182
Phil (Fach) / Onto (Lektion)
Ontologie
Diese Lektion wurde von mlot erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Welche Beziehung besteht, gemäß der Seinsweisentheorie, zwischen den Aussageformen „Es gibt Fs“ und „Fs existieren“? „Es gibt Fs“ impliziert nicht, dass Fs existieren. „Fs existieren“ impliziert aber, dass es Fs gibt.
- Was hat H. H. Prices Unterscheidung zwischen aktualisierten und nichtaktualisierten Sinnesdaten mit der Seinsweisentheorie zu tun? ktualisierte Sinnesdaten sind subjektabhängig, also das, was ein Subjekt wahrnimmt. Nichtaktualisierte Sinnesdaten gibt es auch, wenn sie nicht wahrgenommen werden.Von den aktualisierten Sinnesdaten sagt Price, dass sie existieren. Von den nichtaktualisierten Sinnesdaten sagt man dies nicht automatisch.
- Wenn man, im Rahmen einer Seinsweisentheorie, zwischen „es gibt“ und „existiert“ unterscheidet, wie drückt man das „es gibt“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik aus? "Es gibt“ wird mit dem Existenzquantor ausgedrückt: ∃xFx (Es gibt Fs)
- Wie würde man, in der formalen Sprache der Quantorenlogik, den Satz „Gott existiert nicht“ darstellen? Man kann "Gott" in der formalen Sprache nicht mit Hilfe des Prädikatbuchstabens "G" darstellen, sondern musss dafür eine Individuenkonstante (etwa "g") verwenden."Gott existiert nicht wäre dann zu formalisieren als "¬E!g".
- Erläutern Sie in wenigen Sätzen, welche Motivation hinter der Annahme verschiedener Seinsweisen steckt! Manche Philosoph*innen haben die Intuition, dass es bestimmte Gegenstände in irgendeinem Sinn gibt, dass sie aber nicht im vollen Sinn existieren.
- Geben Sie Beispiele für ontologische Fragen bzw. Thesen, in Bezug auf welche die Seinsweisentheorie angewendet wird bzw. angewendet werden könnte! das Universalienproblem, Frage nach der Existenz abstrakter Gegenstände, Frage nach der Existenz fiktiver Gegenstände
- Erläutern Sie das von mir sog. Prädikationsprinzip! Das Prädikationsprinzip ist ein logisches Prinzip, welches zusammengefasst folgendes aussagt: „Wenn ein Gegenstand eine Eigenschaft hat, dann muss es den Gegenstand geben.“(PP) Fa → (∃x) (x=a) (Wenn a F ist, dann gibt es a.)
- Erläutern Sie die Beziehung zwischen den Aussageformen „Es gibt Fs“, „Fs existieren“ und „Fs bestehen“, so wie diese im Text eingeführt wurden! Jeder Gegenstand ist entweder existierend oder bestehend.Jeder Gegenstand, der nicht existiert, besteht.Jeder Gegenstand, der nicht besteht, existiert. „Fs exisiteren“ = Es gibt Fs und Fs sind materielle oder mentale Gegenstände.„Fs bestehen“ = Es gibt Fs und Fs sind abstrakte Gegenstände
- Diskutieren Sie die Frage, ob es wirklich verschiedene Seinsweisen gibt! Was spricht dafür, was könnte man dagegen einwenden? Vertreter von Seinsweisenunterscheidungen gehen davon aus, dass es bestimmte Gegenstände gibt, die einen geringeren Grad von Realität haben,weshalb sich deren Seinsweise von der anderer Gegenstände unterscheidet.Man könnte dagegen einwenden, dass es nicht verschiedene Seinsweisen gibt, sondern nur verschiedene Arten von Gegenständen.Man kann die verschiedenen Seinsweisen verschiedenen Kategorien von Gegenständen (abstrakt, materiell/mental) zuordnen
- Was war Willard van Orman Quines Auffassung zu dieser Frage? Er ist der Meinung, dass es nicht verschiedene Seinsweisen gibt, sondern nur verschiedene Arten von Gegenständen.
- Anzeige
- Erläutern Sie den Sinn der Frage, ob Existenz ein (logisches) Prädikat ist! Inhaltlich betrachtet geht es darum, ob Existenz eine Eigenschaft ist, also ein Merkmal von Gegenständen.Formal betrachtet geht es um die logische Form von Existenzsätzen, also nach der korrekten logischen Interpretation natürlichsprachlicher Existenzsätze.
- Wie lautet die Mainstream-Antwort auf die obige Frage (spätestens seit Kant)? Nein, Existenz ist kein Prädikat. Es wird angenommen, dass „a existiert“ nicht die logische Form „Fa“ hat und dass damit keine Beschreibung von a gegeben wird.
- Wie wäre z. B. der Satz „Bielefeld existiert“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik darzustellen, wenn Existenz ein Prädikat wäre? E!b
- Wie wäre z. B. der Satz „Kängurus existieren“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik darzustellen, wenn Existenz ein Prädikat wäre? ∃x (Kx Λ E!x)
- Erläutern Sie in wenigen Sätzen den sog. „ontologischen“ Gottesbeweis! Die Thesen, dass Gott vollkommen ist und dass Existenz eine Vollkommenheit ist, sind Prämissen des ontologischen Gottesbeweises.Aus diesen kann man ableiten, dass der Begriff Gottes den Begriff der Existenz einschließt.Nämlich so: Zum Begriff Gottes gehört die Vollkommenheit (Gott ist ein vollkommenes Wesen). Zur Vollkommenheit gehört wiederum Existenz.
- elcher Philosoph hat als erster eine Version des ontologischen Gottesbeweises vorgebracht? Anselm von Canterbury
- Was sagte Kant zum ontologischen Gottesbeweis? Kant kritisiert den ontologischen Gottesbeweis. Es ist der Meinung, dass Existenz kein „reales Prädikat“ sei, dies aber bei dem Beweis angenommen wird.
- Kant schreibt: „Sein ist offenbar kein reales Prädicat, d. i. ein Begriff von irgend etwas, was zu dem Begriffe eines Dinges hinzukommen könne.“ Was könnte damit gemeint sein? Was Sie hier beschreiben, klingt nach der "Redundanzauffassung" von Existenz, also so, als wäre Existenz schon ein Prädikat, aber eines,das in jedem anderen Prädikat bereits implizit enthalten ist und daher nichts zur näheren Bestimmung eines Gegenstandes beiträgt, also ein redundantes Prädikat.Ja, das könnte Kant gemeint haben, und er wird auch manchmal so gelesen. Aber ich glaube nicht, dass es das ist, was er gemeint hat.Ich glaube eher, dass er gemeint hat, dass Existenz überhaupt kein Prädikat ist, also, dass Existenzsätze eine andere logische Form haben als Subjekt-Prädikatsätzeund dass Existenz keine Eigenschaft von Dingen ist.
- Erläutern Sie David Humes Ansicht zum Existenzbegriff! War Hume der Ansicht, dass Existenz ein Prädikat ist? War Hume der Ansicht, dass Existenz ein Begriff ist, der zu einem anderen Begriff „hinzukommen“ kann? Hume hat weder gesagt, dass Existenz ein Prädikat ist, noch, dass es dies nicht ist. Er war der Meinung, dass Existenz kein Begriff ist,der zu einem anderen hinzukommen kann. Aber jedes andere Merkmal könnte das Merkmal der Existenz miteinschließen.
- Erläutern Sie die Unterscheidung zwischen singulären und allgemeinen Existenzsätzen, und geben Sie Beispiele für beides! Mit einem singulären Existenzsatz wird ausgedrückt, dass ein ganz bestimmter Gegenstand existiert (oder nicht existiert).(a existiert [nicht]) Z. B.: „Aachen exisitert.“, „Die Zugspitze exisitiert.“Mit einem allgemeinen Existenzsatz wird ausgedrückt, dass Gegenstände einer bestimmten Art existieren oder nicht existieren.(Fs existieren [nicht]) Z. B.: „Es gibt weiße Tiger.“, „Es gibt Universalien.“
- Wie wird der Satz „Schwarze Schwäne existieren“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik üblicherweise dargestellt? ∃x (Sx)
- Wie müsste man den Satz „Schwarze Schwäne existieren“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik darstellen, wenn man Existenz als (logisches) Prädikat interpretiert? ∃x (Sx Λ E!x)
- Wie würde die übliche Darstellung des Satzes „Es gibt keine Wunder“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik aussehen? ¬∃x (Wx)
- Wie müsste man den Satz „Es gibt keine Wunder“ in der formalen Sprache der Quantorenlogik darstellen, wenn man Existenz als (logisches) Prädikat interpretiert? ¬∃x (Wx Λ E!x)
- Versuchen Sie, das Problem der negativen singulären Existenzsätze in wenigen Sätzen zu erläutern! Ein negativer singulärer Existenzsatz drückt aus, dass ein bestimmter Gegenstand nicht existiert.Wenn dieser Gegenstand aber nicht existiert, kann das in dem Satz enthaltene Prädikat sich auf nichts beziehenund der Satz ist somit sinnlos und kann niemals wahr sein.
- Was versteht man unter „leeren Namen“? Namen, die nichts bezeichnen(Gegenstände, die nicht exestieren)
- Betrachten Sie folgende These: „Wenn ‚Bielefeld‘ ein leerer Name wäre, dann wäre der Satz ‚Bielefeld existiert nicht‘ sinnlos.“ Welche Annahme liegt dieser These zugrunde? Dieser These liegt die Annahme zugrunde, dass ein Prädikat in einem Satz, der einen leeren Namen enthält, sich auf nichts beziehen kann und somit wäre der Satz sinnlos.Es wird also vorausgesetzt, dass Bielefeld einen bestimmten Gegenstand bezeichnet, damit das Prädikat „existiert nicht“ sich auf diesen beziehen kann.Wenn aber Bielefeld nicht existiert und somit 'Bielefeld' ein leerer Name ist, kann sich 'existiert nicht' nicht auf Bielefeld beziehen.
- Erläutern Sie Gottlob Freges Unterscheidung zwischen Begriffen erster und zweiter Stufe! Prädikatbuchstaben stehen für Begriffe erster Stufe.Begriffe zweiter Stufe haben eine Leerstelle, die durch einen Begriff erster Stufe ausgefüllt werden kann.Z. B.: „Kängurus exisiteren.“ = ∃x (Kx)K = Begriff erster Stufe („ist ein Känguru“)∃x (_x) = Begriff zweiter Stufe (Existenz)
- Warum meinte u. a. Gottlob Frege, dass singuläre Existenzsätze in einer logisch einwandfreien Sprache nicht vorkommen dürfen? Freges Punkt ist, dass in einem singulären Existenzsatz kein Prädikat erster Stufe vorkommt. Genauer:Der springende Punkt ist, dass Existenz für Frege kein Prädikat erster Stufe ist. Das impliziert,dass in einem singulären Existenzsatz kein Prädikat erster Stufe vorkommen kann.Betrachten wir zum Beispiel: "Bielefeld existiert." In diesem haben wir nur ein einziges (grammatikalisches) Prädikat, nämlich "existiert".Doch das ist für Frege, wie Sie oben ganz richtig erklärt haben, ein Prädikat zweiter Stufe, nicht ein Prädikat erster Stufe.Doch die Leerstelle in einem Prädikat zweiter Stufe kann nur durch einen (oder mehrere) Prädikate ausgefüllt werden, nicht durch einen singulären Term wie "Bielefeld".
- SACHVERHALT ARGUMENTE: Intentionalitätsargument Wahrmacherargumetn Kausalitätsargument
- Anzeige
- UNIVERSALIEN ARGUMENTE abstrakten Referenz Prädikationsargument Ähnlichkeitsargument besten Erklärung
- Gib Beispiele für Notwendige oder kontingente Gegenstände von wem ist die Theorie? Von Roderick M. Chisholmkontingente: alles Materielle/mentale(könnte sein, dass man nicht geboren ist) Manche abstrakten Gegenstände: Theorien, Kunstwerke, Erfindungen notwendigen: mit metaphysischer notwendigekeit(unmöglich dass sie nicht exestieren) bestimmte abstrakte Gegenstände: Zahlen, Geomitrie, Eigenschaften