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VL (Fach) / F0 (Lektion)
Vl
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- 2. die wesentlichen ätiologischen Faktoren wissen ADHS Multifaktorielle Ätiologie primär biologische Erkrankung: neuroanatomisch (Aufmerksamkeitssystem), genetisch (Zwillingstudien) Umwelt- /soziale Faktoren (Familienstruktur, verpflichtende Aktivitäten)
- 3. Besonderheiten im Erwachsenenalter kennen Hyperaktivität äußert sich verhaltener Geschlechter: 1:1 eher nicht laufend beschäftigt
- 4. die entscheidenden Therapiemaßnahmen kennen ADHS multimodale Behandlung Therapie: primär medikamentös o Methylphenidat (Ritalin= Dopaminwiederaufnahmehemmer) Psychotherapie: o Verhaltenstherapie - tiefenpsychologische Verfahren
- 1. Rechtliche Grundlagen für die Anwendung von Maßnahmen gegen den Willen des Betroffenen §11 PsychKG: Eigengefährdung oder Gefahr für Sicherheit und Ordnung (Fremdgefährdung)
- 2. Beurteilung der Geschäftsfähigkeit -Feststellung psychischer Störung, Ausprägung der Symptomatik& Konsequenzen für freie Willensbildung o Ausschluss freier Willensbildung, wenn Betroffene nicht mehr in der Lage ist, „Entscheidungen von vernünftigen Erwägungen abhängig zu machen“
- 3. Einrichtung einer Betreuung -gibt keine Entmündigung mehr, Betroffener muss volljährig sein und an einer Störung leiden o Psychische Krankheit, Körperliche Behinderung, Geistige Behinderung -Erforderlichkeitsgrundsatz: aufgrund Störung nicht mehr in der Lage, Angelegenheiten ganz / teilweise zu besorgen
- 4. Grundzüge der Beurteilung der Schuldfähigkeit bei psychisch kranken Rechtsbrechern, Konsequenzen bei Schuldunfähigkeit §20 StGB Schuldunfähigkeit wegen psychischer Störung Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, tief-greifenden Bewusstseinsstörung/ Schwachsinns/ einer anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln §21 StGB Verminderte Schuldfähigkeit Fähigkeit des Täters, Unrecht der Tat einzusehen/ nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem in §20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert-> kann Strafe gemildert werden o Verminderte Schuldfähigkeit-> Strafminderung o Aufgehobene Schuldfähigkeit-> Freispruch § Gefährlichkeit -> Unterbringung im Maßregelvollzug
- Antidepressiva · Wirken erst nach 2-3 Wochen Blockieren Rezeptoren für Wiederaufnahme von Neurotransmitter -> erhöht Konzentration im synaptischen Spalt Verbleibt länger am Wirkort, Wirksamkeit als Signalüberträger steigt Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer SSRI o Citalopram, Fluoxetin Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) o Reboxetin Selektive Serotonin-/Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI) o Duloxin
- Benzodiazapine binden an GABA Rezeptoren (die wichtigsten inhibitorischen Rezeptoren im ZNS) -wirken modulierend auf Bindungsstelle, die Wirksamkeit des inhibitorisch wirkenden Neurotransmitters GABA wird verstärkt · verstärken Chlorideinstrom -> Hyperpolarisation, geringere Erregbarkeit der Zelle o Valium (Diazepan)
- Dissoziale PS (F 60.2) Missachtung sozialer Normen,niedrige Schwelle für Aggression; fehlendes Schuldbewusstsein
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- Borderline PS (F 60.31) Zwei der folgenden Eigenschaften: o Störungen und Unsicherheit bzgl. Selbstbild, Zielen und inneren Präferenzen § Problembereich Selbstbild: anders sein, nicht wert zu sein zu leben o Neigung, sich in intensive aber instabile Beziehungen einzulassen o Übertriebene Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden o Drohungen oder Handlungen mit Selbst-Verletzungen o Anhaltende Gefühle von Leere -Schwierigkeiten in der Beibehaltung von Handlungen, die nicht unmittelbar belohnt werden - Kernbereiche: Attektregulation (emotionale Instabilität)/ Impulskontrolle/ Selbstkonzept -Leistsymptom: Anspannung, Dissoziation -80% frühe Traumatisierung, (Häufig: Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Gewalt zwischen Eltern) - Gleiches Geschlechtsverhältnis, Hohe Komorbiditätsrate, Hyperreagibilität der Amygdala
- Histrionische PS (F 60.4) Dramatische Selbstdarstellung, oberflächliche, labile Affekte, ich bin leer und langweilig
- Narzistische PS (F60.8) brüchiges Selbstwertgefühl wird mit einem Selbstbild der Großartigkeit zu kompensieren
- Pharmakotherapie bei Insomnien Hypnotika (Schlafmittel) Symptomatische Behandlung, schläft durch, unterdrückt aber REM Phasen, wie alkoholisierter Schlaf: nicht erholsam Benzodiazepin-Hypnotika Rascher Wirkungseintritt Nebenwirkung: Hang-over-Effekte (lange HWZ, hohe Dosen), Toleranzentwicklung Non-Benzodiazepin-Hypnotika Rebound-Phänomene sowie Toleranz- und Abhängigkeitsentwicklung viel seltener als bei BZD Sedierende Antidepressiva (Mirtazapin) und Antipsychotika (niederpotent: Melperon) Höhere Nebenwirkungsrate als BZD (anticholinerge Effekte, EPS)
- Risikofaktoren PTSD · eher Frauen, Neurotizismus, ängstlich-vermeidenden Verarbeitungsstil · Menschen verursacht eher als Naturkatastrophen · Kleiner Hippocampus (zu hoher Cortisolspiegel) o Ursache das belastende Erfahrungen nicht besser verarbeitet werden können -> Mangelhafte Integration traumatischer Ereignisse o wäre für Bildung expliziter Gedächtnisinhalte entscheidend § Schutz: kleinere Amygdala, größerer Hippocampus
- Komorbidität PTSD Major Depression, Borderline
- Messung von PTBS CAPS · Clinician-Administered PTSD Scale
- PTBS- Typische Denkfehler · Interpretation im Nachhinein-> Einschluss von Informationen, die vor / während Ereignisses nicht verfügbar waren · Übertriebene Verantwortlichkeitswahrnehmung für Situation + für Verhalten anderer o Überfallen-> sieht nicht, dass Täter schuld ist o Doppelstandards: Strengere Maßstäbe für eigenes Verhalten
- Therapie: PTSD · KVT: Trauma hat keine katastrophalen Konsequenzen (mehr), Einbettung des Traumas in den biografischen Kontext · Herstellung einer sicheren Umgebung, Adjuvant (ergänzend): SSRI · Traumabearbeitung (psychodynamische Therapie), EMDR · Narrative Expositionstherapie bzw. konstruktiv-narrativer Ansatz Meichenbaum (Geschichte neu erzählen: hartnäckige Überlende statt Opfer)
- EMDR (Shapiro, 1995) Eye-movement desensitization and reprocessing +Vermuteter Wirkmechanismus · Kontrollierte Traumakonfrontation in sensu (belastende Phase gedanklich einfrieren) · währenddessen bifokale, abwechselnde Stimulation der Hirnhemisphären durch zB Augenbewegungen · reduziert bei vielen Betroffenen die Angst, die ihre Erinnerungen hervorrufen, besonders hilfreich bei belastenden intrusiven Bildern Wirkmechanismus · Bei Konfrontation in PET Unterdrückung der linken Hemisphäre sichtbar-> dadurch keine emotionale Distanzierung zum Erlebten, bleibt mit sprachlichen Mitteln schlecht erreichbar o Aktivierung von Zentren der linken Hirnhemisphäre, die für Kontrolle affektiver Reaktionen verantwortlich sind