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Geschichte (Fach) / Nachkriegsordnung (Lektion)
Ich glaube an dich, also tu es auch! Du rockst das Vorab!!!
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- Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa - 1942 sah es in Europa so aus, dass der Zweite Weltkrieg für die Deutschen hervorragend läuft -> der Eindruck täuscht: Wendepunkt erreicht -> DE ist dabei den Krieg zu verlieren - die Sowjetunion und die Rote Armee sind doch nicht so einfach zu besiegen wie gedacht -> trotzdem extrem hohe Verluste der Sowjets - der dt. Wehrmacht gehen die Reserven aus - 07. Dezwmber 1941: apan greift Pearl Harbor an -> vier Tage später erklärt Hitler Amerika den Krieg - USA die größte Wirtschaftsmacht der Welt -> produzieren massenweise Kriegsgüter -> rüsten damit nicht nur die eigenen Soldaten aus, sondern unterstützden auch die SU und England - Ab 1942: systematische Luftangriffe auf dt. Städte beginnen -> durch die Bombenangriffe, die den Durchhaltewillen der Bevölkerung brechen sollten, starben ca. 600.000 Zivilisten - fast 8 Mio. Tote - auch am Boden sieht es nicht so gut aus für DE: die Rote Armee greift an und erringt entscheidene Siege - Mussolini wird abgesetzt -> Italien kämpft nicht mehr auf dt. Seite -> Hitler muss Truppen aus dem Osten und aus Frankreich abziehen, um Italien zu besetzen und vorallem um gegen die vorrückenden Amerikaner und Briten zu kämpfen -> Zweifrontenkrieg ist damit da - kurz nach der Niederlage bei Stalingrad verkündet Goebells den "totalen Krieg" - gesamte Kraft des Landes soll dem Krieg dienen (er fordert totale Opferbereitschaft) - Attentat vom 20. Juli 1944: Stauffenberg und seine Mitverschwörer wollen Hitler töten und NS-Herrschaft beenden -> Staatsstreich misslingt - Oktober 1944: Männer über 50 und Jungen ab 16 Jahren sollen als weiteres Ersatzheer fungieren - 30. April 1945: Soldaten der Roten Armee hissen auf dem Reichstagsgebäude in Berlin die sowjetische Fahne + Hitler erschießt sich in seinem Bunker in Berlin - 08. Mai 194: bedingungslose Kapitulation des dt. Reichs (Zweiter Weltkrieg in Europa zu Ende)
- Kriegskonferenzen 1941-1945 - die Machthaber der Alliierten treffen sich mitten im Krieg, um die Nachkriegspläne gemeinsam zu planen 1) Atlantik Charta (1941): - 14. August 1941 - Churchill (E), Roosevelt (USA) treffen sich auf dem Meer und formulieren gemeinsame Vorstellungen einer Nachkrigsordnung -> Fordern den Verzicht auf Annexionen, den Verzicht auf Gewaltanwendung und betonen das Selbstbestimmungsrecht der Völker -> USA, GB einigen sich mit der UdSSR eine gemeinsame Strategie gegen Hitler und seine Verbündeten zu verfolgen - die Charta gilt als Basis für die spätere Gründung der Vereinten Nationen 2) Teheran-Konferenz (1943): - Ende November 1943 - die "Großen Drei" (Churchill, Roosevelt, Stalin) treffen sich in Teheran zu einer Konferenz, um die Nachkriegsordnung zu planen -> sie beschließen die Errichtung einer zweiten Front in Frankreich im Frühjahr 1944 und planen die Zerschlagung DEs -> Churchill und Roosevelt akzeptieren im Grundsatz die Westverschiebung der UdSSR und Polens bis an die Oder (andere Details werden noch nicht entschieden) -> UdSSR würde vergrößert und DE verkleinert werden 3) Konferenz von Jalta: - Februar 1945 - die "Großen Drei" treffen erneut zusammen -Sieg gegen DE ist bereits greifbar -> Man einigt sich DE in Besatzungszonen aufzuteilen, Frankreich darf ebenfalls eine Besatzungszone haben (Ziel Churchills) -> Westverschiebung Polens wird entschieden + Reparationszahlungen (SU wurde im krieg schwer zerstört) (Ziele Stalins) -> Unterstützung im Pazifikkrieg gegen Japan durch SU + Gründung der Vereinten Nationen (UN) (Ziel Roosevelt) - gemeinsames Ziel der "Großen Drei" war die bedingungslose Kapitulation DEs und Entnazifizierung und Entmilitarisierung - man war sich noch nicht über die Teilung DEs einig -> Chruchill fürchtete durch diese eine Schwächung der europ. Wirtschaft - man einigte sich letztendlich nicht auf eine Summe für die Reparationszahlungen (Churchill befürchtet wirts. Schwächungd DEs) -> trotzdem wurde sich auf eine indirekte Art Reparationen zu beziehen geeinigt -> z.b. durch Entnahme von Maschinen 4) Potsdamer Konferenz (1945): - 17. Juli - 02. August 1945 - Teilnehmer: neuer US-Päsident Truman, Stalin und zunächst noch Churchill - der Krieg in Europa ist zu diesem Zeitpunkt beendet - im Pazifik geht er noch weiter - es werden viele wichtige Entscheidungen getroffen: -> die fünf großen D´s für die Besatzungspolitik (Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung, Demontage, Dezentralisierung) -> es soll ein Alliierter Kontrollrat und Außenministerrat geformt werden -> Reparationen werden beschlossen, aber nicht genau festgelegt -> Gebietsabtretungen -> Zustimmung für den "Bevölkerungstransfer" aus den abgetretenen Gebieten (auf humane Weise und ohne Gewalt) - Potsdamer Abkommen bis 1991 gültig geblieben
- Nachkriegszeit in Deutschland - als die dt. Wehrmacht kapituliert und der NS-Staat zusammenbricht schlägt die sog. "Stunde Null" -> damit will man sagen, dass jetzt etwas völlig Neues losgeht - große Städte sind teilweise komplett zerstört - Menschen leben unter unmenschlichen Bedingungen -> keine Kleidung, kaum Essen, kaum Arbeit, ... - die berühmten Trümmerfrauen räumen in den zerstörten Städten den Schuttweg, weil viele Männer gefallen oder gefangen waren - ca. 12 Mio. Vertriebene und Flüchtlinge aus den ehem. Ostgebieten müssen ebenfalls irgendwo untergrebracht werden - die Besatzungsmächte teilen das dt. Reich in vier Zonen auf - die Sowjets erhalten größtenteils Gebiete aus dem Osten, dort entsteht später die DDR (die sowjetischen Besatzer versuchen bereits 1945 in ihrer Besatzungszone eine neue Gesellschaft aufzubauen - sie ändern soziale Strukturen und Besitzverhältnisse -> Bodenreform = Neuverteilung des Landes/ der Höfe) - die Gebiete östlich der Oder und Neiße werden polnischer Verwaltung unterstellt - die Briten, Franzosen und Amerikaner haben die anderen gebiete erhalten (eher im Westen) - in jeder Besatzungszone kann die Besatzungsmacht tun was sie will (die Fragen, die DE als ganzen betreffen entscheidet der Alliierte Kontrollrat) - zum Organisieren des Lebens vor Ort, werden Deutsche eingestezt (im Westen werden meist die eingesetzt, die von den Nazis abgesetzt wurden - im Osten werden dt. Kommunisten eingesetzt, die aus dem Exil zurückkehren) - Aufgaben der Alliierten: Waren, Essen, Wiederaufbauhilfen leisten und neue Ideale vermitteln (Demokratie und Zusammenarbeit unter den Völkern) -> deshalb kommt es zur pol. Säuberung, der Entnazifizierung (man untersucht ob und wie man sich schuldig gemacht hat, um Strafen auszuhängen) - Deutsche werden in fünf Kategorien unterteilt 1. Hauptschuldige 2. Belastete (aktivisten) 3. Minderbelastete (Bewährungsgruppe) 4. Mitläufer 5. Entlastete (Leute, die nachweisen können, dass sie nicht schuldig sind) -> dennoch funktioniert Entnazifizierung nicht so gut, wie in der Theorie (spätestens ab 1948 wird alles ruhiger angesehen) - der Kalte Krieg bahnt sich an: Im Osten Europas kommen durch Unterstützung aus Moskau, kommunistische Regime an die Macht, die USA wollen dagegenhalten: sie wollen mit dem Marshall-Plan Westeuropa aufbauen und einen Westdeutschen Staat und die NATO gründen (Westliches Verteidigungsbündnis) -> dafür werden so viele menschen benötigt, dass auch Verwaltungsmitglieder aus der NS-Zeit wieder eingesetzt werden - 1951: "Entnazifizierungsschlussgesetz" - Erziehung der Deutschen zu Demokratie und Rechtsstaat -> Schulen werden reformiert, demokratische Parteien werden gegründet, zeitungen und Buchverlage werden gefördert
- die Berlin-Blockade 1948/49 - der erste Höhepunkt des Kalten Krieges - nach dem Zweiten Weltkrieg wird auch Berlin in vier Besatzungszonen aufgeteilt - schnell wird klar, dass die Westalliierten andere Vorstellungen von der Zukunft Deutschlands haben, als die SU -> der Ost-West-Konflikt bahnt sich an - 1948: die Westmächte beschließen, dass ein demokratischer dt. Weststaat entstehen soll, mit einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung -> zu den Maßnahmen, die dafür nötig werden, gehören auch eine Währungsreform - Am 20. Juni 1948: Einführung der D-Mark -> auch in den drei Sektoren Westberlins soll die Währung eingeführt werden - Stalin nennt die Währungsumstellung eine Provokation gegen die SU - 24. Juni 1948: die Rote Armee blockiert alle Landschienen und Wasserwege von den Westdeutschen Ländern nach Westberlin - die Stadt ist abgeriegelt - Stalin geht davon aus, dass sich die Soldaten der Westmächte von dort bald zurückziehen werden, weil ihnen die Versorgung ausgeht (Stalin will Berlin komplett übernehmen und die Gründung eines dt. Weststaates verhindern) - Berlin-Blockade = Einschüchterungsgeste - die Einwohner Westberlins bekommen auch keine Energie mehr aus dem Osten geliefert -> Lichter und Gasheizungen aus -> Blockade fing im Sommer an, aber im Winter kaum Wärmemöglichkeiten mehr - Auch Fabriken haben zu wenig Strom zum Arbeiten -> Arbeitslosigkeit wächst - der US-Militärgouverneur Lucius D. Clay schlägt neuen Plan vor, weil Aufgeben keine Option sei, - die Luftbrücke -> Berlin soll aus der Luft versorgt werden (mit allen lebenswichtigen Gütern wie Kohle und Lebensmittel) - brauchen dafür das Vertrauen der Deutschen gegenüber den Alliierten - 26. Juni 1948: erste Transportflugzeuge fliegen von Westdeutschland aus nach Westberlin auf den Flughafen Tempelhof und Gatow ein - da besonders Energie knapp ist, muss vorallem Kohle angeschafft werden (Öl wäre zu kompliziert zu transportieren) - bis zu fünf Flugzeuge fliegen zeitgleich übereinander, alle drei Minuten - um die enormen Materialmengen anzuschaffen - weil alles so schnell geschieht, kann auch viel schief gehen - mind. 78 Personen sterben wegen der Luftbrücke - Weil Stalin die Westberliner unter seine Kontrolle bringen will, können die Westberliner im Osten einkaufen gehen, doch man hat seinen Plan durchschaut und tat dies nicht - Westberlin als Symbol, dass Freiheit niemals gegen den Osten Stalins und Lebensmittel eingetauscht wrd - ein Amerikaner kommt auf die Idee den kindern Süßigkeiten und Rosinen mit kleinen Fallschirmen runterzuwerfen -> "Rosinenbomber"- Blockade dauert 11 Monate, bis sie Stalin am 12. Mai 1949 aufgibt -> Luftbrücke wird dennoch mind. 1 Jahr aufrecht erhalten - Westberlin bleibt frei
- Die doppelte Staatsgründung - auf der Potsdamer Konferenz wurde offiziell eine gemeinsame Deutschlandpolitik begründet und es war eine Wahrung der Einheit vorgesehen - Konflikte kamen auf: ideologische und wirtschaftliche Gegensätze zwischen der SU und den Westalliierten -> Kampf der Systeme (Grundlage des Ost-West-Konflikts) Stalin wollte: - Einfluss in Ost- und Südeuropa - DE als Stützpunkt Truman wollte: - souveränes DE - freiheitlich-demokratischen Staat nach Westlichem Vorbild ->> offensichtlicher Interessenskonflikt
- Weg zur Gründung der BRD - erfolgte in 7 wesentlichen Schritten 1) Rede der Hoffnung: - 1946 - amerik. Außenminister James F. Byrnes - Inhalt: -> USA will nicht, dass DE nie mehr eigene Regierung haben dürfe -> wollen vorläufige dt. Regierung bilden, um Verfassung auszuarbeiten - Hoffnung auf einen dt. Staat besteht 2) Schaffung der Bizone: - Frankreich und Sowjetunion deutlich gegen Zusammenfügung ihrer Besatzungszonen - USA und GB einigen sich dennoch - 1947 werden die Zonen wirtschaftlich Vereinigt -> wirts. Vorteil für beide Seiten 3) Londoner Außenministerkonferenz: - 1947 - ging mehrere Wochen lang - Diskussion der Deutschen Frage - Frankreich und SU Veto (wieder) gegen Zusammenchluss - Abbruch der Konferenz, wegen Streitigkeiten zw. USA und SU - Erstmaliges Aufkommen der Idee zur Bildung eines westdeutschen Staates 4) Londoner Sechsmächtekonferenz: - 1948 - USA, GB, F, Belgien, Niederlande, Luxemburg - SU nicht eingeladen, wegen Streit in Londoner Außenministerkonferenz - Ziel: Schaffung Grundlagen für demokratischen, föderalistischen dt. Staat - USA und GB gelingt es F zur Schaffung der Trizone zu überreden (Umsetzung erfolgte 1949) 5) Frankfurter Dokumente: - Ergebnis der Londoner Sechsmächtekonferenz - werden an Ministerpräsidenten und Bürgermeister der Trizone geschickt (enthalten drei Vollmachten) 1. Verfassungsgebende Versammlung soll gebildet werden (zur Ausaurbeitung einer Verfassung) 2. Ministerpräsidenten sollen territoriale Neugestaltung der Länder (Bundesländer) planen 3. Dt. Außenhandel weiterhin von Siegermächten kontrolliert -> westentliche Zustimmung der Frankfurter Dokumente, nur, dass man als parlamentarischer Rat bezeichnet werden solle, anstatt als VV + deren Hauptziel sei das Ausarbeiten eines Grundgesetzes 6) Währungsreform: - Währungsreform in der Trizone am 20. Juni. 1948 -> Einführung D-Mark - Reaktion der SU auf Währungsreform -> Berlinblockade (24. Juni 1948 - 12. Mai 1949) 7) Grundgesetz: - Ergebnis der Arbeit des parlamentarischen Rats: Verabschiedung des Grundgesetzes - Vier Jahre nach bedingungsloser Kapitualtion DEs - Militärgouverneure und Bundesländer stimmen GG zu -> Bayern alleine dagegen, aber unterzeichnet dennoch ihr Einverständnis - 23. 05. 1949: Verkündigung des GGs, tritt einen Tag später in Kraft ->> somit ist die BRD gegründet
- Weg zur Gründung der DDR - Grundbedingungen für die Staatsgründung der DDR: 1) Wirtschaft - Wirtschaft in der DDR schlechter als im Westen, weil die SU eine materielle Wiedergutmachung (Reparationen) bekommen will, weil die UdSSR durch den Krieg sehr stark beschädigt wurde -> die Rote Armee baut ab und transportiert die Güter nach Russland -> teilweise werden auch Facharbeiter mitgenommen - Wirtschaft der späteren DDR wird außerdem nach sozialistischen Grundsätzen umgebaut -> Banken werden enteignet (werden Staatsbesitz), Bodenreform (Großbauern müssen ihr Land abgeben, welches an Kleinbauern neu verteilt wird) -> Politischer Umbau des Staates kostet dabei enorm viele Ressourcen 2) Weltanschauung - DDR soll ein Staat sein, in dem die Arbeiter und Bauern das Sagen haben - die Kommunisten gehen davon aus, dass die Entwicklung der Menschheit von Karl Marx wissenschaftlich vorrausgesagt wurde - DDR sagt sie sei: demokratisch, sozialistisch und antifaschistisch 3) Antifaschismus - Entnazifizierung wird gründlicher als im Westen angegangen -> mehr als eine halbe Mio. Nazis werden aus dem öffentlichen Dienst entlassen -> die neuen politischen Führer sind damals selbst vor Hitler ins Ausland geflohen oder saßen im Gefängnis - sie waren also NS-Gegner - "Alle Nazis sind verschwunden", denn: das einfache Volk hat keine Schuld, denn es wurde von den Eliten verführt und missbraucht (Eliten=Kapitalisten) -> dadurch, dass die DDR die Kapitalisten enteignet hat, gibt es keinen NS mehr, der das Volk verführt -> hat nichts mit Aufarbeitung zu tun, da die Mitläufer und Profitöre des NS-Regimes nicht betsraft werden - Außerdem werden alle Gegner der neuen Ordnung als Faschisten bezeichnet, die den Sozialismus hinterfragen 4) Parteiensystem - zu einer Demokratie gehören verschiedene Parteien, die verschiedene Politikansätze vertreten - in der DDR gibt es auch vers. Parteien, aber jede von ihnen ist im sog. "antifaschistischen Block" zusammengeschlossen - führende Rolle: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), wurde nichteinmal ein Jahr nach Kriegsende gegründet -> SED = Zwangsvereinigung SPD und KPD -> man sagt, dass KPD und SPD gleichberechtigt werden würden, was nicht stimmte 5) Demokratischer Zentralismus - die DDR wird nach dem demokratischen Zentralismus organisiert und geführt - Organe des Staates scheinen auf den ersten Blick demokratisch, jedoch ist z.b. keine Gewaltenteilung vorhanden - außerdem werden alle Bürger, also auch Jugendliche, von der pol. Organisation kontrolliert - an der Spitze ist immer die SED -> Wahlen sind nicht frei und das Ergebnis steht schon vorher fest 6) Unterdrückung - die DDR ist kein freier Staat - die Stasi (Staatssicherheit) hört jeden ab und verfolgt verdächtige Leute -> die staatliche Wirtschaftslenkung und politische Starrheit führen zu einer Krise -> die SED-Führung beschließt, dass die Arbeiter für den gleichen Lohn mehr arbeiten sollen -> 17. Juni 1953: Arbeiteraufstände brechen in über 500 Orten aus (1 Mio. Menschen streiken oder demonstrieren) -> sowjetische Panzer schießen in Demonstrierende (über 50 Menschen sterben) -> mit der Niederschlagung des Aufstands steht fest: die DDR ist eine gewalttätige Diktatur
- Die fünf D´s 1 Denazifizierung: - Säuberung der Gesellschaft, Politik, Kultur, ... vor allen EInflüssen des Nationalsozialismus - Verantwortliche Personen sollen einer gerichtlichen Untersuchung zugeführt werden 2 Demilitarisierung: - Abbau der Armee -> keine Gefahr eines militärischen Angriffs soll jemals wieder von DE ausgehen 3 Demontage: - Abbau militärischer Anlagen (Rüstungsindustrie) 4 Demokratisierung: - Umgestaltung des pol. Lebens auf demokratischer Grundlage - demokratische Parteien, Gewerkschaften, Rede-,Religions-, und Pressefreiheit und Überwachung des Erziehungswesens zur Sicherstellung der demokratischen Ideen 5 Dezentralisierung: - föderale Struktur soll eingeführt werden - Beendigung der Zentralgewalt und Übertragung von pol. Aufgaben an Länder und Regionen (und an Städte)
- Ideologie des Westens - Demokratie - Gewaltenteilung - Mehrparteiensystem - freie bzw. soziale Marktwirtschaft - Kapitalismus
- Ideologie des Ostens - zentralistische Einheitspartei - sozialistischer/kommunistischer Arbeiterstaat (= Gemeinschaft wichtiger als pers. Bedürfnisse) - Planwirtschaft
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- Der Marshall-Plan - Hunderttausende Tote, zerstörte Städte, Hunger und Leid nach dem Zweiten Weltkrieg - besonders in Europa und Deutschland - Wirtschaft in Europa war am Ende (hohe Kriegsschulden, gesellschaftl. Wandel, pol. Neustrukturierung,...) - wirt. geschwächtes DE für USA und GB undenkbar -> weil SU stärker wird - US-Außenminister George C. Marshall stellte am 05. Juni 1947 das "european recovery program" (ERP) vor Ziel: -> Ankurbeln der europ. Wirtschaft durch amerik. Unterstützung +( Eindämmung des Kommunismus) - klappte, jedoch auch langfristige Bindung Westeuropas an die USA zur Folge
- Die Truman-Doktrin - 12. März 1947 ins Leben gerufen - neuer außenpol. Grundsatz, markiert den Beginn des Kalten krieges und der finanziellen Containmentpolitik - Haltung der USA/ von Truman: Amerika wird freien völkern beistehen, die versuchen sich der Unterdrückung, sprich dem kommunismus, zu wiedersetzen - Beistand: wirts. und finanz. Hilfen für Stabilität
- die NATO - als der Zweite Weltkrieg 1945 beendet war, kommt es direkt zu neuen Konflikten - USA vs. SU - NATO wird 1949 gegründet - Ziele: politischer Wille, sich gemeinsam Verteidigen zu wollen - WICHTIG: wenn ein NATO-Mitglied militärisch angegriffen wird, wird das als Angriff auf alle NATO-Mitglieder gewertet -> sie helfen bei Verteidigung - SU als Bedrohung u. a. weil sie gegen Wiedervereinigung DEs unter internationaler Kontrolle waren - 1955: Adenauer unterzeichnet NATO-Beitritt der BRD
- Der Warschauer Pakt - 14. Mai 1955 -> Militärpakt zwischen SU und den Ländern Osteuropas - die meisten Länder dieses Osteuropäischen Blocks grenzen direkt an die SU - Auslöser für Schaffung des Warschauer Paktes: Aufnahme der BRD in die NATO (sei schwere Bedrohung Osteuropas)
- Der Ungarnaufstand 1956 - nach dem Zweiten Weltkrieg wird Ungarn von sowjetischen Truppen besetzt, weil Ungarn an der Seite von Nazi-DE gekämpft hat -> moskau installiert eine kommunistische Regierung in Ungarn - 1953 stirbt Stalin -> sein Nachfolger beginnt die Entstalinisierung -> auch in Ungarn kommt eine neue Regierung (Nagy) - alte Stalinbefürworter veranstalten Putsch, um alten kommunistischen Staatschef zurückzuholen -> viele sind dagegen -> für neue Politik wird der alte Staatschef von seinem Amt gejagt - der NAchfolger von ihm ist jedoch ein noch extremerer Kommunist - die Bevölkerung will keine Moskau-Treue Regierung und sie fordern den Abzug der sowjetischen Truppen und wollen aus dem Warschauer Pakt austreten - 23. Oktober 196: Studenten in Budapest demonstrieren und aus allen Bevölkerungsschichten schließen sich Menschen dem Protest an - Nagy wird wieder Staatschef - die Demonstration weitet sich auf das gesamte land aus -> es wird auf sie geschossen (von den Russen), aber die ungarische Armee schließt sich ebenfalls den Aufständen an - Nagy erklärt die Neutralität Ungarns und tritt aus dem Warschauer Pakt aus -> Sowjets werden sehr sauer -> Rote Armee und Panzer marschieren in Ungarn ein - im November hat die Rote Armee gesiegt -> der Aufstand scheiterte - der Westen hielt sich komplett raus (Nur Moralische Unterstützung)
- Österreich 1945-1955 - Ö wurde nach dem 2. WK in den Grenzen vor 1938 wieder hergestellt - wurde von der "Alliierten Kommission für Österreich" verwaltet -> auch in vier Besatzungszonen aufgeteilt -> Wien auch in vier Sektoren - nach dem 2. WK wurde mit dem Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur begonnen -> Trümmerfrauen - die Bevölkerung konnte nur mit Hilfe der Alliierten versorgt werden - 1945: provisorische Regierung unter Renner eingeführt, wodurch die unabhängige Republik Österreich wieder hergestellt wurde - Marshall-Plan half auch Ö beim Wiederaufbau - letzte Gefangene der SU kehrten erst 195 zurück - 1955: langersehnter Staatsvertrag - Ö wurde frei und Besatzungssoldaten zogen ab -> dafür muss Ö militärisch neutral bleieben
- Deutsches Leid: Flucht und Vertreibung - als sich die Verbündeten USA, GB und die SU darüber beraten was mit DE und den Deutschen passieren soll, sobald die Nazis besiegt sind, denken sie an einen sog. "Bevölkerungstransfer" -> DE soll kleiner werden, Gebiete verlieren, die heute Polen gehören - Churchill und Truman sind zunächst noch gegen Stalins Idee (bereits während der Verhandlungen lässt Stalin seine Rote Armee mit den Vertreibungen beginnen -> es kann nicht mehr geändert werden) - die Polen die vertrieben werden, weil die SU ihre Gebiete vergrößert sollen in den Westen und die Deutschen sollen aus den Westgebieten raus, um Polen Platz zu machen - Im Potsdamer Abkommen ist zwar von einem geordnetem, humanen Transfer die Rede, aber in Wirklichkeit werden Mio. von Deutsche ermordet, vergewaltigt, ... (Man willl den Deutschen antuen, was sie ihnen damals angetan haben) - Viele Deutsche fliehen aus Osteuropa -> tausende sterben auf der Flucht an Erschöpfung, Krankheiten und Hunger -> Flüchtlinge werden nicht mit Freuden empfangen -> die Deutschen haben selbst wenig zu essen und wollen eher nicht teilen (hinzukommt, dass die Neuankömmlinge oft andere Bräuche und Dialekte haben - viele sehen sie nicht als "richtige Deutsche" an) - Hungerwinter 1946/47: Mehrere hunderttausende Menschen verhungern und erfrieren - beim Wiederaufbau werden die Flüchtlinge oft in eigene Viertel verfrachtet -> es war schwer die Flüchtlinge korrekt zu integrieren, dennoch gelingt die Integration schließlich doch (die Vertriebenen werden im Westen eingebunden, bspw. bringen die Schlesier ihr Handwerk mit nach Bayern und helfen in Industrien)
- Alltag in der DDR - es regiert nur eine Partei: SED (An der Spitze: Walter Ulbricht) - DDR = Arbeiter- und Bauernstaat: der normale Alltag besteht aus Arbeit (auch Frauen arbeiten) - es herrscht eine Planwirtschaft - es gibt keine privaten Läden der Handelsorganisationen oder bei der Konsumgesellschaft - Kinder werden schon früh zu einem sozialistischem Menschen erzogen -> Es gibt Jugendverbäde, dessen Beitritt Vorteile im weiteren Leben bringen - wer beruflich aufsteigen will muss sich auf das Regime einlassen und Parteimitglied sein -> dennoch waren viele gegen das System - die Führung unterdrückt die Bürger ständig
- Ostintegration der DDR - DDR ist aus der sowjetischen Besatzungszone hervorgegangen > bedeutet es gab in der DDR von Anfang an eine sehr enge Verbindung zur SU - Osteuropäische Staaten wurden "sowjetisiert" -> weil die SU nach dem 2. WK ein machtpolitisches Sicherheitsbedürfnis hatte, da sie im Krieg besonders beschädigt wurde -> um sich vor weiteren Angriffen zu schützen, annektierte man Satellitenstaaten, welche zu sog. "Volksdemokratien" umgewandelt wurden - Einparteiendiktatur und Einschränkung des öffentlichen Lebens - Stalinnote - DDR hatte deswegen Sonderrolle (in der sog. Hegemonialherrschaft von Stalin) im Ostblock -> SU war sich unsicher wie sie mit DDR und DE-Frage verfahren sollte -> deswegen hatte man Hoffnung auf Wiedervereinigung mit BRD -> Westalliierten hatten Angst, dass die Stalinnote nur wäre, um mehr Einfluss zu haben -> weswegen man nicht auf die Stalinnote einging Stationen der Ostintegration: 1. 1950 - Beitritt zum RGW (ökonomische Integration) 2. 1955 - DDR erhält Souveränität (auch wenn man nicht souverän war), trotzdem noch große Abhängigkeit von der UdSSR und SED - Aufnahme im Warschauer Pakt (militärische und politische Integration) 3. 1956 - Beschluss der Aufstellung einer Armee ->> dadurch ist die Ostintegration der DDR abgeschlossen
- Stellvertreterkriege - NATO vs. Warschauer Pakt - zwar kam es zwischen diesen beiden Parteien nie zur militärischen Auseinandersetzung, jedoch mussten andere Lönder dafür leiden 1. Koreakrieg 1950 - 1948: Korea in zwei Teile aufgeteilt -> kommunistisches Nordkorea und westlich orientiertes Südkorea - Krieg zwischen Nord-und Südkorea begann 1950 und endete drei Jahre später mit einem Waffenstillstand 2. Vietnamkrieg - im 2. WK hatte die Kolonialmacht Frankreich ihren Einfluss auf Vietnam weitestgehend verloren: es kam erneut zur Teilung und wiederstanden sich die Supermächte entgegen - ging 18 Jahre (Verlierer: USA)
- 17. Juni 1953 - im Juli 1952 macht Walter Ulbricht eine große Ankündigung, er verkündet den Aufbau des Sozialismus: 1. um die Wirtschaft anzukurbeln will die SED die sog. Arbeitsnormen erhöhen =. für den selben Lohn mehr arbeiten 2. Verfolgung pol. Gegner -> besonders Kirchliche, weil die SED befürchtet, dass die Kirche den Einfluss der Partei auf die Bevölkerung verringert (Zeichen, dass die DDR keine funktionierende Demokratie ist, sondern Diktatur - bspw. steht bei Wahlen der Sieger bereits vorher fest) 3. Fluchtbewegungen stoppen -> bereits im Mai 1952 Sperrzone errichtet (Betreten verboten) -> Unmut der Bevölkerung wächst immer mehr, viele fliehen - März 1953: Stalin stirbt -> nach seinem Tod ist zunächst unklar wie es weitergeht, viele Bürger der DDR hoffen auf eine Besserung in ihrem Land - SED kündigt an Lebensbedingungen anzukurbeln, bleibt jedoch noch bei der Erhöhung der Arbeitsnorm - am Morgen des 16. Juni zieht ein Zug von Arbeitern durch die Stalinallee - Forderung: Herabsetzung der Arbeitsnormen -> Menschen schließen sich dem Zug an -> Erreichen den Sitz der DDR-Regierung -> Minister Selbmann verkündigt, dass man die Arbeitsnormen herabsetzten wollte -> interessiert kaum, nun wollen die Menschen freie und geheime Wahlen (es wird gegen das pol. System der DDR als Ganzen protestiert) - 17. Juni 1953: Zehntausende Menschen demonstrieren: wollen Pressefreiheit, freie und geheime Wahlen, Rücktritt der Regierung und Freilassung aller pol. Gefangenen - Jugendliche klettern aufs Brandenburger Tor: reißen Flagge der SU runter und ersetzten sie durch die dt. Fahne - in ca 700 Städten der DDR kommt es zu Demonstrationen -> SU ruft den Ausnahmezustand aus und lässt Proteste niederschlagen -> Panzer fahren in Mengen und schießen -> bis zum Abend sind alle Plätze geräumt + Massenverhaftungen - Revolution scheitert, Regierung merkt jedoch, dass sie Wiederstand nur mit Gewalt verbieten können -> Mehrheit ist gegen die Regierung, auch deshalb lässt das Regime 1961 die Mauer errichten - der 17. juni wird in der BRD als Feiertag, und ind der DDR als ein vom Westen gesteuerter faschistischer Putschversuch betitelt ->> die Menschen haben sich unter Bedrohung ihres eigenen Lebens für Freiheit und Demokratie eingesetzt, nur um dafür mit harter Hand unterdrückt zu werden
- Westintegration der BRD - BRD war durch Besatzungsstatut eingeschränkt -> darf keine außenpol. Entscheidungen alleine treffen - Adenauer präferierte Souveränität über eine Einheit -> für Einheit hätte man mit der SU zsmarbeiten müssen, doch u. a. wegen Besatzungsstatut nicht möglich Stationen der Westintegration: 1. 1951 Aufnahme in Europarat und Aufhebung des Kriegszustands (politische Integration) 2. 1954 - Gründung Bundeswehr (militärische integration) 3. 1955 - Aufnahme in NATO und Westeuropäische Union - DE erhielt Souveränität durch sog. "Pariser Verträge" 4. 1957 - Gründung EWG (ökologische Integration)
- Die Ära Adenauer - Adenauer will, dass die BRD ihren Platz in der westl. Staatengemeinschaft erhält -> noch ist Westdeutschland nicht souverän, es kann nicht frei über seine Angelegenheiten entscheiden -> bes. in der Außenpolitik - Adenauers Hauptziel: Souveränität der BRD - Lage 1957: USA und SU stehen sich zunehmend feindlich gegenüber -> die USA und GB sehen in Westdeutschland einen Verbündeten gegen dieSowjets -> Frankreich hingegen will die BRD stark kontrollieren (man hat Angst dass DE wieder zur Bedrohung für F wird, wenn ihre Wirtschaft wächst) - deswegen will Adenauer die Besatzungsmächte politisch und wirtschaftlich eng mit sich verbinden, um Vertrauen ufzubauen -> mit Verträgen und Abkommen - die BRD soll direktes Mitglied in der NATO werden -> dazu muss sie eine Armee aufbauen - sie verzichtet auf Atomare und chemische Waffen -> im Gegenzug bekommt die BRD ihre Souveränität
- Die Entstehung der Sowjetunion/ UdSSR - 1917 dankte Zar Nikolaus II. ab -> die Bolschewiki (unter Führung von Lenin) wollten eine Diktatur der Arbeiter, auf Basis von Arbeiterräten -> Arbeiterräte werden auch Sowjets genannt - im Oktober 1917 kamen die Bolschewiki mit einer weiteren Revolution an die Macht, mit Lenin an der Spitze -> Sowjet-Republik wurde ausgerufen -> darauf folgte ein Bürgerkrieg, in welchem der Zar Nikolaus II. von den Bolschewiki getötet wurde (1918) - Dezember 1922 Gründung der SU
- der Ost-West-Konflikt - ist der Kalte Krieg Zeitstrahl des Konflikts: - Siegermächte teilten DE 194 in Besatzungszonen auf - bereits 1945 begann sich das Verältnis zwischen den USA und der UdSSR zu verschlechtern -> es prallten unterschiedliche Wertesysteme aufeinander - 1947: Truman Doktrin und Marshall-Plan -> führte zum endgültigen Bruch zwischen der SU und den Westalliierten - DE (vorallem Berlin) war ein wichtiger Schauplatz für die Entwicklung des Kalten Krieges - die Eskalation des Konflikts fand 1948 mit der Westdeutschen Währungsreform statt -> Reaktion darauf: SU blockierte alle Zufahrtswege nach Westberlin - Dennoch wurde 1949 die BRD ausgerufen, einige Monate später in OStdeutschland die DDR (Ab jetzt klare Teilung DEs) - Westalliierten gründeten 1949 die NATO, 1955 Beitritt BRD -> Warschauer Pakt als Gegenstück (1955) - wachsener Unmut in der DDR -> wandern in den Westen aus -> um dies zu stoppen wurden 1961 die Grenzen von Ostdeutschland geschlossen und dieBerliner Mauer errichtet -> Errichtung der Berliner Mauer als Ausdruck von Schwäche, weil man nicht von sich selbst überzeugen konnte, dass man ohne. Grenzen im osten bleibt - viele Menshcen wurden bei Fluchtversuchen getötet - Spaltung zwischen Ost und West führte zu einem Rüstungswettlauf der USA und SU -> beide Nationen beteiligten sich dann an den Ereignissen, die zu weiteren Konflikten führten (Stellvertreterkriege) - Ab 1985 wurde die Deeskalation zunehmend eingeleitet, Rüstungswettlauf wurde abgebrochen (weil SU keine finanziellen Mittel mehr hatte) - 1989 friedliche Demonstrationen in der DDR, die mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung DEs endeten - November 1990 wurde der Kalte Krieg offiziell beendet - ein Jahr später zerfällt die gesamte SU und der Warschauer Pakt
- Mauerbau 1961 - die DDR hat von Beginn an ein großes Problem -> seit dem 17. Juni 1953 (Volksaufstand) flüchten Jahr für Jahr zwischen 200.000-300.000 Bürger von Ost nach West - die Mehrheit der Flüchtenden ist noch keine 25 Jahre alt, also junge, qualifizierte Arbeitskräfte - Walter Ulbricht, SED-Parteichef, sagte zwei Monate vor dem Mauerbau den berühmt gewordenen Satz: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" (Lüge) - in der Nacht zum 13. August 1961 errichtet die DDR die Mauer aus Steinen und Tonnen von Stacheldraht - Wachtürme für bewaffnete Grenzsoldaten werden errichtet - Mauerbau als Provokation gegenüber den Westalliierten - schon seit den 1950er-Jahren werden Grenzanlagen (Sperrzonen) aufgebaut, um die Massenflucht von DDR-Bürgern in die BRD zu verhindern (Schlupfloch-Berlin) - DDR nennt die Mauer: "antifaschistischen Schutzwall" - bis 1968 wird sie immer weiter ausgebaut und aufgerüstet -> Flucht wird immer schwieriger und die Wachen haben Befehl auf Flüchtende zu schießen - Am November 1989: Mauerfall -> Mauer als Symbol für die Teilung DEs
- Generelle Abläufe zum Mauerbau Problem der DDR: - in den 50er-Jahren flohen zahlreiche junge, arbeitsfähige Menschen in die BRD -> in der DDR: Aufbau des Sozialismus vs. BRD: Entfaltung der Marktwirtschaft - das Wirtschaftswunder im Westen verdeutlichte den bürgern der DDR, dass ihr Lebensstandard deutlich geringer als in der BRD war - gewaltsame Niederschlgung des Volksaufstandes 1953 -> Unmut in der Bevölkerung wächst und wird einfach unterdrückt ->> Ulbricht forderte bereits 1953 ein endgültiges Abriegeln der DDR gegen die BRD (es gab Sperrzonen, aber man konnte noch in den Westen reisen) Reaktion der UdSSR: - Stalins Nachfolger (Chruschtschow) gegen Abriegelung -> Abriegelung würde einer politischen Kapitulation gleichkommen und die Beziehungen zu den Westmächten würden kompliziert werden -> stattdessen forderte Chruschtschow von der SED Bemühungen zur Verbesserung der Lebenslage der Bevölkerung, um diese im Land zu halten -> insbesondere die Lebensmitelversorgung sollte verbessert werden - SED leistet Folge: Lebensbedingungen werden spürbar verbessert, DDR wurde stabilisiert -> Flüchtlingszahlen 1959 im Tiefstand ->> für diese Aktionen sollte der Aufbau des Sozialismus nach hinten gerückt werden - ab 1957: Auf Druck der UdSSR wieder verstärkter Aufbau des Sozialismus -> wieder verstärkte Enteignungen und Zentralisierungen - Ab 1960: wieder Versorgungsengpässe, Volk wieder unzufrieden (Flüchtling- und Protestzahlen steigen) Mauerbau: - durch die erneut ansteigenden Flüchtlingszahlen war nun die UdSSR bereit den Mauerbau zu erlauben -> zwei Monate nach Ulbrichts berühmten Zitat erhält er die Genehmigung zur endgültigen Abgrenzung der Grenze zur BRD - in der Nacht zum 13. August 1961 beginnt der Mauerbau - Ostdeutscher Nachrichtensender: "antifaschistischer Schutzwall" -> über die Zeit wird die Grenze immer mehr zur militärischen Grenzanlage ausgebaut Rechtfertigung: - Mauer soll "imperialistischen Angriff des Westens" abwehren und Agenten des Westens fernhalten Folgen: - Verdeutlichung der teilung DEs - Rettung SED-Herrschaft, durch Einsperrung der eigenen Bevölkerung - Trennung tausender Familien - mind. 140 Tote durch Schießbefehl an der Grenze Fazit: - Zeichen, dass DDR es nicht schafft die Bürger zu überzeugen freiwillig selbst zu bleiben - Verzweiflungsakt: Einsperrung der eigenen Bevölkerung - die Amerikaner begrüßen die Grenzschließungen in Berlin nicht, doch sie wollen den Kalten Krieg nicht weiter zuspitzen, weshalb es hingenommen wird
- Wirtschaftswunder der BRD - wirts. Aufschwung prägte das Land in den 50er und 60er-Jahren - unteranderem durch den Marshall-Plan möglich (Stabilisierung der Wirtschaft) - freie und soziale Marktwirtschaft förderte ebenfalls den wirts. Erfolg - Währungsreform sorgt für stabile Währung auf dem Weg zur Staatsgründung - Arbeitskräfte aus Flüchtlingen, Vertriebenen und Gastarbeitern (unterstützen Wirtschaftswachstum) - EU-Integration: Beitritt DEs in die EWG + EU (man profitierte vom gemeinsamen Markt und wurde wirts. integriert) Folgen: - schuf solide Wirtschaftsgrundlage für BRD - trug zur Entwicklung des dt. Wohlstands bei
- Stalin-Note - auf den ersten Blick ein überraschend großzügiges Angebot Inhalt der Stalin-Note: - Friedensvertrag - Wiedervereinigung -> dafür sollte DE ein neutraler Staat sein (darf also keinen Militärbündnissen wie der NATO beitreten) -> DE soll die Oder-Neiße-Grenze annerkennen (die Grenze war im Potsdamer Abkommen nur provisorisch festgelegt, nun sollte manendgültig auf die Ostgebiete verzichten) Reaktionen (von Adenauer): - Misstrauen - Trick? - Adenauer fürchtet eine Verhinderung der Westintegration als eigentliches Ziel - Frage kommt auf wie Stalin tatsächlich zur Demokratie steht -> von freien wahlen war z.b. keine Rede - Man will noch nicht komplett auf die Ostgebiete verzichten -> Man nimmt das Angebot nicht an - keiner weiß, wie groß die Chance zur Wiedervereinigung war, aber eher unwahrscheinlich (eher war es ein Bluff)