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Rechnungswesen (Fach) / Bilanzpolitik und Bilanzanalyse (Lektion)
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- 1. Was ist Bilanzpolitik? Bilanzpolitik ist: die zielorientierte Beeinflussung der Geschäftsvorfälle und der Darstellung eines Unternehmens im Jahresabschluss, Konzernabschluss sowie im Lagebericht im Rahmen des gesetzlich zulässigen und ökonomisch sinnvollen
- Was ist Bilanzfälschung? Bilanzfälschung ist die: Willkürliche Bilanzierung und Bewertung außerhalb des legalen Korridors zur Manipulierung der Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage
- Warum hat die Sachverhaltsgestaltung in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen? muss nicht durch Anhangsangaben dokumentiert werden ist für Dritte nur schwer erkennbar Internationalisierung der Rechnungslegung gewinnt an Bedeutung --> kaum noch echte Wahlrechte vorhanden
- Was sind vor- und nachgelagerte Instrumente der Bilanzpolitik? Vorgelagerte Instrumente: Sachverhaltsgestaltungen Nachgelagerte Instrumente: materielle und formale Wahlrechte materielle und formale Ermessensspielräume
- Wenn Ertragssteuer minimiert werden soll, was muss ich tun? Sachverhaltsgestaltung: notw. Investitionen noch in Periode ziehen um höhere Afa zu haben Sachverhaltsabbildung - Ansatzwahlrechte: Passivieriungswahlrechte nutzen Aktivierungswahlrechte unterlassen Sachverhaltsabbildung - Bewertungswahlrechte: möglichst hohe Aufwendungen strenges NWP vor allem bei Forderungen Bestandsbewertung nach LIFO
- Nennen Sie 3 Managementvorgaben zur Zielgestaltung der Bilanzpolitik! Steuerungspolitik Meinungsbildungspolitik Ausschüttungs bzw. Thesaurierungspolitik
- Skizzieren Sie den rechtlichen Rahmen der Bilanzpolitik nach HGB und IFRS! Kapitalmarktorientierte Unternehmen: Konzernabschluss: IFRS Pflicht Einzelabschluss: HGB-Pflicht (IFRS Bekanntmachungen für große Kapitalgesellschaften) nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen: Konzernabschluss: IFRS-Wahlrecht Einzelabschluss: HGB-Pflicht (IFRS Bekanntmachungen für große Kapitalgesellschaften)
- Ordnen Sie bedeutende Maßnahmen der Bilanzpolitik den korrespondierenden Aufgabenfeldern zu! Gestaltung der materiellen Bilanzinhalte: Festlegung des Bilanzstichtages Sachverhaltsgestaltung im lfd. Geschäftsjahr Nutzung von Ermessensspielräumen Nutzung von Ansatzwahlrechten Nutzung von Bewertungswahlrechten Verwendung des Gewinns formelle Gestaltung der Bilanz: Nutzung von Darstellungswahlrechten Festlegung des Zeitpunktes der Bilanzveröffentlichung: Wahl des Bilanzveröffentlichungstermins
- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Festlegung des Bilanzstichtages"! §240 Abs. 2 S. 2: Grundsätzlich kann jeder Tag des Jahres für Abschlussstichtag genutzt werden Typisch sind Quartalsende und 31.12 Wenn Ergebnis hoch sein soll -> Tag mit möglichst wenig Vermögensbildung wählen Wenn Ergebnis niedrig sein soll -> Tag mit möglichst hoher Vermögensbildung wählen, da hohe Abschreibungen möglich Typisch bei: Saisonunternehmen, Modeunternehmen (SSV, WSV, HSV), Handel (Weihnachten)
- Konkretisieren Sie Sachverhaltsgestaltung im laufenden Geschäftsjahr! Grundsätzlich schwer zu erkennen für Dritte, weil keine Anhangsangaben notwendig sind wie bei der Nutzung von Wahlrechten und Ermessensspielräumen und durch Internationalisierung der Rechnungslegung ohnehin weniger Wahlrechte zur Verfügung stehen. Dabei stellen sich im wesentlich 4 zentrale Fragen: originiäre Gestaltung (Antwort Ja oder Nein) Terminierung (In Periode oder erst danach) Eigen bzw. Fremdfertigung Verfahrenswahl
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- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Nutzung von Ermessensspielräumen"! Sachverhalte sind zwar grundlegend gesetzlich geregelt, bei der Ausübung sind aber Ermessenspielräume möglich! Typisch bei Abschreibungen oder Herstellungskosten von Kuppelprodukten! Abschreibungen sind beeinflussbar durch: Abschreibungssumme (Resterlöswert niedrig schätzen für stille Rücklagen und niedriges Ergebnis) Abschreibungszeitraum (ND niedrig wählen für hohe Aufwendungen) Abschreibungsverfahren (linear eher bei hoher Ertragslage) Herstellungskosten von Kuppelprodukten: Metzgerei Sägewerk Molkerei Ölraffinierien
- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Nutzung von Ansatzwahlrechten"! Bilanzierung dem Grunde nach -> Was darf überhaupt bilanziert werden? Teilt sich in: Aktivierungswahlrechte und Passivierungswahlrechte! Aktivierungswahlrechte: Selbsterstellte immaterielle VG des AV die nicht entgeltlich erworben sind Disagio Aktiv latente Steuer Passivierungswahlrechte: Pensionsrückstellungen die vor Januar 1987 getroffen wurden Disagio nicht aktivieren und Drohverlustrückstellungen passivieren führt zu höherem Steuerergebnis als Handelsergebnis dadurch aktiv latente Steuer möglich!
- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Nutzung von Bewertungswahlrechten"! Bilanzierung der Höhe nach! -> Wie hoch muss ich VG ansetzen? AKA - Nebenkosten (Gemeinkosten aktivierbar) HK - WUG oder WOG (anteilig fixe Gemeinkosten aktivierbar zu ihrer leistungsproportionalen Entstehung) strenges und gemilderetes NWP LIFO, FIFO, gewogener Durschnittspreis (wenn Gewinn hoch und Preise steigen dann Fifo) Festwertverfahren Gruppenbewertung
- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Verwendung des Gewinns"! Grundsätzlich kann thesauriert oder ausgeschüttet werden. Vorstand und Aufsichtsrat bzw. Gesellschaftervesammlung entscheiden über Verwendung von Jahresüberschuss! Hauptversammlung über Verwendung des Bilanzgewinns!
- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Nutzung von Darstellungswahlrechten"! GKV oder UKV bei GuV möglich Verbale Kommentierungen im Anhang und/oder Lagebericht können progressiv sein oder regressiv (zurückhaltend) bei kleinen Kapitalgesellschaften verkürzte Bilanz
- Konkretisieren Sie die Maßnahme "Wahl des Bilanzveröffentlichungstermins"! kleine Kapitalgesellschaften bis zu 6 Monate! mittlere und große bis zu 3 Monate nach Bilanzstichtag! Wenn U-Politik progressiv: frühe veröffentlichung von Jahresabschluss Wenn U-Politik regressiv: späte Veröffentlichung von JA
- Konkretisieren Sie bilanzpolitische Maßnahmen! Maßnahmen: sachverhaltsgestaltende Bilanzpolitik: Einflussnahme auf die Geschäftsvorfälle während des Geschäftsjahres zur zielorientierten Gestaltung des Jahresabschlusses Ansatzpolitik: Zieladäquate Nutzung von Aktivierungs- und (Passivierungswahlrechten) im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses Bewertungspolitik: Zweckmäßige Gestaltung der Wertansätze durch Nutzung von Bewertungswahlrechten und Ermessensspielräumen beim Ansatz bilanzierungspflichtiger oder freiwillig in der Bilanz Ansatz bilanzierungspflichtiger oder freiwillig in der Bilanz angesetzter Vermögensgegenstände und Schulden Gewinnglätungspolitik: Nivellierung der Jahresergebnisse im Zeitablaufdurch Bildung stiller Reserven bei guter Ertrageslage und Auflösung derselben bei schlechter Ertragslage Gewinnverwendungspolitik: Zieltorientierte Rücklagen- und Ausschüttungspolitik Steuerpolitik: Verschiebung von Ertragssteuerzahlungenin die Zukunft Gliederungs- und Darstellungspolitik: Beeinflussung des Bildes und der Struktur der Bilanzund der GuV sowie der Berichterstattung im Anhang und im Lagebericht
- Konkretisieren Sie stetigkeitsgebunde und stetigkeitsfreie Wahlrechte! Stetigkeitsgebundene Wahlrechte: Bilanzierungswahlrechte Bewertungswahlrechte (wenn diese sich auf Bewertung gleicher Gegebenheiten beziehen) Stetigkeitsfreie Wahlrechte sowie Ermessensspielräume: Ermessenspielräume (fachmännische Schätzung von Herstellungskosten von Kuppelprodukten und Resterlöswerten) Bewertungswahlrechte (wenn "freie" Ausübung erlaubt ist) -> planmäßige Abschreibung, NWP, Bewertung von Rückstellungen Bewertungswahlrechte (wenn diese sich auf neue Gegebenheiten beziehen) -> Lifo, Fifo, gewogener Durschnitt, Sammelbewertung, AKA-HK
- Nennen Sie bilanzpolitische Ziele! Unternehmensabsicherung durch Sicherung eines angemessenen Liquiditätsvorrates! Meinungsbildungspolitik gegenüber Stakeholdern Unternehmenskonsolidation (Unternehmensstabilisierung und Unternehmenssanierung) Unternehmenserweiterung für Beide gilt: Hohe EK-Quote senkt Kapitalstrukturrisiko hohe FK-Quote -> minimiert Steuerbarwert durch abziehbare FK-Zinsen und nutzt Leverage-Effekt
- Beschreiben Sie das Spektrum bilanzpoltischer Zielkomponenten! Unternehmensabsicherung primär durch Bildung stiller Reserven sowie sonstiger Sicherheiten zur Schaffung eines Liquiditätsvorrats (intern ausgerichtetes Ziel) Meinungsbildungspolitk primär durch Gewinnausschüttung oder Thesaurierung zur Berücksichtigung der Interessenslage der Gesellschafter (extern ausgerichtetes Ziel) Unternehmenskonsolidation primär durch Sicherung des Erreichten über Festigung der Unternehmungggf. Unternehmenssanierung primär durch Desinvestitionen und Beschäftigungsabbau (primär interne Ziele) Unternehmenserweiterung primär durch Investitionen und Erhöhung von Kapazitäten (bisweilen Kategorisierung extrem schwer aber eher primär intern)
- Nennen Sie Maßnahmen zur Absicherung von Unternehmensrisiken! Fremdabsicherung: Versicherungsschutz Facotring Asset back securities Selbstversicherung: Externes Rechnungswesen -> Bilanzpolitik Internes Rewe/controlling -> kalk. Wagniszuschläge, internes Risikomanagement Bilanzpolitik: Bildung von Rückstellungen Bildung stiller Rücklagen Bildung offener Rücklagen
- Spektrum der Meinungsbildungspolitik! Gläubiger: Zunahme offener Rücklagen; Erhöhung Stammkapital -> Gewinnausweis: eher hoch -> Gewinnausschüttung: eher niedrig Kooperationspartner: gleich Gläubiger Langfristige Gesellschafter: maximale Barausschüttung, Dividende -> eher hoch und eher hoch Kurzfristige Aktionäre: maximale Dividende und steigende Kurse -> hoch und hoch Arbeitgeber: hohe BMG für Löhne, Boni und Tantieme -> hoch; niedrig Raider: hohe stille Rücklagen, bei niedrigem Aktienkurs, so dass UN unterbewertet ist -> niedrig; niedrig
- Beschreiben Sie die wertschöpfungsorientierte Systematisierung sachverhaltsgestaltender Maßnahmen! Finanzierungspolitik Innovationspolitik Schaffung und Erhaltung von Nutzungspotentialen Investitionspolitk Beschaffungspolitik Produktionspolitik Absatzpolitik
- Nennen Sie Maßnahmen der Finanzierungspolitik: (Erhöhung Jahresüberschuss) Terminierung: Kreditaufnahme erst in nächster Periode um FK-Kosten zu sparen Durchführen: Optimalen Verschuldungsgrad bestimmen Factoring unterlassen
- Nennen Sie Maßnahmen der Innovationspolitik! (Jahresüberschuss) Terminierung: Entwicklung von Produkten auf neues Geschäftsjahr verschieben (bei mehrperiodischer Produktentwicklung) Eigen/Fremd: F&E Abteilung auslagern und fertige Produkte rückkaufen, umso Forschungskosten auch zu aktiveren Outsourcing von Abteilungen um Fixkostenblöcke abzubauen und kurzfristig Liquidität zu erhöhen
- Nennen sie Maßnahmen der Investitionspolitik zur Erhöhung des Jahresüberschusses! Durchführen: Veräußerung eines nicht betr. notw. Wirtschaftsgutes zur Auflösung stiller Reserven Terminierung: Zeitpunkt von Ersatzinvestitionen in Zukunft verschieben um Abschreibungen zu minimieren Eigen/Fremd: Sale-and-lease-back nutzen, um Abschreibungen zu minimieren und erfolgserhöhend Liquidität zu nutzen
- Nennen Sie Maßnahmen der Beschaffungspolitik für Jahresüberschuss! Terminierung: RHB Beschaffung in nächste Periode um Abschreibungen zu minimieren! Durchführen: Vereinbarung längerer Frist für V.a.L.L. -> Wirkung wie zinsloser Lieferantenkredit
- Nennen Sie Maßnahmen der Produktionspolitik für Jahresüberschuss! Terminierung: gezielte Produktion auf Lager Durchführung: beschleunigte Auftragsfertigstellung -> Erhalt von Abschlagszahlungen
- Nennen Sie Maßnahmen der Absatzpolitik für Jahresüberschuss! Terminierung: Beschleunigung des Absatzes von Fertigprodukten Unterlassen: Werbung in aktueller Geschäftsperiode
- Maßnahmen der Schaffung und Erhaltung von Nutzenpotentialen! Terminierung: Schaffung von immateriellen VG des AV auf nächste Periode verlagern um Forschungsaufwendungen zu minimieren!
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- Buchungssatz Sale-and-lease-back? Bank 52.000 an Maschine 50.000 an sonst. betr. Ertrag 2.000
- Buchungssatz Facotring? Bank 48.000 an Forderungen 50.000Afa auf Forderungen 2.000 Dann bei Darlehentilgung: Bank 48.000 an Darlehen 48.000 -> Ergebnis: EK-Quote erhöht! Kapitalstrukturrisiko ist minimiert!
- Was umfasst die Vermögenslage? Vermögensstruktur (AV und UV) und Kapitalstruktur (EK und FK)
- Nennen Sie Maßnahmen zur Sachverhaltsgestaltung des AV! Optimieren der Alternativen Kauf vs. Leasing Sale-and-lease-back von betriebsnotwendigem Vermögen Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen Einlage von privaten Grundstücken
- Nennen Sie Maßnahmen zur Sachverhaltsgestaltung des UV! Maßnahmen zur Verminderung der Vorräte (Just-in-Time) Forderungsversicherung echtes und unechtes Factoring Asset Backed Securities Sontige Umwandlungen liquider Mittel (etwa vorfristige Schuldentilgung)
- Beschreiben Sie die Wirkungsanalyse bei Factoring (wenn damit Darlehen getilgt wurde)! kurzfristige Liquditätssteigerung Verschuldungsgrad sinkt Umlaufintensität steigt Erfolg sinkt für Periode langfristig steigt Gesamtkapitalrentabilität durch niedrige Kapitalbindung
- Nennen Sie Maßnahmen zur Gestaltung des Eigenkapitals! Erhöhung des Stammkapitals Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Kapitalrücklagen (Verschuldungsgrad würde sich verringern)
- Nennen Sie Maßnahmen zur Gestaltung des FK! Schaffung von Tatbeständen die Rückstellungsbildung erfoderlich machen (bspw. Pensionsrückstellungen) Vorfristige Darlehenstilgung Umschuldung von Darlehen (Ziel niedrigerer Zins)
- Was ist Bilanzanalyse? Wieso ist der Begriff in doppelter Hinsicht zu kritisieren? Bilanzanalyse: dient der systematischen Auswertung aller Informationen aus dem Jahresabschluss und dem Lagebericht Sie dient nicht nur der Zerlegung sondern auch der Synthese unter Berücksichtigung aller Teilaspekte Bilanz= nicht nur Bilanz auch Lagebericht, Anhang oder Cashflows werden bewertet Analyse= nicht nur Analyse von Zahlen auch Interpretation und Neubildung!
- Nennen Sie Aufgaben und Ziele der Bilanzanalyse! Aufgaben: Analyse der wirtsch. Situation durch die Analyse der V.-,F.- und. E.-Lage Ziele: Antizipation der Bilanzpolitik Darstellung der tatsächlichen Lage eines Unternehmens Unterstützung bei Planung; Steurung und Kontrolle
- Nennen Sie Determinanten der Bilanzanalyse! Ausgangsinformationen: Finanzbuchhaltung vorläufiger Jahresabschluss inkl. Anhang Lagebericht Analysebereich: Bilanzanalyse Finanzanalyse Ertragsanalyse Instrumente: Kennzahlen Kennzahlensysteme Interpretationen Gegenstand: Analyse der wirt. Tätigkeit im Berichtszeitraum Analyse der mehrjährigen Unternehmensentwicklung Analyse der Bilanzpolitk
- Beschreiben Sie den Ablauf der Bilanzanalyse Rechnungslegung des Unternehmens: Jahresabschluss Lagebericht + Weitere externe Informationsquellen: ofizielle Mitteilungen des Unternehmen Statistische Daten der Bundesbank/Banken Börsenberichte Führen zu: Informationsbeschaffung Aufbereitung der Datenbasis Durchführung von Analysen Interpretation der Ergebnisse Berichtserstattung
- Ablauf der Aufbereitung der Bilanz und GuV zum Zwecke der Analyse! Stille Lasten und Rücklagen identifizieren Erträge um periodenfremde, betriebsfremde und außergewöhnliche bereinigen Aufwendungen bereinigen Finanzerträge und Aufwendungen bereinigen
- Elemente und Analysebausteine der Bilanzanalyse! Bilanzanalyse i.w.S. teilt sich in: Bilanzanalyse i.e.S Ertragsanalyse Finanzanalyse Bilanzanalyse i.e.S. teilt sich in: Vermögensanalyse Kapitalanalyse Stabilitätsanalyse Ertragsanalyse teilt sich in: Ergebnisquellenanalyse Rentabilitätsanalyse Cashflow-Analyse Wertschöpfungsanalyse Shareholder-Value-Analyse Finanzanalyse teilt sich in: Cashflow Finanzfond Liquiditätsanalyse Kapitalflussrechnung
- Beschreiben Sie die unterschiedlichen Arten der Kennzahlenbildung! Grundsätzlich gibt es Grundzahlen und Allgemeine Verhältniszahlen und spezielle statistische Verhältniszahlen. Grundzahlen teilen sich: Einzelwerte (z.b. Wert von Kasse) Summen (z.bsp. Bilanzsumme) Differenzen (z.bsp. Reinvermögen) Verhältniszahlen teilen sich in: Gliederungszahlen (Teilgröße wird zu Gesamtgröße in Relation gesetzt) Beziehungszahlen (Artfremde Grundzahlen werden in Relation gesetzt) Indexzahlen spezielle statistische Verhältniszahlen etwa: Mittelwert Varianz Trend
- Beschreiben Sie 4. Schritte zur Interpretation von Kennzahlen! Grundlegende Aussage der Kennzahl erfassen und Formulierung bilden Auf kritische Werte prüfen Prüfung von unerwünschten Gegenläufigkeiten Einordnung der Aussage in übergeordnete Zusammenhänge
- Beschreiben Sie die Vermögensstrukturanalyse! Ziel ist die Beurteilung des Nutzungsgrades, des Erneuerungsgrades und die Verwertungsmöglichkeiten des Vermögens. Schwerpunkte sind: Relationen zwischen AV und UV Analyse des AV bei besonderer Berücksichtigung der Investitionstätigkeit Analyse des UV bei besonderer Berücksichtigung der Umschlagdauer
- Kennzahlen zur Analyse der Relation zwischen AV und UV! Kennzahl Anlagenquote! Kennzahl Arbeitsquote! Anlagenquote: AV durch GesamtV mal 100 -> Anlagenintensität des UN ggf. Grad der Kapa-Ausnutzung Arbeitsquote: UV durch GesamtV mal 100 -> Umlaufintensität des UN ggf. Grad der Flexibilität des UN Wenn Anlagenquoten sinkt und Arbeitsquote steigt -> Vermutung positiver Tendenz!
- Kennzahlen zur Analyse der Investitionstätigkeit! Anlagenabnutzungsgrad Investitionsquote Anlagenabnutzungsgrad: Summe Abschreibungen durch Sachanlagenbestand mal 100 -> Verschleißgrad und Altersstruktur der Sachanlagen Investitionsquote: Netto-Investionen durch Sachanlagenbestand mal 100 -> Erneurungsgrad der Sachanlagen und auch des UN
- Kennzahlen zur Ana der Investitionstätigkeit Wachstumsquote Abschreibungsquote Wachstumsquote: Netto-Investitionen durch Periodenabschreibung mal 100 -> Grad der Erweiterungsinvestitionen; Ergänzung zur Investitionsquote Abschreibungsquote: Periodenabschreibung durch Sachanlagenbestand mal 100 -> Periodenverschleiß; Ergänzung zum Anlagenabnutzungsgrad