Physiologie (Fach) / Sportmedizin (Lektion)
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COPD, Arterielle Hypertonie und Koronare Herzkrankheit, Diabetes, Muskelkater, Doping
Diese Lektion wurde von Vanessa1308 erstellt.
- Welche Krankheiten gehören zur COPD? - Chronische Bronchitis - Bronchiolitis - Lungenemphysem
- Wie ist die Krankheitsentstehung von COPD? - Flimmerhärchen der Atemwege werden gelähmt - Lunge produziert viel Schleim (Hyperkrinie) - Rückbildung noch möglich bei Rauchstopp Später dann: - Zerstörung der Flimmerhärchen - Schleimhaut der kleinen Lungenbläschen verschwindet - entzündete Bronchialschleimhaut verdickt sich - verengt die Luftwege - Erhöhung des Atemwegswiderstandes - chronsich-ostruktiv - Zerstörung der Alveolen durch Überblähung - Lunge sieht aus wie ein Ballon -> Lungenemphysem ist entstanden -> irreversibel
- Was sind Folgen der COPD? - Atemnot - Leistungsschwäche, da Körper nicht genug Sauerstoff entnehmen kann - Rechtsherzinsuffizienz -> Gesamtquerschnitt der Lungenstrombahn verringert sich, da begleitende Gefäße verschwindet -> Durch diese Widerstandserhöhung muss die rechte Herzkammer erhöhte Druckarbeit leisten
- Nenne Symptome und Diagnose der COPD. Was sind mögliche Folgeschäden und wie therapiert man die COPD? Symptome: - Atemnot unter Belastung und später auch in Ruhe - Husten, v.a morgens - Auswurf - Wassereinlagerugen in Beinen (Ödeme) Diagnose: - Anamnese - Auskulation - Abklopfen - Röntgen des Brustkorbs -> Horizontale Rippen -> Verbreiterte Zwischenrippenräume -> flaches, tiefstehendes Zwerchfell -> dunkler erscheinende Lunge - Lungenfunktionsanalys - Blutgasanalyse - EKG - Blutuntersuchung Folgeschäden: - Infektionen der Bronchien - Herabgesetzte Lungenfunktion - Rechtsherzschwäche - Herzversagen - Exazerbation: Verschlimmerung der Symptome Therapie: - Nikotinabstinenz - Medikamente - Physikalische Maßnahmen - Sauerstofflangzeittherapie - Ernährung - Operation - Lungensport
- Wofür ist arterielle Hypertonie ein Risikofaktor? Arterielle Hypertonie ist eine typische Zivilisationskrankheit in industrialisierten Ländern. - Erkrankunges des Gefäßsystems - KHK - Chronische Herzinsuffizienz - Chronisches Nierenversagen - Periphere Durchblutungsstörungen - HKS-Erkrankungen
- Von welchen Faktoren hängt der Blutdruck ab? - Blutvolumen - Gefäßwiderstand - Alter
- Welcher Blutdruckwert wird als optimal angesehen, ab wann gilt er als erhöht? 120/80 optimal 140/90 erhöht
- Was bedeutet primärer und sekundäre Bluthochdruck? Nenne Risikofaktoren und Ursachen. Primärer Bluthochdruck = Ursache ungeklärt Sekundärer Bluthochdruck = Ursache bekannt Bei primärem Bluthochdruck gibt es Risikofaktoren: - Übergewicht - Rauchen - Diabetes - Alkoholkonsum - Falsche Ernährung - Bewegungsmangel - Stress - Medikamente Bei sekundärem Bluthochdruck gibt es Ursachen: - Chronische Nierenleiden - Verengung an den Nierenarterien - Hormonelle Störungen - Gefäßmissbildungen
- Wie wird die koronare Herzkrankheit diagnostiziert, was sind mögliche Folgeschäden und wie therapiert man sie? Diagnose: Anamnese (Beschwerden, Medikamenteneinnahme, frühere Erkrankungen, Familiengeschichte) Blutdruckmessung Folgeschäden: Arterioskelrose -> Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Linksherhypertrophie, Niereninsuffizienz, Erblindung Therapie: Basistherapie -> Gewichtsreduktion, Nikotinabstinenz, Entspannungstraining, körperliche Bewegung, Ernährungsumstellung Medikamentöse Therapie -> ACE-Hemmer (gefäßerweiternd, blutdrucksenkend), Diuretika (Harntreibend) Nebenwirkungen: Bluteindickungen, Thromboemboiden, Herzrhythmusstörungen Betablocker (Hemmen Stresshormone) Kalziumantagonisten (Senken Spannung in Gefäßwänden, Blutdruck und Sauerstoffbedarf sinkt)
- Was ist die Koronare Herzkrankheit? Was ist Arteriosklerose? Was sind Risikofaktoren für Koronarsklerose? Koronare Herzkrankheit: Eine Mangeldruchblutung des Herzmuskles durch Verengung oder Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße. Ursache ist die Arteriosklerose der Koronararterien. Arteriosklerose: Arteriosklerose sind Gefäßverkalkungen, wodurch der Blutfluss unzureichend wird. Unter Belastung reicht die Sauerstoffversorgung nicht mehr aus, es kommt zu Lipidablagerungen, die irgendwann aufreißen. Es kommt zur Aktivierung des Gerinnungssystems und ein Thrombus entsteht. Es kommt zum Gefäßverschluss der Koronararterien und zu einem akuten Herzinfarkt. Risikofaktoren Koronarsklerose: Nicht beeinflussbar: Erbliche Faktoren, Geschlecht, Alter (Häufiger betroffen sind Männer) Beeinflussbar: Ungünstige Cholesterinwerte, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Erhöhter Harnsäuregehalt, Stress, Alkoholkonsum
- Was ist Angina Pectoris? Eine einengende Beklemmung in der Brust. Die Schmerzen strahlen aus in die Arme, Schultern, den Hals, die Wangen, Zähne und in die Magengegend. Es kommt zur Atemnot oder Unfähigkeit zu durchzuatmen. Dauert 5 sek bis 30 Minuten, hört nach der Belastung auf. Nitrogylcerin lindert sofort.
- Wie diagnostiziert man verengte Koronargefäße? - Intensive körperliche Untersuchung - Ruhe und Belastungs EKG - Stress Echokardiographie - Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße
- Was gibt es für operative Verfahren um die Gefäße zu erweitern? - Ballondilitation -> Beseitigung der Gefäßverengung, Katheter wird über Arm oder Leistenarterie an vernegte Stelle geschoben, Ballon weitet Stelle auf, Gefäßstütze (Stand) soll Gefäß offen halten, hohe Rückfallquote - Bypass-Operation -> Umgehung des verengtes Gefäßabschnittes, gilt als wirksaner wie Ballondilitaition, risikoreicher, da OP am offenen Herzen durchgeführt werden muss
- Was ist Diabetes Mellitus? Übersetzt bedeutet es honigsüßer Durchfluss. Diabetes ist eine chronsche Stoffwechselerkrankung, bei der man einen Mangel an Insulin hat. Wir unterscheiden zwischen Typ I und Typ II Diabetes. Typ I: fehlende Bildung von Insulin, absoluter Mangel Typ II: zu geringe Synthese, zu geringe Wirksamkeit, Insulinresistenz Bei Diabetes hat mean eine Zuckerausscheidung im Urin sowie eine vermehrte Harnflut
- Welcher Glukosewert gilt als normal, welcher als zu hoch? Wie diagnostiziert man Diabetes? 70-110 mg/dl gelten als normal. Nüchternwerte von 110-125 gelten als abnormal. Diagnose: - Überschreiten des Grenzwertes für Nüchternblutzucker - Im Glukosetoleranztest werden 200 mg/dl überschritten - Polyurie - Polydipsie (vermehrtes Durstgefühl) - Gewichtsabnahme bei Typ I
- Was macht Insulin? - Ermöglicht Transoport des Zuckers aus dem Blut in die Zellen - Steuert die Speicherung von Zucker in Form von Glykogen und in den Muskelzellen - Erhöht Aufnahme von Glukose in die Fettzelle - Erhäht die Eiweißsynthese und hemmt Neubildung von Zucker aus Aminosäuren - Fördert Depotbildung von Nährstoffen
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- Was ist Muskelkater und wann tritt er auf? Als Muskelkater werden harte, verspannte, geschwollenen und kraftlose Muskeln bezeichnet, die bei Berührung und bei körperlicher Betätigung schmerzen. Der Muskel ist weniger Leistungsfähigkeit und das Bewegungsausmaß wird kleiner. Muskelkater tritt nach zu starken Belastungen auf, ca. 1-2 Tage nach der Belastung. Er hinterlässt keine bleibenden Schäden und ist durch die gleiche Bewegung für längere Zeit nicht erneut auslösbar.
- Welche Hypothesen gibt es für die Entstehung von Muskelkater? - Verletzungshypothese: Schäden an Muskelzellen und Bindegewebsstrukturen durch hohe mechanische Belastung. Intensität ist höher als die Dauer, exzentrik ist größer als konzentrik. - Stoffwechselhypothese: Nach langen Ausdauerbelastungen, vermutlich durch Erschöpfung der Energievorräte. Filamente, Mitochondrien, Sarkoplasmatisches Retikumulum, viele Z-Streifen bleiben intakt. Leukozyteneinwanderung zur Reperatur der Zelle Die Verletzungshypothese ist die häufigere
- Was passiert bei einem Muskelkater? - Mikrotruamatische Verletzungen - Mikroverletzungen: Z-Streifen, Filamente und bindegewebige Begleitstruktur
- Welche Fasern sind empfindlicher für Muskelkater? Die FT-Fasern, weil sie dünnere Z-Streifen und eine weniger starke Bindung zwischen den kontraktilen Einheiten haben. Muskelkater tritt v.a nach hohen, intensiven Belastungen auf
- Was sind Maßnahmen bei Muskelkater und zur Prophylaxe? - Nicht hart weitertrainieren - Faszienrollen - Entspanntes Laufen - Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Wärme, Sauna, Baden - Allmähliche Belastungssteigerung bei ungewohnten Belastungen - Allmähliche Belastungssteigerung nach Trainingspausen - keine intensiven Übungen im ermüdeten Zustand - Auslaufen nach Belastungen
- Was ist Doping? Was sind Beweggründe um zu dopen? Doping sit der allgemeine Versuch die sportliche Leistungsfähigkeit auf medikamentösem Wege zu steigern. Der Begriff Dopen tauchte Mitte des 19 Jhd auf und kam aus der Sprache der farbigen Südafrikaner. Dop ist ein bei Kulthandlungen schweres, alkoholisches Getränk. Schon in der Antike bei den Griechen und Römern wurde mit Stierhoden und Fliegenpilzen gedoped. Doping kommt v.a bei Kraft und Ausdauersportarten vor. Beweggründe: Soziale Stellung, nationales Prestige, finanzielle Verlockungen, individueller Ehrgeiz
- Was gibt es für verbotene Wirkstoffgruppen beim Doping? - Anabole Wirkstoffgruppen - Stimulantien - Diuretika - Erythropoitin
- Was sind Anabole Wirkstoffgruppen und ihre Nebenwirkungen? Werden in Trainingsphasen von Athleten verwendet um stärkeren Muskelafbau und bessere Leistungen zu erzielen. Leiten sich vom testosteron ab und haben eine eiweißaufbauende Wirkung. Nebenwirkungen: - Überlastungsschäden - gestörte Leberfunktion - Eigene Testosteronproduktion sinkt - Samenfäden fehlen (Azoospermie) - Bei Jugendlichen vorzeitiger Verschluss der Wachstumsfugen - Bei Frauen Virilisierungserscheinungen (Bartwuchs, Stimmlage, aggressives Verehalten, Menstruationsstörungen) - Bei Männern durch Steigerung der Östradiol Brustbildung (Gynäkomastie)
- Was sind Stimulanzien und ihre Nebenwirkungen? Sogennante Weckamine haben stimulierende Wirkung auf das ZNS, die Ermüdung wird herabgesetzt und die sportliche Leistungsfähigkeit wird angehoben. Wird in Ausdauersportarten eingesetzt. Nebenwirkungen: - verringerter Appetit - erhähte Energiefreisetzung führt zu gesteigerter Wärmeproduktion - Zunahme der Herzfrequenz - Blutdrucksteigerung - Unruhe, Schlafstörungen, Aggressivität, sinkende Konzentrationsfähigkeit, Suchtsymptomatik
- Was sind Diuretika und ihre Nebenwirkungen? Harntreibende Substanzen, die zur Verschleierung der Einnahme von verbotenen Substanzen diesen. Sie führen zur Verringerung der Körpermasse, was bei Kraftsportlern für die Gewichtsklassen wichtig ist. Nebenwirkungen: - Blutdruckabfall - Störungen des Elektrolythaushaltes - Herzrhythmusstörungen
- Was sind Erythropioteine und ihre Nebenwirkungen? Körpereigener Eiweißbaustein, der Erythrozytenneubildung stimuliert, erhöht die Erythrozytenneubildung. Führt zu einer verbesserten O2 Transportkapazität und zu einer verbesserten Ausdauerleistung. Hat Blutdoping abgelöst. Nebenwirkungen: - Zunahme des Hämatokrits - Thrombosegefahr - Schutzsperre
