Pädagogik (Fach) / Helsper Steop (Lektion)
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Pädagogisches Handeln in der Antinomien der Moderne
Diese Lektion wurde von jooosef erstellt.
- Ausdifferenzierung Weiterentwicklung
- Diskreption Deskriptiv bezeichnet einen beschreibenden bzw. abbildenden Standpunkt, der den Anspruch einer wertfreien Betrachtung erhebt. Ziel ist eine faktische Darstellung.
- relativieren in seinem Wert einschränken
- Wann war das Pädagogische Jahrhundert? Im 18 Jhd..
- empirisch aus der Erfahrung, Beobachtung, auf dem Wege der Empirie gewonnen, auf ihr beruhend - Erfahrungsgemäß
- empirische Erziehungswissenschaft Erziehung mit konkreten Vorstellungen des Resulats
- Antinomie Logischer Widerspruch von Aussagen, von denen jede gleichermaßen gut begründet ist
- Konstitutiv aufbauend, nutzenbringend
- teleologisch/teleologie/Telos Lehre von der Zielgerichtetheit menschlicher Handlungen; Natureigenschaften, etc
- Technologiedefizit Die Arbeit an der Veränderung von Personen durch komplexe interaktive, nicht technologisierbare Vermittlungsprozesse
- Autonomie Selbstständigkeit
- Paradox/Paradoxie Scheinbar oder tatsächlich unauflösbarer, unerwarteter Widerspruch
- Pluralisierung Akt des unterschiedlihcer, verschiedener Werdens. Vielfalt.
- Metaerzählung Meta- = höhre Ebene
- partikular - universalistisch einzeln, auf einen Teil bezüglich - auf die Vielseitigkeit bezüglich
- normativ Normen/Regeln setzend
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- Pädagogisierung Unter pädagogischen Aspekten sehen
- Deutungswissen heoretisches (wissenschaftlich-theoretisches oder "alltagstheoretisches") Wissen im Unterschied zu orientierendem oder praktischem Wissen (Handlungswissen) verstanden.
- Individuation Der Weg zu einem eigenen Ganzen
- Pädagogisches Handeln als interaktiv-asymmetrisches Vermittlungsverhältnis: Die Kräfte Gesellschaft, Natur, Kultur und Person wirken gleichermaßen entgegengesetzt aufeinander ein
- Spannung von Fallverstehen und subsumtivem Regelwissen Auf der einen Seite: Wissen/Theorie, auf der anderen Seite: Erfahrungen (auch von anderen), wie Vorgänge wirklich ablaufen
- subsumtives Regelwissen: untergeordnetes Regelwissen
- Im Zuge welcher gesellschaftlicher Veränderungen entwickelte sich eine Problematisierung von Erziehung oder anders ausgedrückt, wie wurde pädagogisches Handeln zum Gegenstand des Nachdenkens? In der Epoche der (Selbst)aufklärung, im 18. Jahrhundert ("pädagogisches Jahrundert") - es gab die Vorstellung einer "Machbarkeit des Menschen" durch Erziehung
- Helsper spricht von der "modernen Problematik pädagogischen Handelns", was meint er damit? Die WWW-Fragen: Wozu sollte erzogen werden? Was konnte an "Altem" vermittelt werden, was war veraltet? An welchen Orten sollte diese Erziehung stattfinden? Was waren die Ziele, die Inhalte und die Mittel dieser Erziehung?
- Warum muss eine "zweckrationale Vorstellung" pädagogischen Handelns laut Helsper prinzipiell bezweifelt werden? weil der Pädagoge nicht in der Lage ist, seine Intention über eine eindeutig kontrollierte Handlung so umzusetzen, dass sie beim Heranwachsenden nur diese Wirkung auslösen kann. Dies wird zweitens umso ungewisser, je umfassender die beabsichtige Wikrung ist und je weiter sich der zeitliche Rahmen erstreckt. Zudem exiistiert an keinem Punkt des Prozesses ein ferties "pädagogisches Produkt", sondern der Prozess ist immer unvollendet.
- rationales Handeln verfnünftiges Handeln
- zweckrationales Handeln (in Bezug auf das soziale Handeln) darauf ausgerichtet, einen bestimmten Zweck (a) mit den wirksamsten Mitteln zu erreichen
- Welche Aspekte einer professionellen Handlungstheorie pädagogischen Handelns skizziert Helsper am Ende seines ersten Kapitels? Der Ansatzpunkt für die professionelle Handlungstheorie ist ein strukturelles "Technologiedefizit" (= Arbeit an der Veränderung von Personen durch komplexe, interaktive, nicht technologisierbare Vermittlungsprozesse), das von der Ungewissenehit und einer "gebrochenen Teleologie" (Lehre von der Zielgerichtetheit menschlicher Handlungen,; Natureigenschaften, etc ausgeht und pädagogisch antinomisch fasst
- Wie erklärt Helsper die Spannung zwischen Organisation und Interaktion für pädagogisches Handeln? Die Institutionalisierung pädagogischen Handelns führt dazu. Gesetzliche Regeln + Lehrpläne, standardisierte Ablaufmuster von Unterrichtsstunden, schulische Abschlüsse, Pausenverordnungen, Stundentafel, das Lehrpersonal; ist in hierarchische Strukturen eingefügt, Koordination der Raumnutzung, ... Kreatives, Grenzen erprobendes und damit innovatives pädagogisches Handeln findet aufgrund routinisierter Organisationsstrukturen nicht mehr statt => oragnistatorische Zwänge
- Was meint Helsper damit, pädagogisches Handeln bewege sich in den Spannungen kultureller Pluralisierung? Durch kulturelle Pluralisierung werden Weltbilder sowie Rahmenbedingungen traditioneller pädagogischer Beziehung verändert; der Pädagoge entwickelt sich zum Lernhelfer und Sozailisationsbegleiter
- Inwiefern sieht Helsper ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz für berufliches- pädagogisches Handeln? Wenn Pädagogen zu viel in die Privatsphäre von Schülern eingreift, kommen schnell Vorwürfe.Jedoch wenn der Pädagoge zu viel Distanz zum Schüler einhaltet, kommt die Kritik der Vernachlässigung seines Erziehungsauftrages. Starke Emotionale Bindung zum Schüler können Belastungen für Pädagogen hervor bringen. Von einer begrenzten professionellen Haltung aus können Pädagogen Nähe ermöglichen.Es sollte bewusst sein, dass das Ergebnis dieser Beziehung "Vertrauen" ist
- Wie beschreibt Helsper Pädagogik zwischen der Entfaltung kindlicher "Natur" und Disziplinierung und auf welche historische Entwicklung macht er dabei aufmerksam? Traum der Pädagogik -> durch Erziehung einen neuen Menschen zu schaffen, der sich entsprechend seiner menschlichen Natur entfalten soll. ->Dies funktioniert jedoch nur duch Pädagogische Strafmaßnahmen oder Selbstdisziplinierung. Die Kehrseite ist die Entfaltung pädagogischer Machtdiskurse ("Rute", "Repressionsmacht" und Disziplinierungstechniken), es bestehen für die Heranwachsenden meistens (System)zwänge trotz wachsender Freiheitsgrade
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- Worin liegt laut Helsper das pädagogische Spannungsfeld zwischen Allgemeinbildung sozialer Brauchbarkeit? Bildung um Bildungswillen -> Allgemeinbildung und Vollkommenheit Bildung um Qualifizierung -> für den Arbeitsmarkt Kontroverse ob Erziehung auf den Bürger oder den Menschen zielen soll. zu einen will die Entfaltung des heranwachsenden Menschen und andererseites die sozialen Erfordernisse gefördert werden
- Was beschreibt Helsper als "spannungsreiche grundfigur pädagogischen Handelns" 4 weitere, konstitutive Antinomien
- Welche vier Bezugspunkte nennt Helsper für beruflich-pädagogisches Handeln? Person, Gesellschaft, Kultur, Natur
- Welche vier Modernisierungsparadoxa nennt er? • Individualisierungsparadox • Rationalisierungsparadox • Pluralisierungspradox • Zivilisierungsparadox
- Was ist das Individualisierungsparadox? Möglichkeiten für eine eigenverantwortete, autonome Lebensührung steigt, jedoch gleichzeitig auch die Belastung un die Risiken der Eigenverantwortlichkeit anwachsen.
- Was ist das Plualisierungsparadoxon? Die Spannung einer Vervielfältigung von Lebensformen einerseits und übergreifenden kulturellen Generalisierungen anderseit.
- Rationalisierungsparadoxon (Gesellschaft) soziale Interaktion findet immer umfassender in ausdiffernzierten (weiterentwickelden) sozialen Organisationen statt, die von kommunikativen Erfordernissen und Besonderheiten der Handelnden abstrahieren
- Zivilisierungsparadoxon (Natur) Im Verhältnis zu Natur bildet das moderne Zivilisierungsparadoxon die widerspruchsvolle Gleichzeitigkeit einer umfassenden Feisetzung sinnlich-affektiver Anspruche bei einer distanziert-rationalisierten Zurichtung sozialer Vekehrsformen - Balance zwischen Nähe und Distanz
