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Psychatrie (Fach) / Psychatrie (Lektion)
Mündliche Psychatrie
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- Triadisches System Psychogene (keine organische Ursache), endogene(organische Ursache angnommen) und organische Psychosen heute nicht mehr aktuell, da davon ausgegangen wird, dass alles auch auch eine organische Ursache hat
- ICD-10 International Classification of Diseases, Version 10
- Lebenszeitprävalenz für psychatrische Störungen 43 Prozent
- Bestandteile des psychopathologischen Befunds Äußeres Erscheinungsbild, Verhalten in der Untersuchungssituation, Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, formales und inhaltliches Denken, Wahrnehmungsstörungen, Ich-Störungen, Antrieb und Pschomotorik, Affektivität, Zirkadiane Besonderheiten, Suizidalität und Fremdgefährlichkeit, Sozialität (Selbstbild(Kontaktbedürfnis, Misstrauen, Ängstlichkeit)/Fremdbild(Aggression, Distanz))
- Qualitative und Quantitative Bewusstseinsstörungen Qualitativ: Delir und Dämmerzustand (Bewusstseinslage auf inneres Erleben verschoben) Quantitativ: Benommen, Somnolenz (erweckbar durch lautes ansprechen, gezielete Schmerzabwehr), Sopor(erweckbar duch sehr lautes Ansprechen, ungezielte Schmerzabwehr), Koma (nicht erweckbar)
- Überprüfen von Gedächtnis und Aufmerksamkeit 3 Wörter, direkt und nach gewissen Zeit abfragen Langzeitgedächtnis duch abfragen biographischer Inhalte prüfen
- Korsakow-Syndrom, Amnestisches Syndrom Trias: Desorientiert, Merkfähigkeitsstörung, Konfabulation (Auffüllen von Erinnerungslücken durch erfundenes) Ätiologie: jede Schwere Hirn oder Systemische Erkrankung wie rezidivierende Alkoholdeliere, SHT, Kohlenmonoxidvergiftungen
- Amnesieformen Anterograde Retrograde Kongrade: für die Zeit des Ereignisses Paramnesie: gefälschte Erinnerungen wie Deja-vu
- Formale Denkstörungen Verlangsamtes Denken, gehemmtes Denken, eingeengtes Denken, = Bei Depressionen Umständlich, weitschweifendes Denken, Gedankendrängen (Patienten drängen sich Ideen und Gedanken auf) und Ideenflucht (Viele Genanken auf einmal, schnelles Wechseln der Themen) = Bei Manie und Schiziophrenie Zerfahrenes Denken (Einzelne, scheinbar drucheinander gewürfelte Satzteile, dabei erhaltener Satzbau= Paralogik, nicht erhalten = Paragrammatismus, totaler Wortsalat = Schizophasie, Sprachzerfall), Gedankensperrungen oder abreißen, Perseveration(Patient haftet an Worten und Gedanken), Verbigeration (Wiederholen von einzelnen Worten), Neologismen, Vorbeireden
- formale Denkstörungen bei Schizophrenie Zerfahrenes Denken (Einzelne, scheinbar drucheinander gewürfelte Satzteile, dabei erhaltener Satzbau= Paralogik, nicht erhalten = Paragrammatismus, totaler Wortsalat = Schizophasie, Sprachzerfall), Gedankensperrungen oder abreißen, Perseveration(Patient haftet an Worten und Gedanken), Verbigeration (Wiederholen von einzelnen Worten), Neologismen, Vorbeireden
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- Wahn inhaltlich falsche, krankhaft entstandene, die lebensführung behindernde Überzeugung an der der Patient trotz unvereinbarkeit mit der Realität festhält. = eine unkorrigierbare, falsche Beurteilbarkeit der Realität bei Schizohrenien, wahnhaften Depressionen und organisch psychatrischen Störungen wie Demenz
- Wahnformen Wahnwarnehmung (typisch Schizophrenie) Wahneinfall/Gedanke/Idee (Typisch Depression)
- Typische Wahnthemen Schizophrenien: Beziehungs und Beeinträchtigungswahn (alles in der Umgebung geschieht nur seinetwegen, um ihn zu benachteiligen), Verfolgungs- und Vergiftungswahn Manien: Größenwahn Wahnhafte Depression: Verschuldungs- , Versündigungs- Verarmungs- und Nichtigkeitswahn Organisch psychotische Störungen: Dermatozoen- und Eifersuchtswahn Alkohol: Eifersuchtswahn
- Inhaltliche Denkstörungen Wahn = eine Unkorrigierbare, falsche Beurteilung der Realität Überwertige Idee = Patient kann sich zumindest zeitweise von Idee distanzieren. Intakt Realitätskontrolle Zwänge = Patienten erhelben Zwänge als unsinnig und unangenehm, z.B. immer rote Autos zählen, weil sonst was passiert
- Halluzinationen Wahrnehmungen ohne Sinnesreiz Akustisch(Schizophrenie), optisch (Delir), olfaktorisch (Epilepsie und Tumoren), Taktil (organische Psychose), Zoenästhesie (Missempfindungen ohne das Gefühl des Gemachten), Leibhalluzinationen (Missempfindungen mit dem Gefühl des Gemachten)
- Unterschied Wahn und Illusion Der Wahn ist eine unkorrigierbare, falsche Beurteilung der Realität (Patient ist überzeugt, ein Baum vor seinem Haus ist ein Alien, welches ihn beobachtet: Verfolgungswahn) Bei einer Illusion wird etwas tatsächlich vorhandenes für etwas anderes Gehalten: ein Baum/ Gebüsch für einen Räuber. bei ängstlicher Anspannung
- Hallzinationen nahe stehende Phänomene Pseudohalluzination: Patient ist sich des Trugcharakters der Halluzination bewusst Illusionäre Verkennung: Entwas tatsächlich vorhandenes wird für etwas anderes gehalten. Der trügerische Charakter wird schnell erkannt. Pareidolie: In etwas wirklich vorhandenes wird etwas nicht Vorhandenes hinein gesehen: Gesicht in Wolken. Beides wird gleichzeitig wahrgenommen, Fantasiegebilde
- Ich-Störungen A) Psychotische Ichstörungen und b) Entfemdungserlebnisse A= Gedankeneingebung, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung(andere können Gedanken sehen), Fremdbeeinflusungserleben, Willensbeeinflussung B = Depersonalisation und Derealisation (alles wie unter einer Glocke)
- Störungen der Affektivität und Anst Affektverarmung, Anhedonie Affektverlfachung inadäquater, parathymer Affekt Affektlabiliät Affektinkontinenz
- Störung von Antrieb und Psychomotorik Antriebsstörungen (Manie hoch, Depression runter) Katatone Symptome Stupor und Mutismus: Fehlen von Bewegung und Sprache Negativismus: Patient sperrt sich gegen alles, was mach sagt Katalepsie: passiv vorgegebene Körperstellungen werden abnorm lange beibehalten Haltungsstereotypen: Verharren in Haltung, im Gegensatz zur Katalepsie auch nach äußeren Versuchen der Korrektur Psychomotorische Erregung Bewegungs und Sprachstereotypien Echopraxie, echolalie Manierismen: bizarre Abwandlungen alltäglicher Bewegungen, z.B. Grimmassieren wenn Gesicht betroffen
- Katatone Symptome Stupor und Mutismus: Fehlen von Bewegung und Sprache Negativismus: Patient sperrt sich gegen alles, was mach sagt Katalepsie: passiv vorgegebene Körperstellungen werden abnorm lange beibehalten Haltungsstereotypen: Verharren in Haltung, im Gegensatz zur Katalepsie auch nach äußeren Versuchen der Korrektur Psychomotorische Erregung Bewegungs und Sprachstereotypien Echopraxie, echolalie Manierismen: bizarre Abwandlungen alltäglicher Bewegungen, z.B. Grimmassieren wenn Gesicht betroffen
- Suizid, was explorieren? konkret ansprechen und ernst nehmen. Frage nach: nicht mehr leben wollen, konkrete Ideen für Suizid, Vorbereitungen getroffen, früher einen Versuch unternommen, Familie schon einen Unternommen, was hat einen bisher davon abgehalten, mit jemandem drüber gesprochen?
- Suizidbegriffe erweiterter Suizid: andere Personen werden gegen ihren Willen mit getötet Parasuizidale Hadlung: Handlung, die prinzipiell zum Tod führen kann aber nicht dafür eingesetzt wird. Borderline: Rasierklingen schlucken
- Suizid in Zahlen Weltweit 1 Millionen pro Jahr, in Deutschland 11.000. Versuche 10 bis 100 mal häufiger, Männer häufiger Suizid, Frauen häufiger Versuch
- Clozapin NW Agranulozytose, Sedierend, Stark antischolinerg, keine EPM, daher bei Parkinson und Lewibody-Demenz
- Hyperglykämie und Hyperlipidämie bei Olanzapin
- Einteilung Antidepressiva Klassische Antidepressiva Trizyklischen Tetrazyklische (Maprotilin) Monoaminoxidasehemmer Neuere Antidepressiva SSRI SNRI (Reboxetin) SSNRI (Venlaflaxin und Duloxetin) SNDRI (Bupropion) Alpha-2-Antagonisten (Mianserin, Mirtazapin) Pflanzlichen Antidepressiva Johanniskraut
- Einteilung Antidepressiva Klassische Antidepressiva Trizyklischen Tetrazyklische (Maprotilin) Monoaminoxidasehemmer Neuere Antidepressiva SSRI SNRI (Reboxetin) SSNRI (Venlaflaxin und Duloxetin) SNDRI (Bupropion) Alpha-2-Antagonisten (Mianserin, Mirtazapin) Pflanzlichen Antidepressiva Johanniskraut Wirkung der Antidepressiva direkt, Antidepressiver Effekt aber erst nach 2 Wochen, daher wahrscheinlich auch Wirkung durch Genexpression
- Wirksamkeit von Antidepressiva 70 Prozent innerhalb von 3 bis 6 Wochen, Plazebo bei 50%
- Therapie Depression Akuttherapie bis zur Remission, dann Erhaltungstherapie für 6-12 Monate mit gleichen Medikamenten und Dosierung wie in Akuttherapie, dann Rezidivprophylaxe (wenn innerhalb der letzten fünf Jahre 2 depressive Episoden aufgetreten sind) bei mittelschweren soll, bei schweren Depressionen muss eine Pharmakotherapie gemacht werden. Bei leichten sind Antidepressiva Placebo nicht überlegen zuerst mit SSRI, wenig NW bei guter Wirkung, besonders Citalopram oder Sertalin Wenn keine Wirkung nach 14 Tagen SSNRI wie Venlaflaxin da Überlegenheit in Wikrung gezeit hat bei ganz schweren Depressionen Trizyklisches wie Amitriptylin oder Augmentation mit L-Thyrox oder Lithium (besser) Zusätzlich kann nach Antrieb, Schlafstörungen ausgesucht werden Wirkungseintritt nach ein bis zwei Wochen, Remission 4-6 Wochen, wenn Patient nach 14 Tage keine Besserung bemerkt kann keine mehr erwartet werden Rezidivprophylaxe mit Lithium oder Antidepressivum Pschotische Depression: Antidepressivum und Antipsychotikum, evtl. Elektrokrampftherapie, Saisonale Depression Lichttherapie und MAO-Hemmer Atypische: MAO-Hemmer Agitiertheit und Suizialität: zusätzlich niederpotentes Neuroleptikum Pschotherapie: Kognitive Verhaltenstherapie und Interpersonelle Psychotherapie nach Klerman und Weissmann, Pschoedukation
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- Tranylcypromin Irreversible MAO-Hemmer, kein Tyraminhaltige Kost: Käse, Rotwein, Schokolade und Salami, hier Blutdruckkriesen
- Serotonerges Syndrom SSRI in Kombination mit MAO-Hemmern, trizyklischen Antidepressiva oder Lithium Gastrointestinal: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe Starke Ausprägung: Trias aus Fieber, Neuromuskuläre Erregung (Hyperreflexie, Myoklonien Tremor) und psychopathologischen Auffälligkeiten wie Desorientiertheit, Verwirrtheit, Erregungszustände Vitalbedrohliche Komplikationen durch Krämpfe, Herzrythmusstörungen, Koma, Multiorganversagen, Verbrauchskoagulopathie Therapie: Medis absetzen, evtl. Benzos zur beruhigung, Propanolol gegen Tachykardie, Überwachung auf Intensivstation
- NW der Antidepressiva Trizyklsche: Alpha: Orthostase Histamin: Sedierung Anticholinerg: Mundtrockenheit, Obstipation, Harnverhalt Herzrythmusstörungen SSRI: Serotonerg: Übelkeit, Diarrhoe, KS, Schlafstörungen Nicht sedierend, keine Herzrythmusstörungen Alpha-2-Blocker Mianserin und Mirtazapin: Agranulozytose und Appetitsteigerung SSNRI Venlaflaxin Übelkeit und RR hoch
- Antrieb Antidepressiva Hoch: Desipramin, Nortryptilin, SSRI, Venlaflaxin, Moclobenid, Reboxetin Runter: Amitriptylin, Dopexin und Trimipramin (auch trizyklisch)
- Rezidivprophylaxe für uni- bipolare Störungen Akuttherapie von Manien Akuttherapie von dysphorischen, gereizten Manien und Rapid Cycling Unipolar Rezidivprophylaxe: Lithium Bipolar Rezidivprophylaxe: Lithium und Lamotrigen Akuttherapie Manie: Lithium und Valproinsäure Akuttherapie von dysphorischen, gereizten Manien und Rapid Cycling: Valproinsäure und Carbamazepin
- Lithium Akutbehandlung Manie, Prophylaxe von Bipolaren Störungen Wirkmechanismus nicht ganz geklärt Halbwertszeit von 24 Stunden, Stady-State nach 24 Stunden, enge therapheutische Breite Mit Kochsalz Symport, Kochsalzarm und Diuretika erhöhen den Spiegel, Flüssigkeitsverlust und Niereninsuffizienz auch Intox ab 1,2mmol/l : Schläfrig, Schwindel, verwaschene Sprache, Ataxie, Druchfall, Tremor NW: Tremor, Polyurie, Polydipsie, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Struma Gewichtszunahme
- Nebenwirkungen der klassischen Neuroleptika Extrapyramidale NW: Frühdyskinesien, Zungen- Schlund und Blickkrämpfe. Th: Biperiden Parkinsonoid: Rigor, Tremor, Akinese: Biperiden Akathisie: Unfähigkeit, Ruhig zu sitzen. Th schwaches Neuroleptikum, Betablocker, Benzos Spätdyskinesie: Erst nach jahrelanger Therapie, 3-5 % der Patienten, irreversibel. Th: Tiapirid Andere: Anticholinerg über Muskarinrezeptoren , QT-Zeit Verlängerung mit Herzrhythmusstörungen, Alpharezeptoren RR runter und orthostatische Synkope, Sedierung über Histaminrezeptoren Malignes neuroleptisches Sydrom: Neuroleptikum absetzen und Dantrolen, Bromocriptin, Flüssigkeitsausgleich und Heparinisierung
- Malignes neuroleptisches Syndrom in 20-30 % tödlich Fieber, Tachykardie, Rigor , Akinese, Koma, Rabdomyolyse CK wegen Rigor in 50% erhöht Absetzen Neuroleptika, Dantrolen, Bromocriptin (Vitalfunktionen sichern, Flüssigkeitsausgleich und Heparinisierung) DD: Perniziöse febrile Katatonie
- atypische Neuroleptika, NW weniger bis kaum extrapyramidalmotorische NW, daher oft erste Wahl: Clozapin: Einziges, dass bei Therapieresistenz überlegen ist, aber Agranulozytoserisiko von 1-2 % (Gewichtszunahme, Transaminasenanstieg und Sedierung), daher nur wenn zwei Versuche mit anderen Antipsychotika erfolglos waren und schriftliche Einwilligung Amisulprid: Prolaktinanstieg Olanzapin und Clozapin: Gewichtssteigerung Sedierend: Olanzapin, Melperon, Clozapin bei Demenz Risperidon(keine Sedierung) und Melperon (Sedierung) bei Parkinson Clozapin
- klassische Neuroleptika, Einteilung Niedrigpotent: stark sedieren und stark anticholinerg, gering antipsychotisch: Melperon, Pipamperon Hochpotent : Stark antischolinerg, viel Extrapyramidalmotorische NW, starke Bindung am Dopaminrezeptor: Haloperidol, Benperidol, Flupenazin
- Benzos Binden an den GABA-Rezeptor und erhöhen die Affinität für GABA, daher vermehrter Chlorideinstrom mit Folge der Hyperpolarisation der Zelle Kurz wirksam (2-4h): Triazolam, Midazolam (Dormicum, Kurznarkose) mittellang wirksam (6-24h): Oxazepam, Lorazepam (Tavor) lang wirksam (>24h) Diazepam (Valium), Clonazepam Wirkung: anxiolytisch, zentral muskelrelaxierend, Antikonvulsiv, sedativ-hypnotisch Abhängigkeit: 1,2 Millionen Menschen in Deutschland, dürfen nicht länger als 4-8 Wochen verschieben werden, da sonst Entwicklung von Abhängigkeit droht Intox: Somnolenz bis Koma, Atemdepression, HypotonieAntidot Flumazenil Benzos dürfen wie Barbiturate und Chlomethiazol nie abrupt abgesetzt werden.
- Therapie Alzheimer Acetylcholinesterase-Inhibitoren: Donepezil, Galantamin, Ricastigmin und Tacrin. Für leichte Demenz. NW cholinerg: diarrhoe, Brochokonstriktion, Bradykardie, AV-Blockierungen, Magensäure hoch(nicht bei Ulcus) NMDA-Rezeptorantagonisten: Hemmen die Wirkung von Glutamat am Rezeptor: Memantin, bei schwerer Demenz Nootropika wie: Ginko-Präparate, Piracetam, Nicergolin. Alle ohne sicher belegte Wirksamkeit Bei Psychose: Risperidon bei Schlafstörungen: Melperon, Pipamperon (keine Benzos wegen Gefahr der paradoxen Reaktion) Nicht Medikamentös: Tagesstrukturierung, mentale und körperliche Aktivierung, Ergotherapie, Weiterbildung der Angehörigen
- Behandlung eines Alkoholentzugsyndroms und eines Alkoholentzugsdelir Entzug über 2-3 Wochen, bei chronisch Alkoholkranken auch 2-6 Monate in speziellen Kliniken, wo auch andere Therapieprogramme angeboten werden, die die Motivation des Patienten fördern Alkoholentzungssyndrome Clomethiazol (Disulfiram): Wirkung: wirkt wie Benzos am GABA-Rezeptor über Verstärkung von GABA und Glycin, nur andere Bindungsstelle. Macht sedierend, anticholinerg und verhindert ein Delir NW Hohes Abhängigkeitspotential, daher nur stationär, schleichend absetzen Kapseln, Initial 2-4, 2 weitere alle 2-4 Stunden, höchstdosis sind 24/d Benzos: Diazepam, 4-6 x 10mg/d Alkoholentzugsdelir: Bei Halluzinationen und Wahnideen Haloperidol 50-100mg B1-(Thiamin) gegen Wernicke-Enzephalopathie Rückfallprophylaxe: Acamprosat: Anticraving-Susbtanz, Antagonist am NMDA- Rezeptor Naltrexon: in Deutschland nicht mehr zugelassen, vermindert Rückfälle und Trinkhäufigkeit Adversivtherapie mittels Disulfiram: Hemmt Aldehyddehydrogenase und macht schwere Alkohol- Unverträglichkeit, da auch Todesfälle beschrieben sind vorsichtige Gabe Ambulante Nachbetreuung: Selbsthilfegruppen, Blaues Kreuz, AA, Guttempler, regelmäßige Besuche beim Hausarzt, Einzeltherapie beim Psychologen oder Psychater
- Medikamentöse Therapie von Opiatentzug 150.000 Menschen sind Heroinabhängig Gefahr: Infektionen durch Needelsharing, Beschaffungskriminalität, Sozialisationsprobleme Schnelle Anflutung, daher starke Abhängigkeit, Wirkung über Mü-Rezeptor Intox-Symtome: Miosis, Atemdepression und BewusstlosigkeitTh: Sicherung der Vitalfunktionen und Naloxon titrieren(0,1mg pro Gabe), CAVE: Kurze HWZ Entzug: Symptome nach 8 Stunden, Maximum nach 1-2 Tagen, Klingen nach 1-2 Wochen ab.Craving, Depression, Schlafstörungen, Tachykardie, Unruhe, Schwitzen, Fieber, Krämpfe, Mydriasis, Tränenfluss, Hypertonie 2 Formen: Kalter Entzug, apruptes Absetzen Clonidin bei adrenerger ÜberaktivierunG Ibu bei Schmerzen MCP bei Übelkeit Warme Entzug:Ersatz durch Opiatrezeptorantagonisten: Methadon, Levomethadon, Buprenorphin Entwöhnungstherapie in speziallisierten Kliniken für mindestens 4-6 Monate
- P450 auf Psychopharmaka alle außer Lithium und Amisulprid darüber verstoffwechselt poor, extensive und Ultra-Rapid metaboliser, daher Plasmabestimmungen
- Verhaltenstherapie Reizkonfrontation durch Exposition in Vivo und in sensu bei Phobien Operante Methoden durch Einsatz positiver und negativer Verstärkung z.B. Essen an besonders schön gedecktem Tisch bei Bulimie Modell Lernen durch Imitation (kognitive Verfahren und Aufbau von Kompetenzen)
- ICD-10 Demenzielles Syndrom Störung des Gedächtnis Beeinträchtigung zumindest eines weiteren neuropsychologischen Teilbereichs wie Orientierung, Sprachverständnis oder lesen eine damit verbundene Alltagseinschränkung der Lebensführung Bestehen der Symptome übermindestens 6 Monate
- Tests für Demenz Mini-Mental-Test Uhren-Zeichen-Test zum Screening besonders der DemTect-Test
- Demenz Häufigkeitsverteilung 55% Alzheimer 15% Alzheimer und vaskulär gemischt 15% vaskuläre Demenz 5% Frontotemporal (Pick) 5% bei nurologischen Erkrankungen 5% reversibel Demenzen bei Herzinsuffizienz, Vitamin b12 oder Folsäuremangel, Normaldruckhydrozephalus
- Alzheimerdemenz 55% die häufigste, 1,2 Millionen in Deutschland, 20% der über 80 jährigen langsam schleichender Verlauf, zuerst Verlust von Merkfähigkeit, depressive Verstimmung, Fassade lange erhalten im weiteren Verlauf weitere Störungen wie Orientierung, Aphasie, Apraxie, Alexie, Akalkulie Fortgeschrittenes Stadium: Harn- und Stuhlinkontienz, in letzen 2 Jahren schwer pflegebedürtig, dann Tod nach 6-8 Jahren Amyloidablagerungen und Tau-Proteine Ursache in 95% sporadisch(nach 65.LJ), in 5 % autosomal dominanter Erbgang(vor 55.LJ) Risikofaktoren(Alter, Familläre Häufung, ApoE-Gen, Vaskuläre Risikofaktoren, Neurologische Vorerkrankungen, niedrige Schulbildung) Diagnose Ausschlussdiagnose (Routinelabor, Kupfer und Ceruloplasmin für Wilson, Vitamin B12 und Folsäure, TSH, Lues-Serologie, Liquordiagnostik, MRT und PET, Dopper der Carotis, EEG, EKG und Herzecho) Therapie eigene Karte