Anästhesie (Fach) / Medikamente (Lektion)

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Anästhesie

Diese Lektion wurde von mary2rade erstellt.

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  • Alpha 2 Agonisten -> Xylazin/ Medetomidin sedierend,  schmerzmindernd (analgetisch), angstlösend und muskelrelaxierend.Sedation länger als AnalgesieXylazin: von der Wirkstärke mit Morphin vergleichbar, stark hypnotisch wirkt als zentraler und peripherer α2-Adrenozeptor-Agoniststimuliert Brechzentrum, löst Salvation aus Sedation = 0,5-4 h Analgesie =  15-20 Minuten ggr. muskelrelaxansNiedrig dosiert bei HCM mit medetomidin möglich  Meditomidin: wesentlich potenter als xylazin aber gleiche Sedation, Analgesie Wirkdauer: Hund ca 3 Stunden Dexmeditomidin ( gut da kleine Dosis möglich)gut bei viszeralen Schmerzengut für DauertropfinfusionSedation=  bei Kleintieren etwa drei Stunden analgetische Effekt hingegen nur etwa 30 bis 45 Minuten an. Vorteile antagonisierbar (Atipamezol !!!, Yohimibin, Doxapram)gut bei HCM →in niedrigen Dosen bei Katzen mit DCM von Vorteil ( sorgt für eine bessere Füllung in der Erschlaffungsphasedes Herzens  Nachteile: senkt den Blutdruck + Atemfrequenz hoch, Blutdruckschwankungen später Bradykardie, lähmt den Darm, ErbrechenAbfall der KörpertemperaturMuskelzuckungen, AtemdepressionPotenziert Wirkung anderer Medikamente + deren NebenwirkungenNicht bei CNE + Mitralisinsuffizienz+ DCM 
  • Barbiturate ( Pentobarbital, Phenobarbital) - GABA starkes Beruhigungs- und Schlafmittel und wirkt gegen Krampfanfälle. Die Wirkung ist stark dosisabhängig und reicht von Beruhigung über leichte Dämpfung und Schlaf bis zur BetäubungPentobarbital zu Euthanasie Phenobarbital wirkt – wie auch andere Barbiturate – durch Bindung am GABAA-Rezeptor. GABA ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter des zentralen Nervensystems (ZNS) bei Säugetieren. Die Bindungsstelle für Barbiturate am GABAA-Rezeptor unterscheidet sich von den Bindungsstellen für GABA selbst und auch von der für Benzodiazepine. Wie auch Benzodiazepine, verstärken Barbiturate die GABA-Wirkung am Rezeptor. Pentobarbital: Tiere fallen schnell in einen tiefen Schlaf, der bei Gleichwarmen rasch, schmerz- und reflexlos und ohne deutliche Exzitationen in den Tod durch Herz- und Atemstillstand übergeht Voteile: AntikonvulsivNachteile: extrem langer Nachschlaf  
  • Benzos ( Diazepam) - keine Analgesie !!!! GABA Diazepam/ Midazolam verstärkt  die Wirkung des Neurotransmitters GABADiazepam dockt dabei als Agonist an die Benzodiazepinbindungsstelle des GABA-Rezeptors an. Das führt zu einer Änderung der räumlichen Struktur (Konformation) des Rezeptors, welche die Empfindlichkeit für GABA erhöht. Die vermehrte GABA-Aktivität öffnet die zellulären Chlorid-Kanäle und führt zu einem verstärkten Chlorideinstrom in die Nervenzelle. Diese erhöhte Chloridkonzentration in der Zelle führt wiederum zu einer Hyperpolarisation, die die Nervenzelle weniger erregbar machtAls Narkoseprämedikation, Dauermedikation katze Epilepsie, Status Epileptikus HundWirkdauer Hund: 2-5 h  wirkt anxiolytisch (angstlösend), antikonvulsiv (antiepileptisch), muskelrelaxierend (muskelentspannend) und sedierend (beruhigend)Vorteile: sehr gute Muskelrelaxans, antikonvulsiv, antagonisierbar, wenig Depression von Herzkreislaufsystem, Appeitanregend, AnxiolytischNachteile: Diazepam nicht mit Wasser mischbar, Midazolam mit wasser Mischbar, Ältere Tiere sensibler auf Benzodiazepine als jüngerewenig Sedation ( deswegen + Opoid)  verstärkt die Atemdepression von Opioden  !!!brennt Antidot: Flumazenil 
  • Buprenorphin (Opiode) - Buprenovet partieller my agonist ( keine Wirkungsverstärkung wenn alle Rezeptoren besetzt sind) für mittelstarke schmerzen Wirkeintritt verzögert ( 30 -45 min)Vorteile:geringe Atemdepression wirkt lange ( 6-12 h)ggut für brachiocephale gut für postoperative Schmerzen Nachteile Besetzt schnell alle Rezeptoren -> dh. mehr Wirkstoff erhöht  nicht die Wirkungnicht antagonisierbsr  
  • Butorgesic - > kein BTM/ Antidot ist ein starkes Sedativum aus der Gruppe der Opioide. geringe Herz-Kreislauf-WirkungVorsicht bei älteren Patienten, sie reagieren sehr sensibel auf Butor ( langer Nachschlaf) wirkt als ein Agonist am κ- und δ-Opioid-Rezeptor und ein Antagonist am μ-Opioid-Rezeptor.weniger atemdepressiv als BuprenophinSehr gute viszerale Analgesie Schneller Wirkeintritt nach 5 Minuten i.v. / s.c.,i.m. 15 Minuten Butorphanol ist für Fälle geeignet, bei denen eine kurze (Pferd und Hund) sowie eine kurze bis mittelfristige (Katze) Schmerzausschaltung erforderlich ist.Analgesie stellt sich im Allgemeinen 15 Minuten nach Verabreichung bei Hunden und Katzen ein Nach einmaliger intravenöser Verabreichung hält die Analgesie bei Hunden 15 bis 30 MinutenKatzen mit viszeralen Schmerzen wurde ein schmerzlindernder Effekt für 15 Minuten bis sechs Stunden nach Verabreichung von Butorphanol nachgewiesen. Bei Katzen mit somatischen Schmerzen war die Dauer der Schmerzlinderung bedeutend kürzerKatzen kriegen weite Augen, atmen sehr sehr lange ein Vorteile: positiv ionotrop,Antitussiv → nicht bei Patienten mit produktiven Husten Nachteile:Tiere trippen Nicht so gute Analgesie = nicht als Mononarkose (deswegen zusammen mit Ketamin/ Meditomidin)verursacht Hyperthermie bei der Katzekurze Wirkdauer von 1-3 hals Antidot: Wirkung von reinen Opioid-mu (μ) -Agonisten (z.B. Methadon, Morphin) bei Tieren, die diese Mittel bereits erhalten haben werden beseitigt Erst nach 45 Minuten weil sonst nur Keta übrig bleibt und zu Krämpfen führtAtemdepression kann auftreten. Dann Naloxon als Antidot verwendet werden.
  • Fentanyl ( Opioid) Sehr gute Analgesie 100 x potenter als Methadon Wirkeintritt nach 1-3 Minuten i.v., max nach 5 Minuten, I.m. nach 5-8 Minuten Wenn gegeben bitte vor infusion als BolusSehr kurz wirksam ( ca. 20-30  Minuten ) -> deshalb als Dauertropf nur mit BeatmungVorteile= gute Analgesie ( bei starken Schmerzen) bei Tachykardie Nachteile= Vorsichtig bei der katze AtemdepressivAntidot: NaloxonFür die Anwendung als Dauertropfinfusion gibt es verschiedene Beschreibungen die Infusionslösung zu mischen. Mit 50 ml Fentadon® in 500 ml Infusat (Glucose 5% oder Ringerlösung) sind 2,5 mg Fentanyl in 550 ml Lösung, also 0,005 mg/ml. Dies bedeutet dass bei Hund und Katze etwa 0,5 – 2 ml/kg/h zu infundieren sind, was sich je nach Größe des Tieres nur mit Perfu- soren bzw. Infusomaten applizieren lässt.Löst man 5 ml Fentadon® in 500 ml erhält man eine circa 1:10 verdünntere Lösung, so dass mittlere Dosierungen mit 10 ml/ kg/h zu erzielen sind. Dieses Volumen entspricht dem durchschnittlichen intraope- rativ zu infundierenden Volumen und kann somit als gut steuerbare Schwerkraftinfusion in der Operation eingesetzt werden. 
  • Isofluran & Sevofluran = Keine analgesie !!!! NarkotikaAtemdepressiv Weniger menge durch gute Prämedikation möglich Sevofluran: teurer, mehr Verbrauch Meerschweinchen vertragen es nicht so gut, Aber weniger Nebenwirkungen Ist Vasodilatativbei Einleitung 3-4 %, zur Erhaltung 1-2 % 
  • Phenothiazine (Acepromacin) - keine Analgesie !!!   wirkt primär über eine Blockade der Dopamin-2-Rezeptoren, die übrigen Dopaminrezeptortypen (D1, D3-5) werden nicht beeinflusst. Hierdurch kommt es zu einer sedativen und antipsychotischen Wirkung, zu einer zentralen Dämpfung des Erbrechens und zu einem Anstieg der Prolaktin-Sekretion.Ein weiterer Effekt besteht in der Blockade der Alpha-1-Adrenozeptoren, was zu einer Gefäßerweiterung (Vasodilatation) und damit zu einem Abfall des Blutdrucks führt. Die Gefäßerweiterung in der Milz bedingt einen Abfall des Hämatokrit-Wertes.Darüber hinaus senkt Acepromazin den Tonus der glatten Muskulatur und wirkt dadurch krampflösend (spasmolytisch). Vorteile:beeinflusst nicht die Atmung, hält lang an, antiarrhythisch, also wenig Nebenwirkungen,Nachteile:schlecht steuerbar, wirkt lange, Anstieg Prolaktin, Spasmolytisch, Vasodiletation, Kreislaufdepression, kontrainduziert bei hypovolämie, nicht antagonisierbar, mäsige muskelrelaxasation, Hypovolämie, bei Hauskatzen kann es zur Behandlung der felinen arteriellen Thromboembolie, um den dabei auftretenden Vasospasmen entgegenzuwirken, sowie bei obstruktiven Erkrankungen der unteren Harnwege eingesetzt werden."Adrenalinumkehr ( Nebenwirkung):Aufgeregtes Tier -> blutdruck oben-> durch acepromacin vasodilatation-> kreislaufschock, entgegenwirken mit infusion = nicht bei Hypovolämischen Tieren 
  • Propofol - keine Analgesie !!!! Tiere brauchen mehr als Menschen- Vorteile: ultra kurze Wirkung, gut steuerbar, Muskelrelaxans, keine Gewebereizung - Nachteile: kurz haltbar ( sonst sepsis) nur IV, sonst gewebereizend, dosisabhängige  Atemdepression, kreislaufdepression, keine analgesie, kumuliert nicht, 
  • Ketamin - NMDA - starke Analgesie + dissoziativer Zustand - führt zu Katalepsie Gut bei kurzen schmerzhaften stimuli - s.c. / i.m. / i.v.- bei akuten Schmerzen und Schock- NMDA- Antagonist - rascher Wirkeintritt nach 3-10 Minuten - wirkt ca. 15-45 Minuten Zur Verlängerung der Ketamin-10 %-Anästhesie kann sowohl i.m. oder i.v., je nach Bedarf, die halbe oder volle Dosis nach 20 Minuten nach injiziert werden.Vorteile= sedativ, kurze Wirkung, keine Atem- und Kreislaufdepression, keine Muskelrelaxans, Husten und Schluckreflexe bleiben erhalten, gut mit Opioiden und alpha 2 ( xylazin in Hellabrunner Mischung) mischbar,  Kein Schmerzgedächtnis  Nachteile= erhöht die Herzfrequenz und den Blutdruck, Tachykardie, Krampfanfälle, gesteigerter Sauerstoffverbrauch der Herzmuskulatur, Atemdepression ( Atempause nach Inspiration) CAVE: kann bei Katzen Speicheln und Steigerung des Muskeltonus auslösen, wirkt Atemdepressiv, löst Nystagmus und Mydrasis aus, Augen bleiben offenWirkt gut auf Körperoberfläche aber wenig viszeralKrämpfe können mit Diazepam blockiert werden 
  • Opioide/ Morphinabkömmlinge (Methadon, Fentanyl)  ist reiner Agonist am μ-Opioid-Rezeptor  Vorteile: sehr gute Analgesiekaum Kreislaufwirkungenrasche analgesie Wirkt lange (2-4-6h) Wrkeintritt nach 1-3 Minuten i.v./ s.c. 5-15 Minutenauch geeignet für Analgesie post op,kann als bolus alle 3-4 h verabreicht werdenGgr. sedierendam stärksten beim Hund, senkt Hustenreiz, Sympatikusstimulation ( KA, Speicheln, Bronchosekretion )Nachteile: AtemdepressionBradykardieEmesisHecheln bei HundenMDT- Wirkung ( Obstipation) nicht gut steuerbar ( noch mehr als Bupre) Schlechtes aufwachen ( Winseln, Zuckungen), Abfall der KörpertemperaturL Methadon für Katzen nicht zugelassen Ktz.=  Exitationen, antagonisierbar mit Naloxon Katze: 0,2 mg/Kg I.v.
  • Wirklänge Anästhetika Ketamin  20-40 Minuten Xylazin=  15-20 MinutenDomitor= 30 bis 45 Minuten Butorgesic- 15-30 Minuten Hund/ 15 Minuten bis 6 h Katze Methadon= 2-4 h Metamizol = 8 - 12 h Nsaid -24 h ( wirkung nach 30 Minuten-3h) 
  • Antisedan Aufhebung der sedativen Wirkung von Medetomidin- oder Dexmedetomidinhydrochlorid bei Hunden und Katzen durch den spezifischen α-2-Antagonisten AtipamezolhydrochloridDieses Tierarzneimittel darf bei Tieren, denen Ketamin zusammen mit Medetomidin oder Dexmedetomidin verabreicht wurde, nicht früher als 30 oder 40 Minuten nach der Anwendung der Kombination verabreicht werden, da Krämpfe durch die Ketamin-Wirkung ausgelöst werden können.Eine gleichzeitige Anwendung von Atipamezol und anderen zentralwirksamen Arzneimitteln, wie z.B. Diazepam, Acepromazin oder Opiaten wird nicht empfohlen.Kombinierte Anwendung von Domitor® oder Dexdomitor® und Ketamin:Katzen: Antisedan® frühestens eine halbe Stunde nach der letzen Ketamingabe applizieren.Hunde: Antisedan® frühestens eine Stunde nach der Applikation von 2.5 mg/kg KGW Ketamin anwenden; bei höherer Ketamindosierung noch länger bis zur Antagonisierung von Domitor® oder Dexdomitor® warten.eine vorübergehende Blutdrucksenkung wurde während der ersten 10 Minuten nach Injektion von Atipamezol beobachtet.und zentrale Erregungserscheinungen (Hyperaktivität, Muskeltremor) auftreten. Diese Symptome können, wenn notwendig, durch Medetomidin- oder Dexmedetomidinhydrochlorid in einer geringeren als der normalerweise üblichen therapeutischen Dosis aufgehoben werden. Wird Atipamezolhydrochlorid versehentlich einem Tier verabreicht, das nicht vorher mit Medetomidinhydrochlorid oder Dexmedetomidin hydrochlorid behandelt wurde, können Hyperaktivität und Muskelzittern auftreten. Diese Effekte können für etwa 15 Minuten anhalten.Bei Katzen mit zentralen Erregungserscheinungen ist auf eine Minimierung der äußeren Reize zu achten.Selten treten Erbrechen, Hecheln, vermehrtes Speicheln, Lautäußerung, Muskelzittern und unkontrollierter Kot- und Harnabsatz auf. Bei einzelnen Tieren kann es zu einer Hyperaktivität, und Tachykardie kommen