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Empirie II (Fach) / Anwendung und Kritik (Lektion)

Forschungsprojekte

Diese Lektion wurde von Kristin91 erstellt.

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  • Worum geht es in der Gruppendiskussion? - Es geht in der Gruppendiskussion nicht um einen einzelnen Redebeitrag, sondern um die Rahmung in einer Gruppendiskussion - diese passiert wenn positive und negative Gruppenhorizonte entworfen werden und dann die Personen zwischen diesen in irgendeiner Form Bezug nehmen, als man positioniert sich dazwischen
  • Orientierungsfigur - benennt ein Thema, das sich in der Gruppe ergeben hat und von den TeilnehmerInnen aufgegriffen wird
  • Enaktierung - Umsetzung in eigenes Handeln - beschreibt die Positionierung der Jugendlichen in der Diskussion zwischen den beiden Gegenhorizonten - also welche Haltung nehmen sie zu einem bestimmten Thema ein und wie wird diese Orientierung im Alltagshandeln umgesetzt 
  • Formulierende Interpretation - dient der Herausarbeitung kommunikativ/immanenter Sinngehalte. Hierbei werden WAS-Fragen an das Datenmaterial gestellt - Gliederung in Ober- und Unterthemen: Was wird gesagt?
  • Wie wird etwas gesagt? Orientierungswissen erschließt sich aus begrenzenden Horizonten ---> Suche nach positiven und negativen Gegenhorizonten
  • Welche Forschungsmethode verwendet R. Bohnsack in seinem Forschungsprojekt: Generation, Milieu und Geschlecht? Gruppendiskussionsverfahren - nicht nur einzelne Redebeiträge, sondern kollektiver Bedeutungszusammenhang - gemeinsamer Rahmen der Redebeiträge = z.B. biografisch relevante Orientierungsmuster
  • In Anlehnung an wen entwickelt Bourdieu den Habitus? in Anlehnung an Erwin Panofsky und Karl Mannheim
  • Narration = Erzählung
  • narrative Interviews - Bezug zu einem Teilbereich 
  • biographisch-narratives Interviews Bezug zum gesamten Leben
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  • Homologiethese - wurde von Alfred Schütze empirisch belegt und bezieht sich auf die Homologie (Übereinstimmung) von Erzählkonstituion und Erfahrungskonstitution -Schema zur Sachverhaltsdarstellung: Erzählung, Beschreibung, Bericht, Argumentation - Die Erzählung von selbst erlebten Geschichten ist dabei das Schema der Sachverhaltsdarstellung, das am ehesten den erlebten Ereignisablauf durch die kognitive Aufbereitung reproduzieren kann -Beschreibungen, Bericht oder Argumentation haben größere Distanz zur Erfahrung
  • Narrationsanalyse (nach F. Schütze) ist eine qualitativ-rekonstruktive Methode zur Auswertung von (biographisch)- narrativen Interviews
  • Welche sechs Interpretationsschritte beinhaltet das Verfahren von F. Schütze? 1. Formale Textanalyse 2. Strukturelle inhaltliche Beschreibung 3. Analytische Abstraktion 4. Wissensanalyse (Welche Theorien bringt der Interviewte selbst mit?) 5. Kontrastive Vergleiche unterschiedlicher Interviewtexte (Vergleiche minimalen und maximalen Kontrast zu anderen Interviewtexten) 6. Konstruktion eines theoretischen Modells (Herausarbeitung allgemeiner Prozessstrukturen)