Ökologie (Fach) / Schutz- und Abwehrmechanismen (Lektion)

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HTW Dresden Gartenbau 1. Semester

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  • Permanente Mechanische Abwehr (Stacheln, Dornen usw.)  ▪ Tarnung  Flunder, Ost-Kreischeule ▪ Mimikry (Bates & Müller) Totstellen (Thanatose)  Schwarmbildung bei Vögeln Star (Sturnus vulgaris) und Fischen Hering (Clupea sp.)
  • Phytomimese Nachahmung von pflanzlichem Material  Wandelnde Blätter bilden eine Unterfamilie (Phylliinae) innerhalb der Ordnung der Gespenstschrecken  Indisches Blatt Kallima inachus - das Indische Blatt sieht aus wie trockenes Laub. Wenn der Schmetterling seine Flügel öffnet, erstrahlt er in einem leuchtenden Blau.
  • Krypsis Tier passt sich seinem Hintergrund anpasst, besitzt ein Körpermuster, das seine Kontur auflöst, oder ähnelt einem ungenießbaren Bestandteil seiner Umgebung 
  • Aposematismus Warnung vor Giftigkeit Monarchfalter, Zweifarbiger Blattsteiger Frosch
  • Bates´sche Mimikry Ungefährliche Arten imitieren gefährliche Arten (giftig, wehrhaft)  ungiftige Dreiecksnatter sieht fast aus wie giftige Korallenotter mehrere Schwebfliegenarten sehen Wespen sehr ähnlich
  • Müller ´sche Mimikry Verschiedene wehrhafte oder ungenießbare Arten passen ihr Aussehen aneinander an (Signal - normierung) 
  • Schutzmechanismus Gehör Große Wachsmotte registriert Töne bis zu einer Frequenz von 300 Kilohertz. Damit ist sie ihren Feinden, den mit Ultraschall jagenden Fledermäusen, voraus.
  • induzierte Flucht, Kampf, Schutzsuche, Schwarmbildung & nächtliche Lebensweise  ▪ Chemische Abwehr bei Tieren  Baumwanze ( Dolycoris baccarum  ) scheidet volatiles Sekret aus Bombardierkäfer (Brachininae) [ H2O2 + Hydrochinone -  100° C - Hoher Druck - Knall - giftig ] ▪ Chemische Abwehr in Pflanzen induziert durch Fraß
  • Thanatose Totstellen/Schreckstarre Schreckstarre (alternative Bezeichnungen sind Starre, Totstellreflex, Thanatose) ist ein Zustand völliger Bewegungsunfähigkeit. Er tritt ein, wenn ein Tier von einem Beutegreifer bedroht wird oder aus anderen Gründen in eine plötzlich auftretende Stresssituation geraten ist. Tiere imitieren dabei den Zustand des Todes, um für Fressfeinde weniger auffällig und interessant zu sein. Die Schreckstarre ist insofern biologisch zweckmäßig, als manche Fressfeinde primär auf die Bewegung des Beutetieres reagieren (zum Beispiel Schlangen). Mauersegler- bei Vögeln oft in erzwungener Rückenlage , Würfelnatter, Opossum
  • Schutzmechanismen gegen Herbivorie Schutzmechanismen: Morphologische Strukturen - Dornen - Stacheln - Brennhaare  Akazie, Rose Abwehrmechanismen:  Sekundäre Pflanzenstoffe: - Geschmack - Verdaubarkeit - Giftigkeit - Pflanzen senden bei Befall durch Herbivoren Lockstoffe aus, die deren Feinde anlocken ( Zey Mays lockt Schlupfwespen an ) Gänsesterbe Erysimum crepidifolium
  • Herbivorie – Gegenmaßnahme des Fressfeindes Pflanzen verteidigen sich gegen Herbivorie:  Marienkäfer Epilachna borealis kappt Leitbahnen, die bei Fraß Abwehrstoffe transportieren 
  • Gallenbildung Mitunter arrangieren sich Pflanzen mit Herbivoren Pflanze kapselt Eindringling ab und ist vor weiterem Vordringen geschützt Herbivore (Diptera, Blattläuse, Hautflügler → Gallwespen!!!) bekommen durch vermehrtes Zellwachstum größeres Nahrungsangebot und Schutzraum
  • Symbiose Achtung! In der US-amerikanischen Literatur wird das Wort mutualism synonym zur deutschen Bezeichnung Symbiose im engen Sinne gebraucht, während das Wort symbiosis − im Gegensatz zur deutschen Bezeichnung Symbiose − für jegliches Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Arten verwendet wird.