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Physiologie Semester 2 (Fach) / Physiologie I vetmed Blut Teil 1 (Lektion)

Blut

Diese Lektion wurde von KathiVet erstellt.

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  • Eigenschaften rote BK - Größe - Anzahl - Stoffwechsel - Anteil von Retikulozyten - durchschnittliche Lebensdauer Größe Säuger: 6x2 μm (kernlos) Vögel: 12x7 μm (mit Zellkern) Anzahl 5x10 ^12/l Stoffwechsel anaerob Anteil Retikulozyten 0,1-0,2% durschnittliche Lebensdauer 120 Tage (Su 60, Vögel 30)  
  • Blutvolumen beeinflussende Faktoren Faktoren, die das Blutvol senken Körperfett Körperposition stehend Klima heiß mangelnde Ernährung Aktivität des Sympathikus Blutverlust Wassermangel   Faktoren, die das Blutvol steigern Muskelarbeit Klima kalt Überernährung Körperposition liegend Schwangerschaft übermäßige Aufnahme von Wasser
  • Osmotische Hämolyse def. Hämolyse Arten der osmotischen Hämolyse def.: Auflösen oder Platzen von Blutzellen Blutzellen in isotonische Lösung → keine Veränderung Blutzellen in hypotone Lösung → Eindringen von Wasser in die Zelle → Anschwellen → Platzen Blutzellen in hypertone Lösung → Austritt von Wasser aus den Zellen → Schrumpfen der Zellen
  • def. minimale und maximale Resistenz minimale Resistenz Konzentration einer NaCl- Lösung, bei der die Hämolyse gerade noch nicht begonnen hat   maximale Resistenz Konzentration einer NaCl- Lösungm bei der alle Erythroyzten hömolysieren
  • warum können rote BK sich auch erheblichen Veränderungen in den osmotischen Bedingungen anpassen? osmotische Resistenz Membran der roten BK der anpassungsfreudig, da sie spezielle Spectrin- Proteinmoleküle auf der inneren Seite der Membran besitzt ("Molekulare Federn") → bilden ein Netz aus Ankyrin, Actin und Proteinmolekülen   (Veränderung in der Form: leicht hyperosmotische Umgebung→ Erythrozyt schrumpft leicht hypoosmotische Umgebung → Erythrozyt vergößert sich)
  • Membran- Hämolyse - wann kommt diese vor - wie wird diese ausgelöst - physikalische und chemische Effekte - Effekte von Toxinen Hämolyse durch Verletzungen der Zellwand und NICHT durch osmotische Veränderungen Physikalische Effekte gefrieren/auflösen schütteln/zerstoßen Chemische Effekte Säuren, fettlösende Substanzen (Chloroform) die Oberflächenspannung reduzierende Substanzen (Gallensalze) Effekte von Toxinen Bakterien Toxine Schlangengifte pflanzliche Gifte  
  • Haem - def - Aufgabe Definition Komplex aus Poryphyrin und Fe(II) Aufgabe betreibt Oxygenation (das zweiwertige Eisen bindet reversibel ein O2 Molekül)           → oxydierte Form: Haemoglobin (Methaemoglobin →bindet den                Sauerstoff irreversibel, wird in den roten BK wieder  zu                 Haemoglobin umgewandelt)    
  • Globin hab ich nicht verstanden (entschuldigung, ich mach mich noch schlau)       :)
  • Sichelzellanämie - Def und Zustandekommen genetische Mutation(en) an der Struktur von Haemoglobin (in den beta Ketten) → schwere Gesundheitsschäden   Sichelzellanämie: Bildung von abnormem Hämoglobin   Sauerstoffmangel →Auskristallisieren des Hämoglobins, Verformung der roten BK → Verstopfen von Gefäßen → Durchblutungsstörungen
  • Einfluss vom Alter auf die Sauerstoffbindungskapazität von Hämoglobin (Unterschied fetales und adultes Hämoglobin) fetales Hb hat abweichende Aminosäuresequenz → kleinere Affinität zum 2,3- Diphosphorglycerat als adultes Hb → 2,3 DPG bindet sich ans  Hämoglobin →Senkung seiner Sauerstoffaffinität → ermäglicht Transport von Sauerstoff von Mutter zu Fötus (Sauerstoff kann auch unter niedrigeren Partialdruckverhältnissen von der Mutter zum Fötus gelangen)
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  • Abbau von Hämoglobin nach 120 Tagen: Erythrozyten werden zu Sphärozyten Milz und Leber filtern Sphäroyzten raus    teilweise gelangt Hämoglobin in die Blutbahn → wird durch Haptoglobin gebunden; wenn kein Haptoglobin mehr frei ist (Sättigung des Haptoglobins): Hämoglobinämie (freies Hämoglobin gelangt in den Blutkreislauf)→ Hämoglobinurie (Aussscheidung von Hämoglobin über die Nieren→Nierenversagen!)   größtenteils wird Hämoglobin in den Phagozyten abgebaut
  • Das Knochenmark - Bildung von Blut (Haematopoese) in der embryonalen Phase - Entwicklung und Spezialisierung des KM Bildung embyrionale Phase: Blutbildung in der Leber nach der Geburt: im roten Knochemark (Ausnahme: Maus)   Entwicklung Weiterentwicklung von multipotenten Zellen zu Progenitorzellen und später zu roten BK oder weißen BK T-Progenitorzellen einziger Zelltyp, der während des embryonalen Lebens nicht ins Knochenmark wandert, sondern sich im Thymus ansiedelt (produzieren im Erwachsenenalter T-Lymphozyten)   Stammzellen, die die verschiedenen Blutzellen im KM produzieren, bilden Zellkolonien
  • Entwicklungsstadien der Erythrozyten Primordiale Stammzelle ↓ Progenitorzelle ↓ BFC-E ↓ CFC-E ↓ Normoblast (ab da keine Zellteilung mehr möglich; Verlust des Zellkerns) ↓ Retikulozyt (kann bereits in kleinen Mengen ins Blut gelangen) ↓ Erythrozyt  
  • Erythrozytensythese beeinflussende Faktoren Sauerstoffversorgung Hypoxie           - Aufenthalt in großer Höhe           - Blutverlust           - Ischämie (mangelnde Blutversorgung einzelner Organe)           - Anämie   Nierenstatus           - Erythropoetin (REF- renal erythropoetic factor)   Alter
  • weiße Blutkörperchen - Entwicklungsort - physiologische Menge - beeinflussende Faktoren - pathologische Veränderungen Entwicklungsort im Knochenmark (Ausnahme: Lymphozyten) physiologische Menge 5-15x10^9/l beeinflussende Faktoren Spezies, Alter, Geschlecht, Tageszeit pathologische Erhöhung durch bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen bzw. Entzündungsprozesse krankhafte Erniedrigung z.B. durch Strahlung, Pilzgifte, Hormoneinwirkung
  • neutrophile und lymphozytäre Typen neutrophiler Typ Pferd, Fleischfresser, Mensch lymphozytärer Typ Wiederkäuer, Schwein, Vogel
  • neutrophile Granulozyten - Funktion - Lebensdauer - Fraktionen - Granula und deren Enzyme Funktion Abwehr   Lebensdauer im BKL: 6-7h im Gewebe: 2-3 Tage   Fraktionen intravasale Fraktion: gering, ein Teil heftet sich an die inneren Gefäßwände (Adhäsion) extravasale Fraktion: in Knochenmark und Milz                                      nach Mobilisierung →Leukozytose   Granula dunkelrot/lila 80% neutrophil 20% basophil Enzyme: Nuklease, Protease ........
  • Entwicklungsstadien von neutrophilen Granulozyten im letzten Entwicklungsstadium: Änderung der Segmentierung des Zellkerns junge Zelle: kleiner Stab jugendliche Zelle: erste Segmente erscheinen ältere Zelle: Kerne viel mehr segmentiert → gesteigerte Produktion von neutr. Gran. (z.B. bei Infektion): mehr      stabkernige Zellkerne   → verzögerte Synthese (Granulozytopenie): mehr segmentkernige Zellen
  • Migration der neutrophilen Granulozyten - def - Prozess - Diapedese Defintion aktive Bewegung der neutrophilen Granulozyten im Raum   Prozess Bewegung durch Auf- und Abbau von Aktinketten Aktinpolymerisation: Aktinfasern werden kontinuierlich in den Zellen gebildet →Aufteilung der Fasern in fest verknüpfte Aktinbündel mit  verschiedenen Aufgaben Aktinbündel sind Gel ähnlich, kontraktil und fest verknüpft Phylopodium: Bündel wird in der Nähe der Plasmamembran kontinuierlich auf- und in Zellkernnähe am anderen Ende der Kette wieder abgebaut →Bewegung   Diapedese  (Austreten von Blutbestandteilen aus den Kapillargefäßen)  
  • Schritte der Phagozytose Kontaktaufnahme des neutrophilen Granulozyten mit dem (opsonierten) Fremdkörper Phagozyten (n.G.) bildet Pseudopodien (mit Aktin), mit dem er die Fremdkörper "umarmt" Fremdkörper liegen nun in den Phagosomen (Räume, die durch die geschlossenen Pseudopodien gebildet wurden) Verschmelzung von Lysosom und Phagosom zu Phagolysosom Verdauung der Fremdkörper durch die respiratorische Verbrennung Ausscheidung der Fremdkörper (unverdauliche Teile) aus der Zelle Rezeptoren (Fc und C3b Rezeptoren) bilden sich wieder  
  • Verlust vom Zellkern (Erys) Normoblaststadium: Verlust des Zellkerns durch Veränderung der Membrane MHC Moleküle wandern zum Pol Eliminierung der MHC- Molküle zusammen mit dem Nukleus aus der Zelle MHC Strukturen bleiben an der Oberfläche der Zelle ! Verlust des Zellkerns ≠ Ende der Hämoglobinsynthese ! → Hämoglobin mRNS hält die Hämoglobinsynthese für eine gewisse zeit lang aufrecht, indem sie ein Netz in der Zelle bilden ( → Retikulozyt)  
  • Opsonierung Def einige Substanzen im Plasma können fremde Antigene bilden Vorgang docken an den neutrophilen Granulozyten an stimulieren unspezifisch deren Phagozytose
  • Immunadhärenz Def ein für das Antigen spezifisches Immunglobulin (Antikörper) ist bereits in der Blutbahn → bindet sich ans Antigen → Immunglobulin (antikörper) bindet sich an den neutrophilen Granulozyten ( bzw an seinen Fc-Rezeptor) Ergebnis erhöhte Phagozytose, weil schon Antikörper vorhanden sind (z.B. durch Impfung oder zweite Infektion) Zelle erzeugt neuen Rezeptor →zusätzliche Phagozytose   bei erster Infektion: Antigen greift Zelle an Makrophag kommt und isst das Antigen präsentiert das Epitop des Antigens einem T-Lymphozyt (Antigenpräsentation) T-Lymphozyt bildet Antikörper!      
  • Wege der Degranulation - def Granulation - der spezifische Weg - der unspezifische Weg - Auslöser der Degranulation - zusätliche Produkte der Degranulation Definition basophile Granulozyten binden die fertigen lgE Antikörper an ihrer Oberfläche Antigen bindet sich an das lgE → Zelle entledigt sich seiner Granula (Degranulation) Enzyme sind jetzt in der Umgebung verteilt und lockern das Gewebe auf →mehr Platz für zusätzliche Immunprozesse Extreme Degranulation → Schädigung des Gewebes (Allergie)   spezifischer Weg der Degranulation auf der Oberfläche der Granulozyten: Proteinrezeptoren, die Immunglobulin (lgE) binden können lgE ist zytophil: bindet sich an den Fc-Rezeptor vom Immunglobulin, wenn es noch kein Antigen gebunden hat, obowhl es bereits früher gegen ein anderes Antigen synthetisiert wurde basophile, mit lgE ausgerüstete Granulozyten binden ein Antigen, wenn sie auf eins treffen Antigen/AK- Bildung löst Degranulation der Lysosomgranula weitere Schritte siehe oben unspezifischer Weg der Degranulation basophile Granulozyten verursachen Entzündung Erkennung des Antigens           → Degranulation → Auflockerung des Gewebes → Immunzellen               und Antikörper können schnell zu den Antigenen gelangen Degranulation- Stimulierung kann ausgelöst werden durch erworbene Immunität natürliche Immunität (Komplement)   zusätzliche Produkte der Degranulation Heparin (verhindert Koagulation → Beschleunigung der Antikörper) SRS-A (verursacht lang anhaltende Entzündungen)    
  • eosinophiler Granulozyt - Aufbau - Granula - Lebensdauer - Aufgaben - Enzyme Aufbau 12-14 μm groß kaum segmentierter Zellkern Granula rot verschiedene Enzyme beinhaltende Lysosome beim Pferd verdeckt sie oft den Nukleus Lebensdauer 3-5 Tage 3-8 h in der Blutbahn Aufgabe antiallergischer Effekt: Inaktivierung und Abbau (Histaminase) von Substanzen, die allergische Reaktionen hervorrufen (gebildet von Mastzellen und basophilen Granuloyzten) antiparasitärer Effekt: produzieren zytophile Antikörper (alkalische Proteine), die gegen Proteine der Parasiten ankämpfen Enzyme Histaminase Aril-Sulphatase Myeloperoxidase saure und alkalische Phosphatase Nuklease    
  • Chemotaxis def chemische Signale Definition Beeinflussung der Fortbewegungsrichtung der Zellen durch Stoffkonzentration weiße BK wandern in Richtung höhere Konzentrationen von spezifischen Signalstoffen chemische Signale Produkte von Gewebszerfall Histamin Komplement Faktoren aufgebrochene Polysaccharid Zellwand von Bakterien chemotaktische Substanzen der Leukozyten (T-Zellen, Mastzellen, Basophile Granulozyten) VIDEO : http://www.chemgapedia.de/vsengine/popup/vsc/de/glossar/c/ch/chemotaxis.glos.html
  • Antiallergische Wirkung siehe Skript