oder als Komplikation einer aktuen Tonsillitis Klinik: Dysphagie, Halsschmerzen, Trismus, kloßige Sprache, Fieber Diagnostik: pathognomisch Gaumenbogenvorwölbung, Entzündungsparameter, hypodense Struktur im CT Therapie: Nadelaspiration oder Inzision und Drainage, AB (Penicillin+Cephalosporin II), ggf. Tonsillektomie Komplikationen: selten Ausbreitung in Parapharyngealraum, Parapharyngealabszess (Vorwölbung des seitlichen Rachens), Aspirationspneumonie nach Spontanruptur
  • Peripharyngealabszess Abszess im Retropharyngealraum oder Parapharyngealraum v.a. Kleinkinder, selten nach Schuleintritt, mehr Jung durch Gruppe-A-Streptos, Viridans-Streptos, Staphylos, Anaerobier - oft mehrere meist spontan nach Infekt der OAW mit Abszedierung retropharyngealer LN ev. durch Ausbreitung eines Peritonsillarabszesses Klinik: Torticollis, Kopfbewegungseinschränkung, Nackenschwellung bei Kleinkind, Fieber, Dysphagie Diagnostik: Rachenvorwölbung (schwer einsehbar bei Kleinkind - seitlich bei Para-, hinten bei Retropharyngealabszess), Entzüdnungsparameter, CT (da potentiell lebensgefährlich) Komplikationen: Senkungsabszess in Mediastinum -> Mediastinitis, Aspirationspneumonie bei Entleerung des Eiters, Einengung der Trachea Bei Parapharyngealabszess Thrombose der V. jugularis interna, Erosion der A. carotis interna Therapie: AB (Penicilline+Cephalosporine II), ev. + Metronidazol und Clindamycin, ev. Inzision+Drainage
  • Juveniles Nasenrachenfibrom gutartiges gefäßreiches Fibrom, das destruierend wächst -> Knochendestruktionen ausschließlich bei Jungs, v.a. ab 10.LJ Symptome: rez. spontane Epistaxis, behinderte Nasenatmung (Rhinophonia clausa, Näseln), eitrige Nasensekretion Diagnostik: harter, knolliger, glatter, grauroter Tumor, vom harten Gaumen ausgehend, Angio-MRT zur Beurteilung des Ausmaßes (Einbruch in Orbita, NNH, Fossa infratemporalis) Therapie: Spontanremission mgl. (v.a. vor Pubertät) meist wegen Blutungsneigung Exstirpation /transanasl ider transmaxillär) Rx mgl. (aber erhöht späteres Ca-Risiko)