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Bodenkunde (Fach) / TU Berlin (Lektion)

mary margit

Diese Lektion wurde von mass erstellt.

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  • Begriff erklären: nFK ▪ nFK = Nutzbare Feldkapazität ist die Wassergehaltsdifferenz zwischen FK und PWP, also das Gesamtwasser abzüglich Totwasser und schnelldränendem Wasser, auch pflanzenverfügbares Wasser genannt
  • Begriff erklären: PWP = Permanenter Welkepunkt tritt ein bei einem pF-Wert ≥ 4,2, also einer Saugspannung von 15000mbar (cm Wassersäule). In diesem Fall ist die Saugspannung des Bodenwassers ≥ der Saugspannung der Wurzeloberfläche. Das Wasser ist somit nicht mehr pflanzenverfügbar und wird als Totwasser bezeichnet.
  • 48. Berechnen sie die nFK eines Bodens dessen PWP bei 20 Vol.% und FK bei 50 Vol.% liegen. Der effektive Wurzelraum reicht bis in 120 cm Bodentiefe. Geben sie das Ergebnis in l/m^2 an. nFK = (FK -PWP) * We nFK = (FK -PWP) * We We= Wurzeltiefe →(50l/m3 -20l/m3)*1,2m=36l/m2 (36 l/m2) / (5l/m2/T) = 7,2 Tage (kommt der Pflanzenbestand ohne Niederschlag aus) 5l/m2/T = Evapotranspiration bei uns an nem niederschlagsfreien & strahlungsintensiven Tag
  • 49. Was versteht man unter Bodengefüge? Nennen sie Beispiele. Die räumliche Anordnung der festen Bodenteilchen untereinander, einschließlich des zwischen ihnen bestehenden Hohlraumsystems, der Bodenporen. ▪ Aggregatgefüge -> Aufbaugefüge▪ Absonderungsgefüge -> Feingefüge / Grobgefüge ▪ Grundgefüge▪ Bodenfragmente
  • Welche Faktoren beeinflussen den kapillaren Aufstieg aus dem Grundwasser? ▪ Porengröße und Porenkontinuität▪ Potenzialdifferenz, ▪ Flora
  • Vergleichen Sie den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt für unterschiedliche Bodenarten. (Skript S. 36) ▪ Sande haben große Poren 60 - 200 μm was zu einem schlechtem Wasserrückhaltevermögen, guter Durchlüftung und schlechtem Nährstoffhaushalt. ▪ Schluffe mit der Porengröße 2 - 60 μm weisen einen guten Wasser-, mittleren Nährstoff- und mäßigen Lufthaushalt auf. ▪ Tone mit der Partikelgröße < 2 μmhaben wegen der durch Feinporen induzierten hohen Saugspannung einen hohen Totwasseranteil was zu einem schlechten Wasserhaushalt führt. Der Nährstoffhaushalt ist sehr gut, und der Lufthaushalt sehr schlecht! ▪ Lehme bestehen zu gleichen Teilen aus Sand, Schulff und Ton und sich daher die Berger's unter den Böden.
  • 53. Schildern sie die Bedeutung der Bodentiere. Sind wichtig für die Humusbildung: ▪ Einarbeitung (mechanisch)▪ Zerkleinerung (mechanisch)▪ Spaltung der Streu (enzymisch) ▪ Stickstofftransformation
  • 54. Was versteht man unter Mineralisation? Den vollständigen Abbau in Ausgangssubstanzen wie Wasser, Kohlenstoffdioxid & Mineralstoffe 
  • Nennen Sie die verschiedenen Humusformen und ihre wichtigsten Eigenschaften. Wie unterscheiden sie sich voneinander? ▪ Der Rohhumus hat in der Regel eine mächtige Humusauflage von 5-30cm, ein humoser A-Horizont fehlt, oder tritt stark gegenüber der Auflage zurück. Der Humuskörper hat ein weites C/N-Verhältnis von 30-40 und niedrige pH- Werte (3-4). Horizontfolge: L(!) – Of (!) – Oh – Ah. ▪ Der Moder weist meist auch alle Auflagehorizonte auf mit allerdings unscharfen Übergängen. Das C/N- Verhältnis liegt bei 20 und die pH-Werte bei 3-4. Horizontfolge: L – Of – Oh – Ah. ▪ Beim Mull fehlt die Humusauflage vollständig, oder ist nicht ständig vorhanden, und im oft mächtigen Ah- Horizont fehlen die Streustoffe fast vollständig. Das C/N-Verhältnis liegt bei 10-15 und der Boden ist schwach sauer bis alkalisch. Horizontfolge: (L) – Oh – Ah (!)
  • 57. Aus welchen Bestandteilen setzen sich die Böden zusammen? ▪ Festanteile (mineralische -> ca. 45% und organische Substanzen -> ca. 5%) ▪ Flüssige Anteile (Bodenwasser mit den darin gelösten Substanzen) -> ca. 25% ▪ Gasförmige Anteile (Bodenluft) -> ca. 25%
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  • 58. Welche Faktoren wurden bei der Reichsbodenschätzung berücksichtigt? (Skript S. 129) ▪ Bodenart▪ Zustandsstufe ▪ Entstehungsart
  • 59. Was ist nach Reichsbodenschätzung der Entwicklungszustand von Böden? ▪ Stufe 1: Fehlen scharfer Grenzen in der oberen Bodenschicht, insbesondere allmählicher Übergang von der humus- reichen Krume zu dem mehr oder weniger humus- und kalkhaltigen Untergrund; keinerlei Rostflecken und keine Anzeichen von Versauerung; gutes Krümelgefüge auch in größerer Tiefe; gut durchlüfteter Unterboden. ▪ Stufe 3: Krume weniger humushaltig als bei Stufe 1, weniger guter Übergang zum Untergrund, der vielfach schon fahle Flecke und eine „graue Färbung“ aufweist; beginnende Versauerung mit Zunahme der Entkalkungstiefe, erste Anzeichen von Auswaschungen und Verlagerungen. ▪ Stufe 5: Scharfes Absetzen der Krume, meist infolge einer Bleichzone; erste Anzeichen einer Verdichtung des Untergrundes und beginnende Rostfärbung; häufig zunehmende Entkalkung und Versauerung. Bei Lehmböden in der Regel ein roher und untätiger Untergrund. ▪ Stufe 7: Scharfe Grenze zwischen Krume und Untergrund mit mehr oder weniger stark ausgeprägter Bleichzone; in der Regel starke Entkalkung und Versauerung; im Untergrund ausgesprochene Verdichtung und Rostfärbung; bei Sandböden vielfach Orterde- oder Ortsteinbildung, bei Gleyen nesterweise Bildung von Raseneisenstein, bei Lehmböden schluffige und lettige Schichten
  • 60. Warum lässt sich der Entwicklungsstand der Böden zur Beurteilung ihrer Ertragsfähigkeit nutzen? Je dichter der Zustand an der 1 liegt desto besser ist der Boden(1 ist Schwarzerde = tiptop!)
  • Wie ist der Entwicklungszustand des Podsols auf der Skala 1 - 7 einzustufen? Podsol ist bei 6-7 einzustufen, da er ein saurer und nährstoffarmer Boden ist
  • 62. Warum wird der Löß nach Reichsbodenschätzung nicht zu den diluvialen Sedimenten gerechnet? Diluviale Böden bilden sich aus Gletschersedimenten, Löß entsteht allerdings aus diluvialen Windsedimenten und lößartige, lockere, kalkreiche Böden.
  • 18. Wodurch versauern Böden und von welchen Faktoren hängt die Geschwindigkeit der Versauerung ab? = Vermögen des Bodens H+-Ionen abzugeben·       Bodenversauerung wird induziert durch den Eintrag oder die Entstehung von H+-Ionen ·       Bildung von Kohlensäure und organischen Säuren bei mikrobieller Oxidation von Biomasse und bei WurzelatmungAktuelle Acidität: H+-Aktivität in der Bodenlösung, als pH-Wert angegeben à beeinflusst biologische, chemische, physikalische Vorgänge im Boden Potentielle Acidität: Dissoziationsfähige Protonen an funktionellen Gruppen der organischen und mineralischen Substanz und austauschbare Kationensäuren Geschwindigkeit der Versauerung hängt ab von:a.      Menge des Eintrags und Pufferkapazität des Bodens b.     Biomassenaktivität und Wurzelatmung c.      Kationenaufnahme Wurzeln d.     Saurer Niederschlag e.     Oxidation von NH4 und NH3 aus Düngern und Atmosphäre f.      Oxidation von löslichen Fe2+ und Mn2+-Ionen von Eisensulfiden
  • 24. Liegt bei der Feldkapazität im Boden eine Wasserspannung von pF 1,8 vor? JA: Feldkapazität FK Sie ist die maximale Haftwassermenge, die gegen die Schwerkraft im Boden gehalten wird (Adsorptions- und Kapillarwasser) bzw. der Wassergehalt bei einer Wasserspannung von pF 1,8.
  • 25. Bei einer Saugspannung zwischen Pf 1,8 und 4,2 können Pflanzen dem Boden Wasser entziehen? Ja, bei pF>4,2 ist PWP (Permanenter Welkepunkt), Wasser wird so stark festgehalten, dass Wurzeln von Pflanzen dies nicht entnehmen können.
  • 27. In welchen Bodenporen ist das pflanzenverfügbare Wasser enthalten? Geben Sie die Porendurchmesser an. a.      50-0,2um