Pädagogik-Psychologie (Fach) / Pädagogik/Psychologie Definitionen (Lektion)

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Psychologische und pädagogische Definitionen. Bla.

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  • Psychologie Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben, Verhalten und Handeln des Menschen.
  • Erleben Erleben sind von außen nicht beobachtbare Vorgänge im Menschen.
  • Verhalten Verhalten ist die Gesamtheit aller von außen beobachtbaren und/oder messbaren Äußerungen eines Lebewesens und wird durch Fremdbeobachtung erschlossen.
  • Handeln Handeln ist jede Aktivität, mit welcher bewusst und überlegt eine bestimmte Absicht, ein bestimmtes Ziel bzw ein bestimmert Sinn und Zweck verfolgt wird. Die dahinter stehende Planung ist nicht zu beobachten.
  • Erleben und Verhalten (Wechselwirkung) Erleben und Verhalten stehen in Wechselwirkung. Verhalten ist ein Anzeichen für bestimmte Vorgänge im Menschen und Verhalten wird durch Erleben beeinflusst.
  • Pädagogik Unter Pädagogik versteht man alle Formen der praktischen Erziehungsgeschehen, als auch die wissenschaftl. Erhellung der Erziehungswirklichkeit.
  • Erziehungswissenschaft (Päd) Erhellung der Erziehungwirklichkeit
  • Erziehungspraxis (Päd) Alle Formen des praktischen Erziehungsgeschehen.
  • Merkmale der Alltagstheorie - Einmalige und zufällige Ereignisse werden unzulässig verallgemeinert (von einem auf alle, von einmal auf immer) - Aussagen der Alltagstheorie sind nicht überprüfbar und nicht wiederholbar. - Die Alltagstheorie ist subjektiv: Verschiedene Personen kommen bei ein und dem selben Sachverhalt zu unterschiedlichen Ergebnissen. -  Kenntnisse der Alltagstheorie ergeben sich durch zufällige Beobachtungen und Erfahrungen.
  • Funktion der Alltagstheorie (5 Punkte) - Die Alltagstheorie kann Angst und Unsicherheit verhindern und dem Menschen das Gefühl der Sicherheit und Überschaubarkeit geben. - Die Alltagstheorie stellt Erklärungen bereit. - Die Alltagstheorie ermöglicht eine rasche Beurteilung von Personen und Personengruppen. - Die Alltagstheorie befriedigt das Bedürfnis nach Orientierung und Ordnung. - Die Alltagstheorie erlaubt dem Menschen eine Bewältigung lebenspraktischer Situationen und die Lösung von bestimmten Problemen.
  • Merkmale wissenschaftlicher Aussagen ... sind allgemein gültig und treffen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die in der Aussage angegebenen Personen zu. ... sind in der Realität überprüfbar, die Art und Weiße, wie wissenschaftliche Aussagen gewonnen werden, ist wiederholbar. ...sind objektiv. Verschiedene Forscher erziehlen bei gleichem Sachverhalt die selben Ergebnisse. ... werden systematisch durch wissenschaftliche Methoden gewonnen, das methodische Vorgehen ist geplant und organisiert.
  • Kognition Der Begriff Kognition meint die Gesamtheit aller psychischer Fähigkeiten, Funktionen und Prozesse, die der Wahrnehmung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen dienen.
  • psych. Fähigkeiten + Beispiele! Die Vorraussetzung für die Durchführungen von psych. Funktionen Lernfähigkeit, Gedächtnis, Intelligenz, Kreativität, Sprache
  • psych. Funktionen + Beispiele! Aktivitäten des Organismus, die auf bestimmte Zwecke ausgerichtet sind. Lernen, Behalten, Vergessen, Wahrnehmen
  • psych. Kräfte D. Begriff bezeichnet alle Antriebsformen des Menschen, die das Erleben, Verhalten und Handeln aktivieren und steuern.
  • Gedächtnis Das Gedächtnis ist die Fähigkeit des Organismus, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten, speichern und abrufen zu können.
  • Kontrollprozesse Gedächtnisstrategien (wie zB Wiederholen), die von einer Person zum Einprägen, Behalten und Erinnern eingesetzt werden. Sie regeln den Informationsfluss zwischen den Speichern und leiten gegebenenfalls Informationen zum nächsten Speicher weiter.
  • Drei Arten des Gedächtnis sensorisches Gedächtnis Kurzzeitgedächtnis Langzeitgedächtnis
  • Langzeitgedächtnis Das Langzeitgedächtnis ist der permanente Wissensspeicher eines Menschen. Im Gegensatz zum Kurzzeitgedächtnis (= primäres Gedächtnis; sensorisches Gedächtnis) ist seine Kapazität praktisch unbegrenzt. Information kann im Langzeitgedächtnis von Minuten bis zu Jahren gespeichert werden (sekundäres Gedächtnis) oder sogar ein Leben lang (tertiäres Gedächtnis).
  • Kurzzeitgedächtnis Das Arbeitsgedächtnis ist ein Speicher, der eine kleine Menge von Informationen in einem aktiven jederzeit verfügbaren Stadium bereithält. Die Informationen können weiterverarbeitet werden, Ergebnisse müssen zur längerfristigen Speicherung in das Langzeitgedächtnis überführt werden.Es verfügt über eine begrenzte Kapazität von 7 ± 2 Informationseinheiten, die auch Chunks genannt werden. In Abgrenzung zum Langzeitgedächtnis, welches über eine nahezu unbegrenzte Kapazität verfügt.
  • sensorisches Gedächtnis Neue Informationen erreichen das Gehirn über die Sinnesorgane und werden in dem sensorischen Gedächtnis (auch sensorisches Register, früher auch Immediatgedächtnis, Ultrakurzzeitgedächtnis oder Ultrakurzzeitspeicher genannt) zwischengespeichert. Die Fähigkeit, in einem Gespräch etwas zuvor Gesagtes zu wiederholen, obwohl man es nicht mit Aufmerksamkeit belegt hat, ist ein Beispiel für das auditive sensorische Gedächtnis.
  • Gedächtnis: Proaktive Hemmung Die Erinnerung an einen gerade gelernten Sachverhalt beeinflusst auf negative Art und Weise das unmittelbar darauf folgende Lernen eines neuen Sachverhalts.
  • retroaktive Hemmung Lernt man nach einem gerade gelernten Sachverhalt einen weiteren, kann sich das Lernen des zweiten Sachverhalts negativ auf das Behalten des vorausgegangenen auswirken.
  • Gedächtnis: Ähnlichkeitshemmung Lernt man zwei ähnliche Sachverhalte unmittelbar nacheinander, so können sich die beiden Sachverhalte miteinander vermischen und das Lernen und Behalten blockieren.
  • Gedächtnis: Erinnerungshemmung Wird ein neuer Sachverhalt gelernt, kurz bevor ein bereits gespeichertes Wissen wiedergegeben werden soll, so wird die Wiedergabe dieses schon gespeicherten WIssens durch das Lernen einen neuen Sachverhalts blockiert.
  • Gleichzeitigkeitshemmung Mehrere gleichzeitige Aktivitäten verhindern, dass man sich auf eine Aktivität voll konzentriert, und bewirken eine Blockade der Infos, die man aufnehmen will.
  • Gedächtnis: Affektive Hemmung Starke Gefühle können das Lernen blockieren.
  • selektive Wahrnehmung Um die tägliche Reizüberflutung fertig zu werden, selektiert unser Körper bei der Aufnahme von Reizen, ohne diese aufzunehmen.
  • Reize Reize sind Energien aus der Umwelt (äußerer Reiz) oder dem körperinnern (innerer Reiz), die auf Sinnesorgane treffen und bestimmte Reaktionen hervorrufen können.
  • Sinnesorgane Sind Organe, die Informationen in Form von Reizen aufnehmen.
  • Rezeptor Ist ein erstes Glied unserer Sinne - spezialisierte Zelle und auf einen speziellen Reiz ausgelegt. Er bringt innere und äußere Reize in eine für das Nervensystem verständliche Form.
  • Gehirn (Wahrnehmung) Das Gehrirn ist der Vermittler zur Umwelt, indem es Reize aufnimmt, auswertet, verarbeit und zT speichert.
  • Wahrnehmung Wahrnehmung ist der Prozess und das Ergebnis von Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinneren.
  • Reaktion (Wahrnehmung) Reaktionen einer Wahrnehmung sind Erleben, Handeln und Verhalten.
  • Bedingungen der Wahrnehmung Unsere Wahrnehmung wird... durch die Beschaffenheit unserer Sinnesorgane eingeschränkt (absolute Schwelle) durch bestimmte Gesetze strukturiert. Grundprinzip ist hier, dass durch die Wahrnehmung Sinn und Ordnung in die Rezie der Umwelt gebracht werden. vom Einzelnen individuell interpretiert von bestimmten Erwartungen beeinflusst.
  • Unsere Wahrnehmung wird bestimmt durch... ... individuelle Faktore und soziale Faktoren.
  • Individuelle Faktoren (Wahrnehmung) Triebe & Bedürfnisse bisherige Erfahrungen Gefühle & Stimmung Vorurteile und Einstellung Fähigkeiten
  • Soziale Faktoren (Wahrnehmung) Personen und Personengruppen Wert u. Normvorstellungen
  • Emotionen Emotionen sind Befindlichkeiten, die den Körper (organische Komponente), die Psyche (psychische Komponente) und das Verhalten des Menschen umfassen.
  • organische Komponenten der Emotion Als "org. Komp." bezeichnet man Körperliche Veränderungen wie z.B. schnellere Atmung, Schweißausbrüche etc. Die Aktivierung folgt in verschiedenen Intensitäten, d.h. körperliche Vorgänge können unterschiedlich intensiv sein und bewertet werden. z.B. als: Spannung - Entspannung Beruhigung - Erregung
  • psychische Komponente der Emotion Erleben einer Veränderung, das Herausgerissensein aus dem Gleichgewicht, abseits des Normalzustands. Wahrnehmung und Denken verändern sich. Man interpretiert die Gefühle als Wut, Angst, Stress und so weiter. Man erlebt die Veränderung in verschiedenen Qualitäten, d.h. unterschieldiche Bewertung nach angenehm - unangenehm, Lust - Unlust.
  • Beeinflussung des Verhaltens durch Emotion Die organischen und psychischen Komponenten beeinflussen das Verhalten. z.B. Antrieb, Vermeidungsverhalten, Aktivität oder Passivität.  
  • Motiv (Motivation) Ein Motiv ist ein Beweggrund, der von außen nicht erkennbar ist. Er aktiviert menschliches Verhalten und Handeln und steuert es auf ein bestimmtes Ziel hin.
  • Motivation Motivation ist ein gedankliches Konstrukt für Prozesse, die Verhalten aktivieren, sowie hinsichtlich seiner Richtung, Ausdauer und Intensität steuern. Motivation ist das Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten.
  • Aktivierung (Motivation) Motivation bedeutet immer einen Prozess, in welchem Verhalten in Bewegung gesetzt wird. z.B. Anmeldung an der Schule, Informationen holen, Job kündigen
  • Richtung (Motivation) Die Aktivität wird auf ein bestimmtes Ziel hin gesteuert und bleibt in der Regel so lange bestehen, bis dieses Ziel erreicht ist oder bis ein anderes Motiv vorrangig wird.
  • Intensität (Motivation) Die Aktivität kann mehr oder weniger stark, kräftig oder gründlich - kurz: mehr oder weniger Intensiv - ausgeführt werden.
  • Ausdauer Zielstrebiges Verhalten kann mehr oder weniger Beständigkeit aufweisen. Inder der Regel wird die Aktivität aufrechterhalten, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
  • Wechselwirkungen: kog. Fähigkeiten und Funktionen Fähigkeiten sind Voraussetzungen für Funktionen! Beispiel: Lehrer teil Blätter aus -> Max nimmt wahr (fkt) -> Gedächtnis (kog. Fähigkeit): Stegreifaufgabe -> Denkprozess (fkt) setzt ein -> Kann ich den Stoff?    
  • Wechselwirkungen: Motivation und Emotion Emotionen sind zum einen Befindlichkeiten, aber auch Antrieb zum Handeln. "Aus Angst zu versagen (Emotion) wird ein Schüler motiviert, mehr für die Schule zu lernen".