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ABO Psychologie (Fach) / Definition & Bereiche der ABO-Psychologie: (Lektion)
Definition & Bereiche der ABO-Psychologie:
Diese Lektion wurde von Sarah3105 erstellt.
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- Wie kann man die Arbeitsgestaltung verbessern? • Psychologische Analyse von Arbeitsprozessen• Gestaltung von Arbeitsprozessen ✓ Arbeitsgestaltung✓ Arbeits- und Tätigkeitsanalyse✓ Arbeitsbedingungen✓ Kompetenzentwicklung✓ Gesundheit✓ Stress✓ Motivation✓ Zufriedenheit✓ Führung✓ Kommunikation✓ Team
- Wie kann man die Arbeitnehmer vor psychischen Belastungen schützen? • Erforschung psychologischerProbleme im Arbeitskontext• Erforschung des Verhältnissesder Menschen zueinander ✓ Kompetenzentwicklung✓ Gesundheit✓ Stress✓ Motivation✓ Zufriedenheit✓ Führung✓ Kommunikation✓ Team
- Wie können Strukturen, in denen Menschen arbeiten, optimal an deren Bedürfnisse angepasst werden? Was beeinflusst Handlungen, Verhalten und Einstellungen? Was bewirken diese? Untersucht Wechselwirkungenzwischen Individuen undOrganisationen ✓ Organisationsentwicklung✓ Organisationsklima und-kultur✓ Organisationsdiagnose✓ Führung✓ Kommunikation✓ Team✓ Kompetenzentwicklung✓ Gesundheit✓ Stress✓ Motivation✓ Zufriedenheit
- Arbeitspsychologie? Zur Betriebspsycologie,Sozialpsychologie und Ergonomie: A-Psychologie befasst sich mit derFragestellung, welcheAuswirkungen dieArbeitsbedingungen auf denMenschen haben und wie derMensch die Arbeitsbedingungenbeeinflusst BetrieblicheGesundheitsförderung• Prävention undVermeidung vonpsychischer Fehlbelastung• Motivations- undZufriedenheitsforschung• PsychologischeUnfallforschung• ArbeitspsychologischeTrainingsforschung• Ingenieurpsychologie• Softwareergonomie• Methoden zurEignungsdiagnostik• Personalpsychologie
- Betriebspsychologie? Zur O- und A-Psychologie: BPsychologie hat den höchstenPraxisanteil („angewandte Psychologie“) • Begleitung undUnterstützung vonpsychisch erkranktenMitarbeitern• Schutz des Arbeitnehmersvor psychischerFehlbelastung undErkrankung• Aktive Begleitung vonVeränderungsprozessen
- Organisationspsychologie? Zur Sozialpsychologie: OPsychologie befasst sich nicht mitden gesellschaftlichen Zusammenhängen, sondern mitProzessen und Strukturen aufIndividualebene • Gruppenpsychologie• Bürokratieforschung• Organisationsentwicklungsmaßnahmen• Erforschung von Führungsstilen undderen Auswirkungen
- Entwicklung der ABO-Psychologie: Früher: Wie kann der Arbeitnehmer beeinflusst werden, sodass er möglichst effizient und rentabel für den Arbeitnehmer ist? Fließbandarbeit Heute: Wie kann der Arbeitsprozess so optimiert werden, dass er für den Arbeitenden selbst auch optimal gestaltet ist? Wie kann die Arbeit dem Arbeitenden die Möglichkeit zur Horizonterweiterung und Selbstverwirklichung bieten? (→veränderte Arbeitsmoral)
- Entwicklung der ABO-Psychologie: Charles Babbage (1835) Babbage-Prinzip: erster Ansatz zur Erforschung von Arbeitsprozessen:Aufteilung des Arbeitsprozesses in Teilaufgaben, um Lohnkosten zusenken Frederick Winslow Taylor(Ende 19. Jh.)Taylorismus (scientific management): Einführung der Akkordarbeit zurRationalisierung der Arbeitsprozesse (um Gewinne zu erhöhen,Massenware zu produzieren, Wohlstand zu schaffen) Anfang 20. Jh. Impulse durch Organisationssoziologie: untersuchteAuseinanderdriften von Bürokratie und tatsächlicher Arbeit Emery u. Trist (1969) Neuer Begriff der soziotechnischen Systeme: Mensch und Technikarbeiten kombiniert zusammen → Mensch ist wichtig! SozialeKomponente sichert die Weiterentwicklung der technischenKomponente Winfried Hacker (1970er) Begründung der allgemeinen Arbeitspsychologie durch kognitiveTätigkeitstheorie = psychische Handlungsregulation durchRückmeldung → Grundlage für Methoden zur Analyse und Gestaltungvon Arbeitsprozessen Heute Durch gesellschaftspolitischen Wandel haben moderne Unternehmenandere Strukturen und Merkmale als traditionelle:▪ Starke Wettbewerbsorientierung▪ Kontinuierliche Veränderungsprozesse▪ Flache Hierarchien▪ Flexible berufliche Positionen▪ Projektaufgaben▪ OutsourcingWichtige Aufgaben:→ Wissenstransfer und -management sichern durch Konzepte und Strukturen→ Werte der Selbstverwirklichung, Sinnfindung mittels Arbeit steuern Unternehmensprozesse→ Erhaltung der Arbeitszufriedenheit Gestiegene psychologische Belastungen durch häufig wechselnde Aufgaben→ Erhaltung der Gesundheit→ Personalpsychologie immer wichtigerGesellschaftliche (demografische) Veränderungen, veränderteArbeitnehmerstruktur:→ Akzeptanz berufstätiger Mütter→ Konzepte für familienfreundliches Arbeitssystem
- Humanistisches Menschenbild Optimale Entfaltung des Individuums und seiner Fähigkeiten inKombination mit Tugendhaftigkeit und Wissenserwerb steht imMittelpunkt
- Organisationsentwicklungsmaßnahmen Umfassen Personalplanung, Mitarbeiterbefragungen,Leitbildentwicklungen, Planung von Mitarbeitergesprächen,Moderation bei Change-Prozessen, Zielvereinbarungen,Prozessanalysen
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- Humanistische Psychologie (Begründer: Abraham Maslow) Hat die Förderung einer gesunden, schöpferischen und sichselbst verwirklichenden Persönlichkeit zum Ziel
- Komplementärer Systemansatz Technik wird als ergänzender Faktor zum Menschen verstanden:beide doppeln möglichst viele Eigenschaften, sodass bei Bedarfgewechselt werden kann
- Sensemaking (Brenda Dervin; Weick, Sutcliff & Obstfeld; Currie & Brown; Abolafia) Informationen werden auf Basis bisheriger Erfahrungen und desSelbstverständnisses ausgewertet und in Handlungen umgesetzt,wobei ggf. Fehler entstehen können; wichtiges Konzept fürErforschung von Mensch-Maschine-Schnittstellen undBewertungen von Gruppensituationen
- Trimodaler Ansatz Modell der Eignungsdiagnostik, setzt sich aus Eigenschaftsansatz,biografischem Ansatz und Simulationsansatz zusammen
- Multi-Methodalität Wichtige Persönlichkeitsmerkmale werden in mehr als nur einemVerfahren erhoben (Management-Diagnostik)
- Stimulus-Mehrdeutigkeit Beurteilung der Fähigkeit, uneindeutige Situationen zu gestaltenund Chancen zu nutzen (Management-Diagnostik)
- Multi-Perspektivität 360-Grad-Beurteilung: Verschiedene Personenbeurteilungenwerden herangezogen
- Ego-Involvement Grad der persönlichen Betroffenheit in einem Verfahren, das diePersönlichkeit des Kandidaten beurteilen soll
- Response-Offenheit Testsituationen mit uneindeutigen Stimuli mit offenem Ausgang
- Kontingenztheorie (Fiedler) Führungserfolg hängt von Aufgabenstruktur, Führer-MitarbeiterBeziehung und Positionsmacht der Führungspersönlichkeit ab
- Prozesstheorien Konzepte, die nicht untersuchen, was eine Person anstrebt,sondern welche psychischen Prozesse zu dieserHandlungsintention führen
- Bernoulli-Prinzip Mathematische Formel zu Entscheidungen unter Risiko: Es wirdimmer die Alternative angestrebt, bei der das Produkt ausWahrscheinlichkeit und Nutzen am höchsten ist.
- Valenz-Instrumentalitäts-ErwartungsTheorie (VIE-Theorie, Vroom) Ein Mensch tendiert immer zu der Entscheidung, die – seinemsubjektiven Empfinden nach – den maximalen Nutzen verspricht.Eine hohe persönliche Motivation führt zudem zur höchstmöglichen Arbeitsanstrengung.
- Psychologische Grundlagenforschung Mit Zielsetzung und Methodologie werden allgemeineGesetzesaussagen (Theorien) formuliert und die darausabgeleiteten Hypothesen anhand systematisch angelegter Laborund Feldstudien überprüft
- Inputanalysen Wissenschaftliche Publikationen und Zeitschriftenbeiträgewerden hinsichtlich ihres Praxispotenzials analysiert
- Prozessanalysen Outputanalysen Untersuchung, inwieweit Praxisvertreter das Potenzialwissenschaftlicher Befunde für die Praxis wahrnehmen Untersuchung, inwieweit sich wissenschaftliche Erkenntnisse imVerhalten von Berufspraktikern niederschlagen
- ABO Allgemein Praktische Anwendungsgebiete ABO:- Beratung bei der MA-Suche (Mitarbeiterfindung)- Förderung der Arbeitssicherheit- Förderung der Innovationsfähigkeit- Führungskräftetraining
- Fragestellungen ABO: - Wie lassen sich im Bewerbungsprozess die kompetentesten und teamfähigsten Kandidatenidentifizieren?- Welche Strategien fördern die Innovationsfähigkeit eines Teams oder einer gesamten Organisation?- Wie können körperlich oder geistig behinderte Mitarbeiter bestmöglich gefördert werden?- Mit welchen Maßnahmen können AG den Stress am Arbeitsplatz für Ihre MA möglichst geringhalten, um Motivation und Gesundheit langfristig zu erhalten?- Was muss ein AG tun, um Mobbing am Arbeitsplatz zu verhindern?-> Ein Großteil der Fragestellungen kommen aus anderen Fächern oder sind eng mit ihnen verknüpft-> Fragestellungen aus der Sozialpsychologie:- Wie können MA für den lebenslangen Lernprozess, den der moderne Arbeitsmarkt erfordert,ausgerüstet werden?- Wie sollte das Problem der Arbeitslosigkeit psychologisch und sozial angegangen werden?- Welche kooperativen Konfliktlösungsansätze sind in welchen Arbeitsstrukturen sinnvoll?
- Arbeitspsychologie: Gestaltung und Bewertung der Arbeit und ihre psychologische AnalyseWelche Auswirkungen haben die Arbeitsbedingungen auf den Menschen und wie der Mensch selbstdie Arbeitsbedingungen beeinflusst.-> untersucht die Anpassung des Menschen an die Arbeit-> Kernthemen: Vermeidung von psychischen Fehlbelastungen und die betriebliche GesundheitsförderungUntersucht u.a., wie Qualifizierungsprozesse und die Sozialisation in der Organisation zu Problemenbeim Individuum führen können.Erforscht u.a., wie die Zuordnung von MA zu bestimmten Arbeitsfeldern und Arbeitsplätzen optimiertwerden kann. Dazu werden Methoden der Eignungsdiagnostik entwickelt.Enge Verknüpfung zu den IngenieurswissenschaftenFragestellungen stehen in engem Zusammenhang mit der medizinischen Psychologie (Belastung desMenschen durch Arbeit) Fragestellung - hinterfragt die Anpassungsprozesse des Menschen an die Arbeit. Fokus:- Arbeitsmotivation- Arbeitsanalysen- Handlungsregulationen bei der Arbeit- Arbeitszufriedenheit- Arbeitsgestaltung- Reduzierung von Belastungen Betriebliche Gesundheitsförderung:Entwickelt Handlungsstrategien, um die Gesundheitsressourcen einer Organisation zu optimieren, zufördern, auszubauen und zu erhalten. „Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU“-> wichtiges Dokument für die Entwicklung von „best practice“-Modellen sowie der Vereinheitlichungund Verbreitung von Standards der betr. Gesundheitsförderung. -> freiwilligeVerpflichtungserklärung -> keinen bindenden Charakter, wird aber dennoch in der Praxis häufig als Bezugspunkt erwähnt. Psychische Fehlbelastungen:-> eine der Hauptursachen für stressbedingte Krankheiten wie Tinitus, Bluthochdruck, erhöhter Puls,Verminderung des Kurzzeitgedächtnisses, Stoffwechselstörungen, Magengeschwüre, Gastritis,erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen und depressive Verstimmungen.-> AG sind lt. Arb.sch.gesetz dazu verpflichtet, solchen Fehlbelastungen für den AN zu vermeiden. ImRahmen von sogenannten Gefährdungsbeurteilungen muss das Risiko einer Tätigkeit außerdemschriftlich festgehalten werden -> Kontrolle erfolgt durch die staatliche Gewerbeaufsicht.-> Arbeitspsychologie hat eine unterstützende Funktion bei der Entwicklung von Strategien zurPrävention psychischer Fehlbelastungen.-> Arbeitspsychologen beraten auch AG und AN im Falle von Konflikten und tragen so dazu bei, diepsychische Fehlbelastung der AN zu verringern und zu lösen.-> Arbeitspsychologische Studien hinterfragen die Ursachen für psychische Fehlbelastungen, umKonzepte zu entwickeln, die solche Fehlbelastungen durch modifizierte Arbeitsbedingunge3n vonvorneherein vermeiden können.
- Betriebspsychologie Beziehungen der einzelnen Menschen zueinander. Bietet psychologische Verbesserungsansätze an.Untersucht die psychologischen Probleme, die im Arbeitskontext entstehen.Untersuchungsschwerpunkte und Teilgebiete überschneiden sich stark mit A- und O-psychologie->Teil der Angewandten Psychologie -> Praxisrelevanz Fragestellungen:- Schwerpunkt bei der praktischen Arbeit: unterstützende Betreuung von MA mit psychischenErkrankungen (z.B. Angsterkrankungen). Statistik:Gesundheitsberichterstattung -> Statistisches Bundesamt, 1998 -> 14.2% der 18-65-jährigenerkranken jährlich an einer Angststörung.-> Psychische Erkrankungen, wie Angststörungen oder Depressionen, sind eine der häufigstenUrsachen für Krankmeldungen in Deutschland.Uni Düsseldorf -> Studien belegen, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen beruflichenVeränderungen (z.B. Umstrukturierungen) und dem Auftreten von Angststörungen gibt.-> aktive Begleitung von Veränderungsprozessen und MA-Gespräche -> präventiv als AP zurVerfügung stehen und Hilfestellungen leisten. Auch wenn MA bereits betroffen sind.
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- Organisationspsychologie Organisationspsychologie:Erforscht die Wechselwirkungen zwischen Organisation und IndividuumBefasst sich mit Organisationsprozessen und Strukturen auf Individualebene.-> untersucht, wie die Strukturen, in denen Menschen arbeiten, optimal an deren Bedürfnisseangepasst werden können.Eng mit der Sozialpsychologie verbunden.Wichtige Teilgebiete: Gruppenpsychologie und Bürokratieforschung Fragestellungen:- Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie die Anpassung der Organisation an verändertegesellschaftliche Bedingungen am besten gestaltet werden kann- analysiert auch soziale Interaktion von Menschen in Organisationen Forschungsfelder:- Organisationsentwicklung- Gruppenarbeit und aus ihr resultierende Probleme- Untersuchung verschiedener Führungsstile und ihre Auswirkungen- Gruppenpsychologie (Teilgebiet Sozialpsychologie – untersucht die Gesetzmäßigkeiten desVerhaltens und Erlebens des Individuums unter sozialem Einfluss). Zentrale Fragestellung: FührtGruppenarbeit zu besseren Resultaten und weniger Fehlentscheidungen als Einzelarbeit?Bürokratieforschung - untersucht zwei zentrale Fragestellungen:- Für welche Aufgaben ist die Organisationsform Bürokratie geeignet und für welche nicht?- Wie muss eine Bürokratie aufgebaut sein, um möglichst zweckrational zu funktionieren? These des amerik. Ökonom Albert Hirschmans: Das Ausufern und die „Selbstverwaltung“ der Bürokratie ist in erster Linie auf Organisationsfehler zurückzuführen. Er ging davon aus, dass vor allem das Fehlen von Wettbewerb und ein Konflikt zwischen den persönlichen Interessen der MA und den Gesamtinteressen der Organisation zu diesem Fehler führt.
- Menschenbilder im Wandel: 2005 – Winfried Hacker – allgemeine Arbeitspsychologie: kognitive Tätigkeitstheorie (in den 70er Jahren begründet) -> Handlungsregulationstheorie basiert auf dem Konzept der Rückmeldung(wichtige Grundlage der Ingenieurspsychologie)-> Gesundheit und Wohlbefinden sind die wichtigsten Themen der ABO-> enge Verknüpfung mit der betrieblichen Gesundheitsförderung
- Moderne Organisationen sind durch Wettbewerbsorientierung, kontinuierliche Vernderungen, flacheHierarchien, Outsourcing und Projektarbeit gekennzeichnet.
- Innovationsfähigkeit: Fähigkeit von einzelnen Personen, Organisationen oder Teams kontinuierlich Neuerungen zuentwickeln.-> komplexes Zusammenspiel aus technischen Ressourcen, Organisationsstrukturen undmenschlichem Beitrag.Treiber: lernfreundliches Unternehmensklima, gute Work-Life-Balance
- Sensemaking = Sinnstiftung -> VAKOG (mit allen Sinnen) bezeichnet einen kognitiven Prozess, bei dem aufgenommene Informationsströme (Chunking) in sinnvolle Einheiten unterteilt und zu Ereignissen zusammengefügt werden. Dabei ordnen wir die zur Verfügung stehenden Informationen auf Basis unserer bisherigen Erfahrungen und unseres Selbstverständnisses den Einheiten zu, wodurch ggf. Fehler entstehen können.-> geschieht automatisch, fortlaufend und sehr schnell -> daher ist uns dieser Prozess nicht bewusst.-> Konzept ist in unterschiedlichen Disziplinen von Bedeutung (z.B. Mensch-Maschine-Schnittstellen und Organisationspsychologie) Mensch-Maschine-Schnittstellenanalyse: Sensemaking von Brenda Darvin (1983) eingeführt-> Menschen können sich jeder auch unerwarteten Situation anpassen, Maschinen nichtKarl Weick und Kollegen: Funktioniert das Sensemaking bei den Mitgliedern einer Gruppeunterschiedlich, kommen die Individuen zu unterschiedlichen Bewertungen der Situation, woraus Konflikte entstehen können. Zahlreiche Autoren (u.a. Currie & Brown, 2003 Brown, 2005 und Abolafia, 2010) haben dabeihervorgehoben, dass Menschen eine grundsätzliche Tendenz haben, plausible Erklärungenvorzuziehen und das die Erschaffung von plausiblen Geschichten ein sozialer Vorgang ist.
- Eignungs- und Personaldiagnostik Sammelbegriff für versch. Methoden, die u.a. auch bei Einstellungsverfahren in derPersonaldiagnostik eingesetzt werden.=> es wird mit Hilfe verschiedener Methoden angestrebt, einer Vorhersage über die Fähigkeit einerPerson zur Erfüllung bestimmter Aufgaben zu treffen.Ziel der E ist es, eine Vorhersage darüber zu treffen, wie wahrscheinlich es ist, dass einen bestimmtePerson vorher definierte Ziele erreichen kann.-> wie geeignet ist eine Person für einen Beruf im Allgemeinen bzw. welcheWeiterbildungsmaßnahmen würde ein MA benötigen. Vier zentrale Ansätze (Schuler, 2005):- den Eignungsbereitschaftsansatz:erfasst stabile Merkmale einer Persönlichkeit und allgemeine kognitive Fähigkeiten wie z.B. Interessen oder Intelligenz und legt diese der Prognose über die Eignung einer Person für bestimmteTätigkeiten zugrunde- den biographischen Ansatzanalysiert biographische Merkmale, z.B. anhand von Arbeitszeugnissen oder Fragebögen, um darausPrognosen über die künftige Arbeitsweise zu machen.- den Simulationsansatzinszeniert konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag, um das Verhalten des Bewerbers zuuntersuchen. Beispiele für eignungsdiagnostische Verfahren auf Basis des S sind Arbeitsproben, Gruppendiskussionen oder computergestützte Problemsimulationen- den Trimodaler Ansatz verwendet alle drei Ansätze und kombiniert die Resultate, um verschiedene Facetten des Bewerbers zu beleuchten.-> DIN 33430: zulässige eingangsdiagnostische Verfahren und Methoden.-> Häufige Verfahren: Vorstellungsgespräche, Assessment-Center, Fragebögen zur Biographie,Intelligenz-, Interessens- und Persönlichkeitstests:
- Managementdiagnostik Spezialform der Eignungs- und Personaldiagnostik, die die besonderen Anforderungen anFührungskräfte berücksichtigt -> basiert auf der Arbeit von Werner Sarges (2013)-> Sarges Ansatz zufolge müssen Manager aufgrund ihrer hohen Bedeutung für den betrieblichen Erfolg mit speziellen Methoden ausgewählt werden, die auf den speziellen Anspruch an ihre Tätigkeit zugeschnitten sind. -> Fähigkeit, Chancen zu erkennen und auszunutzen und eine schnelle Anpassungsfähigkeit an wechselnde Gegebenheiten und Technologien. Beurteilung basiert auf 5 zentralen Kriterien:- der Multi-Methodalität -> wichtige Persönlichkeitsmerkmale sollten in mehr als nur einemVerfahren ermittelt werden. Dies wird z.B. bei Assessment-Centern angewandt.- der Stimulus-Mehrdeutigkeit -> Fähigkeit eines Kandidaten, uneindeutige Situationen zu gestaltenund somit Chancen zu nutzen.- der Multi-Perspektivität -> ergänzt die Multi-Methodalität um die sog. 360-Grad-Beurteilung, bei der verdeckte Personalbeurteilungen, die möglicherweise bereits im Unternehmen existieren, erkennbar gemacht werden sollen, damit auch diese der Rückmeldung dient.- dem Ego-Involvement -> bezeichnet den Grad der persönlichen Betroffenheit eines Bewerbers in einem Verfahren, das seine Persönlichkeit beurteilen soll. So geht man davon aus, dass eine starke persönliche Betroffenheit genauere Aussage zulässt als geringere. Einfache Bewerbungsgespräche –geringer Grad an persönlicher Betroffenheit; simulierte Situationen einen höheren.- der Response-Offenheit ->arbeitet in Testsituationen mit uneindeutigen Stimuli und Situationen mit offenem Ausgang. So kann Sarges zufolge ein breites Spektrum von diagnostisch relevanten Informationen aus der Situation gewonnen werden.
- Interkulturelles Management => bezeichnet man eine Unternehmensführung, die die speziellen Anforderungen an dieOrganisation durch die MA mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen berücksichtigt.Internationalisierung und Globalisierung -> erfordert von MA und Führungskräften, um mitGeschäftspartnern und Kollegen aus anderen Kulturen effektiv und reibungslos zusammenarbeitenzu können. -> bezeichnet die Fähigkeit, mit Menschen aus anderen Kulturkreisen reibungslos zu interagieren. Wichtige Voraussetzung: Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, Offenheit und Selbstreflektion. -> kann durchinterkulturelles Training gefördert werden. ABO greift auf Konzepte und Theorien aus dem interkulturellen Management zurück, umArbeitsprozesse und Organisationsstrukturen im Hinblick auf diese spezifische Herausforderung zu analysieren. Hier wird auch der kulturelle Hintergrund der MA berücksichtigt, auch bei der Auswahl geeigneter MA für internationale Projekte oder eine Rücksichtnahme auf die Tatsache, dass in unterschiedlichen Kulturkreisen der Umgang mit Hierarchien und Autorität verschieden ist.
- Kontingenzteorie - oder situativer Ansatz=> besagt, dass Führungspersönlichkeiten von ihren eigenen Charaktereigenschaften und von ihren Beziehungen zu den Untergebenen abhängig sind.Wurde von dem Industrie- und Organisationspsychologen Fiedler (1967) entwickelt. Besagt, dass Führungspersönlichkeiten immer von ihrer Beziehung zu den Untergebenen und von ihren individuellen Charaktereigenschaften abhängig sind. Grundlage: die Annahme, dass die Fähigkeit einer Person, andere zu führen, stark mit ihrenCharaktereigenschaften verbunden ist und beides nicht voneinander getrennt werden kann:Führungserfolg hängt von 3 Faktoren ab:- Aufgabenstruktur,- Führer-Mitarbeiter-Beziehung- Positionsmacht der Führungspersönlichkeit Weitere wichtige Vertreter:Derek Salman Pugh (1971, britischer Psychologe und Organisationsforscher) und Peter Michael Blau (1970, österreichisch-amerikanischer Soziologe).Die Kontingenztheorie wurde jedoch u.a. von Heinz Schuler (2004) und Oswald Neubauer (2002) kritisiert. Die Kritik bezieht sich vor allem auf Fiedlers Methoden und Messverfahren und eine Inkonsistenz in der Interpretation seiner eigenen Ergebnisse.
- Prozesstheorien => Konzepte, zur Motivation, die untersuchen welche psychischen Prozesse zu einerHandlungsintension führen.Sammelbegriff -> eine Reihe von Konzepten zur Motivation zusammengefasst, die sich dadurch ähneln, dass sie nicht untersuchen, was eine Person anstrebt, sondern welche psychischen Prozesse zu dieser Handlungsintention führen. Modelle, die den Inhalt der Motivation untersuchen, bezeichnet man als Inhaltstheorien derMotivation. Die meisten Prozesstheorien basieren auf dem Bernoulli-Prinzip. -> Mathematische Gleichung zu Entscheidung unter Risiko, die besagt, dass i.d.R. immer die Alternative angestrebt wird, bei der das Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Nutzen am höchsten ist. Eine der Wichtigsten: die Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie. -> entwickelt vomkanadischen Wirtschaftspsychologen Vroom (1964).-> beschreibt das Grundmodell vieler späterer Prozesstheorien.-> besagt im Kern, dass ein Mensch immer zu der Entscheidung tendiert, die in seinem subjektiven Empfinden den maximalen Nutzen verspricht. Eine der wichtigsten Kernaussagen: „eine hohe persönliche Motivation führt zur höchst möglichen Arbeitsanstrengung.
- Teilgebiete der ABO-Psychologie: - Ingenieurspsychologieo Motivations- und Zufriedenheitsforschungo Psychologische Unfallforschungo Arbeitspsychologische Trainingsforschung
- Psychologische Unfallforschung: basiert auf der Annahme, dass der Großteil von Unfällen auf menschlichesFehlverhalten zurückzuführen ist Beschäftigt sich mit der Frage, warum ein Unfall passiert ist analysiert Unfallursachen aus psychologischer Sicht, um Gründe für Fehlverhaltenzu identifizieren & in Zukunft zu vermeiden Methode zur Unfallforschung: 5-Step Methodeo Durch standardisierte Interviews werden Informationen zum Unfallhergangabgefragt
- Zusammenfassung ABO Wichtige Anwendungsbereiche der ABO-Psychologie:o Mitarbeiterfindungo Förderung der Innovationsfähigkeito Führungskräftetraining Fokus der Arbeitspsychologie:o Untersucht Anpassung des Menschen an die Arbeito Kernthemen: Vermeidung von psychischen Fehlbelastungen und diebetriebliche Gesundheitsförderung Fokus der Organisationspsychologie:o Untersucht Strukturen, in denen Menschen arbeiten und wie diese Strukturenoptimal an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden könneno Kernthemen: Gruppenpsychologie und Bürokratieforschung Fokus der Betriebspsychologie:o Überschneidet sich stark mit andereno Kernthema: Begleitung und Unterstützung psychisch kranker Mitarbeiter
- Betrachtungsebenen Ebene des Individuumso Betrachtet man A&O auf dieser Ebene, geht es vor allem um das Verhalten,die Arbeitsbedingungen und die Förderung von Individuen in Organisationen Ebene von Gruppen bzw. Interaktionsbeziehungeno Auf dieser Ebene beschäftigt sich A&O hauptsächlich mit Arbeitsgruppen, wiediese entstehen, arbeiten, welche Prozesse/Dynamiken sich dort abspieleno Weiters werden Beziehungen von Individuen beleuchtet, z.B. zwischen MAund Führung Ebene der Organisationo Hier wird die Einheit als Ganzes betrachteto A&O beschäftigt sich hier mit den unterschiedlichen Formen einerOrganisation, ihren Charakteristika oder ihren Beziehungen zur Umwelto Beispiele: Organisationsklima, Organisationskultur
- Bearbeitungsperspektiven Grundlageno Beschäftigt sich A&O mit den Grundlagen, so werden vor allem grundlegendetheoretische Konzepte erforscht und entwickelto Beispiel: Fragen zur Bedeutung von Arbeit werden erforscht Diagnoseo Hier steht die Entwicklung von diagnostischen Methoden zur Untersuchungvon Themen der A&O Psychologie im Vordergrundo Beispiel: Entwicklung einer Methode zur Arbeitsanalyse, zurEignungsdiagnostik, zur Teamdiagnose, Personalauswahl, etc. Interventiono A&O kann nicht nur forschen und diagnostizieren, sondern auch aktiveingreifeno hierbei geht es um die Entwicklung von Maßnahmen zur Veränderung undOptimierung von Arbeits-, Gruppen- und Organisationsprozesseno Beispiel: Entwicklung von Ausbildungsmaßnahmen für Personal Evaluationo Ziel = Überprüfung der Wirksamkeit von Interventionsmaßnahmen &Qualitätssicherung bei diagnostischen Instrumenten Seite 16 von 20o D.h. A&O konzentriert sich in dieser Perspektive darauf, zu überprüfen, obmeine Maßnahmen wirkungsvoll sind bzw. ob meine Diagnosen korrekt sindoder wie diese optimiert werden können
- AKTUELLE UND ZUKÜNFTIGE THEMENFELDER ABO Durch den Wandel in der Arbeitswelt änderten sich auch die Themenfelder der A&O: Anstieg an kognitiver Arbeit (Informationsarbeit) Neue Kommunikationsformen und Technologien Globalisierung & dadurch verstärkte internationale Konkurrenz Kundenorientierte Märkte Flexiblere Arbeitsstrukturen (Telearbeit, flexible Arbeitsverträge dadurch höhereUnsicherheit bei MA) Orts- und Zeitunabhängigkeit, großer Innovationsgeist
- Bedeutsame Themenschwerpunkte der Zukunft: Neue Informations- und Kommunikationstechnologieno Wie wird z.B. mit Telearbeit und ähnlichen neuen Arbeitsformen umgegangeno Welche potenziellen Risiken bergen diese? z.B. soziale Isolation vonKollegen, keine Abgrenzung mehr von Privat und Arbeit, neue Anforderungenan die Führung (wie wird das Team trotzdem zusammengehalten?) Anwachsen der Dienstleistungstätigkeiteno Mehr direkter Kontakt mit den Kunden höhere Kundenorientierungo Das setzt besondere Interaktionsfähigkeiten vorauso Welche personalen Voraussetzungen und organisatorische Rahmenbedingungen braucht es dafür? Was müssen Mitarbeiter können/lernen? Welche Belastungen entstehen dadurch für MA?o = „Gefühlsarbeit“ „Emotionsarbeit“ Internationalisierung und Globalisierungo Diversity wird großes ThemaKulturelle, demografische, religiöse, sprachliche UnterschiedeHeterogene Belegschaft (große Altersunterschiede)o Dadurch veränderte Anforderungen an Jobprofile, Personalauswahl verändertsich, aber auch die Führung von Teams wird anspruchsvoller Veränderungsmanagemento Durch ständige Innovationen und schnelllebiges Zeitalter müssen sichOrganisationen anpassen/erneuern/verändern um wettbewerbsfähig zubleibeno Initiierung und Begleitung dieser Prozesse wird notwendig Zunehmende Flexibilisierungo Flexible Arbeitszeiten, flexible Verträge (z.B. nur befristet) stellen neueHerausforderungen und Unsicherheiten für Menschen daro Müssen mehr Eigenverantwortung/Selbstorganisation lernen (=beruflichesSelbstmanagement)o Umgang mit wechselnden Tätigkeiten, beruflicher Weiterbildungsbedarf etc.sind Anforderungen, die Beratung und Unterstützung durch A&O brauchen Organisationsdiagnostiko Erfassung und Messung des Organisationsklimas und der –kulturo Mitarbeiterbefragungen sind weiterhin ein zentrales Instrument hierfür
- Zusammenfassung Studienbrief Die Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie arbeitet häufig mit bestehenden Konzepten und Methoden aus anderen Disziplinen.§ Beim Sensemaking werden aufgenommene Informationen in sinnvolle Ereignisse unterteilt. Dieser Prozess ist für die Analyse von Mensch-MaschineSchnittstellen und für Organisationsstudien von Bedeutung.§ Bei der Eignungsdiagnostik wird mit Hilfe verschiedener Methoden angestrebt, eine Vorhersage über die Fähigkeit einer Person zur Erfüllung bestimmter Aufgaben zu treffen.§ Die Management-Diagnostik ist eine Spezialform der Eignungsdiagnostik,die die besonderen Anforderungen an Führungskräfte berücksichtigt.35§ Als interkulturelles Management bezeichnet man eine Unternehmensführung, die die speziellen Anforderungen an die Organisation durch Mitarbeitermit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen berücksichtigt.§ Die Kontingenztheorie besagt, dass Führungspersönlichkeiten von ihren eigenen Charaktereigenschaften und von ihren Beziehungen zu den Untergebenen abhängig sind.§ Als Prozesstheorien bezeichnet man Konzepte zur Motivation, die untersuchen welche psychischen Prozesse zu einer Handlungsintension führen.
- In welchen Bereichen werden A-, B-, & O-Psychologen eingesetzt ? Betriebliches Gesundheitsmanagement- Personalführung, -auswahl und -entwicklung- Aufbau einer produktiven Unternehmenskultur- Kompetenzmanagement- Mentoring und Coaching- Organisationsberatung- Qualitäts- und Wissensmanagement- Konfliktmanagement- Mitarbeiterbefragungen (360° Befragungen)- Planung von Mitarbeitergesprächen- Moderation bei Change-Prozessen, Zielvereinbarungen und Prozessanalysen
- Woraus besteht das humanistische Paradigma (Leitsätze) ? Und wie soll hiermit die Arbeitsmoral positiv beeinflusst werden ? • der Mensch strebt nach Selbstverwirklichung• der Mensch hat ein Bedürfnis nach Wertschätzung• betont werden die „höheren” Motive (Ziele) des Menschen nachSelbstverwirklichung und nach Ausschöpfung des indiviuellenWachstumspotentials• Streben nach Autonomie/ Unabhängigkeit / Sinnfindung: Verwirklichungselbstgewählter Aufgaben, die sich um die Werte der Freiheit, Gerechtigkeitund Menschenwürde zentrieren• mehr Arbeitszufriedenheit, höheres Commitment, weniger Fluktuation,größere Produktivität, Abgrenzung zu Wettbewerbern