Controlling (Fach) / Operative Entscheidungsrechnungen II (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Niiklas1997 erstellt.

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  • Berechnung des wertmäßigen BEP zur Deckung der Fixkosten bei mehreren Erzeugnissen 1. Zunächst wird geguckt, welches Erzeugnis die höchste Deckungsbeitragsintensität aufweisen. Das Erzeugnis mit der höchsten Intensität wird vorrangig zur Deckung der Fixkosten genutzt (im Beispiel hier sei dies Produkt B) 2. Beispiel: Zu deckende Fixkosten: 90.000€ Produkt A: EP= 288.000 €, DBP = 48.000€ Produkt B: EP = 252.000€, DBP = 84.000€ 3. Berechnung: BEPW = EPB + ((KfP-DBPB)/DBPA)*EPA = 252.000 + ((90.000-84.000)/48.000)*288.000 = 288.000 => Es wird ersichtlich, dass 6.000€ für die Deckung der Fixkosten fehlen. Diese werden durch Produkt A beigetragen. Wir benötigen als 1/8 bzw. 12,5% des DB-Volumens von A, um den wertmäßigen BEP zu erreichen. Bei einem BEPW von 288.000€ macht das Unternehmen weder Gewinn, noch Verlust, insofern Produkt B in voller Höhe abgesetzt werden kann. => Durch die Berechnung des SI wird ersichtlich, um wie viel % die Erlöse von Produkt A sinken dürfen, damit das Unternehmen noch keinen Verlust erwirtschaftet. -> SI = EP- BEPW/EP = 288.000-36.000/288.000 = 87,5%-> hier werden 36.000€ genutzt, da dies das Ergebnis für den Anteil des Produkts A an dem BEP ist ((90.000-84.000)/48.000) * 288.000 = 36.000. Dieser Anteil wird zur Fixkostendeckung benötigt.
  • Berechnung BEP und SI unter Berücksichtigung Produktfixer Plankosten Beispiel: 90.000€ Fixkosten, 18.000€ entfallen auf Produkt A, 44.000€ auf Produkt B, 28.000€ aufs Unternehmen Annahme, dass Produkt B die höhere DB-Intensität besitzt, weshalb es zuerst berücksichtigt wird Produkt B: 44.000€ Produktfixkosten, 84.000€ DBPI, EP = 252.000€ BEPW = EPB + ((Produktfixkosten+Unternehmensfixkosten-DBPI)/DBPI) * EPB BEPW = 252.000€ + ((44.000€+28.000€-84.000€)/84.000€) * 252.000€ =216.000€ SI = 1 - (252.000€-36.000€/252.000€) * 100 = 14,2857%-> hier wird "1-" gerechnet, da ((44.000+28.000-84.000)/84.000)*252.000 = -36.000 ist => Die Erlöse von Produkt B können um 14,2857% fallen. Solange werden die Produkt- und die Unternehmensfixkosten gedeckt
  • Preisobergrenzenbestimmung bei freien Kapazitäten für einen Rohstoff POG = ((EP(xP) - variable Kosten abzüglich der Kosten für den Rohstoff)/xP) * 1/rP rP = Menge des Rohstoffes, der in das Produkt fließt => Interpretation: Der Preis des Rohstoffes darf bis auf den Wert der POG steigen. Bis zum Erreichen der POG macht das Unternehmen keinen Verlust
  • Wann müssen abbaufähige Fixkosten (und ggf. Wiederanlaufkosten) hinzugezählt und wann abgeschlagen werden? Berechnung der POG: Abschlag -> Ist die Summe aus abbaufähigen Fixkosten und Wiederanlaufkosten negativ, so muss die POG gesenkt werden -> Warum sinkt die POG bei abbaufähigen Fixkosten und Wiederanlaufkosten? Weil bei Beschaffungsverzicht diese Kosten wegfallen würden und somit nur ein geringerer Beschaffungspreis von den Entscheidungsträgern zu akzeptieren ist. Berechnung der PUG: Hinzunahme
  • POG-Bestimmung im Falle freier Kapazitäten bei Mehrproduktunternehmen 1. Kostenobergrenze bestimmen                S-> KOG = ∑ xP*(dbP + rP * pP)                      s=1 2. Preisobergrenze bestimmen -> POG = (KOG - (ΔKfPab - KPsw))/∑xP*rP  -> i.d.R. POG = KOG/∑xP*rP 3. Bei Mehrproduktunternehmen möchte man aber die POG für jedes Produkt haben und nicht eine kollektive POG -> daher wird für jedes Produkt die POG-Formel "ppRS + (eP-kvP)/xRS" verwendet
  • DB-Bestimmung bei durchschnittlicher und individueller POG Durchschnittliche POG -> xP * [eP - kvP + (PRS*rP - durchschnittliche POG*rP)]-> dies wird für jedes Produkt berechnet Individuelle POG -> xP * [eP - kvP + (PRS*rP - individuelle POG*rP)]-> dies wird für jedes Produkt berechnet
  • Warum sollten bei Mehrproduktunternehmen eher individuelle als gemeinsame POG bestimmt werden Weil sich die POG für die einzelnen Produkte stark voneinander unterscheiden können. Der Handlungsspielraum des Einkaufs wird aber erst bei der Bestimmung individueller POG ersichtlich, nicht bei der Bestimmung einer gemeinsamen POG.
  • Interpretation der POG beim Vorliegen eines Engpasses Annahmen: -> POGengA = 25,55€/ME, dbA = 60€, dbPeng = 2,4€ -> POGengB = 24€/ME, dbB = 70€, dbPeng = 2,33€ => sobald der Einkaufspreis des Rohstoffes 25,55€/ME übersteigt, sollte, bei sonst gleichen Bedingungen, auf Produkt B umgestellt werden, da hier mehr Deckungsbeiträge generiert werden => es ist günstiger, Produkt B ins Produktionsprogramm aufzunehmen, aber dann müsste der Beschaffungspreis auf 24€/ME sinken (dann wäre Produkt B in Bezug auf den DB genauso günstig wie Produkt A)
  • Interpretation der POG im Falle der Änderung des Plan-Netto-Einkaufspreises bei beiden Produkten Annahme bzw POG sei = 76€ Interpretationen: pP = 76€ -> Entscheidungsträger ist indifferent, denn bei diesem pP führen beide Produkte zum selben DBV pP> 76€ -> Preis in Formel für DBV einsetzen (für jedes Produkt so machen) und anschließend mit der Produktionsmenge des Produktes multiplizieren, schauen welches DBV größer ist pP< 76€ -> Preis in Formel für DBV einsetzen (für jedes Produkt so machen) und anschließend mit der Produktionsmenge des Produktes multiplizieren, schauen welches DBV größer ist
  • POG Ermittlung im Falle einer Änderung der Plan-Netto-Einkaufspreise bei beiden Produkten - Wiederaufnahme der Produktion Beim Vergleich von p = POG, p>POG und p<POG ist die Produktion dann wiederaufzunehmen, wenn das DBV von demjenigen Produkt größer ist, das in der Ausgangskonstellation (bevor die Rohstoffe berücksichtigt wurden) das größte DBV vorzuweisen hatte. -> Wiederaufnahme erst dann, wenn der Plan-Netto-Einkaufspreis die absolute POG erreicht -> absolute POG = pPRS + ((eP-kvP)/xARS)
  • Interpretation der absoluten POG Sollte ein Unternehmen die absolute POG für ein Produkt überschreiten, so sollte es die Produktion einstellen