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Sozialpsychologie (Fach) / Sozialpsychologie (Lektion)
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- Was besagt die Sündenbocktheorie von Berkowitz und Green? in frustrierenden Situationen werden negativ bewertete leicht zu identifizierende und eher machtlose Fremdgruppen für die Frustration vernatwortlich gemacht und deshalb mit Vorurteilen behaftet und diskriminiert
- Wie kann man Vorurteile reduzieren? Kontakthypothese (Allport) wechselseitige Abhängigkeit, Kooperation gleicher Status freundliche formelle Umgebung Lernerfahrung (Annahmen waren falsch) Normen der Gleichheit Unterstützung durch Autoritäten
- Wie werden Vorurteile aufrechtgehalten? illusorische Korrelation Annahme eines Zusammenhangs, der objektiv nicht vorhanden ist Subtyping auffällige, widersprüchliche Informationen werden intensiv verarbeitet Bildung von unterkategorien, Ausnahmen machen attributionale verzerrung ultimativer Attributionsfehler blaming the victim Sich selbst erfüllende Prophezeihung
- Wie werden illusorische Korrelationen aufrecht gehalten? confirmation bias
- Was ist ein ultimativer Attributionsfehler? Selbswertdienliche attributionstendenz auf Gruppenebene ähnlich fundamentaler Attributionsfehler Eigengruppe Erfolg -> internal, stabil Misserfolg -> external, situativ Fremdgruppe Erfolg -> external, situativ Misserfolg -> internal, stabil
- Was bezeichnet man als blaming the victim und was sind die Ursachen? Tendenz, Opfern negativer Ereignisse zumindest eine Teilschuld daran zuzuschreiben Ursachen: belief in a just world Zuschreibung von eigner Schuld macht negatives Ereignis kontrollierbar -> Kontrollillusion, Angstminderung
- Nenne ursachen für die Leistungsverschlechterung bei einer Bedrohung durch Stereotype. Angst und negatives Denken Erregung Herangehensweise (Vermeidungsfokus)
- Nenne Möglichkeiten um die Auswirkungen der Bedrohung durch Stereotype zu vermindern Wissen über den effekt der Bedrohung durch Stereotype Informationen über erfolgreiche Gruppenmitglieder Selbstbestärkung (Aufmerksamkeitslenkung auf selbstrelevante Bereiche) Verwischen von Gruppengrenzen (Suchen nach Gemeinsamkeiten zwischen in und outgroup)
- Was bezeichnet man als Bedrohung durch Stereotype? Befürchtung einer Person, durch ihr Verhalten ein negatives Stereotyp ihrer Gruppe zu bestätigen oder im Sinne dieses Stereotyps bewertet zu werden Bedingungen: negatives Stereotyp muss für Selbstbild relevant sein Aufgabe muss für stereotyprelevante Fähigkeiten diagnostisch sein
- Definiere Aggression. Welche Unterscheidungen gibt es diesbezüglich? = absichtsvolles Verhalten mit dem Ziel eine andere Person bzw. einen Gegenstand oder sich zu schädigen Unterscheidung: Instrumentelle Aggression (Agg. als Mittel um Ziel, dass über die Schädigung hinausgeht, zu erreichen) feindselige Aggression (Agg erfolgt aus Emotionen heraus und dient dazu, jemandem zu schaden, heißte Agg.)
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- Was sind Ursachen für aggressives Verhalten? multikausale Verursachung Zusammenspiel verschiedenster personaler und situativer Faktoren Einstellungen gegenüber Agg., Ärgerneigung, Lerngeschichte, ... Hinweisreize, verfügbare Modelle, Provokation,...
- Was sind Determinanten aggressiven Verhaltens? biologisch- genetische Grundlagen negative Gefühle Normen und soziales Lernen situative Einflüsse
- Was sollte man über die biologisch-genetischen Grundlagen von Aggression wissen? evolutionäre Adaptivität von agg. Verhalten Befunde zur biologisch-genetischen Basis für Agg. (kulturübergreifend) Vererbung von Agg.-bereitschaft Neurobiologische Basis für Agg. (Amygdala) Zusammenhang zw. Testosteron und Agg.
- Was ist über negative Gefühle als Auslöser von Aggression zu sagen? Angriffe auf die eigene Person bedrohen Selbstwert Bedrohung/Blockierung eigener Ziele Frustrations- Aggressionshypothese (Dollard) ungünstige situative Faktoren aversive situative Faktoren (Hitze, Schmerz, Lärm, etc.)
- Welche Variablen sind für das Ausmaß des aggressiven Verhaltens verantwortlich? wahrgenommene Absichtlichkeit des Angriffs milderne Umstände Entschuldigungen des gegenübers
- Was sagt die Frustrations-Aggressionshypothese von Dollard? Frustration führt immer zu Aggression und aggressivem Verhalten geht immer eine Frustration voraus so nicht haltbar, da Frustration nur eine Quelle von Aggression ist
- Was besagt die Karthasishypothese in Bezug auf Aggression? Annahme, dass jegliche aggressive Handlung (gegenüber Objekten, Personen) zu einer Minderung der Aggression führt. HILFT NICHT! Zielunspezifische Aggression verstärkt spätere Aggression Wirksamkeit nur unter speziellen Bedingungen ( muss sich gegen Provokateur richten und erfolgreich sein)
- Wie wirken sich Normen uns soziales Lernen als Determinanten aggressiven Verhaltens aus? Belohnung und Bestrafung von aggressiven Verhalten mediieren Auftretenswahrscheinlichkeit soziale Modelle Beobachtung von Modellverhalten aktiviert passendes Schema schemakonkruente Inhalte leichter verfügbar
- Was sind Quellen der Sozialisation? Eltern Altersgenossen Kultur
- Welche situativen Einflüsse wirken sich auf aggressives Verhalten aus`? Deindividuation/ Ausmaß der Anonymität Vorhandensein bestimmter Hinweisreize (Waffe im Raum) Art der Informationsverarbeitung und Ausmaß der Selbstkontrolle Fehlattribution physischer Erregung
- Was ist Deindividuation? Welche Prozesse finden statt? Wenn Personen Teil einer Masse sind, kann es zum Verlust normaler Verhaltensbeschränkungen und somit zu verstärkt normabweichendem oder impulsiven Verhalten kommen soziale Identität und Selbstaufmerksamkeit sind reduziert Prozesse: geringere Verantwortlichkeit in der Masse verstärkter einfluss der Gruppennorm
- Warum können Hinweisreize Ursache für aggressives Verhalten sein? Schemaaktivierung Agg. Reize aktivieren agg. Verhaltensschemata und amchen diese damit verfügbarer Normaktivierung agg. Hinweisreize lassen u.U. agg. Verhalten in der jeweiligen Situation als angemessener erscheinen
- Welche Faktoren können die Informationsverarbeitung und die Selbstkontrolle beeinflussen? Situative Faktoren emotionale Erregung Alkoholkonsum personale Faktoren Stress, geringe kognitive Kapazität
- welche Auswirkungen hat Gewalt in den Medien? veränderte Hirnaktivität verminderte Sensibilität (weniger Mitleid mit Opfern) Überschätzung der Häufigkeit von Gewalt
- Worin sieht man die ursachen für die Auswirkung von Gewalt in den Medien? Effektivität Aggression als wirksames Mittel zur Zielerreichung Normativität Aggression als gerechtfertigt, ohne Kritik, ohne Konsequenzen Identifikation Ähnlichkeit zwischen Zuschauer und Täter erleichtert Identifikation Empfänglichkeit Imitationsverhalten
- Wie wirkt sich das ansehen von gewalttätiger Pornographie aus? erhöht Aggressionsbereitschaft führt zu weniger Empathie mit Opfern häufigere Akzeptanz von vergewaltigungsmythen Ursache: Gewöhnungseffekt
- Wie wirken sich gewalttätige Videospiele aus? Anstieg aggressiven Verhaltens, aggessiver Kognition Verminderung prosozialen Verhaltens größere Effekte bei Männern
- Wie kan Aggression abgebaut werden? Induktion inkompatibler Reaktionen (z.B. Humor) Kognitive Interventionen Modelllernen Integration von Anti-Aggressionsüberzeugungen in das Selbstbild Entschuldigung Training sozialer Fertigkeiten
- Definiere prosoziales Verhalten entsteht aus der Absicht einer Person etwas Gutes zu tun wird freiwillig gezeigt kann einen Nutzenfür den Helfer haben (soziale Anerkennung, Gegenleistung)
- Wie ist prosoziales Verhalten von altruistischem Verhalten abzugrenzen? Altruismus= Spezialfall des prosozialen Verhaltens, das hauptsächlich dem Hilfeempfänger dient
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- Beschreibe das Prozessmodell des Eingreifens in Notfallsituationen von Lanaté und Darley. Ereignis bemerken Ereignis als Notfall interpretieren Maß der persönlichen Verantwortung bestimmen Kompetenzgefühl zu helfen Kosten- Nutzen Verhältnis ist günstig in jeder Stufe kann es zum Abbruch des Hilfeverhaltens kommen!
- Welche faktoren wirken auf die Wahrscheinlichkeit ein Notfall- Ereignis wahrzunehmen? auffälligkeit des Ereignisses kognitive Kapazität Stimmung (in pos. Stimmung eher bemerkt)
- Welche Faktoren beeinflussen die Interpretation eines Notfall- Ereignisses? Informationsmenge (je mehr, umso eher geholfen) Verhalten anderer Personen Gefahr der pluralistischen Ignoranz (Zögern der anderen wird so interpretiert, dass Situation harmlos ist, man handelt nicht) Möglichkeit der Kommunikation (verbale und visuelle Komm. erhöht Wahrscheinlichkeit zu helfen)
- Was ist der Bystander - Effekt und wie entsteht er? = je mehr potentielle Helfer vorhanden sind, desto geringer ist die wharscheinlichkeit, dass geholfen wird Warum? pluralistische Ignoranz Verantwortungsdiffusion (geringeres Verantwortungsgefühl des Einzelnen)
- Welche Faktoren können auch bei Anwesenheit anderer personen zu einem individuellen verantwortungsgefühl führen`? Annahme andere sind nicht in der Lage zu helfen Kohäsion der Anwesenden ist hoch (Verplichtungsgefühl gegenüber sozialer Norm höher) Extrem hohe Kosten für Nichthelfen Schaden hat hohe Relevanz für den helfer Zuteilung von Verantwortung (konkretes Ansprechen potentieller Helfer)
- Wann kommt es zu welcher Art von Hilfe? Kosten direkter Hilfe hoch niedrig Kosten hoch indirekte Hilfe (ansprechen) direkte Hilfe unterlassener Hilfe niedrig Ignoranz, Flucht normabhängig
- Was sind Motive prosozialen Verhaltens? biologische Grundlagen erhöhen der Fitness wahrscheinlich bei engen Verwandten (kin selektion), Personen mit hohem Reproduktionspotential, Personen, die ähnlich oder vertraut sind Gefühle als Motiv Empathie/ Mitleid persönliches Unbehagen (negativ state relief, mood maintenance- Hyp) prosoziale Normen Soziale Verantwortung (Hilf denen, die auf Hilfe angewiesen sind) Gerechtigkeitsprinzip (Hilf denen, die Hilfe verdient haben) Reziprozitätsprinzip (Hilf denen, die dir auch helfen)
- Was besagt die empathie- altruismus Hypothese nach Batson? eone Notsituation löst bei einem potentiellen helfer Empathie aus und diese motiviert ihn altruistisch zu handeln anders als bei egoistisch motivierten Hilfeverhalten genügt nicht der Versuch der Hilfeleistung, sondrn der erfolgreiche Ausgang ist entscheidend
- Was determiniert das Empathieempfinden in einer konkreten Situation? Unterschiede in dispositionaler Empathie genetisch bedingte Unterschiede (Frauen empathischer) Unterschiede in situativer Empathie mehr empathie bei ähnlichen und vertrauten Personen mehr Empathie wenn Opfer keine Schuld an Notsituation objektive Beurteilung der Situation senkt das Empathieempfinden Empathievermeidung (ignorieren von gewissen Infos)
- was besagt die negative state relief Hypothese? Hilfeverhalten kann aus dem Motiv heraus entstehen, negative Stimmung zu verbessern
- Was besagt die Mood- Maintenance hypothese? Hilfeverhalten kann aus dem Motiv entstehen, positive Stimmung aufrecht zu erhalten
- Welche Sozialisationsbedingungen sind förderlich für den Aufbau prosozialer normen? prosoziale Modelle Belohnung nach Hilfeverhalten, vor allem wenn internale Attribution gefördert wird explizites Unterrichten
- Welche Sozialisationsbedingungen sind hinderlich für den Aufbau prosozialer Normen? zu häufige externale belohnung Zwang Verstärkung von nicht prosozialem Verhalten
- Treten beim Hilfeverhalten Geschlechter- und/ oder Kulturunterschiede auf? Ja Männer helfen eher, wenn Kompetenzgefühl vorhanden, männliche Eigenschaften benötigt Frauen helfen eher alltäglich und längerfristig kollektivistische Kulturen zeigen hohes Maß an prosozialem Verhalten (besonders bei Eigengruppe) individualistische kulturen zeigen höheres Maß an prosozialem Verhalten gegenüber Fremden
- Welche Funktion haben gefühle? Signalwirkung, Aufmerksamkeitslenkung, Zielfokuslenkung Intensität als Maß der Dringlichkeit pos. Gefühle -> sichere, zielförderliche Situation neg. Gefühle -> problematische, wohlergehengefährdende Situation
- Wie können Gefühle unser Denken beeinflussen? Wahrnehmung mood- congruent encoding (schnellere Verarbeitung konkruenter Inhalte durch Affektpriming) Verarbeitungsstil negative Stimmung -> bottom up, lokaler Fokus positive Stimmung -> top down, globaler Fokus Erinnerung mood congruent memory (stimmungskonkruente Inhalte leichter abrufbar) mood state dependent memory ( vom stimmungszustand abhängige Erinnerungen leichter erinnert) Beurteilung indirekte Beeinflussung (affektpriming) direkte Beeinflussung (affektheuristik, how do i feel about heuristik)
- Warum gibt es Unterschiede im Verarbeitungsstil je anch Stimmung? negative affektive Zustande sind mit gefährlichen Situationen verbunden, Vermeidungsverhalten, daher höhe Aufmerksamkeit auf Reize -->bottom up positive affektive zustände sind mit sicheren Situationen verknüpft, erlauben oberflächliche Verarbeitung, Neugier und Erkundung --> top down
- Was versteht man unter der how do I feel about heuristik? Stimmung dient als direkte Urteilsbasis (affect as information) kein Abruf urteilsrelevanter Informationen
- Wie kann Denken unsere Gefühle beeinflussen? Auslösen von Gefühlen durch Wahrnehmung angeborene Reiz.-Reaktionsverbindungen gelernte Reiz-Reaktionsverbindungen Imitation (bodyfeedback) Veränderung von Gefühlen Differenzierung pos./neg. Gefühle (Konsequenzen für eigene Ziele) Ausdifferenzierung einzelner Gefühle (Attribution, nach Lokalisation und Kontrollierbarkeit)
- Wie kann die Gefühlslage von Probanden manipuliert werden? lesen stimmungsrelevanter Sätze Abruf emotionaler Lebensereignisse Musik emotionale Filme Erfolgs.-/Misserfolgsfeedback Kontraktion bestimmter Gesichtsmuskeln unangenehme Gerüche Hypnose