Wahrnehmung und Kognition (Fach) / Aufmerksamkeit (Lektion)

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Vorlesung basierend auf: Goldstein, E. B. (2007). Sensation and perception (7th ed.). Belmont, CA: Wadsworth-Thomson Learning. • Weiterführende Literatur: – Kandel, E. R., Schwartz, J. H., & Jessell, T. M. (1996). Neurowissenschaften. Eine Einführung. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag. – Levin, D. T., & Simons, D. J. (1997). Failure to detect changes to attended objects in motion pictures. Psychonomic Bulletin & Review, 4, 501-506. – O'Regan, J. K., Rensink, R. A., & Clark, J. J. (1999). Change-blindness as a result of mudsplashes. Nature, 398, 34. – Simons, D. J., & Rensink, R. A. (2005). Change blindness: Past, present, and future. Trends in Cognitive Sciences, 9, 16-20. – Simons, D. J., & Levin, D. T. (1998). Failure to detect changes to people during a real-world interaction. Psychonomic Bulletin & Review, 5, 644- 649.

Diese Lektion wurde von Fubuki erstellt.

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  • Merkmalsintegratiostheorie serielle Verarbeitung von visueller Information: 1. Merkamale des Stimulus werden getrannt verarbeitet (prä-Aufmerksamkeits-Phase) - Information in einzelnen Merkmalskarten repräsentiert 2. auf das Objekt fokussierte Aufmerksamkeit verbindet die Merkmale zu einer kohärenten Wahrnehmung - repräsentiert auf Positionskarte 3. Wahrnehmung und IDentifikation des Objekts - Abgleich mit den im Gedächtnis gespeicherten Beschreibungen von Objekten
  • Arten der visuellen Suche 1. Merkmals-Suche: Zielreiz unterscheidet sich in 1 Dimension von den Distraktoren 2. Konjunktions-Suche: mehrere Merkmale müssen berücksichtigt werden, um den Zielreiz zu finden, Kombination von Merkmalen muss gefunden werden
  • Suchfunktionen bei Varianten der visuellen Suche 1. Merkmalssuche: Größe des Displays erhöht RTs nur dann, wenn der Zielreiz nicht abgebildet ist: "Pop-out" Effekt 2. Konjunktionssuche: bei abwesendem Zielreiz sind die RTs mit zunehmender Bildschirmgröße zwar noch langsamer, Suchfunktion steigt aber auch wenn der Zielreiz präsent ist
  • illusorische Verbindung und Experiment dazu inkorrete Zuordnung von Merkmal Objekt A zu Objekt B Experiment von Treisman und Schmidt 1982: farbige geometrische Figuren unterschiedlicher Größe, gefüllt und nicht gefüllt, sowie 2 schwarze Ziffern links und rechts davon 200ms präsentiert, dann Maskierung 18% berichten illusorische Verbindung, allerdings nur, wenn explizit und zuerst nach Zahlen gefragt. Zeigt: Informationsverarbeitung arbeitet seriell + Ablenkung der Aufmerksamkeit führt zu illusorischen Verbindungen (wenn Aufmerksamkeit auf Formen gelenkt, keine ill. Verb. mehr)
  • Synchronisationshypothese Löst sowohl das Bindungsproblem mehrere Merkmale eines Objekts zu integrieren als auch unterschiedliche Ausrpägungen eines Merkmals in ein Objekt zu integrieren: Alle Neurone, die auf ein Objekt in der Szene reagieren, feuern mit demselben Muster Aufmerksamkeit könnte diese Synchronizität steigern
  • Implikationen von 1. change blindness und 2. inattentional blindness 1. Veränderung normalerweise von salienten Merkmalen begleitet - fehlende Aufmerksamkeit am Ort der Veränderung führt dazu, dass die Veränderung nicht wahrgenommen wird 2. fehlende Aufmerksamkeit für best. Objekte der Szene, da Aufgabe diese an anderer Stelle Aufmerksamkeit fordert führt dazu, dass diese nicht erinnert werden beide zeigen: Aufmerksamkeit ist notwendig um Objekte/Veränderungen bewusst wahrzunehmen und diese benennen bzw. vergleichen zu können Ergo: wahrgenommener Detailreichtum entspricht nicht der tatsächlich relativ groben Repräsentation der Umwelt
  • Aperturproblem   ●Beobachtung eines kleinen Ausschnitts eines größeren Stimulus liefert irreführende Information über die Bewegungsrichtung des größeren Stimulus
  • Lösung des Aperturproblems   ●Zusammenfassende Information mehrerer kortikaler Neurone mit kleinen rezeptiven Feldern → Zellen in V1 konvergieren auf höhere Neuronen ●Pack und Born (2001) untersuchen Mediotemporaler Kortex (MT) bei Affen ●70 ms nach Stimuluspräsentation: Balkenorientierung bestimmt Feuerrate ●140 ms nach Stimuluspräsentation: tatsächliche Bewegungsrichtung bestimmt Feuerrate ●Es wird Zeit benötigt um Informationen von mehreren V1 Arealen zu erhalten und zu integrieren
  • Sitz MT (auch in der Verarbeitungskette frontal des visuellen kortex dorsal-anterior zum Inferioren TEmporallappen erste Station nach V3 des dorsalen Stromes, der für Bewegungswahrnehmung zuständig ist
  • Regel des kürzesten Weges (Scheinbewegungen)   ●Scheinbewegungen (SB) treten entlang des kürzesten Weges zwischen zwei Stimuli auf, obwohl andere Wege möglich sind ●Shiffrar & Freyd (1990, 1993) ●>200 ms –SB: VP nehmen kürzeste Entfernung an –Faust geht „durch das Gesicht“ ●<200 ms –VP nehmen komplexe Bewegung an ●Mittels PET konnte die Aktivierung des Motorkortex bei möglichen Bewegungen gezeigt werden
  • implizite Bewegung   ●Implizite Bewegung: ●Handlungen im Geist darauf erweitern, was wahrscheinlich als Nächstes passieren wird – statt stationärem Bild ●Zeigen eines Handlungs-Bildes ●Zeigen von Bildern die kurz davor oder danach aufgenommen wurden ●Ist dieses Bild mit dem vorherigen identisch? ●Nur bei nachher aufgenommen Bilder antworten VP gelegentlich mit „Ja“ ●Repräsentationaler Impuls: Verlauf im Geist fortsetzen
  • pre-cueing Fixation immer auf Mitte = Box dort erscheint Pfeil-cue, auf welcher Seite Lciht erscheinen wird (meist valider cue) VP sollen so schnell wie möglichauf Lichtreiz reagieren sind schneller, wenn Aufmerksamkeit auf eine Seite gecuet, obwohl Auge immer fiy in Mitte zeigt laut Posner, dass Verarbeitung dort effizienter ist, wo Aufmerksamkeit hingerichtet
  • Blicksteuerung Sakkaden, unterbrochen durch Fixationen, die bestimmt werden über: 1.Buttom-Up: Salienz(initiale Fixationen) 2. Top-Down: Bedeutung der Objekte im Bild (nach intialem Scannen) 3. Top-Down: typische Szenen = Szenen-Schemata 4. Relevanz für Handlungsausführung, Aufgabe (kann 1. überwiegen)
  • fokussierte Aufmerksamkeit Fokus auf bestimmte Objekte und Ignorieren anderer 1. perzeptueller Aspekt = Fovea limitiert Masse an Info von der Retina, daher auch durch Augenbewegung mitbestimmt 2. Aufmerksamkeit aber auch für Dige außerhalb des Blickfeldes! = mentaler Aspekt
  • welche visuelle Info auch ohne Aufmerksamkeit? grober Inhalt einer Szene: Lebewesen enthalten? Geschlecht  
  • sensorischer Effekt von Ausmerksamkeit (Methode) wahrgenommener Kontrast ist höher Methode: Carrasco 1. fragt nict nach Helligkeit, sondern danach, welche Orientierung Streifen des helleren Stimulus haben 2. lenkt Aufmerksamkeit durch kurzes Erscheinen eines Punktes überhalb der Stelle, an der Stimuli erscheinen, auf einen der beiden
  • räumlicher (visual) neglect  häufig nach Schädigungen der rechten Hemisphäre – RH repräsentiert beide Seiten des Gesichtsfelds – RH steuert räumliche Aufmerksamkeit •  Unbewusste Verarbeitung  – Informationen von der kontraläsionalen werden verarbeitet,  – aber nicht bewusst wahrgenommen