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Sprachwissenschaft (Fach) / Variation und Wandel (Lektion)
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- Was ist die Analytisierungstendenz? Tendenz zu komplexeren VerbstrukturenVerwendung des Hilfsverbs + Partizips o Bsp. ist gegangen – war gegangenGrammatikalische Informationen werden nicht mehr synthetisch ausgedrückt, sondern analytischo Bsp. gast – gasti > gesti > geste > Gäste
- Was ist der analogische Ausgleich? Der analogische Ausgleich führt zur Reduktion der Zahl von Allomorphen in einem Flexionsparadigma o Allomorph = Varianten eines Morphems: z.B. Auto-s, Kind-ero Flexionsparadigma = alle Wortformen eines Lexemses kommt zur Personen-, Kasus-, Numerusnivellierung (= Angleichung unterschiedlicher Personen/Kasus/Numerus)es kommt zur Tempusprofilierung (= Durch die Angleichung der Präteritumsformen zur Herausstellung des Präteritums gegenüber dem Präsens) und zur Numerusprofilierung (= Durch die Angleichung der Singular- bzw. Pluralformen zur Herausstellung des Plurals gegenüber dem Singular) Durch den analogischen Ausgleich werden manche Verben regelmäßigerBsp.: ahd. bellan, bal, bullun, gibdlannhd. bellen, bellte(n), gebelltim Ahd. 4-stufig; im Nhd. nur noch 3-stufig
- Was ist die Proportionale Analogie? Analogie = die Übertragung einer Regel auf neue Formeno z.B. lamp – lember; blat - bleterDieser Prozess führt ebenso dazu, dass Pluralmarker für Substantive im Neutrum ebenso für maskuline und feminine Substantive verwendet werden
- Was ist der Ikonismus? Ikonismus = die Markierung von grammatischen InformationenBeispiele: sterken – starkte – gesterkt à ikonisch (grammatische Information wird durch ‚t‘ markiert)greif – griffum – gigriffan à nicht ikonisch
- Was ist die Univerbierung? = das Zusammenziehen einzelner Wörter auf eines (à eine synthetische Wortform wird zur kompakten Wortform)…durch diesen Prozess entsteht ein neues WortBeispiel: ahd. Taga|licht à ‚Tageslicht‘; vergiss mein nicht à ‚Vergissmeinnicht‘
- Was ist die Klitisierung? = Verschmelzen von ursprünglich zwei freien Wörtern durch Anlehnung eines unbetonten Worts an – · - das nachfolgende Wort (Proklise): [sist ʃa:d] ’s ist schad · − das vorangehende Wort (Enklise): ans, fürs, vorm
- Was ist die Transparenz? o = die eindeutige Markiertheit der grammatischen Wortbildungo Beispiel: kalt – keltir – keltist à transparent ubil – wirsiro – wirsisto à nicht transparent (d.h. die Ausgangsform ist nicht mehr erkennbar)
- Was sind Derivationsaffixe? Derivationsaffixe waren ursprünglich selbstständige Wörter (freie Morpheme) im Satz. Diese verlieren ihre konkrete Bedeutung (= Entkonkretisierung) und ihre syntaktische Selbstständigkeit (d.h. sie werden zu gebundenen Morphemen)Beispiel:o ahd. -lih (‚Körper‘) > mhd. -lich (‚Körper‘) > nhd. licho ahd.-heit (‚Person,Geschlecht‘)<mhd.-heit (‚Wesen‘)<nhd.-heit
- Was sind Fugenelemente? = Zusätzliches Element in Komposita und Derivationen:Hundemarke → {hund}{-e-}{marke}, Rindsbraten → {rind}{-s-}{braten} Hochzeitstag → {hochzeit}{-s-}{tag}Heutige Fugenelemente sind keine Flexionsmorpheme, leiten sich aber oft von ursprünglichen Flexionsmorphemen her:z.B. Nas-en-spitze vom alten Genitivmorphem (der) Nas-en (Spitze)Aber: Rind-s-braten* / Rind-er-braten vom Genitiv bzw. Plural von Rind *analog: Hochzeit-s-ta
- Was sind Affixe? Wandel zum Affix ist kein abrupter Vorgang, sondern ein langer Prozess à synchron nebeneinander von gleichartigen Formen, die aber unterschiedliche Status haben (allenfalls funktional-semantische Variation bzw. Polysemie) – äußert sich in orthogr. Varianteno Bsp. 1: Werk vs. -werk das Werk des Tischlers, das Liebherr-Werk: Substantiv Feuer-werk, Nasch-werk, Laub-werk: Suffix(oid)o Bsp. 2: Weise vs. -weise in unzulässiger, witziger … [Art u.] Weise Substantiv unzulässigerweise, witzigerweise, teilweise Suffix(oid)
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- Was sind Formen des Wandels der Wortbildungsmorphologie, die in der Gegenwartssprache vorkommen? · Tendenz zu Ikonismuso Beispiel: backen – buk – gebacken wird immer mehr ersetzt durch backen – backte - gebacken· Verdrängung des Präteritums durch Perfekt· Bei der Präposition „wegen“: zunehmende Verwendung des Dativs anstatt des Genitivso Beispiel: „wegen dem Umbau“ anstatt „wegen des Umbaus“· Verwendung von Apokopeno Beispiel: „Ich geh‘“ anstatt „Ich gehe“
- Was versteht man unter Wandel in der Graphie? Im heutigen Standarddeutsch gibt es relativ wenig Variation, da es seit 1902 eine Normierung gibt: Zwetschge – Zwetschke Not leidend – notleidend Fuß – Fuss… aber: reichlich Variation gibt es in Bereichen, in denen Normierung keine (große) Rolle spielt (z.B. soziale Medien)Im Ahd. und Mhd. wurde fast ausschließlich phonematisch, sogar phonetisch geschrieben, z.B. Auslautverhärtung: ahd. liib [liːb] → mhd. lip [liːp] ahd. leid /leɪ̯d/→ mhd. leit /leɪ̯t/ Während des Fnhd. zunehmend auch logographisch motivierte Schreibungen z.B. Leib [laɪp] (wegen Leibes, Leiber) z.B. Leid [laɪ̯t] (wegen Leides)Grundlegender Unterschied zwischen dem nhd. Schriftsystem und älteren deutschen Schriftsystemen (Ahd.–Mnhd.): o Schriftsystem ab Ende des Mnhd. normiert (seit 1902) o Früher (vom Ahd. bis Ende des Mnhd.) nicht der Fallo Es war für die ersten dt. Schreiber ein großes Problem, die dt. Sprache mit dem lateinischen Alphabet zu verschriften (anderes Phoneminventar als Latein) > Suche nach Lösungen Bspw. Widergabe des Reibelautes [x]: oft mit <c> verschriftet, aber auch <h>, <hh>, <chh> etc. → langfristig setzt sich <ch> durch Bspw. Umlaut von [a] > Bildung mit Trema: aͤ > ä Bspw. Wiedergabe der langen Umlaute durch Liguren (Buchstabenverschmelzungen): æ, œo Große Variantenvielfalt zwischen den Texten, auch ein Schreiber mehrere Varianten (noch Luther!)
- Prozesse der Graphie: ie-Schreibung Normalschreibung für [iː] im Nhd. ist <ie> (vgl. Duden-Grammatik 2016), historisch entstanden: · Nhd. [i:] kann zurückgehen auf mhd. -ie- [ɪə] + nhd. Monophthongierung Liebe, bieten, Brief, fliegen, Lied, Fieber, schief, Ziegel, … → Historische Schreibung (Beibehalten des alten Diphthongs in der Schreibung) · Führt zu einer Neuzuordnung <ie> → [iː]: Biene, Kiesel, liegen, Riese, Zwiebel, … (< mhd. -i- [ɪ] + Dehnung in offener Tonsilbe) → Analoge Schreibung, Übernahme der Lautzuordnung <ie> → [iː]
- Prozesse der Graphie: h-Schreibung mhd. <h> → [h] gemahel tâhele zehen à nhd. h> (auch) als stummer Längenanzeiger Gemahl Dohle zehnVorgang:· Dehnung des Wurzelvokals (wenn nicht schon lang)· Verstummen des [h] in der Aussprache, aber Beibehaltung in der Schreibung (historische Schreibung)· Schwund des unbetonten e in Aussprache und Schreibung (Synkopierung)Ergebnisse der historischen Prozesse in der Lautung für die Schreibung: · <h> steht für keinen eigenen Laut (außer im Anlaut, bspw. Haus) · <h> steht stets nach Langvokal (und vor Sonorant (r, l, m, n)) und wird neuinterpretiert als Längenanzeiger (→ analoge Schreibung)· Analoge Übernahme des Längenanzeigers <h> in Wörter, die nie ein [h] enthielten, und zwar nur vor Sonoranten (n,m,l,r): z.B. mhd. ir > nhd. ihr mhd. lôn > nhd. Lohn mhd. nemen > nhd. nehmen
- Was sind Kurzvokale? Einfachschreibung: im, Kürze, kurz, Pelz, Wörter, Wort, älter, alt Markierung d. Vokalkürze (= Schärfungsgraphie) durch Doppelkons. (Geminaten): immer, Fall, Mitte, …Was ist eine Geminate? o Schreibgeminate: <bitte>o Sprechgeminate: ital. [ɔttɔ] oder [ɔtːɔ] (otto ʻachtʼ)o Häufige Schreibgerminaten: bitte [bɪtə], Kamm [kam], alle [alə], Wasser [vasɐ], dann [dan], Ritt [ʀɪt]· Im Mhd. entsprechen Schreibgeminaten immer auch Sprechgeminaten: mhd. gewinnen [ɡəwınnən], retten [rettən]· Zum Nhd. werden die Sprechgeminaten in der Aussprache vereinfacht („Degemination“), die Schreibgeminaten bleiben aber erhalten: nhd. gewinnen [ɡəvınən], retten [rɛtən] → Historische Schreibungen· Folge der Degemination:o Schreibgeminaten sind im Nhd. keine Anzeiger für Konsonantenlänge mehr, stehen aber immer nach Kurzvokal. o Schreibgeminaten werden uminterpretiert als Anzeiger für Kürze des vorausgehende Vokals o Doppelschreibung wird in Wörter übernommen, die in der Aussprache nie eine Geminate besaßen nhd. Gatte (< mhd. gate) nhd. kommen (< mhd. komen) → Analoge Schreibungen
- Was versteht man unter Großschreibung? Im Mittelalter: Minuskelschrift, Großschreibung v.a. als Schmuck/Zierde, Hervorhebung des Textbeginns, später auch Absätze, Strophen- und Versbeginn, mündet in Satzanfangsgroßschreibung (im Fnhd. teilw. auch Nebensätze)Bis zum Fnhd.: Großschreibung „wichtiger Wörter“, bes. Nomina sacra, zur besonderen Hervorhebung sogar: GOtt Ca. ab 13. Jh.: Eigennamen vermehrt großgeschrieben Ab 17. Jh.: Großschreibung aller Substantive und substantivierten Formen im Deutschen Lange umstritten (Grimm als Gegner bspw.)
- Was versteht man unter Satzzeichen? Ältestes Satzzeichen im Dt.: Punkt (auch Doppelpunkt)Ahd./Mhd./Fnhd.: Satzzeichen nach rhythmisch-intonatorischem Prinzip gesetzt (z.B. Versende)Ab 16. Jh.: zunehmend syntaktische Verdeutlichungen durch Virgeln („/“, von lat. virgula):Trennung von (Teil-)Sätzen und zur Markierung von Aufzählungen, allmählich verdrängt vom Komma/Beistrich („,“), nach heutiger Orthographie nur mehr nach syntaktischem Prinzip gesetztAb 16. Jh.: vermehrter Einsatz weiterer Satzzeichen („?“, „!“, „;“)
- Verb: "haben" lexikalisches vs. grammatisches Zeichen lexikaliches Zeichen vs. grammatisches Zeichen Vollverb: Sie hat ein Hilfsverb: Sie hat getanztRad (besitzen) braucht man zum Bilden des Perfekts phingboum habeta sum Jemand hatte einen Feigenbaum in seinem Weingarten gepflanztgiflanzotan in sinemowingarten (Tatian 102,2) einen Feigenbaum hatte haben hier desemantisiert (semantisch ausgeblichen) nur noch Hilfs-(besaß) einer als gepflanzten verbfunktionin seinem Weingarten
- Stellung des Verbs Im heutigen (Standard-)Deutschen gilt für finites Verb im deklarativen HS Verbzweitstellung: Ich habe ihn gestern im Kino getroffen.· Diese Stellung gab es bereits im Ahd.: Phol ende uuodan uuorun ziholza (2. Merseburger Zauberspruch 5) ‘Fol und Wotan ritten in den Wald’Im Idg. relativ freie Verbstellung; im Germanischen ev. Verbletztstellung im HSIm Ahd. gab es neben Verbzweitstellung auch noch Verberststellung oder Verbletztstellung (,Verbspätstellung‘) im deklarativen HS:· Uuas thar ouh sum uuitua | In thero burgi (Tatian) ‘(es) war da auch gewisse Witwe in dieser Stadt’ álter ál genímet (Notker) ‘das Alter nimmt alles’ Fona hreue aer lucifere ich dhih chibar (Isidor) ‘ich gebar dich vor Luzifer aus dem Schoß’→ Allerdings relativ umstritten, inwiefern beeinflusst / Artefakt d. lat. SyntaxIm Mhd., Fnhd. und Nhd. Verbletztstellung (,Verbspätstellung‘) in deklarativen HS v.a. auf poetische Texte beschränkt (und wohl durch Reim und Metrum bedingt):· Der wirt in mit der hant gevienc. / geselleclîche er dannen gienc (Parzival) Also das gantse land verdarb, / all creatur darin verstarb (H. Sachs, zit.n. Behaghel 1932) Denk’, Kind, um alles in der Welt! / Der Herr dich für ein Fräulein hält! (Goethe) Im heutigen (Standard-)Deutschen gilt für das finite Verb im eingeleiteten NS in der Regel Verbletztstellung: HS:· Ich habe ihn gestern im Kino getroffen. NS: …, dass ich ihn gestern im Kino gesehen habe. Andere Verbstellungen gibt es z.B.: in den Regiolekten und Dialekten, auch bei zweigliedrigen Verbclustern, überregional im gesprochenen standardnahen Deutsch, tlw. auch im Geschriebenen, bes. bei drei- und mehrgliedrigen Verbclustern
- Was ist die Klammersyntax? Für Satzstruktur des heutigen Deutsch werden klammernde (bzw. ,rahmende‘) Strukturen angenommen, d.h., zwei grammatisch eng zusammengehörige Elemente ‚umklammern‘ (‚umrahmen‘) (fast) alle anderen Elemente einer KonstituenteArten der Klammer: · Verbalklammer bzw. Satzklammer: Teile des Prädikats umklammern Satzelemente: Ich habe ihn gestern im Kino gesehen.· ‚Nominalklammer‘: Artikel und Kernnomen umklammern weitere dazwischen stehende Attribute: das nur schwer vermittelbare System.· Weitere, z.B. ‚Adverbialklammer‘: Pro-Wort und Pronominaladverb (oder Präp.) umklammern Rest: Da kann ich nichts dafür. Auch: Da kann ich nichts für.· Lexikalklammer: finites Verb + Verbartikelz.B. Daraufhin schloss er mit der ganzen Sache ab.Linke Satzklammer = schloss; rechte Satzklammer = ab· Grammatikalklammer: finites Verb + infinite Verbteilez.B. Sie hat ihn schon einmal gesehen.Linke Satzklammer = hat; Rechte Satzklammer = gesehen · Klammer gilt ab ca. 18. Jahrhundert als syntaktischer ‚Normalfall‘ und als ‚charakteristisch‘ für das Nhd.· Im Mhd. Futur noch mit Modalverben ausgedrückt (vgl. engl. we shall do)
- Was versteht man unter Negation? Typologisch denkende Linguisten schreiben dem Deutschen (und anderen Sprachen, z.B. Frz. und Engl.) i.d.R. ein zyklisches Verfahren zu, das die Negation festlege. Negationsausdrücke würden demnach geschwächt, gestärkt und wieder geschwächt:Ahd.: […] ni thursti zi ēuuidu (Tatian 87,3, ‘den dürstet nicht in Ewigkeit’)spätes Ahd.: Klitisierung (also: ‚Schwächung‘): nindrinnes (‘nicht entrinnest’)Mhd./Fnhd.: doppelte Verneinung: zusätzliches niht (also: ‚Stärkung‘)Nhd.: nur noch nicht, et/it im Schwäbischen (wieder ‚Schwächungen‘)
- Was sind Konjunktionen? Gesprochenes Deutsch heute: weil, obwohl (u.a.) mit Verbletzt- und Verbzweitstellung: Ich will das geld nicht weil was soll ich damit?Deutungsansätze· Allg. Wandelprozess in Verbstellung von Nebensätzen · Ersatz von denn durch weil, mit Übernahme der V2-Stellung von denn · (Weitere) Grammatikalisierung von weil: von der Subjunktion zum Diskursmarker: …. weil – was soll ich damit?
- Konjunktion: dass Grammatikalisierung der Subjunktion dass aus Pronomen das:[Ich weiß das:] [Sie kommt.] -> [Ich weiß das(s) sie kommt.]Graphische Unterscheidung daß/dass <-> das ist noch relativ jung, ca. seit 16. Jh.
- Was versteht man unter Volksetymologie -> darunter versteht man die „Neuinterpretation“ eines Worts. Die neue Wortbedeutung ist nun nicht mehr vergleichbar mit der ehemaligen Wortbedeutung.Beispiel: Hamburger: Fischburger: Brauhaus-Burger à der Begriff „Burger“ bekommt eine neue Bedeutung, es gibt eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten für den Begriff
- Was sind Derivationsaffixe? Derivationsaffixe waren ursprünglich selbstständige Wörter (freie Morpheme) im Satz. Diese verlieren ihre konkrete Bedeutung (= Entkonkretisierung) und ihre syntaktische Selbstständigkeit (d.h. sie werden zu gebundenen Morphemen).Beispiel:· ahd. -lih (‚Körper‘) > mhd. -lich (‚Körper‘) > nhd. lich· ahd.-heit (‚Person,Geschlecht‘)<mhd.-heit (‚Wesen‘)<nhd.-
- Was ist das Suffix -er? Germ. Suffix *-warja und lat. (später: Lehn-) Suffix -arius (Herkunftsbezeichnung: ʻjmd. aus xʼ)Ahd.: Zusammenfall zu -āri: Personenbezeichnungen, i.d.R. aus verbaler Basis, z.B. lēr-āri (ʻLehrerʼ) aus lēranFnhd.: auch für Objekte (Kocher) und Vorgänge (Seufzer)Fnhd./Nhd.: immer häufiger -er-Derivationen von Nomen, z.B. Fußballer, Großstädter, WissenschafterBis heute ist <-er> ein produktives Suffix.