Entwicklungspsychologie (Fach) / Emotionale Entwicklung (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 17 Karteikarten

(Kapitel 8 und Vorlesung II)

Diese Lektion wurde von salatsosse erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Was ist eine Emotion? Eine Emotion ist eine Reaktion mit dem Ziel des Erhalts oder der Veränderung der Person-Umwelt-Beziehung (Saarni et al., 2006)
  • Welche Funktion hat eine Emotion? - Bewertung (Relevanz) - Handlungsaktivierung - Kommunikation
  • Nenne 3 Beispiele dazu, dass Emotionen uns etwas über unsere Bewertungen sagen. - Ärger: Zielblockade oder Angriff auf Selbst (Gruppe/Ideale) - Angst: Existenzielle Bedrohung - Trauer: Jemand oder etwas ist unwiederbringlich verloren
  • Was ist das strukturalistische Paradigma? Emotion: - Qualitativ beschreibbarer Zustand mit Veränderungen auf einer oder mehreren Ebenen - spiegelt immer nur Momentaufnahme wieder (Grund: Emotionale Zustände verändern sich) - Emotione werden als psychischer Zustand durch eine Konfiguration von   subjektivem Gefühl und körperlichem Zustand realisiert
  • Nenne die 5 Komponenten von Emotionen. 1. Affektive Komponente (Inneres Erleben, Gefühl) 2. Ausdruckskomponente (Mimik, Gestik, Stimme, Haltung) 3. Kognitive Komponente (Aufmerksamkeit, Bewertung) 4. Motivationale Komponente 5. Physiologische Komponente
  • Was ist das funktionalistische Paradigma? Emotion: - Ergebnis eines Systems zur Erreichung von Ziel- oder Bedürfnisbefriedigung. - Emotionen = Handlungsbereitschaften und Prozesse - Emotionale Reaktione zielen darauf ab, Beziehung von Individuum zu seiner Umgebung zu erhalten oder zu verändern --> Emotionen gehen immer mit Handlungsaktivierung einher - Soziale Kommunikationsfunktion von Emotionen (Signal/Appell)  --> Signal: Mitteilung der eigenen Bewertung (Bsp. Ausdruck von Ärger) --> Appell: an andere um deren Handlunge zu beeinflussen (Bsp. Freudiges Kopfnicken Elternteil) Emotionsausdruck als Ausdruck...: - der eigenen Bewertung - und Handlungstendenzen - im sozialen Miteinander - und als absichtlich eingesetzter Handlungsregulator
  • Was ist die internale Funktion von Emotionen? - Bewertung: Abkopplung der Verhaltensreaktion vom Reiz - Körperliche Aktivierung
  • Was ist die soziale Funktion von Emotionen? - Kommunikation - Ausdruck: Signal- und Appellfunktion
  • Was ist das kontextualistische Paradigma? Emotionsformen, - funktionen und Regulationsmechanismen haben ihren Ursprung nicht im Individuum sondern im kulturellen Erbe (nach Holodysnki/Friedmeier) !!! Kultureller Kontext !!!
  • Welche Theorien gibt es zur Entwicklung diskreter Emotionen? 3 Haupttheorien: 1. Izard --> Angeborene Basisemotionen (Strukturalistisch) 2. Sroufe --> Emotionales Differenzierungsmodell (Funktionalistisch) 3. Holodynski --> Internalisierungsmodell (Kontextualistisch)
  • Entwicklung diskreter Emotionen nach Izard. DET (Differential Emotions Theory): - Angeborene Basisemotionen --> spezifisches neuronales Substrat pro Emotion --> emotionsspezifisches neuromuskulär-expressives Muster --> distinkte subjektive und phänomenologische Qualität
  • Was sind die 10 Basisemotionen nach Izard? 1. Interesse 2. Überraschung 3. Freude 4. Trauer 5. Ärger 6. Ekel 7. Verachtung 8. Schuld 9. Scham/Schüchternheit 10. Furcht
  • Welche Einwände gibt es gegen DET nach Izard? - Methodische Probleme der Erfassung - Ausdrucksmuster vs. funktionelle Merkmale - Flüchtigkeit der mimischen Muster- nicht parallel zu identifizierbaren Auslösern
  • Entwicklung diskreter Emotionen nach Sroufe. Sroufe: Differenzierungsmodell - handlungsregulierende Funktion der Emotion ensteht erst im Verlauf der Ontogenese - Bei Geburt nur undifferenzierte positive/negative Erregungszustände in 3 Basissystemen
  • Mit 18 Monaten entwickelt sich welche Emotion aus dem Basisemotionssystem Ärger? Trotz, Zorn
  • Mit 18 Monaten entwickelt sich welche Emotion aus dem Basisemotionssystem Vorsicht/Furcht? Scham
  • Mit 18 Monaten entwickelt sich welche Emotion aus dem Basisemotionssystem Lust/Freude? Positive Selbstbewertung, Zuneigung