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WISO I (Fach) / Märkte (Lektion)
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- Was ist der Preismechanismus? Medium, über welches Bedürfnisse und Knappheit mitgeteilt wird
- Freiheitselemente der sozialen Marktwirtschaft Kosnumentensouveranität Produzentensouveranität Freiheit der Berufs- und Arbeitsplatzwahl Wettbewerbsfreiheit Freiheit der Eigentumsnutzung
- Bereiche der Marktlehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft Marktkunde Marktanalyse Politikanalyse- und Beratung
- Wozu dienen Erkenntnisse der Marktlehre? Besseres Verständnis (der Interaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten) Bessere Planung (von Investition, Produktion, Absatz, Standort) Bessere Gestaltung (der Rahmenbedingungen für Märkte)
- Was sind Besonderheiten der Produktmärkte der Agrar- und Ernährungswirtschaft? Notwendigkeit der Angebotsausdehnung bei begrenzter Ressourcenverfügbarkeit (Technischer Fortschritt/Biotechnologie) Schwankungen des Angebots und der Nachfrage führen zu großen Preisschwankungen (--> Mengen- und Preisrisiken) Institutionen auf Lebensmittelmärkten von besonderer und spezifischer Bedeutung Zunhemnde und spezifische Relevanz von Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften
- Was versteht man unter Agribusiness? Die verschiedenen Wirtschaftszweige, die in einer Volkswirtschaft an der Nahrungsmittelproduktion beteiligt sind.
- Was sind Vorteile vom Wettbewerb? Wahlmöglichkeiten zwischen Alternativen statisch und dynamisch effizienter als System zentralbürokratischer Steuerung führt zu relativ hohem Maß an materieller Freiheit
- Was versteht man unter einem Monopol? Ein Anbieter steht vielen Nachfragern gegenüber Nachfrager verhalten sich als Mengenanpasser Preisbildung erfolgt durch den Monopolisten unter Berücksichtigung der Preis-Absatz-Funktion Zielsetzung des Monopolisten: Gewinnmaximierung
- Wie lautet die gewinmaximierende Regel für den Monopolisten? Grenzerlös = Grenzkosten oder Grenzgewinn = 0 aber Grenzerlös < Produktpreis GE = p (1 + 1/ηq,p) Amoroso-Robinson-Relation! GG = 0 Monopolist bietet grundsätzlich im elastischen Bereich der Preis-Absatz-Funktion
- Richtig oder Falsch? Es gibt eine Angebotsfunktion des Monopolisten, die bestimmten Preisen stets eindeutig Angebotsmengen zuordnet. Falsch Es gibt keine solche Angebotsfunktion. Vielmehr wird die Angebotsmenge im Optimum entscheidend vom Verlauf der Preis-Absatzfunktion bestimmt
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- Richtig oder Falsch? Monopole müssen nicht zwangläufig zu einer schlechteren Marktversorgung führen. Richtig
- Richtig oder Falsch? Monopole führen zwangsläufig zu volkswirtschaftlichen Verlusten Falsch
- Was ist ein Monopson? Ein Nachfrager steht vielen Anbietern gegenüber Anbieter verhalten sich als Mengenanpasser Preisbildung erfolgt durch den Monopsonisten unter Berücksichtigung der Preis-Bezugs-Funktion Zielsetzung des Monopsonisten: Gewinnmaximierung
- Wie lautet die Gewinnmaximierungsregel für den Monopsonisten? Grenzausgaben = Faktorpreis x (1 + 1/εx,v) Wertgrenzproduktivität des Faktoreinsatzes > Faktorpreis
- Richtig oder Falsch? Es gibt keine Nachfragefunktion des Monopsonisten, die bestimmten Faktorpreisen stets eindeutige Faktornachfragemengen zuordnet. Richtig Vielmehr wird die Bezugsmenge im Optimum entscheidend vom Verlauf der Preis-Bezugs-Funktion bestimmt.
- Richtig oder Falsch? Monopsone führen zwangsläufig zu einer Verringerung der Faktornachfrage Falsch
- Richtig oder Falsch? Monopsone müssen nicht zwangsläufig zu volkswirtschaftlichen Verlusten führen Richtig
- Die Monopolstärke ist umso größer, ... je weniger sensibekl (unelastischer) die Nachfrager auf eine Preisänderung reagieren je geringer die Substitutionsmöglichkeiten für das vom Monopolisten angebotene Gut je höher die Markteintrittbarrieren
- Gründe für Marktversagen Marktmacht Externe Effekte Öffentliche Güter Informationsmangel
- Definition Markttransparenz Wissen eines Wirtschaftssubjektes, das sich an einem wirtschaftlichen Tauschprozess beteiligt, in Bezug auf das Marktgeschehen. Dieses Wissen findet Niederschlag in Information über Preis Qualitätsstandards Menge Zahlungsbedingungen Raektionsweisen anderer Wirtschaftssubjekte
- Mit welchen Instrumenten lässt sich die Markttransparenz verbessern? Durch Marktinformationssysteme sowie Kennzeichnung und Klassifizierung von Produkten
- Was sind landwirtschaftliche Marktinformationssysteme? Ein Dienst, der Marktinformationen auf wichtigen Stufen der Vertriebskette regelmäßig sammelt und diese Informationen schnellstmöglich an Landwirte, Händler, Politiker und Konsumenten durch verschiedenen Medien weitergibt.
- Was versteht man unter a) dem Problem der adversen Selektion b) dem Problem des Moral Hazards a) Adverse Selektion = Informationsasymetrie vor dem Vertragsabschluss. Qualität des Gutes vor Vertragsabschluss nicht genau erkennbar -->niedrige Qualitäten werden angeboten b) Moral Hazard = Informationsasymetrie nach Vertragsabschluss Vertragspartner ändert nach Vertragsschluss transaktionsrelevante Fakten zu seinen Gunsten Beides Folgen von Informationsasymetrie für Märkte
- Nenne Lösungen des Marktes zur Reduktion von Informationsasymetrie Screening = Beschaffung von Informationen durch Spezialisten Signaling = Bereitstellung von Informationen durch Marktseite (Markenprodukte) Interessenharmonisierung = Zusammenschluss von Unternehmen auf beiden Marktseiten Verbraucherschutzpolitik = Bereitstellung von Information und Einschränkung der Vertragsfreihet (Standards, Vermarktungsverbote)
- Funktionen von Marktinformationssystemen Verbesserung von Entscheidungsgrundlagen durch verstärkte Vergleichsmöglichkeiten für Produtkion Produktionsalternativen Vermarktungsalternativen Lagerhaltung und Investitionen Erhöhung der Transparenz und damit des Wettbewerbs Erhöhter Wettbewerb beschleunigt die Anpassung des Angebots an veränderte Nachfragegegebenheiten ---> verringerte Preisschwankungen Verhinderung überhöhter Marktspannen Reduzierung der Zeit und Kosten individueller Informationsbeschaffung
- Nenne privat finanzierte Quellen für Marktinformationen Marktforschungsunternehmen (Ges. für Konsumforschung, AC Nielsen) Unternehmensverbände (Verband der deutschen Milchindustrie, BVE) Marktforschungsabteilungen großer Firmen (Nestle,...)
- Nenne öffentlich zugängliche Quellen für Marktinformationen (ohne zusätzliche Kosten) und staatl. finanzierte Quellen Öffentlich zugänglich: Warenterminbörsen Staatl. finanziert: Preismeldepflichten Umlagefinanzierung (durch Steuern finanziert)
- Beispiele für Marktinformationssysteme in D. CMA Centrale Marketingges. der deutschen Agrarwirtschaft ZMP bzw. AMI Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle Bis 2009: Finanzierung durch verpflichtende Abgabe von Landwirten = Absatzfonds AMI ist Nachfolgegesellschaft Finanzierung jetzt über Verkauf eigener Dienstleistungen
- Definition Klassifizierung Die Unterteilung eines Gutes in Klassen, wobei jede der Klassen klar unterscheidbare Akzeptanz für eine Gruppe von Käufern besitzt. Für alle wichtigen Nahrungsmittel sind in der EU Handelsklassen, Qualitätsnormen oder Gütervorschriften festgelegt
- Was sind Hintergründe für die Einführung von Klassen und Standards von Produkten? Qualität Objektive Beschaffenheit Subjektive Qualität Landwirtschaftliche Produktionsprozesse führen zu einer großen Bandbreite von Qualitäten --> Probleme bei Markttransparenz
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- Welche Kriterien sollten bei der Festlegung von Standards und Klassen berücksichtigt werden? Standards sollten sich auf Attribute beziehen die für Verwender von Bedeutung sind die genau und einheitlich gemessen und interpretiert werden können Standards sollten so konzipiert sein, dass jede Klassifizierungsgruppe einen ausreichend großen Teil der Produktion beinhaltet, so dass dies eine relevante Kategorie im Markt darstellt Klassifizierungssysteme müssen einen höheren Nutzen haben als die mit der Durchführung und Kontrolle verbundenen Kosten
- Wie lautet kurz der Aufbau der Allgemeinen Vermarktungsnorn 1. Mindestgüteeigenschaften 2. Mindestreifekriterium 3. Toleranzen 4. Angabe des Erzeugerursprungs
- Welcher gesamtgesellschaftliche Nutzen ist mit der Einführung von Handelsklassen und Standards verbunden? Erleichterte Vermarktung Verbesserter Wettbewerb auf Märkten Verringerte Transaktionskosten Erleichterte Allokation der Produkte Erhöhter Nutzen von Markt- und Preisinformation Verringert Risiko Erhöht Kenntnis über Wertunterschiede Erleichtert Ausweitung der Märkte
- Welche Vorteile ergeben sich durch Einführung von Handelsklassen und Standards für die einzelnen Marktteilnehmer? Produzenten Höhere Erlöse für Qualitätsprodukte Konsumenten Erhöhung der Konsumentensouveranität (Bessere Übereinstimmung zw. Produkt und Präferenzen) Beeinflussung des Produzentenverhaltens Vermarktungsunternehmen Leichtere Kommunikation der Produktanforderungen Geringere Such- und Transaktionskosten Bessere Information der Konsumenten im Hinblick auf das Marktangebot Erhöhung des Kundenvertrauens
- Nenne Vorteile und Nachteile von Erzeugergemeinschaften Vorteile Rationalisierung von Erzeugung und Vermarktung Qualitative Verbesserung des Angebots Ausgleich von Marktschwankungen Verbesserung der Markttransparenz Nachteile Beitragzahlung Beschränkung der Erzeugung auf ein Produkt/Produktgruppe Andienungspflicht Arbeit der EZG nicht sonderlich erfolgreich (geringer Austausch, Verstöße kaum geahndet, selten gemeinsame Betriebsmittelbeschaffung)
- Was ist die Zielsetzung und der Hintergrund des Marktstrukturgesetztes? Gesetz zur Anpassung der landw. Erzeugung an die Erfordernisse des Marktes Ziel: Verbesserung der Marktstellung und der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft
- Kennzeichen eines vollkommenen Marktes Homogenität der Güter Fehlen persönlicher Präferenzen Fehlen räumlicher Differenzierungen (Punktmärkte) Fehlen zeitlicher Differenzierungen Vollkommende Markttransparenz
- Definition Marketing Führung des gesamten Unternehmes vom Absatzmarkt her Kunde und seine Nutzenansprüche sowie ihre Erfüllung stehen im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns, um so unter Käufermarkt-Bedingungen (= Dominanz der Nachfrageseite) Erfolg und Existenz des Unternehmens zu sichern
- Die Aktionsfelder des Marketing Produkt- und Programmqualität Preis- und Konditionspolitik Distributionspolitik Kommunikationspolitik
- Die 4 Ps der Marketingmatrix Product Price Place Promotion (siehe Aktionsfelder des Marketing)