380

Lernfeld 3B (Fach) / Mundpflege,Ehtik,Ernährung,Expertenstandard,Hygiene,Kultur,Wissenschaft,Qualität (Lektion)

Hädrich,Zilles,Vogt,Böcher,Hofmann,Dimler,Wendler

Diese Lektion wurde von Valexa erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Was sind die Aufgaben von Spurenelementen? Spurenelemente sind ebenfalls Mineralstoffe, die der Mensch zum Leben braucht. Allerdings kommen sie in viel geringeren Mengen im Körper vor ‒ in „Spuren“. Zu den Spurenelementen zählen zum Beispiel Eisen, Selen, Zink, Fluor oder Jod. Spurenelemente haben unterschiedliche Aufgaben im Körper. Eisen zum Beispiel ist für den Transport von lebensnotwendigem Sauerstoff im Blut erforderlich. Es kommt in Hülsenfrüchten und Fleisch vor. Selen ist wichtig für den antioxidativen Schutz im Körper. Es kommt in Getreide und in besonders hohen Mengen in Paranüssen vor. Auch Zink wird bei sehr vielen Vorgängen im Körper benötigt, unter anderem bei der Aufrechterhaltung des Immunsystems. In der Nahrung ist Zink vor allem in Vollkornprodukten, Fleisch und Milchprodukten enthalten.
  • Was ist eine Maldigestion? Maldigestion / Malabsorption Die unzureichende Verdauung (Maldigestion) und Aufnahme (Malabsorption) von Nährstoffen führt in der Regel zu Mangelernährung. Hierzu kommt es häufig bei einer Vielzahl von Erkrankungen, z. B. dem Kurzdarmsyndrom, bei entzündlichen Darmerkrankungen und bei Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse.Zu einem sogenannten Kurzdarmsyndrom kommt es, wenn ein Verlust an Darmlänge aufgrund einer Resektion und/oder einer Funktionsstörung des Restdarms zur verminderten intestinalen Aufnahme führt. Dies hat zur Folge, dass der Bedarf an Flüssigkeit, Elektrolyten, Makronährstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen kaum über die normale Nahrung gedeckt werden kann. Symptome des Kurzdarmsyndroms sind u. a. starke Durchfälle, Durst und Gewichtsverlust.
  • Was sind Fettlösliche Vitamine? Fettlösliche Vitamine lösen sich in Fetten (Lipiden) auf. Dazu zählen: Vitamin AVitamin DVitamin EVitamin K Fettlösliche Vitamine werden in der Leber und in Fettgewebe gespeichert. Wird zu viel der fettlöslichen Vitamine A oder D verzehrt, können sich diese im Körper ansammeln und schädlich auswirken. Da Fette in der Nahrung dem Körper helfen, fettlösliche Vitamine zu resorbieren, kann eine fettarme Diät zu einem Mangel dieser Vitamine führen. Manche Krankheiten, die als Malabsorption bezeichnet werden, wirken sich auf die Resorption von Fett und damit auch von fettlöslichen Vitaminen aus. Einige Medikamente wie mineralisches Öl haben dieselbe Wirkung. Fettlösliche Vitamine lösen sich in mineralischem Öl auf, das der Körper jedoch nicht resorbiert. Nimmt jemand mineralisches Öl ein (z. B. ein Abführmittel), werden die Vitamine an das Öl gebunden wieder ausgeschieden, also nicht im Körper aufgenommen.Fettlösliche Vitamine werden beim Kochen nicht zerstört.
  • Was sind wasserlösliche Vitamine? Wasserlösliche Vitamine lösen sich in Wasser auf. Dazu zählen: B-VitamineVitamin C Zu den B-Vitaminen zählen Biotin, Folat (Folsäure), Niazin, Pantothensäure, Riboflavin (Vitamin B2), Thiamin (Vitamin B1) sowie Vitamin B6 (Pyridoxin) und Vitamin B12 (Cobalamine). Wasserlösliche Vitamine werden im Urin ausgeschieden und generell vom Körper schneller ausgeschieden als fettlösliche Vitamine. Wasserlösliche Vitamine werden bei der Lagerung und Zubereitung von Nahrungsmitteln schneller zerstört. Mit folgenden Maßnahmen kann der Verlust dieser Vitamine verhindert werden: Aufbewahrung von Frischerzeugnissen im KühlschrankLagerung von Milch und Getreide fern von starker LichteinstrahlungVerwendung des Gemüsekochwassers zur Zubereitung von Suppen
  • Ernährungslehre -Kurze Gedanken Der menschliche Körper verbraucht rund um die Uhr Energie – selbst im Schlaf. Die meiste Energie wird für den Grundumsatz benötigt, also für Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Stoffwechsel und eine konstante Körpertemperatur, darüber hinaus muss Energie für körperliche Aktivität zur Verfügung stehen. Die Energie wird in Kilojoule oder Kilokalorien angegeben. In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln sind die drei Makro-Nährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße (Proteine) und Fette enthalten, darüber hinaus Mineralstoffe und Vitamine, die sogenannten Mikro-Nährstoffe. Die Makro-Nährstoffe werden im Verdauungstrakt aufgespalten, über das Blut zu den Körperzellen transportiert und dort verwertet. Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette – diese lebenswichtigen Nährstoffe sind buchstäblich in aller Munde.
  • Was sind Kohlenhydrate? -Und wie werden sie unterschieden? Energiequelle Kohlenhydrate "Kohlenhydrate spielen neben Fett die wichtigste Rolle für die Deckung des Energiebedarfs, obwohl sie im Vergleich zu Fett weniger als die Hälfte an Kalorien liefern", sagt Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ein Gramm Kohlenhydrate hat 4 Kilokalorien, Fett hingegen hat 9 Kilokalorien pro Gramm. Kohlenhydrate sind der wichtigste Treibstoff für Muskulatur und Gehirn und gelangen über das Blut in sämtliche Zellen. Einfach-, Zweifach- und Vielfach-ZuckerKohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen. Das heißt aber nicht, dass alle kohlenhydratreichen Lebensmittel auch süß schmecken. In Brot, Kartoffeln oder Nudeln sind zum Beispiel viele Kohlenhydrate enthalten, ebenso in Getreide. Was viele Menschen nicht bedenken: auch Obst enthält reichlich Kohlenhydrate aufgrund des enthaltenen Zuckers.  Je nach Anzahl der Zuckerbausteine werden Kohlenhydrate in drei Gruppen unterteilt: Einfachzucker (Monosaccharide): Die wichtigsten Vertreter sind Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fructose). Zweifachzucker (Disaccharide): Dazu gehört in erster Linie Haushaltszucker sowie Malz- und Milchzucker. Einfach- und Zweifachzucker kommen vor allem in Süßigkeiten und Schokolade vor. Sie schmecken süß, seien aber mit Ausnahme von Obst meist bloße Energieträger, die keine Vitamine oder Mineralstoffe enthalten und den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen, so DGE-Expertin Restemeyer. Mehrfachzucker (Polysaccharide): Das wichtigste Polysaccharid ist Stärke. Die Mehrfachzucker sind vor allem in Getreide, Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten. Mehrfachzucker lassen den Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsamer ansteigen, weil sie vor der Aufnahme ins Blut erst aufgespalten werden müssen.
  • Wie wirken Kohlenhydrate im Körper? So wirken Kohlenhydrate im Körper "Kohlenhydrate müssen im Verdauungstrakt zuerst wieder in Einfachzucker, also Glukose, zerlegt werden, bevor sie in die Blutbahn gelangen". Das Hormon Insulin transportiert die Glukose vom Blut in die Körperzellen. "Eine bestimmte Blutzuckerkonzentration ist lebenswichtig und darf nicht unterschritten werden", erklärt der Ernährungsmediziner. Sonst kommt es zu gefährlichen Unterzuckerungen. Sobald ein bestimmter Grenzwert unterschritten wird, steuert die Leber über den Abbau von Glykogen den Blutzuckerspiegel. Bei längeren Hungerperioden produziert die Leber Glukose über den Abbau von Körpereiweiß. Das stellt sicher, dass der nötige Blutzuckerspiegel zur Versorgung des Gehirns aufrechterhalten werden kann", erläutert Erdmann.
  • Wie wirkt Zucker auf den Körper? Süßigkeiten lassen Blutzucker stark ansteigen Die Kohlenhydrate in Gummibärchen oder Schokolade bestehen aus Zweifachzuckern, die sehr schnell in die Blutbahn gelangen. Damit sind die Kohlenhydrate sämtlicher Süßigkeiten zwar schnell verwertbar, haben aber keinen längeren Effekt auf die Sättigung, obwohl Süßes viele Kalorien hat. Das starke Ansteigen des Blutzuckerspiegels bewirkt eine hohe Insulinausschüttung. Dadurch sinkt der Blutzucker schon nach kurzer Zeit wieder ab – manche Menschen bekommen dadurch gleich wieder Heißhunger.
  • Komplexe Kohlenhydrate(liefern Ballaststoffe)? Komplexe Kohlenhydrate liefern Ballaststoffe Bessere Energielieferanten sind komplexe Kohlenhydrate, also Polysaccharide, wie sie zum Beispiel in Vollkornprodukten, Brot, Kartoffeln oder Nudeln enthalten sind. "Lebensmittel, die reich an Polysacchariden sind, enthalten meist auch viele Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe und haben einen geringen Fettgehalt". Die wichtigsten Quellen für polysaccharid- und ballaststoffreiche Lebensmittel sind: Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Haferflocken, Vollkornreis oder -nudeln, gefolgt von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln.
  • Was ist Einfachzucker(Monosacharide)? Einfachzucker bestehen – chemisch betrachtet – nur aus einem Zuckermolekül. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fructose). Glukose wird in Lebensmitteln oft als Dextrose bezeichnet.
  • Anzeige
  • Was sind Disaccharaide? weifachzucker bestehen aus zwei Zuckermolekülen. Der typische Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker, der aus einem Traubenzuckermolekül und einem Fruchtzuckermolekül besteht. Er wird zum Beispiel aus Zuckerrüben oder aus Zuckerrohr gewonnen. Weitere Beispiele für Zweifachzucker sind Milchzucker (Laktose) und Malzzucker (Maltose).
  • Was sind Oligosaccharide(Mehrfachzucker)? Besteht ein Kohlenhydrat aus drei bis zehn Zuckermolekülen, gehört es zu den Mehrfachzuckern. Diese kommen z. B. in der Muttermilch vor.
  • was ist Vielfachzucker(Polysaccharide)? Wenn mehr als zehn Zuckermoleküle miteinander verbunden sind, dann handelt es sich um sogenannte Vielfachzucker (Polysaccharide). Diese schmecken, anders als Einfach- oder Zweifachzucker, erst einmal gar nicht süß. Ein bekanntes Beispiel ist Stärke.
  • Funktionen von Kohlenhydraten? Wozu benötigt der Körper Kohlenhydrate? Kohlenhydrate liefern dem Körper Energie. Sie sind wichtig für viele Stoffwechselvorgänge und Organe. Vor allem die Muskeln und das Gehirn brauchen viele Kohlenhydrate. Sofern die Energie nicht sofort benötigt wird, können Kohlenhydrate in Speicherzucker oder in Fett umgewandelt und so gespeichert werden. Ernährungsleitlinien empfehlen, dass die Hälfte des täglichen Energiebedarfs über Kohlenhydrate abgedeckt werden sollte.
  • Wie verarbeitet der Körper Kohlenhydrate? Wie verarbeitet der Körper Kohlenhydrate?Die Verarbeitung von Kohlenhydraten aus der Nahrung beginnt bereits im Mund. Dort werden sie in Mehrfachzucker und Einfachzucker gespalten. Im Dünndarm spaltet der Körper die Kohlenhydrate dann in Einfachzucker und nimmt sie anschließend ins Blut auf. Die Menge an Glukose im Blut wird als Blutzuckerspiegel bezeichnet. Die Bauchspeicheldrüse regelt den Blutzuckerspiegel. Wenn er nach einer Mahlzeit steigt, dann schüttet sie Insulin aus. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Körperzellen Glukose aufnehmen. Überschüssige Glukose wird in Speicherzucker (Glykogen) umgewandelt und vor allem in der Leber und in den Muskeln als Energiereserve gespeichert. Außerdem legt der Körper bei einem Überschuss an Glukose auch Fettspeicher an. Auf diese Weise führt Zucker zu Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit (Adipositas), wenn man regelmäßig viel davon isst. Das kann zu weiteren Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten führen.
  • Wie wird der Blutzuckerspiegel geregelt? Wie wird der Blutzuckerspiegel geregelt? Sinkt der Blutzuckerspiegel, stoppt die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion. Dafür setzt die Bauchspeicheldrüse den Gegenspieler von Insulin frei: das Hormon Glukagon. Glukagon sorgt dafür, dass Muskeln und Leber den gespeicherten Zucker wieder freigeben, z. B. beim Sport erhält der Körper so kurzfristig die nötige Energie. Wenn der Blutzuckerspiegel nach dem Essen erneut ansteigt, wird wieder Insulin statt Glukagon ausgeschüttet. So befindet sich stets die richtige Menge an Zucker im Blut. Mithilfe einer Blutprobe kann der Blutzucker gemessen werden. Wenn man mindestens acht Stunden nichts gegessen hat, sollte der Blutzuckerwert möglichst nicht mehr als 100 Milligramm Glukose pro Deziliter (bzw. 5,6 Millimol pro Liter) Blut betragen. Nach einer Mahlzeit sollte der Blutzuckerwert nicht höher als 140 bis 199 Milligramm (7,8 bis 11 Millimol pro Liter) pro Deziliter Blut steigen.
  • Was hat Diabetes mit Zucker zu tun? Was hat Diabetes mit Zucker zu tun? Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung , bei der der Körper den Zucker aus der Nahrung nicht richtig verwerten kann. Die Erkrankung entsteht, wenn das körpereigene Insulin den Blutzucker nicht mehr ausreichend senkt. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes. Am weitesten verbreitet ist Diabetes Typ 2. Dabei werden die Körperzellen unempfindlich für Insulin und können deshalb den Zucker aus dem Blut nicht mehr richtig aufnehmen. Man spricht von Insulinresistenz. Die Bauchspeicheldrüse reagiert auf die Insulinresistenz, indem sie zunächst immer mehr Insulin produziert. Dies kann dazu führen, dass sie im Laufe der Erkrankung erschöpft und immer weniger Insulin bilden kann. Es ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht geklärt, ob ein übermäßiger Verzehr von Zucker allein Diabetes verursachen kann. Zucker erhöht aber das Risiko von Fettleibigkeit und diese wiederum kann eine Insulinresistenz – und damit Diabetes – begünstigen.
  • Wie beeinflussen Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel? und was ist der glykämische Index (GI)? Wie beeinflussen Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel? Als Energielieferanten sind Kohlenhydrate für den Körper wichtig. Allerdings wirken die verschiedenen Arten von Kohlenhydraten unterschiedlich auf den Körper. Während Einfachzucker schnell ins Blut gelangen, müssen Vielfachzucker erst in einzelne Zuckerteile aufgespalten werden. Sie gehen also langsamer ins Blut. Daher lassen sie den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen. Um zu erkennen, wie bestimmte Lebensmittel den Blutzuckerspiegel beeinflussen, sind zwei Angaben nötig: der glykämische Index und die glykämische Last. Was ist der glykämische Index (GI)? Der glykämische Index (GI) sagt aus, wie stark die Kohlenhydrate eines Lebensmittels den Blutzuckerspiegel erhöhen. Er wird mit einem Wert zwischen 0 und 100 angegeben. Traubenzucker z. B. hat einen Wert von 100 – er lässt den Blutzucker sehr stark ansteigen. Süße Lebensmittel mit vielen Einfach- oder Zweifachzuckern haben einen höheren GI als Lebensmittel, die zum Beispiel Vielfachzucker wie Stärke enthalten. Wer auf seinen Blutzuckerspiegel achten möchte, sollte also bevorzugt Lebensmitteln mit einem niedrigen GI zu sich nehmen und Süßwaren meiden.
  • Unterscheidung zwischen dem Diabetis Typ 1 und 2? Typ-1-Diabetes -wird durch einen absoluten Mangel des Hormons Insulin verursacht, dieser Diabetestyp heißt deshalb auch insulinabhängiger Diabetes mellitus -wird durch ein absolutes Versagen der Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren, verursacht. -beginnt meist im Kindes- und Jugendalter -ist bisher nicht heilbar, so dass die Patientinnen und Patienten ihr ganzes Leben lang Insulin spritzen müssen. Typ-2-Diabetes -entsteht zum einen durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin (Insulinresistenz), zum anderen führt eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einer "Erschöpfung" der insulinproduzierenden Zellen (die Bauchspeicheldrüse kann nicht genügend Insulin für den erhöhten Bedarf liefern) -beginnt meist schleichend -wurde früher auch als "Altersdiabetes" bezeichnet, jedoch erkranken in den letzten Jahren auch zunehmend junge Erwachsene, sogar Jugendliche daran. -Neben einer erblichen Veranlagung gelten Übergewicht und Bewegungsmangel als die wichtigsten Verursacher eines Typ-2-Diabetes. Aber auch eine unausgewogene (ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche) Ernährung und Rauchen begünstigen die Entstehung von Typ-2-Diabetes. -Es stehen verschiedene Therapiebausteine zur Verfügung. Am wichtigsten sind zunächst regelmäßige Bewegung, angepasste Ernährung und ein normales Körpergewicht. Dies verbessert die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin und kann so den Insulinbedarf senken. Zu Beginn der Therapie wird deshalb immer versucht, mit Allgemeinmaßnahmen, wie konsequente Lebensstiländerungen, auszukommen. -Sind Allgemeinmaßnahmen nicht erfolgreich, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die zum Beispiel als Tabletten eingenommen werden können. Erst wenn es auch mit diesen Medikamenten nicht gelingt, die Erkrankung in den Griff zu bekommen, muss auch bei Typ-2-Diabetes Insulin gespritzt werden.
  • Was ist Hyperglykämie und wie äußert sich diese? Bei Menschen mit Diabetes kommt es zu einem chronisch starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. Diese häufigen Blutzuckerspitzen werden als Hyperglykämie bezeichnet und können sich in einem oder mehreren der häufigsten Symptome äußern: übermäßiger Dursthäufiges Bedürfnis zu urinierenspürbarer Energieverlust, begleitet von Muskelschwächeanhaltende MüdigkeitÜbelkeit Welcher Blutzuckerspiegel gilt als hyperglykämisch? Schwere Hyperglykämie kann zu akuten Komplikationen wie Ketoazidose und hyperosmolarem Koma führen, die beide für Diabetiker lebensbedrohlich sind. Um das Risiko von Hypoglykämien zu reduzieren, müssen Menschen mit Diabetes ihren Blutzuckerspiegel jederzeit kontrollieren. Eine strenge medizinische Überwachung ermöglicht es ihnen, je nach Diabetestyp und spezifischen Gesundheitsproblemen die notwendigen Anpassungen vorzunehmen: regelmäßige Blutzuckermessung, angemessene Ernährung, tägliche Insulininjektionen und/oder Einnahme von Antidiabetika.
  • Was ist eine Hypoglykämie und wie äußert sich diese? Im Gegensatz zur Hyperglykämie tritt eine Hypoglykämie auf, wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist. Es ist eine gefährliche Situation, die Menschen betreffen kann, die Insulin spritzen oder bestimmte Antidiabetika einnehmen. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind häufiger anfällig für hypoglykämische Episoden, da die Behandlung dieser Form der Erkrankung in der Regel auf einer Insulintherapie basiert. Welcher Blutzuckerspiegel gilt als hypoglykämisch? Es gibt zwei Kategorien von Symptomen, die für eine Hypoglykämie spezifisch sind: adrenerge Symptome (Zittern, Herzklopfen, Nervosität, Angst usw.), die im Allgemeinen zuerst auftreten und als Warnzeichen dienen sollten neuroglykopenische Symptome (Krampfanfälle, Müdigkeit, Verwirrtheit usw.), die durch den Mangel an Glukose im Gehirn und im zentralen Nervensystem entstehen Wenn eine Hypoglykämie nicht behandelt wird, kann sie schnell zu Koma und Tod führen. Es ist wichtig zu wissen, wie man die Anzeichen einer Hypoglykämie bei einer Person mit Diabetes erkennt. Der Blutzuckerspiegel muss sehr regelmäßig gemessen werden, und wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, müssen Sie sofort handeln. Das Trinken oder Essen von etwas Süßem, zum Beispiel Fruchtsaft, lässt den Blutzuckerspiegel schnell wieder ansteigen
  • Wie sehen die Normalwerte von Blutzucker aus? Kein Diabetes Nüchternblutzucker: < 100 mg/dl oder < 5,6 mmol/lBlutzucker zwei Stunden nach dem Essen : < 140 mg/dl oder < 7,8 mmol/lHbA1c-Wert*: < 5,7 % oder < 39 mmol/l  Prädiabetes Nüchternblutzucker: 100–125 mg/dl oder 5,6–6,9 mmol/lBlutzucker zwei Stunden nach dem Essen: 140–199 mg/dl oder 7,8–11,0 mmol/lHbA1c-Wert*: 5,7 – < 6,5 % oder 39 – < 48 mmol/l Diabetes mellitus Nüchternblutzucker:≥ 126 mg/dl oder ≥ 7,0 mmol/lBlutzucker zwei Stunden nach dem Essen:≥ 200 mg/dl oder ≥ 11,1 mmol/lHbA1c-Wert*:≥ 6,5 % oder ≥ 48 mmol/l
  • Was ist Energie? Was ist Energie? Im allgemeinen Sprachgebrauch wird im Zusammenhang mit der Ernährung „Kalorien“ gesagt, wenn Energie gemeint ist.Kalorie (cal) und Joule (J) sind Einheiten, in denen die Energie gemessen und angegeben wird.Die lebenswichtige Energie liefert die Ernährung – genauer gesagt die in Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe Kohlenhydrate, Fett, Protein (Eiweiß) und Alkohol.Der Körper verbrennt diese Energie und wandelt sie in Wärme und andere energiereiche Verbindungen um.
  • Stimmt es, dass die Verstoffwechslung der Nährstoffe auch Energie verbraucht? Stimmt es, dass die Verstoffwechslung der Nährstoffe auch Energie verbraucht?Ja. Nach der Nahrungszufuhr wird für Verdauung, Aufnahme vom Darm ins Blut, Transport, Umwandlung und Speicherung von Nährstoffen Energie benötigt. Das wird auch als „thermischer Effekt“ der Nahrung bezeichnet. In der Regel hat der thermische Effekt der Nahrung einen Anteil von ca. 10 % am Gesamtenergieverbrauch und ist bei Proteinen (Eiweiß) höher als bei Fetten. Für die Ableitung der Referenzwerte für die Energiezufuhr wird der Ruheenergieverbrauch herangezogen (s. Frage 6 und 8), der zumindest einen Teil des thermischen Effekts der Nahrung einschließt, sodass dieser zur Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs nicht extra berücksichtigt werden mus
  • Wovon hängt der Bedarf eines Menschen an Energie ab? Wovon hängt der Bedarf eines Menschen an Energie ab? Der Energiebedarf entspricht der Menge an Nahrungsenergie, die für eine ausgeglichene Energiebilanz benötigt wird. Die Energiebilanz ist ausgeglichen, wenn die Energiezufuhr dem Energieverbrauch entspricht. Wie viel Energie der Körper verbraucht, ist von Mensch zu Mensch und auch bei einem Menschen sehr variabel: Es hängt vom aktuellen Körpergewicht, von der Körperzusammensetzung, dem Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand, ethnischer Herkunft sowie der Umgebungstemperatur und ganz maßgeblich von der körperlichen Aktivität ab. Bei Personen mit ähnlichem Körpergewicht kann sich der Energieverbrauch aufgrund von unterschiedlicher Berufstätigkeit, Freizeitaktivität und unbewussten Bewegungen (z. B. zappeln) um bis zu 1 900 kcal pro Tag unterscheiden. Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie Wachstum bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen wird zusätzlich Energie verbraucht.
  • Wie viel Energie verbraucht ein Mensch insgesamt an einem Tag? Wie viel Energie verbraucht ein Mensch insgesamt an einem Tag? Wie viel Energie ein Mensch insgesamt pro Tag verbraucht, ergibt sich aus seinem Ruheenergieverbrauch (s. Frage 6) und seiner körperlichen Aktität. Der Gesamtenergieverbrauch kann berechnet werden, in dem der Ruheenergieverbrauch mit dem sogenannten PAL-Wert multipliziert wird. PAL steht für „physical activity level“ und ist das Maß für die körperliche Aktivität (s. Frage 9). Ruheenergieverbrauch × PAL-Wert = Gesamtenergieverbrauch Die Höhe des PAL-Werts hängt von der Berufs- und Freizeitaktivität ab. Personen mit einem wenig aktiven Lebensstil im Alltag, die ihre Arbeitszeit sitzend im Büro verbringen, keine regelmäßigen sportlichen Aktivitäten ausführen, motorisierte Transportmittel nutzen und ihre Freizeit überwiegend mit sitzenden Tätigkeiten wie fernsehen verbringen, haben einen PAL- Wert von etwa 1,4. Beispiel: Gesamtenergieverbrauch bei einer Frau (60 kg, 40 Jahre alt, s. Frage 6), die Büroangestellte ist und in der Freizeit – bis auf minimale Aktivitäten wie Essen, Körperhygiene, Anziehen sowie kurze Fußwege (z. B. in der Wohnung oder im Haus) – nicht aktiv ist: Ruheenergieverbrauch x PAL = 1 302 kcal pro Tag × 1,4 = 1 832 kcal pro Tag Personen, die ihre Arbeitszeit zwar vorwiegend sitzend verbringen, aber ansonsten einen aktiven Lebensstil haben, also regelmäßig zu Fuß gehen oder das Fahrrad als Transportmittel nutzen und sich mehrmals in der Woche mind. 30 bis 60 Minuten sportlich betätigen, haben dagegen einen PAL-Wert von 1,7. Beispiel: Gesamtenergieverbrauch bei einer Frau (60 kg, 40 Jahre alt, s. Frage 6), die Büroangestellte ist und in ihrer Freizeit 4- bis 5-mal die Woche 30 bis 60 Minuten Sport macht: Ruheenergieverbrauch x PAL = 1 302 kcal pro Tag × 1,7 = 2 213 kcal pro Tag  
  • Was ist der Unterschied zwischen Grundumsatz und Ruheenergieverbrauch? Was ist der Unterschied zwischen Grundumsatz und Ruheenergieverbrauch? Grundumsatz und Ruheenergieverbrauch beschreiben beide den Energieverbrauch des Menschen bei körperlicher und geistiger Ruhe. Der Unterschied sind die Bedingungen der Messung: Der Grundumsatz ist das Ergebnis einer unter genau standardisierten Bedingungen durchgeführten Messung, nämlich morgens nach ca. 8 Stunden Schlaf in einer thermoneutralen Umgebung ca. 12 Stunden nach der letzten Mahlzeit. Der Ruheenergieverbrauch wird unter weniger strengen Bedingungen gemessen – zum Beispiel nicht unmittelbar nach dem Aufwachen, sondern erst nach Aufsuchen der Einrichtung, in der die Messung erfolgt. Auch können seit der letzten Mahlzeit weniger als 12 Stunden vergangen sein. Der Ruheenergieverbrauch liegt ca. 10 % höher als der Grundumsatz. Er schließt im Gegensatz zum Grundumsatz den thermischen Effekt der Nahrung (s. Frage 4) bereits zumindest teilweise ein
  • Was ist der PAL-Wert? Was ist der PAL-Wert?Der PAL-Wert (engl. physical activity level) ist das Maß für die körperliche Aktivität. Er bezeichnet den für körperliche Aktivitäten aufzuwendenden täglichen Mehrverbrauch an Energie in Verhältnis zum Ruheenergieverbrauch. Die Höhe des PAL-Werts hängt von der Berufs- und Freizeitaktivität ab. Folgende Tabelle hilft bei der Bestimmung des PAL-Werts. Wer sportlich aktiv ist oder sonstige anstrengende Freizeitaktivitäten ausübt (30-60 Minuten, 4- bis 5-mal je Woche), kann zusätzlich pro Tag 0,3 PAL-Einheiten zu den genannten PAL-Werten hinzurechnen.
  • Zusammensetzung des Gesamt-Energiebedarfs? Gesamtenergiebedarf Der Gesamtenergiebedarf eines Menschen ergibt sich aus der Summe von Grund- und Leistungsumsatz sowie der Energie für die nahrungsinduzierte Thermogenese. Gesamtenergieumsatz = Grundumsatz + Leistungsumsatz Gesamtenergiebedarf = Gesamtenergieumsatz x nahrungsinduzierte Thermogenese
  • Was sind Proteine? Eiweiß: Energiequelle und Zellbaustein Proteine sind die Basis aller Lebensvorgänge. Sie bilden den Grundstein der Genetik, sind an chemischen Reaktionen im Körper beteiligt und liefern unserem Organismus Aminosäuren, aus denen Zellen und Gewebe, aber auch Antikörper zur Immunabwehr, Hormone und Enzyme aufgebaut sind. Überschüssige Aminosäuren werden außerdem zur Energiegewinnung genutzt. Manche dieser Aminosäuren sind essentiell. Solche unentbehrlichen Aminosäuren kann der Körper sie nicht selbst herstellen, sondern muss sie in ausreichender Menge über die Nahrung aufnehmen. Für das Wachstum und die Erhaltung von Zellen, Enzymen und anderen Körperelementen ist unser Organismus also auf Proteine angewiesen. Bis auf einen kleinen Aminosäurevorrat kann der menschliche Körper Eiweiß im Gegensatz zu Fett und Kohlenhydraten nicht speichern. Daher ist es sinnvoll, täglich eiweißreiche Lebensmittel im Rahmen einer gesunden Ernährung zu essen.
  • Anzeige
  • Eiweißquellen Was sind gute Eiweißquellen?Bei ausreichender Energiezufuhr kann der Eiweißbedarf über die normale Ernährung gedeckt werden. Hierfür sind sowohl pflanzliche Proteinquellen als auch tierische Lebensmittel geeignet. Gute Eiweißquellen, die den Körper mit Aminosäuren versorgen, sind etwa: Fleisch und WurstFischEierMilch und MilchprodukteHülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen)GetreideprodukteNüsseKartoffelnPflanzliches Eiweiß hat zum Teil eine geringere biologische Wertigkeit als das aus tierischen Lebensmitteln, weil darin häufig einzelne Aminosäuren fehlen. Tierische Eiweißquellen wie Wurst oder Milchprodukte enthalten dagegen oft viel Fett.
  • Die Biologische Wertigkeit? Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgewandelt wird. Gewöhnlich haben Eiweiße aus tierischen Lebensmitteln eine höhere biologische Wertigkeit als jene aus pflanzlicher Nahrung. Eine Kombination von tierischen und pflanzlichen Proteinen liefert die höchste biologische Wertigkeit. Im Unterschied zur biologischen Wertigkeit berücksichtigt der Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score (PDCAAS) den Verdauungsprozess mit, da hierbei ein Teil des aufgenommenen Eiweißes nicht verarbeitet werden kann. Der PDCAAS wird von der WHO (World Health Organization) anerkannt und als bevorzugte Methode angesehen, um die Qualität eines Nahrungsmittelproteins zu messen. Durch die richtige Kombination von Proteinquellen kann die biologische Wertigkeit des Proteins erhöht werden. Damit erreichen auch pflanzliche Proteine eine ähnlich günstige Aminosäurezusammensetzung wie tierische Proteine aus Fisch und Fleisch – mit dem Vorteil, dass gleichzeitig weniger gesättigte Fettsäuren, Cholesterin oder Purine (die z.B. Gichtpatienten nur in Maßen aufnehmen sollten) enthalten sind.
  • Muskelwachstum und Eiweiß: Brauchen Sportler mehr Eiweiß? Muskelwachstum und Eiweiß: Brauchen Sportler mehr Eiweiß? Eine erhöhte Eiweißzufuhr ist für Freizeitsportler selten notwendig. Der zusätzliche Eiweißbedarf für die sportliche Aktivität im Freizeitsport wird daher mehr als gedeckt, wenn die verbrauchte Energie in Form einer ausgewogenen Ernährung zugeführt wird. Hochleistungssportler spielt eine erhöhte Proteinzufuhr dagegen eine wichtige Rolle: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rät zu 1,2 bis 1,7 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Für diese Sportler wird eine höhere Proteinzufuhr empfohlen. Bisherige Studienergebnisse deuten nach Angaben der DGE darauf hin, dass eine dauerhafte Eiweißzufuhr von über 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht unnötig ist.
  • Woraus besteht Eiweiß? Woraus besteht Eiweiß? Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Einen Teil davon kann der Körper selbst produzieren. Andere dieser lebensnotwendigen und unentbehrlichen Aminosäuren müssen Sie mit Ihrer Nahrung zu sich nehmen.
  • Pflanzlich oder tierisches Eiweiß? Pflanzlich oder tierisch? Tierisches Eiweiß aus Fisch, Fleischwaren, Milch, Milchprodukten und Eiern ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Körpereiweiß. Es enthält nahezu alle lebensnotwendigen Aminosäuren in einem günstigen Verhältnis. Man spricht hierbei auch von einer hohen biologischen Wertigkeit. Tierische Lebensmittel besitzen aber auch Nachteile: Fettreiche Fleischarten, Wurst und Eier liefern neben Eiweißen auch Begleitstoffe wie zum Beispiel Cholesterin, Purine, Fett oder Kochsalz. Diese Stoffe können Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Arterienverkalkung und Gicht begünstigen. Übrigens: Es geht auch ohne Fleisch. Wer regelmäßig Milch, Milchprodukte und Eier isst, muss keinen Eiweißmangel befürchten. Pflanzliches Eiweiß ist in pflanzlichen Lebensmitteln wie Brot, Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Nüssen enthalten. Auch wenn der Körper dieses nicht so gut verwerten kann wie tierisches Eiweiß, besitzen pflanzliche Lebensmittel einen entscheidenden Vorteil: Gesättigte Fette, Purine und Cholesterin sind kaum oder gar nicht enthalten.
  • Eiweißmangel Eiweißmangel Durch Krankheiten, sehr einseitige Ernährung oder Diäten kann ein Eiweißmangel auftreten. Dieser führt zu Abwehrschwäche gegen Krankheitserreger und setzt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit herab. Im Extremfall werden auch lebenswichtige Organe angegriffen. Im Wachstumsalter führt Eiweißmangel zu körperlicher, in schweren Fällen auch zu geistiger Unterentwicklung. Aufgrund des in Deutschland üblicherweise hohen Verzehrs an tierischen Eiweißen kommt ein Eiweißmangel jedoch kaum vor. 
  • Nenne jeweils 5 Essentielle und nicht essentielle Aminosäuren Essentielle AminosäurenHistidin Isoleucin Leucin Lysin Methionin Phenylalanin Threonin Tryptophan Valin Nicht essentielle Aminosäuren Alanin Arginin* Asparagin Aspartat Cystein* Glutamat Glutamin* Glycin* Prolin* Serin Taurin* Tyrosin*
  • Nenne die Funktionen von Eiweiß im Körper Was tun Proteine für den Körper?Unser Körper ist aus Tausenden verschiedenen Proteinen zusammengesetzt, jedes mit einer einzigartigen Funktion. Sie bilden strukturelle Komponenten unserer Zellen und Gewebe genauso wie viele Enzyme, Hormone und aktive Proteine, die aus Immunzellen abgesondert werden (abbildung 1). Diese Körperproteine werden im Laufe unseres Lebens ständig erneuert und ausgetauscht. Dieser Prozess (als „Proteinbiosynthese“ bekannt) erfordert eine kontinuierliche Versorgung mit Aminosäuren. Obwohl einige Aminosäuren durch den Abbau alter Körperproteine wieder verwertet werden können, ist dieser Prozess unvollkommen. Das heißt, dass wir Nahrungsprotein essen müssen, um die Nachfrage unseres Körpers nach Aminosäuren zu befriedigen. Da Proteine für das Zell- und Gewebewachstum wesentlich sind, ist eine ausreichende Proteinzufuhr besonders in Phasen starken Wachstums oder erhöhter Nachfrage wichtig, wie im Kindes- oder Jugendalter, oder während der Schwangerschaft und Stillzeit.1
  • Was sind Aminosäuren? Was Aminosäuren sind Aminosäuren sind die Grundbausteine der Proteine. Proteine sind an nahezu allen biologischen Prozessen unseres Körpers beteiligt. Sowohl Muskeln als auch Zellen und Gewebe bestehen zu einem Großteil aus Aminosäuren: Die Proteinbausteine regulieren den Transport und die Speicherung aller Nährstoffe.Sie haben Einfluss auf Organfunktionen, auf Arterien, Sehnen und Körperdrüsen.Darüber hinaus spielen sie bei der Regeneration von Haut und Haaren eine essentielle Rolle.Auch bei der Wundheilung sind Aminosäuren wesentlich.Verletzungen des Knochenapparates oder der Muskulatur erfordern zur Heilung Aminosäuren. Fehlen dem Körper Aminosäuren, hat das Auswirkungen auf das Immunsystem, die Leistungsfähigkeit, die Stimmung und sogar auf den Fettstoffwechsel, die Potenz und den Blutzucker.
  • Vorkommen & Funktionen im Körper von Aminosäuren Vorkommen & Funktionen im Körper  Es gibt verschiedene Arten von Aminosäuren. Von den etwa 270 bekannten Aminosäuren sind lediglich 20 im Erbgut des Menschen angelegt, die sogenannten proteinogenen Aminosäuren. Diese 20 Aminosäuren brauchen wir also, um die biologischen Vorgänge im Körper aufrecht zu erhalten. Doch nur 12 dieser Aminosäuren kann der Körper selbst bilden. Die übrigen acht können, ähnlich wie Vitamine, nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Eine Zufuhr über die Ernährung ist daher unumgänglich. Im Körper erfüllen die Aminosäuren folgende Funktionen: Aufbau der HautSynthese der MuskulaturErhalt des ImmunsystemsÜbertragung des Signale des GehirnsTransport und Speicherung der NährstoffeProteinbildungSteuerung der HormonbildungSteuerung des Zell- und KnochenaufbausRegulation des Herz-Kreislaufsystems
  • Aufgaben von Proteinen Proteine Funktion  Jedes Protein besitzt einen einzigartigen Aufbau. Deshalb können sie vielfältige Aufgaben/Funktionen in deinem Körper und natürlich auch in allen anderen Lebewesen übernehmen. Hier haben wir wichtige Funktionen für dich aufgelistet:  1. Enzyme  Enzyme sind (meistens) Proteine, die biochemische Reaktionen in deinem Körper beschleunigen können. Sie spielen also eine zentrale Rolle im Stoffwechsel, beispielsweise im Energiestoffwechsel (Zellatmung ). 2. Strukturproteine  Diese Proteinklasse dient als Gerüststoff in Geweben oder Zellen von Lebewesen. Meist sorgen diese Proteine dort für Stabilität. Beispiele dafür sind Kollagen in Knochen, Sehnen und Knorpeln oder Keratin als Bestandteil in Haaren und Nägeln.  3. Transportproteine Wie dir der Name bereits verrät, sind Transportproteine für den Transport von Stoffen im Körper zuständig. So sorgt Hämoglobin in den roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport im Blut.  Auch Ionenkanäle und Carrierproteine in den Zellmembranen zählst du zu den Transportproteinen. Sie ermöglichen, dass Stoffe in die Zelle und wieder hinaus transportiert werden.  4. Regulatorische Proteine  Regulatorische Proteine spielen bei der Genregulation eine große Rolle. Sie können zum Beispiel den Zeitpunkt oder die Art und Weise der Genexpression  — also den Weg vom Gen zum Genprodukt — steuern.  5. Abwehrproteine Zu den Abwehrproteinen zählst du zum Beispiel Antikörper. Sie können fremde Strukturen (‚Eindringlinge‘) im Körper erkennen und versuchen, sie zu bekämpfen. So bist du beispielsweise vor einer Virusinfektion geschützt.  6. Hormone Hormone wie etwa Insulin aus der Bauchspeicheldrüse helfen dabei, wichtige Stoffwechselvorgänge in deinem Körper zu steuern und zu kontrollieren. Insulin ist zum Beispiel an der Regulation des Blutzuckerspiegels beteiligt.  7. Speicherproteine Speicherproteine sind sozusagen ‚Depots‘ für Aminosäuren, bis zu einer späteren Verwendung. Vor allem in Pflanzensamen kommen sie oft vor, um der keimenden Pflanze als Nährstoffquelle zu dienen.  8. Motorproteine Motorproteine wie Aktin und Myosin im Skelettmuskel sorgen für die Kontraktion (Zusammenziehen) der Muskeln und damit für Bewegung. 
  • Der Glykämische Index Glykämischer Index (GI)Der GI sagt aus, wie stark die Kohlenhydrate eines Lebensmittels den Blutzuckerspiegel erhöhen. Je geringer der GI, desto weniger und langsamer steigt der Blutzuckerspiegel. Als Maßstab für den GI wird die Blutzuckerwirkung von reinem Traubenzucker genommen, weil der den stärksten Blutzuckeranstieg unter allen Lebensmitteln verursacht: Dieser hat einen GI von 100 %. Lebensmittel mit einem hohen GI - zum Beispiel Weißmehlprodukte, Süßigkeiten oder süße Getränke - bewirken einen schnellen Blutzuckeranstieg. Ein plötzlicher hoher Blutzuckerschub lässt den Insulinspiegel im Blut stark ansteigen. Die Aufgabe des Insulins ist es, die Zuckeraufnahme in die Körperzellen sowie den Aufbau (Triglyceridsynthese) und die Ablagerung von Fett zu fördern bzw. den Fettabbau (Lipolyse) zu erschweren. Der GI der Lebensmittel ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Ein wichtiger Faktor ist natürlich, wie sich das Lebensmittel insgesamt zusammensetzt, da Fette, Eiweiß und Ballaststoffe die Aufnahme von Kohlenhydraten verzögern.Daneben muss beachtet werden, wie stark das Lebensmittel verarbeitet und vor allem zubereitet ist. Einfluss haben zudem der Flüssigkeitsgehalt und die Verarbeitungstemperatur. So haben etwa Pommes frites und Kartoffelbrei einen viel höheren GI als Salzkartoffeln. Außerdem gibt es physiologische Schwankungen, so dass sich der GI desselben Lebensmittels bei derselben Person von Tag zu Tag wie auch von Person zu Person unterscheiden kann. Hinzu kommt, dass nicht nur die Zusammensetzung des einzelnen Lebensmittels, sondern auch die Zusammenstellung der gesamten Mahlzeit Einfluss auf den GI hat. Eine insgesamt fett- und eiweißhaltige Kost lässt ihn niedrig bleiben, ebenso eine Kost mit reichlich Ballaststoffen und Vollkornprodukten. Es ist also nur sehr bedingt möglich, alleine vom GI eines Lebensmittels auf das Ausmaß des Blutzucker-Anstiegs einer ganzen Mahlzeit zu schließen. Ein niedriger GI könnte, so zeigen einige Studien, mit einer verbesserten Sättigung verbunden sein. Daraus lässt sich aber nicht schließen, dass ein niedrigerer GI dazu beiträgt, Gewicht zu verlieren. Bei einer auf dem GI basierenden Ernährungsform werden vor allem tierische Eiweißträger stark bevorzugt, die nachteiligen Effekte etwa eines zu hohen Fleischkonsums bleiben unberücksichtigt.
  • Wie werden Ballaststoffe definiert? Was sind Ballaststoffe? Unter den Begriff „Ballaststoffe“ fallen verschiedene Nahrungsbestandteile, die im menschlichen Dünndarm von körpereigenen Enzymen nicht oder nicht vollständig abgebaut werden können und unverdaut oder nicht vollständig verdaut in den Dickdarm gelangen. Für die Ballaststoffe wird auch der Begriff „Nahrungsfasern“ genutzt. Ballaststoffe kommen in natürlicher Form fast ausschließlich in Pflanzen vor. Eine Ausnahme ist z. B. Chitin, das je nach Definition ebenfalls zu den Ballaststoffen gezählt wird. Es ist Hauptbestandteil der Körperhülle von Insekten, Spinnen, Krebsen etc. Bei den meisten Ballaststoffen handelt es sich um Kohlenhydrate. Außerdem werden auch Substanzen mit anderen chemischen Strukturen zu den Ballaststoffen gezählt. Hierzu gehört z. B. das Lignin, eine hochkomplexe phenolische Verbindung, die eine Verholzung von pflanzlichen Zellen bewirkt. Durch den lebensmitteltechnologischen Fortschritt können Ballaststoffe außerdem aus natürlichen Quellen extrahiert oder synthetisch hergestellt werden.
  • Wie unterscheiden sich Ballaststoffe voneinander? Wie unterscheiden sich Ballaststoffe voneinander? Ballaststoffe bestehen aus verschiedenen und unterschiedlich vielen Bausteinen (Monomeren). Die Art und Weise wie diese Monomere miteinander verbunden sind, bestimmt die physikalischen Eigenschaften der Ballaststoffe wie Löslichkeit und Viskosität (Fähigkeit zur Gelbildung bzw. Verdickung von Flüssigkeiten). Das unverzweigte Polysaccharid Cellulose ist zum Beispiel weniger löslich als verzweigte Polysaccharide. Die Löslichkeit ist außerdem abhängig vom pH-Wert der Umgebung und auch die Lebensmittelmatrix beeinflusst die physikalischen Eigenschaften der Ballaststoffe. Der mikrobielle Abbau der Ballaststoffe im Dickdarm wird von der Löslichkeit und von der variierenden Viskosität der Ballaststoffe beeinflusst. Lösliche und nichtviskose Ballaststoffe wie Inulin werden vollständig fermentiert, während lösliche und viskose Ballaststoffe wie Psyllium sowie unlösliche Ballaststoffe wie Cellulose nicht oder nur unvollständig fermentiert werden.
  • Wozu werden Ballaststoffe vom Körper benötigt? Wozu werden Ballaststoffe vom Körper benötigt? Ballaststoffe haben eine Reihe von Wirkungen auf den Körper, vor allem auf die Verdauung, z. B. Einfluss auf die Transitzeit der Nahrung in Magen und Darm, Masse und Konsistenz des Stuhls sowie Häufigkeit der Darmentleerung, Sättigungswirkung, veränderte Nährstoff­absorption und präbiotische Wirkung. Je nach Art der Ballaststoffe und nach Abschnitt im Verdauungstrakt kann es zu unterschiedlichen Effekten kommen. Bei der Fermentation von Ballaststoffen entstehen zudem verschiedene kurzkettige Fettsäuren, die dem Körper teilweise als Energiequelle zur Verfügung stehen. Schätzungsweise liefern die kurzkettigen Fettsäuren 8,4 kJ (2,0 kcal) pro g Ballaststoff.
  • Die Zufuhr von Ballaststoffen wird mit präventiven Effekten in Verbindung gebracht – stimmt das? Die Zufuhr von Ballaststoffen wird mit präventiven Effekten in Verbindung gebracht – stimmt das? Eine höhere Ballaststoffzufuhr geht mit einer Verringerung des Gesamtmortalitätsrisikos (Sterblichkeitsrisiko) einher und senkt das Risiko an kardiovaskulären Erkrankungen oder Krebserkrankungen zu versterben. Eine erhöhte Ballaststoffzufuhr zeigt protektive Effekte auf kardiovaskuläre Erkrankungen (koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall) sowie Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Gesamt- und LDL-Cholesterolkonzentration, Hypertonie, Kolonkrebs und Brustkrebs. Die unterschiedlichen Effekte sind teilweise für die Gesamtballaststoffzufuhr und teilweise nur für Ballaststoffe aus einzelnen Quellen, wie z. B. Obst oder Getreide, sichtbar. Daher sollten Ballaststoffe aus verschiedenen Quellen gegessen werden (siehe Frage 7). Vollkornprodukte mit einem hohen Anteil an ganzen Körnern (z. B. Roggenganzkornbrote) zeichnen sich durch einen niedrigeren glykämischen Index aus als Produkte aus gemahlenen Körnern. Zudem zeichnen sich Vollkornprodukte aus Hafer oder Gerste durch einen niedrigeren glykämischen Index als vergleichbare Weizenvollkornprodukte aus. Durch die bevorzugte Auswahl von Vollkornprodukten mit ganzen Körnern bzw. Hafer- oder Gerstevollkornprodukten kann das primärpräventive Potenzial von Ballaststoffen, Vollkorn und niedrigem glykämischen Index kombiniert werden.
  • Welche Lebensmittel sind natürlicherweise reich an Ballaststoffen? Welche Lebensmittel sind natürlicherweise reich an Ballaststoffen? Ballaststoffe kommen in natürlicher Form fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln und Pilzen vor Einen hohen Ballaststoffgehalt haben verschiedene Gemüse, vor allem Hülsenfrüchte, z. B. Schwarzwurzeln, Artischocken, Dicke Bohnen, Sojabohnen und Kichererbsen sowie Nüsse und Samen (geschrotete Leinsamen mit 22 g Ballaststoffe pro 100 g). Ebenfalls reich an Ballaststoffen sind Vollkorngetreide und daraus hergestellte Produkte wie z. B. Brot und Nudeln, sowie Kleien. Gekochte Vollkornnudeln liefern pro 100 g rund 5 g Ballaststoffe, gekochte weiße Nudeln aus Hartweizengrieß dagegen nur rund 2 g pro 100 g. Weitere Ballaststoffquellen sind Gemüsepaprika, Karotten, Brokkoli, Rhabarber, Steinpilze, Pfifferlinge sowie Beeren und Birnen.
  • Lösliche und unlösliche Ballaststoffe wirken unterschiedlich Lösliche und unlösliche Ballaststoffe wirken unterschiedlich Man unterscheidet unlösliche Ballaststoffe (vor allem in Vollkornprodukten, Pilzen und Hülsenfrüchten) und lösliche (insbesondere in Obst und Gemüse). Unlösliche Ballaststoffe (wie Cellulose, Lignin) sind Quellmaterial und sorgen für "Masse". In Kombination mit ausreichend Flüssigkeit quellen sie im Magen auf und machen dadurch gut satt. Zudem beschleunigen sie die Darmpassage und lockern den Stuhlgang. Sie "putzen" den Darm wie ein Schwamm. Das beugt zum Beispiel Divertikulitis, Verstopfung und Hämorrhoiden vor. Lösliche Ballaststoffe (beispielsweise Pektin, auch Inulin, Oligofruktose und andere sogenannte Präbiotika) sind "Bakterienfutter": Sie ernähren unsere Darmflora. Diese Mikroorganismen - etwa Bifidobakterien - sind lebenswichtig. Sie helfen uns bei der Nahrungsverwertung und produzieren die gesunden kurzkettigen Fettsäuren. Lösliche Ballaststoffe wirken positiv auf den Zuckerstoffwechselden Fettstoffwechseldie Regulation der Immunabwehrdas Nervensystem.  Besonders gut für Diabetiker sind Beta-Glukane, lösliche Ballaststoffe in Hafer und Gerste: Sie können Blutzuckerspitzen abfangen und wirken der Insulinresistenz entgegen. Mit einer Haferkur lässt sich der Blutzuckerspiegel effektiv regulieren. Wer genügend Ballaststoffe verzehrt, verbessert außerdem seine Cholesterinwerte, reduziert entzündliche Prozesse und senkt sein Risiko für Herzinfarkt, für Arteriosklerose und Darmkrebs. Außerdem senkt eine darmgesunde Ernährung mit genügend Ballaststoffen das Risiko für eine Störung der Darmbarriere und daraus folgende Autoimmunreaktionen wie etwa rheumatische Gelenkbeschwerden.
  • Wie wirken Ballaststoffe im Körper? Wie wirken sie im Körper? Die faserreichen Strukturen bewirken im Mund, dass die Nahrung intensiver und länger gekaut werden muss. Ballaststoffe erhöhen das Volumen einer Mahlzeit ohne Kalorien zu liefern. Sie sorgen für eine längere Verweildauer im Magen und fördern dadurch das Sättigungsgefühl. Sie binden Wasser im Darm und sorgen so für ein erhöhtes Stuhlvolumen. Der dadurch erhöhte Reiz auf die Darmwand regt die Darmbewegung an und damit verkürzt sich die Verweildauer des Speisebreis im Darm. So haben auch krebserregende Stoffe nicht lange Zeit mit der Darmschleimhaut in Berührung zu kommen. Darauf beruht die vor Dickdarmkrebs schützende Wirkung der Ballaststoffe. Durch das wasserbedingte, erhöhte Stuhlvolumen verbessert sich die Stuhlkonsistenz und es kommt seltener zu Verstopfung. Voraussetzung ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Ballaststoffe binden Gallensäuren und schleusen das darin enthaltene Cholesterin aus dem Körper. Der Körper muss neue Gallensäuren produzieren und benötigt dazu Cholesterin, was wiederum den Cholesterinspiegel senkt. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass ballaststoffreiche Mahlzeiten zu einer Senkung der Blutzuckerwerte von Diabetikern führen. Grund dafür ist, dass Ballaststoffe die Aufnahme von Kohlenhydraten aus dem Darm ins Blut verzögern. Positive Dickdarmbakterien benötigen lösliche Ballaststoffe als Nahrung und bauen sie fast vollständig zu kurzkettigen Fettsäuren ab. Diese dienen der Dickdarmschleimhaut als Energielieferant und halten die Barrierefunktion gegenüber schädlichen Keimen aufrecht.
  • Positive Auswirkungen von Ballaststoffen auf den Körper Ballaststoffe: Wirkung Was machen Ballaststoffe eigentlich im Körper? Wofür sind Ballaststoffe gut? Berechtigte Fragen angesichts der Tatsache, dass sie weder Vitamine noch Mineralstoffe, noch andere Nährstoffe liefern. Dennoch sind Ballaststoffe unverzichtbar für den menschlichen Körper und für dessen Gesundheit. Ballaststoffe übernehmen folgende Aufgaben: Gewichtsregulierung: Dank Ballaststoffen setzt das Sättigungsgefühl früher ein und hält länger an, da sie den Nahrungsbrei verdicken und der Magen sich mehr dehnt. Weil wir ballaststoffhaltige Lebensmittel zudem meist gründlicher und länger kauen müssen, also mehr Zeit für deren Aufnahme benötigen, essen wir weniger, bevor das Sättigungsgefühl einsetzt, und bleiben dadurch eher schlank. Ballaststoffe können also Übergewicht vermeiden helfen.Mundhygiene: Das gründlichere Kauen regt die Produktion von Speichel an, welcher wiederum den Mundbereich reinigt. Das kann Karies vorbeugen.Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Des Weiteren können Ballaststoffe das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit (KHK) senken. Dabei sind die Gefäße verengt, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, was zu Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen führen kann. Grund für diese Wirkung der Ballaststoffe: Sie binden Gallensäuren und verstärken deren Ausscheidung, was die Konzentration von Cholesterin im Körper senkt. Cholesterin ist ein an sich lebensnotwendiges Fett und ein wichtiger Zellbaustein. Lagert es sich aber an den Gefäßwänden ab, kann es diese verengen und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.Diabetes: Auch das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) sollen Ballaststoffe laut Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) reduzieren können. Das liegt vermutlich daran, dass sich aus den Ballaststoffen im Darm ein zähflüssiges, wasserlösliches Gel bildet, das die Glukose-(Zucker) und Lipidaufnahme (Fette) im Blut verlangsamt und so den Blutzucker stabilisiert.Verdauung: Ballaststoffe verdicken den Speisebrei und erhöhen das Stuhlvolumen. Dies regt die Verdauung an. Der Speisebrei wird schneller durch den Verdauungstrakt transportiert und der Stuhlgang gefördert, dies hilft, Verstopfungen zu vermeiden.Darmgesundheit: Zudem haben Ballaststoffe eine wichtige Funktion für die Darmgesundheit. Sie beeinflussen die Zusammensetzung der Bakterien- und Mikrobenbesiedelung des Darms, das sogenannte Darmmikrobiom. Die Darmmikrobiota (früher: Darmflora), also alle Bakterien und Mikroorganismen im Darm, fermentieren die Ballaststoffe und bauen sie zu kurzkettigen Fettsäuren um, die unter anderem das Immunsystem verbessern können.Krebs: Ballaststoffe können das Risiko für Darmkrebs verringern, da sie die Darmaktivität ankurbeln und so dafür sorgen, dass krebserregende Substanzen schneller aus dem Verdauungstrakt abtransportiert werden.Angst und Depressionen: Es gibt eine Wechselwirkung zwischen Darm und Gehirn, die sogenannte Darm-Gehirn-Achse. Forscher vermuten, dass kurzkettige Fettsäuren, wie sie beim Abbau von Ballaststoffen durch Bakterien entstehen, die geistige Gesundheit beeinflussen und zum Beispiel Angstzustände und Depressionen lindern helfen können.