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Lernfeld 2 (Fach) / information,Anleiten,Demenz,Bewegung,Haftung,Prophylaxen, (Lektion)
Alexander,Böcher,Dimler,Engel,Zilles,Vogt,Bienewald
Diese Lektion wurde von Valexa erstellt.
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- AUGUSTE Deter -Wer war sie? -Erste Alzheimer Patientin -November1902 -Diagnosestellung:51 Jahre alt -Verstarb mit 55 Jahren
- ALOIS Alzheimer Wer war er? -Hat gelebt von 1864-1915 -War Neurologe und Psychiater -Traf 1901 auf Auguste Deter(Erste Alzheimer Patientin) -1906:Vorstellung einer geistigen Erkrankung-Gedächntisverlust,Stimmungsschwankungen -1911 gibt Kraepelin der Krankheit ihren Namen:Morbus Alzheimer
- Definition von Orientierung (1.Punkt) -Nenne ihre 4 Arten Ausrichtung eines Subjekts oder Objekts(Richtige Bestimmung/Komplexe Fähigkeit) -Zeitlich -Räumlich -Situativ -Persönlich
- Definition Orientierungsstörung Nenne 4 Ursachen Vorübergehende oder Dauerhafte Beeinträchtigung des Erkennens bzw Verstehens der momentanen Lebens-/Ereignissituation -Mentale Überbelastung -Stress -Ängste -Morbus Alzheimer
- Nenne die 4 Arten der Orientierungsstörung und definiere Diese Zeitlich -Inkorekktes einordnen von Tages,Monats,Jahres Zeit Örtlich -Aktueller Aufenthalts ort wird nicht erkannt Situativ -Aktuelle Situation wird nicht erkannt Persönlich -Daten zur eigenen Person werden nicht mehr korrekt wiedergegeben
- Definition Desorientierung -Störung der kognitiven Leistung des Gehirns die zur Beeinträchtigung der Orientierung führt
- Definition Verwirrtheit Denkstörung(Eingeschränkte Orientierung) in Verbindung mit einer hirnorganischen Veränderung vor allem bei Patienten mit höheren Lebensalter. Es kommt zu störungen des Bewusstseins ,zur Beeinträchtigung der kognitiven Wahrnehmung und psychomotorischen affektiven Störungen. -Zeitlich begrenzt -Reversibel
- Wie äußert sich Verrwirtheit? -Unruhe -Schlafstörungen -Irritierbarkeit -Weitschweifigkeit -Sprunghaftigkeit -Unkontrollierte Sprachanwendung
- Demenz:Was ist das? 1.Beinträchtigung des Gedächtnises -Aufnahme/Speicherung/Wiedergabe 2.Es liegt eine Beeinträchtigung in Neurologischen Teilbereich vor -Denkvermögen -Urteilsvermögen -Eingeschränkter Ideenfluss -Eingeschränkte Informationsverarbeitung etc. 3.Beeinträchtigung der Aktivität des täglichen Lebens 4.Seit 6 Monaten Symptome 5.Bewusstseinsklarheit 6.Verlust früher einmal vorhandener Fähigkeiten
- Nenne die 4 Demenzformen 1.Alzheimer -Degenerativ,Gedächtnisprobleme 2.Vaskuläre Demenz -Durchblutungstörungen,Neurologische Symptome 3.Fronto Temporale Demenz(Morbus Pick) -Degenerativ,Enthemmung 4.Parkinson Demenz/Lewy-Body-Körperchen Demenz -Degenerativ
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- Nenne die 3 Stadien der Alzheimer Erkrankung 1.Stadim -Kurzzeitgedächntnis baut ab -Ausdrucksprobleme -Stimmungsschwankungen -Vermindertes Urteilsvermögen 2.Stadium -Langzeitgedächntis baut ab -Hilfsbedarf steigt -Persönlichkeitsveränderung -Lernen ist eingeschränkt -Unruhe,Agression,Verwirrtheit 3.Stadium -Vollständige Pflegebedürftigkeit -Bettlägrigkeit -Inkontinenz/Motorische Störung
- Unterscheide zwischen Alzheimer und Vaskulärer Demenz Alzheimer -Häufigste Form -Neuropathologie (Amloide Plaques,neurofibrilläre Bündel) -Kontinuierlicher Verlauf Vaskulär -Zweithäufigste Form -Plötzlicher Beginn -Schrittweiße Veränderung -Vorallem Betroffen sind Menschen mit Diabetes und Hypertonie,Da Zellen der weißen Hirnsubstanz schleichend absterben -Durch Minderdurchblutung des Gehirns kommt es zur Sauerstoff-Unterversorgung -Schleichender oder Schlaganfall ähnlicher Untergang von Hirnsubstanz -Bei Verstopfung der größeren Arterien kommt es zu einer Multiinfarkt demenz -Neurologische Symptome
- Nennen sie Schwerpunkte der Kommunikationsschwierigkeiten -Desorientierung(Zeitlich,örtlich,situativ,persönlich) -Sprachliche Barriere -Konzentrationsmangel -Sprachverarmung -Stimmungsschwankungen
- Worauf müssen sie achten in der Kommunikation? Nennen sie Gesprächstechniken bei Demenz (Nonverbal) Körpersprache -Entspannte Körperhaltung -Im Blickfeld bleiben -Ruhige und ausgeglichene Haltung Körperkontakt -Berührungen und Begreifen -Klarer Anfang und Ende -Beruhigen,Sicherheit und Geborgenheit vermitteln
- Worauf muss geachtet werden in der Verbalen Kommunikation bei Demenz? -Validation(Scheinwelt) -Kurze Verständliche Sätze -Deutlich sprechen -Wichtiges Priorisieren -Pausen -Positiv Formulieren -Gefühle Wahrnehmen -Kein Abfragen -etc.
- Was für Fragen können angwendet werden bei Demenz?Und welche sollten unterlassen werden? Wer?Was?Wann?Wo? -Antworten sollten frei zu gestalten sein -Antworten sollen auf Erinnerungen und Gefühle zurück greifen Unterlassen werden sollten: Wieso?Warum? -Kognitive Fähigkeiten und konstruktives Denken werden gefordert(Diese sind bei Demenz eingeschränkt und überfordern.
- Anatomie Bewegungsapparat -Welche Bestandteile bilden den Bewegungsapparat und welche Funktionen hat er? Aktiver Bewegungsapparat Lässt Bewegungen Funktionieren durch Kontraktion -Skelettmuskulatur -Sehnen/Sehnenscheiden -Schleimbeutel -Faszien Passiver Bewegungsapparat Schützt unsere Organge vor Schäden und gibt unserem Körper eine Form -Knochen(Skellet) -Gelenke -Bänder -Knorpel -Bandscheiben
- Welche Knochentypen bzw.-Formen gibt es und nennen sie jeweils 1 Beispiel Lange Knochen (Röhrenknochen) -Oberarm (Humerus) -Oberschenkel (Femur) -Schienbein (Tibia) -Wadenbein (Fibula) -Speiche (Radius) -Elle (Ulna) Kurze Knochen -Hand und Fuß-/ Wurzel Knochen -Wirbel -Teile des Schädels Platte Knochen -Brustbein -Schulterplatt -Rippen Sesambeine -Größtes ist die Kniescheibe(Patella) -Zahlreich in Hand und Fuß
- Wie ist ein Röhrenknochen aufgebaut? Ein Röhrenknochen kann funktionell in folgende Bereiche untergliedert werden: Epiphyse (Endstück)Die Epiphyse ist der Teil des Röhrenknochens, der sich an den Enden des Knochens befindet. Sie besteht aus hartem Knochengewebe und ist von einer dünnen Schicht aus hyalinem Knorpel umgeben. Metaphyse (Wachstumsfuge)Während des Wachstums wird die Wachstumsfuge aktiviert und beginnt, neues Knorpelgewebe zu produzieren, das sich später in Knochenmasse umwandelt. Diaphyse (Knochenschaft)Die Diaphyse, auch Knochenschaft genannt, ist der lange, zylindrische Hauptteil eines Röhrenknochens. Sie besteht aus einer harten, dichten Schicht aus Knochengewebe. In der Diaphyse befindet sich das Knochenmark, das rote und weiße Blutkörperchen produziert.
- Erläutere den Strukturellen Aufbau eines Röhrenknochens Ein Röhrenknochen kann strukturell in folgende Bestandteile untergliedert werden: Periost (Knochenhaut)Das Periost, auch Knochenhaut genannt, ist eine dünne, faserige Membran, die den Knochen außerhalb des Gelenkknorpels bedeckt und ihn umgibt. Es besteht aus Bindegewebe und ist reich an Nerven, Blutgefäßen und Lymphgefäßen. Dadurch ist es auch sehr schmerzempfindlich.Das Periost hat mehrere wichtige Aufgaben im Körper. Zum einen schützt es den Knochen vor Verletzungen. Zum anderen sorgt es für die Versorgung des Knochens mit Nährstoffen und Sauerstoff durch die Blutgefäße. Es unterstützt damit das Wachstum und die Regeneration von Knochengewebe. Darüber hinaus spielt das Periost eine Rolle bei der Anhaftung von Sehnen und Bändern an den Knochen und ermöglicht so die Bewegung des Körpers. Substantia corticalis (Knochenrinde-Kompakta)Jeder Röhrenknochen besteht aus einer äußeren Schicht namens Substantia corticalis (kurz: Kortikalis).Die Substantia corticalis, auch Knochenrinde genannt, ist eine dichte, harte Schicht des Knochens, die sich an der Außenseite der Diaphyse (Knochenschaft) befindet. Sie besteht aus kompaktem Knochengewebe, das aus vielen dünnen Schichten von Knochenzellen und Mineralien wie Calciumphosphat besteht.Die Knochenrinde hat mehrere wichtige Funktionen im Körper. Zum einen schützt sie das innere, weichere Knochengewebe vor Verletzungen und Schäden durch äußere Einflüsse. Zum anderen ist sie wichtig für die Stabilität des Knochens und verleiht ihm seine Festigkeit und Widerstandsfähigkeit. Substantia spongiosa (Knochenbälkchen)Das Innere des Röhrenknochens besteht aus schwammartigem Knochenmaterial, der Substantia spongiosa (kurz Spongiosa).Die Substantia spongiosa, auch Knochenbälkchen genannt, ist eine lockere Schicht des Knochens, die sich im Inneren der Diaphyse (Knochenschaft) und der Epiphysen (Knochendfortsätze) befindet. Sie besteht aus einem Netzwerk von dünnen Knochenbälkchen, die durch kleine Hohlräume (Trabekel) getrennt sind. Die Substantia spongiosa spielt eine Rolle bei der Mineralstoffaufnahme und -abgabe, da sie Mineralien wie Calciumphosphat speichern und bei Bedarf freisetzen kann. Cavitas medullaris (Knochenmarkhöhle)Die Cavitas medullaris ist die zentrale Knochenmarkhöhle, die sich in der Mitte des Knochenschafts (Diaphyse) befindet. Sie ist mit Knochenmark gefüllt, das aus hämatopoetischen (blutbildenden) Zellen besteht.Die Größe der Cavitas medullaris variiert je nach Knochen und Alter des Individuums. Das Knochenmark in der Cavitas medullaris ist wichtig für die Produktion von Blutzellen, einschließlich roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen und Blutplättchen. Es spielt auch eine Rolle bei der Immunabwehr und der Aufrechterhaltung der Knochenstruktur und -stärke.Einige Erkrankungen wie Leukämie oder Anämie können die Funktion des Knochenmarks beeinträchtigen, was zu einer Veränderung der Größe und Struktur der Cavitas medullaris führen kann.
- Woraus besteht der Röhrenknochen? Knochen bestehen aus verschiedenen Komponenten, die zusammen für ihre Festigkeit und Struktur verantwortlich sind: Kollagenfasern: Kollagen ist ein faserförmiges Protein, das für die Flexibilität und Elastizität von Knochen verantwortlich ist. Es bildet eine Art Gerüst, auf dem die mineralischen Bestandteile des Knochens abgelagert werden können. Mineralien: Die mineralischen Bestandteile von Knochen sind hauptsächlich Calciumphosphat und Calciumcarbonat. Sie bilden die harte, dichte Substanz, die für die Festigkeit von Knochen verantwortlich ist. Knochenzellen: Knochenzellen sind für den Auf- und Abbau von Knochengewebe verantwortlich. Die wichtigsten Knochenzellen sind Osteoblasten, die Knochengewebe bilden, und Osteoklasten, die Knochengewebe abbauen.
- Nenne die Funktionen des Röhrenknochens Die Röhrenknochen erfüllen verschiedene Funktionen im menschlichen Körper: Im Zusammenspiel mit den Muskeln und Sehnen ermöglichen sie die Bewegung der Gliedmaßen.Sie verleihen den oberen und unteren Extremitäten Kraft, Struktur und Beweglichkeit. Sie fungieren als Hebel, so dass sie ihr maximales Potenzial für Muskelfunktionen (wie das Heben schwerer Gegenstände und schnelle Bewegungen) nutzen können. Wie alle anderen Knochen dienen sie als Reserve und Speicher für Mineralien wie Kalzium, Phosphor, Natrium und Magnesium, die für die Regulierung zahlreicher physiologischer Mechanismen unerlässlich sind. Röhrenknochen enthalten Knochenmark.Das Knochenmark ist in der Lage, Blutzellen (weiße Blutkörperchen, rote Blutkörperchen, Blutplättchen) zu produzieren.
- Osteoporose -Bedeutung des Wortes -Kennzeichen 3.Stück -Formen -Symptome Osteoporose leitet sich aus dem Griechischen ab: „osteo“ bedeutet Knochen, „poros“ ist die Pore, das Loch. Wörtlich übersetzt steht Osteoporose für „löchrige bzw. poröse Knochen“. Der Name verbildlicht das wesentliche Erkennungsmerkmal der Erkrankung: Die Knochen sind porös und daher nur noch bedingt bruchfest. Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die alle Knochen im Körper befallen kann. Drei Kennzeichen machen die Osteoporose aus: 1.Die Knochenmasse nimmt ab.2.Die Knochenstruktur wird zunehmend zerstört.3.Das Risiko für Knochenbrüche erhöht sich. Es gibt zwei Formen -Pimär (Ohne Vorkerkrankung) und sekundär (Mit Vorkekrankung) In einem Röntgenbild erkennen Mediziner eine fortgeschrittene Osteoporose besonders gut, weil der Knochen dabei eine löchrige Struktur aufweist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezieht sich bei ihrer Definition von Osteoporose auf die mineralische Substanz des Knochens, die sog. Knochendichte. Spezialisierte Ärzte, z. B. Osteologen, messen die Knochendichte in Form eines sog. T-Werts. Dabei vergleichen sie den gemessenen Wert eines Patienten mit einem festen Standardwert. Je weiter die beiden Werte auseinander liegen, umso fortgeschrittener ist die Erkrankung und umso eindeutiger ist die Diagnose Osteoporose. Symptome Osteoporose entwickelt sich meist langsam. Anfangs haben Betroffene daher im Allgemeinen keine Beschwerden. Erst im weiteren Verlauf treten Schmerzen auf, beispielsweise im Rücken oder den Beinen – insbesondere am Knie. Sie werden oft nicht als erste Osteoporose-Symptome erkannt. Bei einigen Patienten macht sich die Osteoporose durch Knochenbrüche bemerkbar: Oft sind sie die Folge von unscheinbaren Verletzungen. So zieht unter Umständen schon ein kleiner, harmloser Sturz einen Unterarmbruch nach sich. Auch spontane Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass sind mögliche erste Osteoporose-Symptome.
- Knochensubstanz des Knochen-Gewebes -Osteblasten und Osteklasten Entscheidend für die Stabilität eines Knochens ist sein Mineralgehalt. Das wichtigste Knochenmineral ist Kalziumphospat. Es macht die Knochen hart und widerstandsfähig. Je mehr Mineralien ein Knochen enthält, desto fester und dichter ist er. Seine Stabilität hängt aber auch von der Form und Dichte der Spongiosa im Inneren ab. In der Knochensubstanz sind zwei Arten von lebenden Zellen eingemauert, die den Knochen zu einer Art Dauerbaustelle machen: Die sogenannten Osteoblasten produzieren um sich herum Schicht für Schicht neues Knochenmaterial und lassen den Knochen wachsen. Die Osteoklasten machen das Gegenteil: Sie bauen ältere Knochensubstanz ab. Zusammen sorgen diese beiden Zellarten dafür, dass sich jeder Knochen an seine Belastungen anpassen und nach einem Bruch selbst reparieren kann. Solange genauso viel Material ab- wie aufgebaut wird, erneuert sich der Knochen allmählich, ohne schwächer zu werden. Auf diese Weise wird die Knochensubstanz im Skelett etwa alle acht Jahre komplett ausgetauscht. Dieser Umbauprozess wird von verschiedenen Hormonen gesteuert, zum Beispiel von Geschlechts-, Wachstums- und Schilddrüsenhormonen. Das Skelett eines Erwachsenen wiegt etwa sieben bis neun Kilogramm. Die Knochenzellen machen etwa ein Prozent des Knochens aus, der Rest ist die Knochensubstanz. Sie besteht zu einem Viertel aus Wasser, zu einem Viertel aus Proteinen wie Kollagen. Mineralien wie das Kalziumphosphat machen die Hälfte des Knochens aus.
- Wie arbeiten Sehnen? Wie arbeiten Sehnen? Damit unser an sich starres Skelett bewegt werden kann, müssen Sehnen die Kraft der Muskeln auf unsere Knochen übertragen. Hierzu sind sie an einem Ende im Muskel befestigt und am anderen Ende am Knochen angewachsen. Sie setzen sich aus sehr stabilen Kollagenfasern zusammen und sind von einem schützenden Sehnengleitgewebe umgeben. An manchen Stellen – wie an unserem Handgelenk – sind Sehnen einer hohen Spannung ausgesetzt und werden deshalb zusätzlich mithilfe einer Sehnenscheide geschützt. Wie ein Schmieröl kann die Flüssigkeit in der Sehnenscheide die starke Reibung zwischen Sehne und Knochen verringern. Bei einer Bewegung zieht sich zunächst der Muskel zusammen und leitet diesen Zug an die Sehne weiter. Ähnlich den Fäden einer Marionette übertragen die Sehnen dann die Bewegung auf den Knochen und wir können beispielsweise unser Bein heben. Zur stärksten Sehne in unserem Körper zählt die Achillessehne, sie kann einer Zugbelastung von über einer Tonne standhalten. Wird eine Sehne über längere Zeit einseitig oder übermäßig beansprucht, können schmerzhafte Entzündungen entstehen.
- Wie arbeiten Muskeln? Wie arbeiten Bänder? Während unsere Sehnen als Kraftüberträger dienen, helfen uns die Bänder dabei, die Gelenke zu stabilisieren und uns zu bewegen. Bänder stellen deshalb immer eine Verbindung zwischen zwei Knochen her. Ebenso dienen sie dazu, den Spielraum eines Gelenks für unsere Bewegungen auf ein sinnvolles Maß einzuschränken. Sie bestehen aus Bindegewebssträngen und sind nur wenig elastisch, weshalb unsere Bänder schnell überdehnt werden können oder gar ganz reißen. Unser Sprunggelenk beispielsweise wird innen wie außen von Bändern stabilisiert. Beim Sport oder auch beim Stolpern am Bordstein, kann der Fuß jedoch wegknicken. Die Bänder an unserem Knöchel können beschädigt werden, wenn der Fuß sich ruckartig – meist nach innen – dreht und sie der Krafteinwirkung nicht standhalten können. Eine Zerrung oder gar ein Bänderriss sind nicht selten die Folge.
- Fraktur -Definition -Besonderheiten -Symptome -Frakturzeichen Definition:Unter einer Fraktur versteht man eine komplette oder inkomplette Kontinuitätsunterbrechung des Knochengewebes. Sie führt zu einer Durchtrennung des Knochens unter Bildung zweier oder mehrerer Bruchstücke und ggf. dem Verlust der stabilisierenden Funktion. Das zugehörige Verb lautet frakturieren. Besonderheiten:Frakturen bei Kindern und Jugendlichen unterscheiden sich von Frakturen bei Erwachsenen. Da das Knochenwachstum noch nicht abgeschlossen ist, kann der Knochen bei Krafteinwirkung durch eine elastische Verformung nachgeben: Der Knochen knickt ab, ohne dass das Periost einreißt. Man spricht dann von einer Grünholzfraktur. Ein weiterer Knochenbruch mit intaktem Periost ist die Torusfraktur. Symptome:Die klinischen Symptome eines Knochenbruchs werden als Frakturzeichen bezeichnet. Man unterscheidet sichere und unsichere Frakturzeichen. Unsichere FrakturzeichenSchmerzSchwellung (Ödem)HämatomeBewegungseinschränkung Sichere FrakturzeichenAchsenfehlstellung des Knochens Krepitation ("Reibegeräusche")pathologische Beweglichkeitsichtbare Knochenfragmente bei offener Fraktur
- Was ist ein Gelenk? Die Gelenke Gelenke sind die beweglichen Verbindungsstellen zwischen zwei oder mehreren Knochen und ermöglichen eine zielgerichtete Bewegung. Bei einem einfachen Gelenk unterscheidet man einen Gelenkkopf, eine Gelenkpfanne und zwischen diesen beiden Gelenkflächen den Gelenkspalt. Das ganze Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben. Im menschlichen Körper gibt es über 100 derartige „echte“ Gelenkverbindungen. Welche Arten von Gelenken unterscheidet man? Knochen können auf verschiedene Arten miteinander verbunden sein. Man unterscheidet dabei echte Gelenke (Diarthrosen) von sogenannten unechten Gelenken (Synarthrosen): -Unechte Gelenke sind nur eingeschränkt oder kaum beweglich. Sie bestehen z.B. aus straffem Bindegewebe oder Knorpel. Sie sind unter anderem als Wachstumszonen im Körper von Bedeutung, nach dem Wachstum können sie verknöchern. Unechte Gelenke finden sich zudem z.B. am Schädelknochen, am Brustbein und zwischen Elle und Speiche am Unterarm. -Echte Gelenke sind bewegliche Verbindungen zwischen zwei Knochen, die jeweils bestimmte Bewegungsrichtungen ermöglichen.
- Aufbau eines echten Gelenkes Wie ist ein echtes Gelenk aufgebaut? Ein (echtes) Gelenk besteht aus folgenden Einheiten: Gelenkfläche mit Knorpelüberzug: Die Gelenkflächen der beteiligten Knochen sind mehr oder weniger abgerundet und mit einer glatten Knorpelschicht überzogen, damit die Knochen nicht aneinander reiben. Der Knorpel sorgt zudem für die erforderliche Druckverteilung auf den darunter liegenden Knochen. Wichtig ist dies insbesondere bei Gelenken, auf die hohes Gewicht einwirkt, wie z.B. beim Knie- oder Hüftgelenk. Gelenkspalt: Zwischen den beiden Gelenkflächen befindet sich bei echten Gelenken ein hauchdünner Spalt. Dieser ist mit einer speziellen Flüssigkeit, der Synovia (Gelenkflüssigkeit, Gelenkschmiere) gefüllt. Sie dient dazu, die Reibung zwischen den Gelenkflächen zu mindern.Gelenkkapsel: Sie grenzt das Gelenk nach außen hin luftdicht ab und bildet eine Gelenkhöhle. Die Gelenkkapsel besteht aus einer inneren und äußeren Schicht. Die innere Schicht besitzt Blutgefäße, Fettgewebe und Nerven. Hier wird die Gelenkflüssigkeit produziert. Die äußere Schicht der Gelenkkapsel besteht aus festen kollagenen Fasern und sichert den Zusammenhalt des Gelenkes. Bänder (Ligament): In der äußeren Schicht der Gelenkkapsel befinden sich auch Bänder als Verstärkung der Kapsel. Sie geben das mögliche Bewegungsausmaß eines Gelenkes vor und stabilisieren es. Wird ein Band überstrapaziert, kann es ein- bzw. völlig reißen. Weitere Strukturen: Bei manchen Gelenken findet man in der Gelenkhöhle weitere Strukturen wie z.B. den Meniskus (Zwischenscheiben aus Knorpel) und die Kreuzbänder im Knie.
- Funktion des Meniskus Welche Funktion haben die Menisken? -Die Menisken übernehmen gleich mehrere Aufgaben. So verringert die glatte Knorpeloberfläche der Strukturen die Reibung, die bei Bewegungen im Kniegelenk zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne entsteht. -Zugleich dienen die Menisken als Stoßdämpfer und federn Bewegungen innerhalb des Kniegelenks ab. Diese Funktion ist insbesondere bei starken Belastungen des Knies, beispielsweise bei sportlicher Betätigung, von großer Wichtigkeit. -Ebenso sorgen Innen- und Außenmeniskus dafür, dass die Gelenkflächen von Oberschenkel- und Schienbeinknochen exakt aufeinander passen. Dadurch verteilen sich Gewicht und Druck auf das Kniegelenk besser. Über eine optimale Verteilung der Gelenksflüssigkeit auf den Gelenkknorpeln sorgen die Menisken ferner für eine gute Ernährung des Knorpelgewebes.
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- Gelenkformen Der Bewegungsradius eines Gelenkes Der Bewegungsradius eines Gelenkes hängt in erster Linie von der Form seiner Gelenkflächen ab. Nach der Beweglichkeit unterteilt man die Gelenke in verschiedene Gruppen, die jeweils andere Bewegungsrichtungen ermöglichen: Scharniergelenk (z.B. Ellenbogengelenk): Bewegungen sind in zwei Richtungen möglich (vorwärts und rückwärts) Radgelenk bzw. Zapfengelenk (z.B. Gelenk zwischen Elle und Speiche): Rotationen um die Längsachse des Knochens sind möglich Sattelgelenk (z.B. Daumengelenk): Bewegungen sind in vier Richtungen möglich (vorwärts, rückwärts, seitlich) Eigelenk (z.B. das Handgelenk): wie beim Sattelgelenk sind vier Bewegungsrichtungen möglich (vorwärts, rückwärts, seitlich), zusätzlich auch leichte Rotationen Kugelgelenk (z.B. Hüftgelenk); dies ist die beweglichste Gelenkform des Körpers, es sind Bewegungen in allen Ebenen möglich Planes Gelenk (ebenes Gelenk): Gelenksonderform mit zwei flachen Gelenkflächen (z.B. Zwischenwirbelgelenke); Rotation und Gleitbewegungen sind möglich Kondylengelenk (Drehscharniergelenk): Gelenksonderform mit zwei voneinander getrennten Gelenkkondylen („Rollen“); das Kniegelenk stellt ein Kondylengelenk dar; Bewegungen sind wie beim Scharniergelenk nach vorwärts und rückwärts möglich, zusätzlich auch leichte Innen- und Außenrotation
- Was ist eine Kontraktur? KONTRAKTUR (VERSTEIFUNG) Als Kontraktur wird eine dauerhafte Bewegungs- und Funktionseinschränkung von Gelenken bezeichnet. Die Ursache liegt in der Verkürzung von Sehnen, Muskeln und Bändern durch anhaltenden Bewegungsmangel. Bei bettlägerigen oder immobilen Patienten spielt die Bewegungsförderung eine zentrale Rolle. Der Betroffene sollte bei jeder Gelegenheit Bewegungen selbständig oder mit Unterstützung/Anleitung ausführen (aktiv). Nur wenn keinerlei Eigenbewegung möglich ist, muss die Pflegeperson die Bewegungsübungen übernehmen (passiv). Die Vorbeugung dieser Komplikation ist wichtig, da Kontrakturen die Lebensqualität erheblich einschränken und meist nicht rückgängig gemacht werden können. URSACHENImmobilität (durch z. B. Bettlägerigkeit)Inaktivität (z. B. durch Gips, nach Operationen)Erkrankungen des NervensystemsSchonhaltung, z. B. schmerzbedingt KENNZEICHENEinschränkung der Beugung und Streckung von GelenkenEinschränkung beim Anwinkeln und AbspreizenSpitzfuß (Vorfuß geht nach unten)Schmerz bei der Bewegungerkennbarer Widerstand beim BewegenGelenk nicht beweglich
- Muskelgewebe Die Muskulatur ist ein Gewebe, das für die Entwicklung der mechanischen Kraft verantwortlich ist. Durch sie können wir laufen, durch sie wird unsere Nahrung durch den Verdauungstrakt befördert und durch sie schlägt unser Herz. Diese Funktionen werden durch unterschiedliche Arten von Muskulatur wahrgenommen: die Skelettmuskulaturdie Herzmuskulaturdie glatte Muskulatur Die Skelettmuskulatur und die Herzmuskulatur gehören zur quergestreiften Muskulatur. Glatte MuskulaturSie besteht aus einzelnen Zellen, die langsamere Bewegungen ausführen als die quergestreiften Muskelzellen. Die glatte Muskulatur kommt im Verdauungstrakt, im Urogenitaltrakt, im Bronchialsystem und an den Gefäßen vor. Sie wird unwillkürlich über das vegetative Nervensystem innerviert. HerzmuskelEr besteht aus einzelnen Zellen, die ein funktionelles Synzytium bilden. Sie werden über das vegetative Nervensystem innerviert, können sich aber auch selbst aktivieren. Die drei Muskelarten unterscheiden sich in der Anordnung der Fasern zueinander und in ihren Kontraktionseigenschaften. Die Kontraktion selbst funktioniert aber in allen drei Typen nach demselben Prinzip. Skelettmuskulatur /Quergestreifte Muskulatur: Bewegung des Skeletts und anderer Strukturen (z.B. der Augen)Große, mehrkernige Zellen mit Striatae (Streifungen)In erster Linie unter willkürlicher Kontrolle (obwohl einige Aktionen automatisch erfolgen) Glatte Muskulatur: Gefäßwände/Hohlorgane (z.B. Darm, Blutgefäße)Fusiforme Zellen ohne Striatae (fehlendes Streifenmuster)Langsamere, unwillkürliche Kontraktionen Herzmuskulatur/Myokard: Bilden die meisten Wände des HerzensGestreifte, längliche, verzweigte ZellenUnwillkürliche Kontraktion
- Was ist eine Kontraktilität Die Kontraktilität -ist eine charakteristische Eigenschaft des Muskelgewebes und bedingt z.B. die Fähigkeit des Myokards, einen Druck in einer bestimmten Geschwindigkeit aufzubauen und damit ein Volumen mit einer bestimmten Geschwindigkeit auszuwerfen. Die Kontraktilität wird durch spezialisierte Motorproteine ermöglicht, zu denen unter anderem Aktin und Myosin gehören. Bei unzureichender Kontraktilität ist die Leistung eines Muskels bzw. die Auswurfleistung des Herzens unzureichend. Die Kontraktilität des Herzens kann ohne extrakardiale Regulierung dynamisch angepasst werden. Bei einer zu geringen Auswurfleistung des Herzens ist das endsystolische Volumen (ESV) erhöht und führt zu einer erhöhten Vorlast im nachfolgenden Herzzyklus, was durch den Frank-Starling-Mechanismus zu einer erhöhten Kontraktilität führt.
- Was ist ein Agonist und Antagonist? Um eine Bewegung ausführen zu können, ist immer das Zusammenspiel gegensätzlich wirkender Muskeln notwendig. Ein Muskel arbeitet bei einer Bewegung niemals allein. Der Agonist (Spieler), führt eine Bewegung aus, während der (Gegenspieler) oder Antagonist dafür sorgt, das die Bewegung in Gegenrichtung erfolgen kann. Beugt z. B. der Bizeps den Unterarm im Ellenbogen, so muss gleichzeitig der Gegenspieler Trizeps gedehnt werden. Soll der Unterarm wieder in eine gerade Position gebracht werden, geht es umgekehrt. Jetzt ist der Trizeps der Agonist, er streckt den Unterarm, während der Bizeps als Antagonist gedehnt wird. Häufig sind an der Ausführung einer Bewegung mehrere Muskeln beteiligt, die in die gleiche Richtung arbeiten. Diese Muskeln werden dann als Synergisten bezeichnet. Sie können ganze Muskelgruppen bilden, z. B. die Gruppe der Bauchmuskeln. Die Gruppe der Rückenmuskeln können als Gegenspieler zur Gruppe der Bauchmuskeln angesehen werden. Solche gegensätzlichen Muskelgruppen sollten immer ungefähr gleich stark ausgebildet sein. Ungleichgewichte, die sich auch muskuläre Dysbalancen nennen, führen zu Fehlhaltungen. Fehlhaltungen können heftige Schmerzen hervorrufen und sogar dauerhafte Schädigungen herbeiführen. Deshalb werden bei einem ausgewogenen Training und bei rehabilitativen und krankengymnastischen Übungen immer Agonisten und Antagonisten gleichermaßen trainiert.
- Isotonische und Isometrische Kontraktionen Definition Als Kontraktion bezeichnet man das aktive Anspannen, die Verkürzung oder das Zusammenziehen einer kontraktilen Struktur, beispielsweise einer Muskelzelle, eines Muskelgewebes oder eines muskulären Organs (Herz, Harnblase). Im engeren Sinne versteht man unter Kontraktion vor allem Anspannen bzw. die Verkürzung eines Muskels durch Ineinandergleiten der Aktin- und Myosin-Filamente, wie sie die Gleitfilamenttheorie definiert. Das Gegenteil der Kontraktion ist die Relaxation. Einteilung Die Physiologie unterscheidet verschiedene Formen der Muskelkontraktion: Isotonische Kontraktion: Die Spannung des Muskels bleibt gleich, die Muskellänge ändert sich.Isometrische Kontraktion: Die Länge des Muskels bleibt gleich, die Muskelspannung ändert sich. Die Kraft-Geschwindigkeits-Relation zeigt die Abhängigkeit der von einem Muskel erzeugbaren Hubkraft von der Art (konzentrisch, isometrisch, exzentrisch) und der Geschwindkeit der Kontraktion. Dabei dürfen nur Muskelköpfe bzw. -bäuche ohne Sehnen betrachet werden, da die Elastizität der Sehnen mit zunehmender Geschwindigkeit Einfluss auf das Ergebnis nimmt.
- Definition Wirbelsäule Wie funktioniert die Wirbelsäule? Die Wirbelsäule bildet die „knöcherne Mitte“ des Körpers. Sie hält ihn aufrecht und verbindet verschiedene Teile des Skeletts miteinander: den Kopf, den Brustkorb, das Becken, die Schultern, Arme und Beine. Weil die Wirbelsäule aus einer zusammenhängenden Kette von Knochen besteht, ist sie beweglich. Dafür sorgen elastische Bandscheiben und Bänder. Wie lang die Wirbelsäule ist, hängt von der Größe eines Menschen ab. Bei Männern misst sie im Durchschnitt 71 cm, bei Frauen 61 cm. Das Rückgrat hat viele Funktionen: Es trägt die Last von Kopf, Rumpf und Armen und ermöglicht Bewegungen des Körpers in alle Richtungen. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule ist in den verschiedenen Abschnitten unterschiedlich. Am flexibelsten ist die Halswirbelsäule. Die Knochen der Wirbelsäule schützen auch das Rückenmark, das im sogenannten Wirbelkanal verläuft.
- Die Abschnitte der Wirbelsäule Die Abschnitte der Wirbelsäule Die Wirbelsäule eines Erwachsenen besteht in der Regel aus 33 Wirbeln, von oben nach unten: 7 Halswirbel12 Brustwirbel5 Lendenwirbel5 Kreuzbeinwirbel (zum Kreuzbein zusammengewachsen)4 Steißbeinwirbel (zum Steißbein zusammengewachsen)Die Wirbel müssen umso mehr Gewicht tragen, je weiter unten sie angeordnet sind. Daher sind die unteren beweglichen Wirbel größer und stabiler als die oberen.
- Krümmung der Wirbelsäule Die natürliche Krümmung der Wirbelsäule Betrachtet man die Wirbelsäule eines Erwachsenen von der Seite, erkennt man vier leichte Krümmungen: Die Hals- und Lendenwirbelsäule sind etwas nach vorne geschwungen. Diese natürlichen Krümmungen werden als Lordose bezeichnet (Halslordose und Lendenlordose). Die Brustwirbelsäule und das Kreuzbein (Sacrum) sind leicht nach hinten geschwungen. Diese natürlichen Krümmungen werden als Kyphose bezeichnet (Brustkyphose und Sakralkyphose). Die insgesamt S-förmige Krümmung macht die Wirbelsäule belastbar: Sie hilft, in der aufrechten Position die Balance zu halten, fängt beim Gehen Erschütterungen ab und schützt die Wirbelkörper vor Brüchen. Bestimmte Erkrankungen wie zum Beispiel die Scheuermann- oder die Bechterew-Krankheit können die natürlichen Krümmungen verstärken und zu Haltungsproblemen und anderen Beschwerden führen.
- Wirbel und Bandscheiben Wirbel und Bandscheiben Den vorderen Teil der Wirbel nennt man Wirbelkörper. Zwischen den Wirbelkörpern befinden sich insgesamt 23 elastische Bandscheiben – außer zwischen Schädel und erstem Halswirbel sowie zwischen erstem und zweitem Halswirbel. Kreuz- und Steißbein sind unbeweglich und bestehen nur aus Knochen. Die Bandscheiben bestehen aus einer festen mehrschichtigen Hülle aus Knorpelfaser und einem gelartigen Kern (Gallertkern). Sie sorgen dafür, dass die Wirbelsäule beweglich ist und man sich bücken oder den Oberkörper drehen kann. Außerdem federn sie Stöße ab, die zum Beispiel beim Laufen oder Springen auf die Wirbelsäule übertragen werden. Wenn die Bandscheiben belastet werden, verlieren sie Flüssigkeit und werden dünner; bei Entlastung nehmen sie Flüssigkeit auf und werden wieder dicker. Da ein Mensch seine Wirbelsäule in der Regel tagsüber belastet und nachts entlastet, ist er abends um etwa 1,5 bis 2 cm kleiner als morgens. Im Laufe vieler Jahre setzen Verschleißerscheinungen ein. Die Bandscheiben werden mit zunehmendem Alter schmaler, die Wirbelkörper sitzen dichter aufeinander und die Wirbelsäule krümmt sich stärker. Deshalb ist ein alter Mensch meist um einige Zentimeter kleiner als in seinen jüngeren Jahren. Verschleißerscheinungen an den Wirbelkörpern und Bandscheiben werden auch als Spondylose bezeichnet. Mögliche Beschwerden lassen sich allerdings meist nicht eindeutig darauf zurückführen, da solche Veränderungen auch bei Menschen ohne Beschwerden sehr häufig sind. Bis auf die ersten beiden Halswirbel sowie Kreuz- und Steißbein bestehen alle Rückenwirbel aus dem nach vorn liegenden Wirbelkörper und dem nach hinten zeigenden „Dornfortsatz“. Beide Teile sind durch den Wirbelbogen verbunden, der in seiner Mitte einen Hohlraum bildet: das Wirbelloch. Die übereinander liegenden Wirbellöcher bilden den Wirbelkanal, in dem das Rückenmark verläuft.
- Rückenmark und Nerven Rückenmark und Nerven Die Wirbelbögen sind an jeder Seite oben und unten etwas eingebuchtet. Zwei benachbarte Wirbelbögen bilden so zusammen zwei Lücken, durch die rechts und links jeweils ein Rückenmarksnerv (Spinalnerv) das Rückenmark verlassen kann. Dadurch, dass von oben nach unten immer mehr Spinalnerven abzweigen, verjüngt sich das Rückenmark. Die Spinalnerven leiten Bewegungssignale des Gehirns über das Rückenmark an die Muskeln des Skeletts und der Eingeweide weiter. Zugleich melden sie Berührungen, Druck, Kälte, Wärme, Schmerz und andere Empfindungen von der Haut, den Muskeln, den Gelenken und den Eingeweiden über das Rückenmark an das Gehirn. Rückenmark und Gehirn bilden zusammen das zentrale Nervensystem.
- Bandscheiben Aufbau Ein Wirbel besteht aus einem vorderen massiven Wirbelkörper und dem dahinter liegenden schmaleren Wirbelbogen mit den Wirbelgelenken und Wirbelfortsätzen. Der Wirbelkörper fungiert dabei als Lastenträger, die Wirbelbögen bilden einen schützenden Kanal, in dem das Rückenmark verläuft. Jeweils zwischen zwei Wirbeln befindet sich ein sogenanntes Zwischenwirbelloch oder auch „Foramen“, aus dem die Rückenmarksnerven nach links und rechts austreten und damit ihren geschützten Bereich verlassen. An den beiden Querfortsätzen und dem Dornfortsatz setzen die Muskeln an.Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern und verbinden sie zu der charakteristischen Doppel-S-Form. Bandscheiben bestehen aus einem weichen, gallertigen Kern, dem nicht komprimierbaren Nucleus pulposus und dem diesen umhüllenden Faserring, dem Anulus fibrosus. Der Faserring besteht vorwiegend aus Kollagenfasern, hält den Kern in der Mitte zusammen und verhindert, dass er z.B. auf Druck ausfließt. Aufgrund ihrer Konstruktion können die Bandscheiben Druck aufnehmen und gleichmäßig verteilen, das heißt, sie haben eine Stoßdämpferfunktion und erlauben gleichzeitig eine gewisse Beweglichkeit. Dieses fein abgestimmte Multifunktions-System „Wirbelsäule“ aus Mobilität, Stabilität und Schutz ist im Alltag vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Normale Alterungsprozesse oder Unfälle können dazu führen, dass die Wirbelsäule Teile ihrer Funktion einbüßt. Unbeweglichkeit, Schmerzen oder sogar Nervenschäden können dann auftreten.
- Bandscheibenvorfall Was ist ein Bandscheibenvorfall? Insgesamt 23 Bandscheiben dienen in der Wirbelsäule als Puffer und federn die Bewegungen der Wirbelkörper ab. Erst die Bandscheiben ermöglichen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule und verteilen den Druck, der auf der Wirbelsäule lastet, gleichmäßig. Scherkräfte und Hebelwirkungen beim einseitigen Tragen und dem Heben von schweren Lasten erhöhen die Belastung bei bestimmten Körperbewegungen um ein Vielfaches unseres Körpergewichtes. Synonyme zu Bandscheibenvorfall:Diskusprolaps, ProlapsBandscheibenprolapsDiskushernieBandscheibenextrusionProlapsus nuclei pulposi Bereits ab etwa dem 20. Lebensjahr werden unsere Bandscheiben zusehends schlechter mit Nährstoffen versorgt und der äußere Faserring (Anulus fibrosus) bildet immer mehr kleine Risse. Damit wird die Hülle anfälliger für Verletzungen. Der Gallertkern der Bandscheibe (Nucleus pulposus) dringt bei Belastung in die feinen Risse des Faserrings ein. Hierdurch kann es zu einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) bis hin zu einem kompletten Riss (Ruptur) des Faserrings kommen. Treten Teile des Gallertkerns aus und drücken auf einen Rückenmarksnerv (Spinalnerv), liegt ein schmerzhafter Bandscheibenvorfall vor.
- Rückenmark und Nerven Rückenmark und Nerven Die Wirbelbögen sind an jeder Seite oben und unten etwas eingebuchtet. Zwei benachbarte Wirbelbögen bilden so zusammen zwei Lücken, durch die rechts und links jeweils ein Rückenmarksnerv (Spinalnerv) das Rückenmark verlassen kann. Dadurch, dass von oben nach unten immer mehr Spinalnerven abzweigen, verjüngt sich das Rückenmark. Die Spinalnerven leiten Bewegungssignale des Gehirns über das Rückenmark an die Muskeln des Skeletts und der Eingeweide weiter. Zugleich melden sie Berührungen, Druck, Kälte, Wärme, Schmerz und andere Empfindungen von der Haut, den Muskeln, den Gelenken und den Eingeweiden über das Rückenmark an das Gehirn. Rückenmark und Gehirn bilden zusammen das zentrale Nervensystem.
- Der Thorax Aufbau Bestandteile der Brustwand 2 Öffnungen: obere Thoraxapertur und untere Thoraxapertur Der knöcherne Thorax besteht aus: -12 Costae (Rippen)-12 Brustwirbel -Knorpel-Sternum (Brustbein)
- Funktion der Bauchmuskulatur Welche Funktion hat die Bauchmuskulatur? Die Muskeln der Bauchwand stabilisieren und entlasten die Wirbelsäule: Ziehen sich die Bauchmuskeln, die Beckenbodenmuskulatur und das Zwerchfell zusammen, erhöht sich der Druck in der Bauchhöhle. Durch diese sogenannte Bauchpresse versteift sich der Rumpf, und die Lendenwirbelsäule wird entlastet. Die Bauchpresse wird beispielsweise benötigt beim Stuhlgang oder unter Presswehen bei der Geburt. Die Bauchmuskulatur sorgt auch für die Bewegung von Rumpf und Becken und unterstützt die Atmung.
- Der Schultergürtel DefinitionAls Schultergürtel bezeichnet man in der Anatomie die Knochen, welche die obere Extremität (Arm) mit dem Rumpf verbinden. Der Schultergürtel gehört zusammen mit dem Beckengürtel zum so genannten Zonoskelett. AufbauDer Schultergürtel des Menschen besteht aus vier Knochen: der rechten und linken Scapula (Schulterblatt)der rechten und linken Clavicula (Schlüsselbein)Dabei sind Scapula und Clavicula untereinander im Acromioclaviculargelenk miteinander verbunden. Nur die Clavicula ist mit dem Rumpf verbunden (Sternoklavikulargelenk), während die Scapula in Muskelschlingen aufgehangen ist. Zwischen Schultergürtel und Rumpf spannen sich dorsal die sekundären Rückenmuskeln aus, ventral die äußeren Brustmuskeln.
- Das Becken Definition Das Becken ist der Abschnitt des menschlichen Körpers, der zwischen dem Bauch (Abdomen) und den Beinen (Membrum inferius) liegt. Anatomie Die statische Grundlage des Beckens ist das knöcherne Becken. Es besteht aus den beiden Hüftbeinen (Ossa coxae) und dem Kreuzbein (Os sacrum), die zusammen den so genannten Beckengürtel (Cingulum membri pelvini) formen: Ossa coxaeOs ilium (Darmbein)Os ischii (Sitzbein)Os pubis (Schambein)Os sacrum (Kreuzbein) Die Ossa coxae sind auf der Dorsalseite des Beckens über die Articulatio sacroiliaca straff mit dem Os sacrum verbunden. Bei diesem Gelenk handelt es sich um eine Amphiarthrose, die kaum beweglich ist, aber eine wichtige Funktion hat, da sie die Wirbelsäule federnd am Becken fixiert. Auf der Ventralseite stehen die beiden Ossa coxae direkt über die Symphysis pubica (Schambeinfuge), eine Synarthrose, in Kontakt. Die drei verschmolzenen Einzelknochen der Ossa coxae treffen in der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) zusammen. Sie bildet zusammen mit dem Femurkopf das Hüftgelenk. Die kraniale Öffnung des Becken bezeichnet man als Apertura pelvis superior oder Beckeneingang, die kaudale als Apertura pelvis inferior oder Beckenausgang. Die Strecke zwischen diesen beiden Öffnungen heißt Beckenkanal oder Beckenhöhle und wird von ventral, dorsal und lateral durch die Strukturen der Beckenwand begrenzt. EinteilungMan unterscheidet beim Menschen zwei Abschnitte des Beckens: Großes Becken (Pelvis major)Kleines Becken (Pelvis minor)Die Grenzlinie zwischen beiden Abschnitten ist die Linea terminalis.
- Achsen und Ebenen DefinitionDie Körperachsen sind gedachte Hilfslinien durch den menschlichen Körper, die in der Anatomie dazu verwendet werden, die Ausrichtung und Lage (Topographie) anatomischer Strukturen zu beschreiben. Die Anatomie verwendet drei Hauptachsen, die durch den idealisierten Körperschwerpunkt ziehen und den aus der Geometrie bekannten X-, Y- und Z-Achsen entsprechen. LongitudinalachseSie ist die Längsachse durch den menschlichen Körper und entspricht der mathematischen Y-Achse bzw. der Vertikalachse. Sie zieht folglich von kranial nach kaudal (oder umgekehrt) und wird deshalb auch als kraniokaudale Achse bezeichnet. SagittalachseSie durchbohrt den Körper pfeilwärts von dorsal nach ventral (oder umgekehrt) und entspricht damit der Z-Achse. Man nennt sie auch dorsoventrale Achse, Pfeilachse oder Tiefenachse. TransversalachseSie zieht von der linken Körperhälfte zur rechten (oder umgekehrt), entspricht der X-Achse und wird auch Links-Rechts-Achse, Horizontalachse oder Querachse genannt. Läßt man die Transversalachse gedanklich im Körperschwerpunkt (also auf der Sagittalebene) beginnen, kann man sie auch als mediolaterale Achse bezeichnen. KörperebenenZwischen den drei Hauptachsen spannen sich die drei Körperebenen auf: zwischen Longitudinalachse und Transversalachse: Frontalebenezwischen Longitudinalachse und Sagittalachse: Sagittalebenezwischen Transversalachse und Sagittalachse: Transversalebene
- Lagebezeichnungen DefinitionAnatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen dienen der Beschreibung anatomischer Strukturen in ihrer räumlichen Lagebeziehung bzw. Orientierung (Topographie). HintergrundBei Lageangaben handelt es sich um relative Angaben, d.h. sie stehen in Bezug zu einer gedachten Körpermitte (medial lateral) oder zu einem bestimmten Organ bzw. Körperabschnitt (oral aboral). Liste der wichtigsten Lagebezeichnungen anterior – (nach) vorneposterior – (nach) hinten superior – (nach) obeninferior – (nach) unten dexter – rechtssinister – links medial – zur Mitte, zur Medianebene hinlateral – von der Mitte weg, seitwärts distal – vom Rumpf entferntproximal – zum Rumpf hin ventral – bauchwärts, zum Bauch hin, vornedorsal – rückenwärts, zum Rücken hin, hintenkranial – zum Schädel hin, kopfwärts, nach obenkaudal – "schwanzwärts", steisswärts, nach unten ulnar – zur Elle (Ulna) hinradial – zur Speiche (Radius) hin palmar bzw. volar – zur Handfläche (Palma manus) hin dorsal – zum Handrücken (Dorsum manus) hin plantar – zur Fußsohle (Planta pedis) hindorsal – zum Fußrücken (Dorsum pedis) hin